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Ausland, Europa

Die Modernisierung der Aufrüstung der USA in der Ukraine zeigt ihre egoistische Außenpolitik

von www.globaltimes.cnhttp://www.dr-schacht.com

In seiner Rede im staatlichen Fernsehsender „Russland-1” warnte der Präsident von Russland, Vladimir Putin, am 5. Juni dieses Jahres die USA, dass sein Land neue Ziele angreifen wird, wenn der Ukraine moderne Raketensysteme „zur Verlängerung des Konfliktes“ geliefert werden.

Der Präsident der USA, Joe Biden, hat erklärt, dass er entschieden hat, „den Ukrainern weit bessere Raketensysteme, Waffen und Munition zu liefern, die es ihnen erlaubt, im genaueren und stärkeren Maße entscheidende Ziele in den Kampfgebieten der Ukraine zu zerstören“.

Putin hat nicht präzisiert, welche Ziele er im Auge hat. Der chinesische Militärexperte, Song Zhongping, sagte der „Global Times“ in diesem Zusammenhang, dass diese Ziele sowohl in der Ukraine als auch außerhalb der Ukraine liegen könnten.

Es scheint, dass im russisch-ukrainischen Konflikt kein Ende in Sicht ist. Von Anfang an schickten die USA modernste schwere Waffen und Munition in die Ukraine und verschärften damit die Situation erheblich. Ohne Zweifel gehen sie davon aus, dass eine Verlängerung und Ausdehnung des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine in ihrem Interesse liegt. In diesem langfristig geplanten Krieg soll Russland geschwächt und mit großen unlösbaren Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert werden.

Xu Liang, ein bekannter Dozent an der Schule für Internationale Beziehungen der Pekinger Universität für internationale Forschungen sagte der „Global Times“, dass sich der Charakter der militärischen Hilfe der USA für die Ukraine im starken Maße verändert habe. „Die ursprüngliche militärische Hilfe der USA für die Ukraine erfolgte mit dem Ziel im Konflikt mit Russland zu siegen. In Anbetracht ihrer nationalen Interessen, haben die USA inzwischen ihre Militärhilfe für die Ukraine ihrem strategischen Kampf für die Sicherung ihrer Weltmacht angepasst“, sagte Xu.

Der Egoismus gehörte schon immer zu den charakteristischen Zügen der amerikanischen Außenpolitik. Der sich fortsetzende ukrainische Konflikt ist ein sehr anschauliches Beispiel dafür. Allein unter Beachtung ihrer eigenen Interessen, tragen die USA keinerlei Verantwortung für die Entwicklung in Ländern, die sie zwar lauthals protzend als ihre „Verbündeten“ oder „Partner“ bezeichnen, sich jedoch in keiner Weise über das Wohl und Wehe ihrer Menschen in

diesen Ländern irgendwelche Gedanken machen. Im Verlaufe der von ihr geschaffenen Krise, vertiefen die USA, unabhängig davon, dass sie sie den Schlüssel zur Lösung dieser Krise besitzen, die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine und schaffen damit immer mehr Hindernisse für eine friedliche Lösung der Probleme.

Mit anderen Worten, die USA versuchen, die ukrainische Krise für den Erhalt ihrer Hegemonie in der Welt zu nutzen. Denn ihre bisherige globale Führung in der Welt ist bereits erheblich ins Wanken geraten. Seit ihrem Abzug aus Syrien, ihrer Niederlage in Afghanistan und ihrer gegenwärtigen Machenschaften in der Ukraine versuchen die USA ihre angebliche Situation als „Beobachter“ hinter den Kulissen ständig unter ihrer Kontrolle zu behalten. Angeblich schauen sie in dieser Krise nur zu, wie andere Länder ihre Kräfte verlieren und ihre Ressourcen verschleudern. In Wirklichkeit entwickelt sich die Situation unter strengster Kontrolle der USA. De facto widerspiegelt die ukrainische Krise einen erheblichen Schaden der amerikanischen Hegemonie und der globalen Ordnung.

