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Ausland, Europa

Neue Informationen über US-Biowaffenprogramme in der Ukraine – Teil 1

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Am Donnerstag habe ich in Moskau an einer interessanten Konferenz über die Biowaffenprogramme des Pentagon in der Ukraine teilgenommen.

Am 2. Juni fand in der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation eine Konferenz zum Thema der Biowaffenprogramme der USA in der Ukraine statt. Ich werde in zwei Artikeln zwei der dort präsentierten Arbeiten zeigen. In diesem ersten Artikel übersetze ich die Einleitung und die Schlussfolgerungen einer umfassenden Zusammenstellung der amerikanischen Biowaffen-Aktivitäten in der Ukraine. Das 50-seitige Dokument ist auf Englisch verfügbar, den Link dazu finden Sie hier, wenn Sie alle Details über die einzelnen US-Labore in der Ukraine nachlesen möchten. Das russische Original, das noch ausführlicher ist, als die englische Übersetzung, finden Sie hier.

Im zweiten Artikel werde ich meine eigene Präsentation veröffentlichen, denn ich habe aufgrund meiner Arbeit an dem Buch „Inside Corona“ Zugriff auf eine gigantische Datenbasis, aus der mein anonymer Informant und ich von vielen der Erkenntnisse, die das russische Verteidigungsministerium in den letzten Monaten über die US-Biowaffenprogramme in der Ukraine veröffentlicht hat, schon Ende Februar wussten. Viele der Informationen waren offen im Netz zugänglich, allerdings löschen die Amerikaner diese Informationen sehr fleißig, seit die Russen darüber berichten.

Kommen wir zu der russischen Zusammenstellung der amerikanischen Biowaffen-Aktivitäten in der Ukraine.

Beginn der Übersetzung:

Einleitung

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion genehmigte der US-Kongress im November 1991 auf Initiative der Senatoren Sam Nunn und Richard Lugar das Cooperative Threat Reduction Program, mit dem die Länder der ehemaligen UdSSR bei der Beseitigung ihrer Bestände an nuklearen, chemischen und biologischen Waffen unterstützt werden sollten. Für diese Zwecke stellten die Vereinigten Staaten jährlich 400 Millionen Dollar zur Verfügung und gaben in den nächsten 20 Jahren 8,79 Milliarden Dollar aus.

Das US-Verteidigungsministerium übernahm nicht nur die Kontrolle über Russlands nuklearen Raketenschild (155 Bomber, 906 nukleare Luft-Boden-Raketen, 33 nukleare U-Boote, 7659 strategische Nuklearsprengköpfe und 684 ballistische Raketen für diese, es wurden interkontinentale ballistische Raketen und ihre mobilen und in Silos gelegenen Abschussrampen zerstört), sondern auch über das Arsenal biologischer Waffen. Seit 1992 begann das „Cooperative Threat Reduction Program“, die Länder des postsowjetischen Raums, die entlang der Grenzen Russlands liegen, aktiv einzubeziehen: Ukraine, Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, Moldawien, Tadschikistan.

In Washington gelten die Gebiete der Länder der ehemaligen UdSSR traditionell als potenzielle Quelle für gefährliche Krankheitserreger und Technologien zur Herstellung von Biowaffen sowie für Spezialisten mit entsprechender theoretischer Ausbildung und praktischen Fähigkeiten. Die Arbeit an diesem Programm wird unter aktiver Beteiligung des Pentagon und der US-Geheimdienste durchgeführt. Die Bevölkerung dieser Länder wird jedoch nicht über das Wesen dieser geheimen Projekte des Pentagons informiert. Im Laufe der Zeit wurde der Geltungsbereich des Programms über die GUS hinaus ausgedehnt. China, Afghanistan, Pakistan, Burundi, Kenia und Uganda, Indien, Irak, Tansania und Südafrika wurden in den Einflussbereich des Programms einbezogen.

Die Arbeit in dieser Richtung begann mit dem Abschluss verschiedener Vereinbarungen mit den GUS-Ländern im Rahmen der Nunn-Lugar-Programme und dem „Biological Joint Participation Program“. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion genehmigte der US-Kongress im November 1991 auf Initiative der Senatoren Sam Nunn und Richard Lugar das „Cooperative Threat Reduction Program“, mit dem die Länder der ehemaligen UdSSR bei der Beseitigung ihrer Bestände an atomaren, chemischen und biologischen Waffen unterstützt werden sollten. Für diese Zwecke stellten die Vereinigten Staaten jährlich 400 Millionen Dollar zur Verfügung (Cooperative Biological Engagement Program – CBEP mit einem Budget von 2,1 Mrd. Dollar) und gaben in den nächsten 20 Jahren 8,79 Milliarden Dollar aus. Der Aktionsplan des Pentagons zur Schaffung von Netzwerken biologischer Objekte in den ehemaligen Sowjetrepubliken umfasste: die Unterzeichnung allgemeiner Abkommen in den 1990er Jahren und über Abrüstung in den 2000er Jahren. Im Anschluss an diese Abkommen begann das US-Verteidigungsministerium mit dem Bau und der Modernisierung von biologischen Labors. Dort, wo sich die Machtverhältnisse zu Gunsten der Amerikaner änderten, begann die Forschung gleichzeitig mit der Schaffung des umfassenden Netzes von Biolabors.

Dieser Prozess fand unter der obligatorischen Beteiligung der Pentagon-Abteilung Defense Threat Reduction Agency (DTRA) und des US Army Institute for Medical Research on Infectious Diseases (USAMRIID, Fort Detrick, Maryland) statt, das den Spitznamen „Todeslabor“ trägt. Bezeichnenderweise trug DTRA bis 1998 einen anderen Namen: Defense Special Weapons Agency. Die erklärten Ziele der DTRA sind die Entwicklung von Fähigkeiten zur Erkennung von Viren und die Organisation ihrer schnellen Vernichtung. In Wirklichkeit ist dies jedoch nicht der Fall. Zunächst wurden alle Aktivitäten unter dem Deckmantel der Vernichtung gefährlicher Viren- und Bakterienstämme, die seit Sowjetzeiten in den Labors der Republiken aufbewahrt wurden, präsentiert. Doch dann ahnten Experten, dass etwas nicht stimmte, als die Ukraine, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan (einigen Berichten zufolge kamen Kirgisistan, Moldawien, Tadschikistan und Usbekistan hinzu) unter Missachtung der Bedenken Moskaus eine nach der anderen ihre Sammlungen gefährlicher Krankheitserreger in die Vereinigten Staaten überführten und dafür amerikanische Hilfe erhielten. Wer sie in Amerika vernichtet hat, wie und ob sie tatsächlich vernichtet wurden, blieb ein Geheimnis.

Man sollte meinen, dass die Beseitigung der biologischen Bedrohung in Ermangelung der Objekte dort hätte enden müssen. Doch das Projekt entpuppte sich, wie immer bei den unternehmungslustigen Amerikanern, als ein doppelter Boden. Die nächste und offenbar wichtigste Etappe war der Aufbau eines umfassenden Netzes von zentralen Referenzlabors (CRL) für die Arbeit mit gefährlichen Viren in der GUS. Sie wurden alle vom US-Verteidigungsministerium finanziert, trugen überall andere Bezeichnungen und wurden in der Regel auf der Grundlage von wissenschaftlichen Forschungsinstituten und sanitär-epidemiologischer Zentren eingerichtet, die bereits in der Sowjetzeit geschaffen worden waren. Eines der Merkmale dieses Programms bestand darin, dass in jedem Land nicht ein einziges Objekt, sondern gleich ein ganzes Bündel errichtet wurde. Ein Teil davon war direkt in den Hauptstädten der ehemaligen Republiken angesiedelt, während verwandte Einrichtungen in verschiedenen Teilen des Landes zu finden waren.

Es gibt zwei Meinungen über das umfangreiche CRL-Netz, das vom US-Verteidigungsministerium in den ehemaligen Sowjetrepubliken zur Verbreitung von Krankheitserregern und Epidemien eingesetzt wurde.