Einerseits setzen die USA ihre Außenpolitik mit brachialer Gewalt durch und ignorieren alle Probleme der Sicherheit und Souveränität anderer Länder, andererseits sind sie auf Grund der schwindenden Kräfte nicht mehr in der Lage, ihre globale Vorherrschaft weltweit zu demonstrieren. Die Folge sind beispiellose politische Turbulenzen in der Welt. Die Gefahr des Ausbruchs eines neuen Weltkrieges nimmt ständig zu.

Auf dem 1. Eurasischen Wirtschaftsforums Ende Mai 2022 erklärte Putin, dass es „immer mehr und mehr Länder in der Welt gibt, die eine unabhängige Politik durchführen wollen und durchführen werden. Kein einziger Weltpolizist kann diesen globalen Prozess zum Stillstand bringen“.

Song Zhongping sagte in diesem Zusammenhang, wenn die USA ihre Fähigkeit als Weltpolizist zu handeln verloren hat, dann ist Washington nicht mehr der globale Hegemon und die Welt wird künftig auch nicht mehr monopolar sein. Washington muss sich sehr ernsthaft mit der Warnung von Putin befassen und darf keinen Dritten Weltkrieg provozieren.

Die USA müssen verstehen, dass sie nicht mehr ihre Bedingungen und ihre Weltordnung anderen Ländern diktieren können, schreibt der Verfasser in der unten genannten chinesischen Veröffentlichung.

іVenceremos!

Мы победим!

Wir werden siegen!

 

Quelle: sinngemäße Übersetzung des chinesischen Artikels aus der Zeitschrift „Global Times“

https://www.globaltimes.cn/page/202206/1267428.shtml 

Klicke, um auf Egoistische_Aussenpolitik_der_USA.pdf zuzugreifen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Die Modernisierung der Aufrüstung der USA in der Ukraine zeigt ihre egoistische Außenpolitik

  1. Die Verirrungen des menschlichen Geistes sind zu einem großen Teil auf das zwanghafte Streben nach einer Teilwahrheit zurückzuführen, die so behandelt wird, als sei sie eine ganze Wahrheit.

    Das Verhalten wird der Struktur in der Regel immer einen Schritt voraus sein und somit eine entscheidende Rolle im evolutionären Prozess spielen. In diesem Licht erscheint die Evolution nicht mehr als eine von einem Idioten erzählte Geschichte, sondern eher als ein Epos, das von einem Stotterer vorgetragen wird – manchmal zögernd und mühsam, dann wieder überstürzend. Als emotional unangepasste Spezies haben wir die unheimliche Fähigkeit, jeden Segen, einschließlich der Sprache, in einen Fluch zu verwandeln.

    Die Rolle die Impulse egoistischer, individueller Aggression bei den Holocausts der Geschichte spielten, war gering. In erster Linie waren die Gemetzel Opfer für Götter, Könige, Volk und Vaterland oder für das zukünftige Glück der Menschheit gedacht. Die Verbrechen eines Caligula schrumpfen zur Bedeutungslosigkeit im Vergleich zu den Verwüstungen die Torquemada anrichtete. Die Zahl der Opfer von Räubern, Wegelagerern, Vergewaltigern, Banden und anderen Kriminellen ist in jeder Epoche der Geschichte verschwindend gering im Vergleich zur Masse derer, die im Namen der Wahrheit, der vermeintlich wahren Religion, Gerechtigkeit oder der einzig richtigen Ideologie fröhlich umgebracht wurden. Ketzer wurden gefoltert und verbrannt, nicht aus Zorn, sondern aus Trauer, zum Wohle ihrer unsterblichen Seelen. Stammeskriege wurden im vermeintlichen Interesse des Stammes und nicht des Einzelnen geführt. Religionskriege wurden geführt, um einen feinen Punkt in der Theologie oder Semantik zu entscheiden. Erbfolgekriege, dynastische Kriege, nationale Kriege, Bürgerkriege wurden geführt, um Fragen zu entscheiden, die ebenso weit vom persönlichen Eigeninteresse der Kämpfer entfernt waren.