Erstens. Die amerikanischen biologischen Programme in den postsowjetischen Staaten sind eine Möglichkeit, das Übereinkommen über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) Waffen und von Toxinwaffen sowie über die Vernichtung solcher Waffen (Biowaffenkonvention) zu umgehen. Obwohl das Übereinkommen bereits 1972 unterzeichnet wurde, funktioniert der Kontrollmechanismus bis heute nicht, was vor allem auf die Bemühungen der USA zurückzuführen ist, obwohl die internationale Expertengemeinschaft mehr als 45 Jahre mit ihrer Entwicklung verbracht hat. Im Jahr 2001 demonstrierten die USA der Welt, dass sie über aktive Bioprogramme verfügen. Nach dem Anschlag vom 11. September 2001 wurden plötzlich Milzbrand-Todesfälle bei Menschen registriert und Postumschläge wurden zum Übertragungsweg dieser Infektion. Der US-Kongress führte eine Untersuchung durch (später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Rezept um ein Kampfmittel handelte, das aus den Mauern des bakteriologischen Zentrums der US-Armee in Fort Detrick stammte). Der Angriff auf die eigene Bevölkerung, der Terroristen zugeschrieben wurde, brachte der US-Führung enorme politische Vorteile. Nun gab es einen formalen Grund, die USA zum Opfer von biologischem Terrorismus zu erklären und sich daher einseitig aus dem Mechanismus der kollektiven Kontrolle über die Umsetzung der Biowaffenkonvention zurückzuziehen. Gleichzeitig wurde ein Programm zur Verringerung biologischer Bedrohung (das Nunn-Lugar-Programm) vorgeschlagen, und die Vereinigten Staaten begannen mit dem groß angelegten Bau militärischer biologischer Labors, auch in der Umgebung Russlands. Die Vereinigten Staaten für die Durchführung biologischer Experimente, die gegen das UN-Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen verstoßen, zur Rechenschaft zu ziehen, ist jedoch fast unmöglich. Die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof nicht an und haben das Gründungsstatut von Rom nicht unterzeichnet.

Artikel 2, Absatz 4 der UN-Charta besagt: „Alle Mitglieder der Vereinten Nationen enthalten sich in ihren internationalen Beziehungen der Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates oder in jeder anderen Weise, die mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbar ist.“ Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Vereinigten Staaten durch die Einrichtung eines Rings von Labors zur Herstellung biologischer Waffen den Inhalt dieser Bestimmungen in ihrem Interesse wenn nicht umgehen, so doch maximal nivellieren wollen, da es sehr schwierig sein kann, den Tatbestand einer Aggression durch den Einsatz biologischer Waffen nachzuweisen. Dies schafft eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Einsatz dieser Art von Waffen.

Zweitens. Die Vereinigten Staaten sind nach dem Zusammenbruch der UdSSR sehr besorgt über die Bedingungen für die Lagerung von Krankheitserregern und die daraus resultierende Gefahr eines biologischen Angriffs auf Amerika. Das globale amerikanische Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, diese Bedrohungen zu minimieren, weshalb Hunderte Millionen Dollar in Labors in Armenien, Aserbaidschan, Kirgisistan, Kasachstan, Georgien, Usbekistan, Moldawien und der Ukraine investiert werden. Es heißt, dass in diesen Ländern gefährliche Stämme von Mikroorganismen in die Umwelt gelangen könnten. Dies erklärt jedoch nicht, wie z. B. Armenien oder Usbekistan einen biologischen Angriff auf die Vereinigten Staaten organisieren können oder warum sich die Labors hauptsächlich in großen Städten mit hoher Bevölkerungsdichte oder in unmittelbarer Nähe davon befinden. Schließlich ist es viel logischer, solche Einrichtungen in einem Wüstengebiet zu errichten, wenn auch nur eine minimale Gefahr des Austretens von Krankheitserregern besteht, um die Möglichkeit der Verbreitung von Krankheitserregern und Epidemien auszuschließen.