    Auch wenn es sich empatielos anhört: Die aus egoistischen, persönlichen Motiven begangenen Gewaltverbrechen sind historisch gesehen unbedeutend im Vergleich zu denen, die ad majorem gloriam Dei, aus aufopfernder Hingabe an eine Fahne, einen Führer, einen religiösen Glauben oder eine politische Überzeugung begangen werden. Der Mensch war schon immer bereit, nicht nur zu töten, sondern auch für gute, schlechte oder völlig sinnlose Zwecke zu sterben. Und was könnte ein stichhaltigerer Beweis für die Realität des Drangs zur Selbsttranszendenz sein als diese Bereitschaft, für ein Ideal zu sterben? Sie entspringt einer primitiven Identifikation anstelle einer reifen sozialen Integration; sie bringt die teilweise Aufgabe der persönlichen Verantwortung mit sich und erzeugt die quasi hypnotischen Phänomene der Gruppenpsychologie.

    Der Krieg ist ein Ritual, ein tödliches Ritual, nicht das Ergebnis einer aggressiven Selbstbehauptung, sondern einer sich selbst übersteigenden Identifikation. Ohne Loyalität zum Stamm, zur Kirche, zur Flagge, Zum Anführer, zur Ideologie oder zum Ideal gäbe es keine Kriege, und Loyalität ist eine noble Sache. Loyalität muss keineswegs notwendigerweise in Gruppengewalt zum Ausdruck kommen. Sie eine der Voraussetzungen dafür, dass selbstüberschreitende Hingabe im Laufe der Geschichte als Katalysator für sekundäre Aggression gewirkt hat.

    Betrachtet man die Spur des Wahnsinns, die sich durch die menschliche Geschichte zieht, so erscheint es sehr wahrscheinlich, dass der Homo sapiens eine biologische Missgeburt ist, das Ergebnis eines bemerkenswerten Fehlers im Evolutionsprozess. Die uralte Lehre von der Erbsünde, deren Varianten unabhängig voneinander in den Mythologien verschiedener Kulturen auftauchen, könnte ein Ausdruck des Bewusstseins des Menschen von seiner eigenen Unzulänglichkeit sein, von der intuitiven Ahnung, dass irgendwo auf der Linie seines Aufstiegs etwas schief gelaufen ist.

    Der Fortschritt der Wissenschaft ist wie ein alter Pfad in der Wüste mit den verfärbten Skeletten verworfener Theorien übersät, die einst ewiges Leben zu haben schienen.

    Aus dem Verhalten von Säugetieren gibt es sicherlich keinen Beweis dafür, dass soziale Aggression bei Fleischfressern häufiger oder intensiver ist als bei Pflanzenfressern. Und was den Menschen betrifft: „Es gibt sicherlich keinen Beweis dafür, dass soziale Gewalt in fleischfressenden Jagdgesellschaften häufiger oder intensiver war als in vegetarischen Agrargesellschaften. Jäger waren manchmal extrem kriegerisch, aber keine menschliche Gruppe hat friedlichere Gemeinschaften hervorgebracht als einige der Eskimos, die vermutlich seit der Altsteinzeit fleischfressende Jäger waren“. Die Samurai hingegen waren strikte Vegetarier, ebenso wie die Hindu-Massen in Indien, die ihre muslimischen Brüder bei jeder Gelegenheit ohne zu zögern massakrieren. Ergo war es nicht der Verzehr von Rentiersteaks, der den Sündenfall verursachte. Die achte Sünde, die tödlicher ist als jede Selbstüberwindung durch unangebrachte Hingabe, ist in der Liste nicht enthalten.