Die Ziele und Aufgaben der Programme

  1. Die Aktivitäten der militärischen biologischen Laboratorien zielen darauf ab, natürliche Stämme verschiedener Infektionen zu modellieren und spezielle Designs zu schaffen, die die äußeren Anzeichen natürlicher Epidemien aufweisen, aber schwere Verluste verursachen werden. Solche Sabotageakte können wirtschaftlicher Natur sein und die agroindustrielle Produktion (Fleisch, Gemüse) der Länder des eurasischen Raums zerstören und die Gesundheit der Menschen schädigen.
  2. Das Ziel ist die Zerstörung des nationalen Systems des biologischen Schutzes. Seit der Sowjetzeit war das in allen Unionsrepubliken gleich: ein zentralisiertes System der sanitären und epidemiologischen Überwachung, das über Laboratorien zur Ausarbeitung von Maßnahmen und zur Entwicklung von Impfstoffen verfügte. Heute ist dieses System in allen Republiken der ehemaligen UdSSR, mit Ausnahme von Weißrussland, zerstört. Was das russische nationale System betrifft, so ist es einem mehrstufigen Angriff ausgesetzt. Von verschiedenen Seiten werden Behauptungen aufgestellt, die Überwachung epidemisch bedeutsamer Produkte werde absichtlich verfälscht. Darüber hinaus wird bei der Entwicklung moderner Systeme zur rechtzeitigen Erkennung von Manifestationen besonders gefährlicher Infektionskrankheiten die einzigartige Erfahrung des Landes bei der Gewährleistung der biologischen Sicherheit, die von vielen Generationen russischer Epidemiologen entwickelt wurde, vollständig und bewusst geleugnet.
  3. Das Pentagon erweitert ständig seinen Zugang zu den Ergebnissen des sowjetischen militärischen biologischen Programms, einschließlich der in der UdSSR entwickelten Kampfstämme von Mikroorganismen. Letzteres ermöglicht es Ihnen unter anderem, sich ein Bild vom derzeitigen militärisch-biologischen Potenzial Russlands zu machen und geeignete Schutzmaßnahmen dagegen zu ergreifen.
  4. Die Sammlung von Informationen über endemische Erreger von Infektionskrankheiten, die für ein bestimmtes Gebiet charakteristisch sind, um eine neue Generation hochwirksamer biologischer Waffen gegen die Bevölkerung Russlands, die Länder des eurasischen Raums sowie den Iran und China zu entwickeln.
  5. Feldversuche mit biologischen Agenzien (Viren und Bakterien), Steigerung ihrer Virulenz und Anpassung ihrer sonstigen Eigenschaften, Verfolgung der Verbreitung von Krankheiten.
  6. Schädigung der Wirtschaft, auch auf indirektem Wege (durch Vernichtung erkrankter Tiere, Diskreditierung der tierischen Erzeugnisse auf den lokalen und internationalen Märkten) und des menschlichen Potenzials Russlands (Abnahme der allgemeinen Immunität und der Resistenz gegen saisonale Krankheiten, der Reproduktionsfähigkeit, der Leistungsfähigkeit usw.), Verbrauch erheblicher staatlicher Kräfte und Mittel zur Bekämpfung künstlicher Ausbrüche von Infektionskrankheiten.
  7. Verstärkte Abhängigkeit der angegriffenen Länder des eurasischen Raums (Russland, China und Iran) von den Produkten der westlichen Pharmaindustrie, in der Hoffnung, in Zukunft Medikamente gegen künstlich verursachte Ausbrüche von Infektionskrankheiten anbieten zu können.
  8. Umgehung der Beschränkungen der Biowaffenkonvention, u.a. durch Verweigerung des Zugangs ausländischer Inspektoren zu Einrichtungen außerhalb des nationalen Hoheitsgebiets. Die USA vermeiden konsequent die Schaffung eines Verifikationsmechanismus im Rahmen der Biowaffenkonvention, einschließlich der Unterzeichnung des 2001 auf Initiative der Russischen Föderation entwickelten Zusatzprotokolls.
  9. Nutzung des Territoriums der GUS-Staaten und der Eurasischen Wirtschaftsunion als riesiges Versuchsgelände im Zentrum Eurasiens mit mehreren Klimazonen und vielfältigen Bevölkerungsgenotypen, günstig gelegen im Bereich natürlicher Herde von Krankheitserregern und in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten geopolitischen Konkurrenten der Vereinigten Staaten (Russland, China, Iran).

Allgemeine Merkmale der Biolaboratorien des Pentagons in den GUS-Ländern

Die in den ehemaligen Republiken der UdSSR eröffneten biologischen Laboratorien werden von den Vereinigten Staaten mit Beteiligung und unter der Schirmherrschaft folgender Organisationen geführt:

  • Nunn-Lugar-Programme. Es basiert auf der Kontrolle aller wissenschaftlichen und angewandten Entwicklungen in der Welt im Bereich der Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten durch die USA, der Kontrollmechanismus wurde bereits entwickelt;
  • CBEP (Biological Shared Participation Program);
  • Biosafety Association of Central Asia and the Caucasus (Verband für biologische Sicherheit in Zentralasien und dem Kaukasus). Es wird von den Vereinigten Staaten zur globalen Überwachung der Situation der biologischen Entwicklungen von Wissenschaftlern in der Region, die Überwachung des biologischen Potenzials der GUS-Länder verwendet;
  • USAMRIID-Institute;
  • DTRA (Defense Threat Reduction Agency);
  • US Civilian Research and Development Foundation. Anwerbung von Spezialisten aus den Anti-Pest-Einrichtungen der GUS;
  • ISTC (International Science and Technology Center). Der Hauptsitz des ISTC befindet sich in Nursultan, Kasachstan. Zu den derzeitigen Mitgliedsregierungen gehören Armenien, die Europäische Union, Georgien, Japan, Kasachstan, die Republik Korea, Kirgisistan, Norwegen, Tadschikistan und die Vereinigten Staaten.