    Alle Bemühungen um Überzeugungsarbeit durch vernünftige Argumente beruhen auf der impliziten Annahme, dass der Homo sapiens, auch wenn er gelegentlich von Emotionen geblendet ist, im Grunde ein rationales Tier ist, das sich der Motive seiner eigenen Handlungen und Überzeugungen bewusst ist – eine Annahme, die im Lichte der historischen und neurologischen Beweise unhaltbar ist. Alle diese Appelle fallen auf unfruchtbaren Boden; sie könnten nur dann Wurzeln schlagen, wenn der Boden durch eine spontane Veränderung der menschlichen Mentalität auf der ganzen Welt vorbereitet würde – das Äquivalent einer großen biologischen Mutation. Dann, und nur dann, würde die Menschheit als Ganzes, von ihren politischen Führern bis hinunter zu den einsamen Menschen, empfänglich für vernünftige Argumente werden und bereit sein, auf jene unorthodoxen Maßnahmen zurückzugreifen, die es ihr ermöglichen würden, die Herausforderung anzunehmen.

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    Verfasst von Arthur Koestler | 12. Juni 2022, 16:36
  2. Vor anderthalb Jahren während in Armenien Krieg war, habe ich jeden Tag vor dem Einschlafen
    und nach dem Aufstehen gebetet. Ich habe gebetet, dass jemand den Armeniern hilft.
    Irgendjemand auf dieser Welt. Doch niemand kam.
    Die Welt sah und hörte wie friedliche Menschen umgebracht wurden,
    wie 18-jährige Jungen hingerichtet wurden, wie 80-jährige hilflose Menschen enthauptet wurden.

    In diesen Tagen blicken die Armenier auf die Ukraine, deren Leid Zeugen hat
    und wo die Todesfälle sichtbar gemacht werden für die Welt.
    Denn gemäß dem allgemein akzeptierten Standard erscheint es akzeptabel
    die „kleine Tode“ zu übersehen, und in Armenien gab es viele davon.

    Die Niederlage in dem 44-tägigen Krieg hat gezeigt, dass unser Land völlig alleine dastand.
    Die Frage nach der Existenz spielt nur für die Betroffenen selbst eine Rolle, für niemanden sonst.

    Heute demonstrieren immer noch Menschen in Jerewan, wofür, ist schwer zu sagen.
    Aber die einfachen Leute, die auf die Straßen ziehen, wollen etwas ganz Einfaches:
    dass ihre einsame kleine Heimat nicht aufhört zu existieren.
    Besonders jetzt, wo ein neuer Krieg zwischen allen großen Ländern der Welt
    plötzlich so nahe scheint und die Interessen dieser Staaten
    hier bei uns in Armenien kollidieren könnten.

    Die Ukraine ist in Wirklichkeit für die Welt überhaupt nicht wichtig.
    Doch das Gewissen der Welt ist jetzt ruhig, weil ihr „heiliger“ Krieg in der Ukraine stattfindet.
    Und die Welt wird bis zum letzten Ukrainer für sich kämpfen.

    Ich habe viele ukrainische Freunde, und nicht einer von ihnen hat mich
    während dieser ganzen Kriegszeit in Armenien auch nur ein Mal gefragt,
    ob wir noch am Leben sind oder nicht. Habe ich einen meiner ukrainischen
    Freunde gefragt, ob er noch am Leben ist oder nicht?

    Aber ich bete für ihr Land, das so schön ist, und für alle dort lebenden Menschen,
    dass sie am Leben bleiben mögen. Ich bete, dass ihr Land nicht allein bleibe,
    dass es also nicht zum Verlierer wird. Ein Verlierer, der sich von der ganzen Welt gedemütigt fühlt.

    Aber noch mehr bete ich für mein Land. Denn jeder Schuss, der im aktuellen Krieg
    in der Ukraine fällt, hätte auch in Armenien fallen können. Nur hätte die Patrone
    hier für einen „kleinen Tod“ gesorgt, der unbemerkt geblieben wäre –
    gemäß dem allgemein akzeptierten Standard auf der Welt.

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    Verfasst von Prima Vera | 11. Juni 2022, 16:19

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