Zu den geschlossenen Programmen gehören Unternehmen, die in der Allianz für biologische Sicherheit zusammengeschlossen sind: Bavarian Nordic, Cangene Corporation, DOR Bio Pharma, Inc, Dyn Port Vaccine Company LLC, Elusys Therapeutics, Inc, Emergent Bio Solutions, Hematech, Inc, Human Genome Sciences, Inc, Nano Viricides, Inc, Pfizer Inc, Pharm Athene, Siga Technologies, Inc. und Unither Virology LLC. Sie alle sind Teil der so genannten Big Pharma Association of Transnational Corporations. Dieser Begriff bezieht sich auf eine verzweigte Struktur, in der die Interessen von US-Kongressabgeordneten mit den Interessen der US-Pharma- und Militärindustrie verflochten sind.

Einer der Kuratoren der Programme ist Andrew C. Weber, Assistent des US-Verteidigungsministers (für nukleare, chemische, Verteidigungsprogramme) in 2009-2014 , ein russischsprachiger Spezialist mit Erfahrung in der Arbeit im postsowjetischen Raum. Eine Zeit lang leitete er den Export von waffenfähigem Uran aus Kasachstan und Georgien, damals war er Mitarbeiter des Unternehmens Metabiota. Jetzt ist der ehemalige Berater strategischer Beobachter bei der Gentechnikfirma Ginkgo BioWorks und Berater für die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Darüber hinaus ist Weber nach wie vor Mitglied der Arms Control Association sowie des internationalen Beirats des Center for Research on Nuclear Nonproliferation.

Die US-Biolabors an den Grenzen der Russischen Föderation weisen eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf. Sie sind streng geheim und befinden sich in Städten oder in der Nähe von Städten mit mehr als einer Million Einwohnern (Odessa, Charkow, Almaty), in der Nähe von Seehäfen (Odessa), Flughäfen (Tiflis, Eriwan, Kiew) oder in erdbebengefährdeten Ländern wie Armenien (Eriwan, Gjumri, Ijevan) und sogar in Gebieten mit einer Erdbebenwahrscheinlichkeit der Stärke 9 (Almaty). Der Bau von Laboratorien im Rahmen von Projekten zur Bekämpfung biologischer Bedrohungen ermöglicht es den Vereinigten Staaten, die biologische Situation auf dem Territorium der jeweiligen postsowjetischen Länder und ihrer Nachbarländer vollständig zu kontrollieren. Virologen wissen, dass es von der Erforschung von Bakterien bis zur Entwicklung einer bakteriologischen Waffe nur ein Schritt ist. Hinzu kommt, dass die von den Vereinigten Staaten eingerichteten Biolaboratorien, die in einem geschlossenen System arbeiten, der Kontrolle der Regierungen der Länder, in denen sie sich befinden, entzogen sind. In den Labors arbeiten häufig Amerikaner mit diplomatischer Immunität und die lokalen Gesundheitsbehörden haben keinen direkten Zugang zu diesen Einrichtungen.

Die Zahl der Labormitarbeiter, die zwischen 50 und 250 Personen liegt, übersteigt bei weitem die Zahl der Mitarbeiter, die für die Unterhaltung moderner ziviler Labors mit festgelegten Zielen erforderlich sind. Die Leiter der Einrichtungen werden häufig von Washington-treuen Militärs oder Geheimdienstoffizieren ernannt. So wurde das CRL in Tiflis früher von der Chefin des georgischen Geheimdienstes Anna Schwania geleitet, die nicht dem Gesundheitsministerium, sondern dem georgischen Verteidigungsministerium unterstellt war.

Ukraine. Besonderheiten der Unterbringung und Funktionsweise von US-Biolabors

Die Entscheidung, die Ukraine de facto zu einem Testgebiet für die Erforschung tödlicher Viren und Krankheitserreger für militärische Zwecke zu machen, wurde 2005 von US-Präsident George W. Bush getroffen. Zu diesem Zweck schickte er den Senator von Indiana, Richard Lugar, den stellvertretenden US-Verteidigungsminister Andrew Weber und den Senator von Illinois, Barack Obama, sowie eine Reihe hochrangiger Beamter des Pentagon und des Außenministeriums (Kenneth Myers II, Kenneth Myers III; Thomas Moore, Andy Fisher) in die Ukraine, um die biologischen Labors zu besichtigen. Hier steht, wie Obama selbst sich in seinem Buch „The Daring of Hope: Reflections on Recreating the American Dream“ an einen Besuch bei den ukrainischen Zentren für Seuchenkontrolle und -überwachung erinnert:

„In einem ruhigen Wohnviertel von Kiew bekamen wir eine Führung durch eine ukrainische Einrichtung, das Äquivalent des amerikanischen Zentrums für Seuchenkontrolle und -prävention – ein bescheidenes dreistöckiges Gebäude, das ein wenig an ein wissenschaftliches Labor einer Universität erinnerte“, schreibt Obama. „Nachdem wir die offenen Fenster (wegen der fehlenden Klimaanlage) und die grob an die Türpfosten geschraubten Metallstreifen (zur Abwehr von Mäusen) betrachtet hatten, wurden wir zu einem kleinen Kühlschrank geführt, der nur mit einer Schnur verschlossen war.“

In dieser Episode lässt Obamas Erinnerung ihn im Stich: Das Gebäude des wissenschaftlichen Zentrums befindet sich in der Jaroslawskaja-Straße in Podil, einem der ältesten Viertel von Kiew, und hat fünf Stockwerke.

„Eine Frau mittleren Alters in einem Laborkittel und mit einer OP-Maske holte mehrere Reagenzgläser aus dem Schoß des Kühlschranks, wedelte damit 30 cm vor meiner Nase herum und sagte etwas auf Ukrainisch“, so Obama weiter. „‚Das ist Anthrax‘, erklärte der Übersetzer und zeigte auf das Fläschchen in der rechten Hand der Frau. ‚Und das‘, sagte er und deutete auf das Reagenzglas in der linken Hand der Frau, ‚ist die Pest.‘ Ich drehte mich um und sah, dass Lugar bereits an der hinteren Wand des Raumes stand. „Möchten Sie sich das genauer ansehen, Dick?“, fragte ich, und trat selbst ein paar Schritte zurück.“

Am 29. August 2005 unterzeichneten das Gesundheitsministerium der Ukraine und das Pentagon den „Vertrag über die Bekämpfung der Bedrohung durch Bioterrorismus und die Verhinderung der Verbreitung bakteriologischer Waffen, Technologien, Materialien und Kenntnisse“. Gemäß dem unterzeichneten Dokument verpflichtete sich das US-Verteidigungsministerium, bei der Verbesserung des Transports von Krankheitserregern zu helfen. Auf Seiten des US-Verteidigungsministeriums unterzeichnete Jim Reid, von 2000 bis 2011 Direktor des Office of Cooperative Threat Reduction, den Vertrag.

„Biologische Waffen wurden auf dem Territorium der Ukraine weder vor noch nach 1991 entwickelt“, stellt der Politikwissenschaftler Dmitri Skworzow fest. „Und jetzt gibt es gleich 15 militärische Labors in dem Land, deren Aktivitäten absolut intransparent und unkontrollierbar sind. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass diese Einrichtungen vom Pentagon als Hersteller von biologischen Waffen geschaffen wurden. Warum sonst sollte man versuchen, die Verbreitung von „Technologien, Viren und Krankheitserregern“ zu verhindern, die bei der Entwicklung biologischer Waffen in Einrichtungen verwendet werden, in denen diese Waffen nie entwickelt wurden?“

Das ukrainisch-amerikanische Programm zur Erforschung gefährlicher biologischer Objekte wird von einer der Strukturen des Pentagon, der Defense Threat Reduction Agency (DTRA), kontrolliert. Bezeichnenderweise trug die DTRA bis 1998 einen anderen Namen: Defense Special Weapons Agency.

Im Rahmen des ukrainisch-amerikanischen Abkommens wurde drei Einrichtungen technische Hilfe gewährt: dem ukrainischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -überwachung, dem Institut für Seuchenbekämpfung in Odessa und dem Forschungsinstitut für Hygiene und Epidemiologie in Lwiw. Das Pentagon spendete dem Zentrum in Kiew hochwertige Ausrüstung im Wert von 800.000 Dollar, für das biologische Labor in Odessa wurden über 2 Millionen Dollar ausgegeben und das Lwiwer Institut erhielt Ausrüstung im Wert von fast 470.000 Dollar. Nur für diese drei Zentren überstieg der Gesamtbetrag der Investitionen aus dem amerikanischen Haushalt 5,8 Millionen Dollar. (Anm. d. Übers.: Diese Zahlen waren vor Beginn der russischen Meldungen über die US-Biowaffenprogramme auf der Seite des Pentagon in Factsheets öffentlich einsehbar, wurden aber gelöscht, als die Russen die Vorwürfe gegen die illegalen US-Programme veröffentlichten. Darüber habe ich berichtet, den Artikel finden Sie hier. Die Medien behaupten aber, die Russen hätten sich das alles ausgedacht und das sei russische Propaganda.)

Die Tätigkeit der Biolabors in der Ukraine und ihre Finanzierung werden von der Defense Threat Reduction Agency (DTRA) des US-Verteidigungsministeriums überwacht. Im Pentagon ist Kevin Garrett für die Ukraine zuständig, und direkt in der Ukraine werden die Interessen der DTRA von einer Mitarbeiterin der US-Botschaft, Joanna Wintrall, vertreten.

Über Wintrall wurde das Projekt „Joint Biological Program“ durchgeführt, um die Amerikaner in die militärischen biologischen Einrichtungen der zentralen sanitären und epidemiologischen Direktion des Verteidigungsministeriums der Ukraine einzuführen.

(Anm. d. Übers.: Nun folgen in dem Bericht detaillierte Informationen über die einzelnen Labore in der Ukraine. Ich überspringe das, weil es zu viel ist, um es hier alles zu übersetzen, und komme direkt zu den Schlussfolgerungen des russischen Berichts)

Wichtigste Schlussfolgerungen

Die vom US-Verteidigungsministerium finanzierten Programme zur Arbeit mit biologischen Agenzien in Ländern des eurasischen Raums (das Nunn-Lugar-Programm, das Biological Joint Participation Program (CBEP) usw.) werden seit drei Jahrzehnten durchgeführt und schaden sowohl dem militärisch-technischen Potenzial als auch der sozioökonomischen Entwicklung der beteiligten Länder enorm.

Das Ziel ist die Zerstörung des nationalen biologischen Schutzsystems. Seit der Sowjetzeit gab es in allen Unionsrepubliken ein einheitliches, zentralisiertes System der sanitären und epidemiologischen Überwachung, das über Labors für die Entwicklung von Maßnahmen und Impfstoffen verfügte. Heute ist dieses System in allen Republiken der ehemaligen UdSSR, mit Ausnahme von Weißrussland, zerstört. Was das russische nationale System betrifft, so handelt es sich um einen mehrstufigen Angriff. Von verschiedenen Seiten werden Behauptungen aufgestellt, die Überwachung epidemisch bedeutsamer Produkte wird absichtlich verfälscht. Darüber hinaus wird bei der Entwicklung moderner Systeme zur rechtzeitigen Erkennung von Manifestationen besonders gefährlicher Infektionskrankheiten die einzigartige Erfahrung mit der biologischen Sicherheit im Lande, die von vielen Generationen russischer Epidemiologen entwickelt wurde, vollständig und bewusst geleugnet.

Das Pentagon weitet den Zugang zu den Ergebnissen des sowjetischen biologischen Militärprogramms, einschließlich der in der UdSSR entwickelten Kampfstämme von Mikroorganismen, ständig aus. Letzteres ermöglicht es ihm unter anderem, sich ein Bild vom derzeitigen militärisch-biologischen Potenzial Russlands zu machen und geeignete Schutzmaßnahmen dagegen zu ergreifen. Während des Programms werden Informationen über endemische Erreger von Infektionskrankheiten gesammelt, die für dieses Gebiet charakteristisch sind, um eine neue Generation hochwirksamer biologischer Waffen gegen Russland, aber auch gegen den Iran und China, zu entwickeln.

Darüber hinaus werden vor Ort umfassende Tests von biologischen (viralen und bakteriellen) Agenzien durchgeführt, ihre Virulenz verstärkt und ihre anderen Eigenschaften korrigiert sowie die Verbreitungswege von Krankheiten verfolgt. Die Aktivitäten der militärischen biologischen Laboratorien zielen darauf ab, natürliche Stämme verschiedener Infektionen zu modellieren und spezielle Strukturen zu schaffen, die die äußeren Anzeichen natürlicher Epidemien aufweisen, aber schwerste Verluste verursachen.

Solche Sabotageaktionen können politische und wirtschaftliche Folgen haben, die agroindustrielle Produktion in Russland (Fleisch, Gemüse) zerstören und die Gesundheit der Menschen schädigen.

Die Aktivitäten amerikanischer biologischer Labors schaden der Wirtschaft, auch auf indirektem Wege (durch die Vernichtung von Viehbeständen kranker Tiere, die Diskreditierung von Viehprodukten auf dem lokalen und dem Weltmarkt), sowie dem menschlichen Potenzial Russlands (Verringerung der allgemeinen Immunität und der Resistenz gegen saisonale Krankheiten, der Reproduktionsfähigkeit, der verminderten Leistungsfähigkeit usw.), der Abzweigung erheblicher Kräfte und Ressourcen des Staates zur Bekämpfung künstlicher Ausbrüche von Infektionskrankheiten. Infolgedessen steigt die Abhängigkeit der angegriffenen Länder (Russland, China und Iran) von den Produkten der westlichen Pharmaindustrie, in der Hoffnung, in Zukunft Medikamente gegen künstlich verursachte Ausbrüche von Infektionskrankheiten anbieten zu können.

Darüber hinaus ermöglichen diese Programme die Umgehung der Biowaffenkonvention unter anderem dadurch, dass ausländischen Inspektoren der Zugang zu Einrichtungen außerhalb des nationalen Hoheitsgebiets verweigert wird. Die Vereinigten Staaten umgehen konsequent die Schaffung eines Verifikationsmechanismus im Rahmen der Biowaffenkonvention, einschließlich der Unterzeichnung des 2001 auf Initiative der Russischen Föderation entwickelten Zusatzprotokolls. Die Gebiete der Länder der GUS und Eurasischen Wirtschaftsunion werden als riesiges Versuchsgelände im Zentrum Eurasiens mit mehreren Klimazonen und einer vielfältigen Bevölkerung genutzt, das günstig im Bereich natürlicher Herde von Krankheitserregern und in unmittelbarer Nähe der wichtigsten geopolitischen Konkurrenten der Vereinigten Staaten (Russland, China, Iran) liegt.

Ende der Übersetzung

Neue Informationen über US-Biowaffenprogramme in der Ukraine – Teil 1

Diskussionen

2 Gedanken zu “Neue Informationen über US-Biowaffenprogramme in der Ukraine – Teil 1

  1. Allemal gilt es beim Menschenverbessern, ein für genverbessernde mRNA-Sequenzen geeignetes Trägermaterial zu finden, das zunächst drei Dinge können muß: 1.) die mRNA-Sequenzen hinein in die Blutbahn bringen; sie 2.) sodann zu denjenigen Zellen hintransportieren, deren Gene verbessert werden sollen; und 3.) muß jenes Trägermaterial die Verbesserungssequenzen auch in die Zielzellen einschleusen können.

    Doch damit ist es nicht getan. Ach, die armen Menschenverbesserer! Sie haben es nicht leicht, denn es muß noch viel geforscht und ausprobiert werden. Wozu es ganz ganz viele Versuchsmenschen braucht. Die schwierigste Verbesserungsaufgabe ist nämlich die mit der Nr. 4. Dem ist so, weil das Verhalten von menschlichen Genen von einer Vielzahl von nichtgenetischen Gegebenheiten abhängig ist wie Klima, Ernährung, allgemeine soziale Lage, individuelle Lebenslage, Geschlecht, Lebensalter allgemeine Gesundheit usw. Ja, schwierige Sache das mit diesen verdammt eigenwilligen Menschengenen, die es ihren Verbesserern wirklich nicht leicht machen.

    Wo bekommt man jetzt die ganz ganz vielen Versuchsmenschen her, die es zur Lösung insbesondere der Forschungsaufgabe Nr. 4 braucht! Zum Glück gibt es eine Pandemie. Mit dem genverändernden mRNA-Impfen ist die Aufgabe Nr. 1 bereits gelöst. Jetzt erst kann es an die Erforschung der Aufgaben Nr. 2, Nr. 3 gehen. Und natürlich auch an die Erforschung von Nr. 4. Klar, wird dauern, und niemand kann heute sagen, wie lange noch. Aber wir Versuchsmenschen sind ja geduldig, willig und solidarisch mit den Menschenverbesserern. Immerhin wollen die uns ja verbessern. Und wer weiß — vielleicht macht uns das wider Erwarten ja doch noch einmal zu ganz ordentlichen und vorzeigbaren Menschen, auf die unsere Verbesserer stolz sein können.

    Nicht aufregen, Ruhe ist nun die erste Unverbessertenpflicht. Überaus beruhigend übrigens, gibt’s an Pandemien keinen Mangel. Die lassen sich einfach aus dem Medienhut zaubern. WHO und Hollywood machen’s möglich.

    Hoch lebe die WHO/Hollywood-Pandemie! Hoch lebe die Forschung! Hoch lebe die Menschenverbesserung!

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    Verfasst von No_NWO | 6. Juni 2022, 15:15
  2. Teil 2 ist auch schon draußen.
    Haben die nicht dreist DNS mittels Corona-Tests gesammelt?
    Und jetzt erfahren wir, dass sie wahrscheinlich an ethnischen Viren forschen…
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    In Russland gibt es das Konzept der goldenen Milliarde…

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    Verfasst von V wie Vendetta | 5. Juni 2022, 20:15

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