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Inland, Medien

Die Spiegel-Lügen über die Zivilisten in Asowstal: Teil 3

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Der Spiegel lügt über schon seit Wochen über die Lage im Stahlwerk Asowstal und eine besonders „schöne“ Lüge war in einem Video, das der Spiegel veröffentlicht hat. Dies ist der 3. Teil einer anscheinend unendlichen (Lügen-)Geschichte.

Die Kämpfer des Neonazi-Bataillons Asow haben über hundert Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht und sie wochenlang nicht aus den Katakomben des Stahlwerks gelassen. Als sie sie dann endlich herausgelassen haben, hat der Spiegel dazu ein Video veröffentlicht, das dreist manipuliert wurde. Als die Lüge aufgeflogen ist, hat er sie nicht richtig gestellt, sondern das Video gelöscht, ohne seine Leser über die Lüge zu informieren. Weil es nun einen dritten Teil dieser Spiegel-Lügengeschichte gibt, will ich die ganze Geschichte zur Erinnerung noch einmal erzählen und dann den dritten Teil der Spiegel-Lüge zeigen.

Teil 1: Die Lüge

Am 2. Mai einen Videobeitrag veröffentlicht, in dem es um die gerade aus dem Stahlwerk in Mariupol evakuierten Zivilisten ging. Darin wurden ausführlich die Aussagen einer Frau gezeigt, aber der von Spiegel gezeigte Zusammenschnitt ihrer Aussagen erweckte den Eindruck, sie würde der russischen Armee vorwerfen, die Zivilisten nicht aus dem Bunker unter der Anlage gelassen zu haben.

Dummerweise ist das Interview mit der Frau im Netz zu finden und es zeigt das exakte Gegenteil von dem, was der Spiegel seinen Lesern erzählt hat. In Wahrheit hat die Frau alle Vorwürfe der russischen Armee bestätigt und den Asow-Kämpfern vorgeworfen, die Zivilisten nicht aus der Anlage gelassen zu haben. Sie hätten im Radio von den humanitären Korridoren der Russen gehört, seien aber nicht rausgelassen worden. Sie endet damit, dass sie sagt:

„Die Ukraine ist als Staat für mich gestorben.“

Das aber – und all ihre Vorwürfe gegen die Asow-Kämpfer – hat der Spiegel seinen Lesern verschwiegen. Meinen Artikel darüber inklusive Links zum Spiegel-Artikel und zum Video und der kompletten Übersetzung der Aussagen der Frau finden Sie hier.

Teil 2: Die Vertuschung

Nach der Veröffentlichung meines Artikels dürfte der Spiegel wieder mal viele böse Zuschriften bekommen haben und – wie mir Leser berichtet haben – gab es auch erboste Kommentare unter dem Artikel. Darauf hat der Spiegel reagiert und das Video entfernt, stattdessen ist dort nun ein Foto zu sehen und der Spiegel hat folgenden Text dazu geschrieben:

„Wir haben das Video, das sich an dieser Stelle befand, wegen nachträglich festgestellter inhaltlicher Unstimmigkeiten vorübergehend von der Seite genommen. Der SPIEGEL hatte das Videomaterial von der Nachrichtenagentur Reuters bezogen und klärt nun zunächst auch mit Reuters den betreffenden Sachverhalt. Neue Erkenntnisse werden wir dann an dieser Stelle veröffentlichen.“

Der Spiegel kannte den wahren Inhalt des Videos und hat es deshalb gelöscht, seinen Lesern den Grund für die Löschung aber verschwiegen. Spiegel-Leser sollen die Wahrheit über das Asow-Bataillon nicht erfahren.

Teil 3: Die Vertuschung 2.0

Der Spiegel hat angekündigt, neue Erkenntnisse zu veröffentlichen. Inzwischen ist der eben zitierte Text gegen folgenden Text ausgetauscht worden (Link wie im Original):

„Wir haben ein Video von der Seite entfernt, das an dieser Stelle zu finden war. Es hatte sich nachträglich herausgestellt, dass Äußerungen einer Überlebenden aus dem Stahlwerk in Mariupol nur in Teilen wiedergegeben wurden. Der Nachrichtenagentur Reuters, von der das zugelieferte Videomaterial stammt, wird vorgeworfen, kritische Kommentare der Protagonistin über die ukrainischen Streitkräfte ausgelassen zu haben. Von Reuters hieß es dazu, man versuche derzeit noch, entscheidende Punkte der Aussagen zu verifizieren, stehe aber weiterhin zur Berichterstattung: Russian envoy says Reuters ‚censored‘ Mariupol evacuee’s comments | Reuters

Das ist dreist, denn daran gibt es nichts zu verifizieren. Das Originalvideo ist sowohl dem Spiegel als auch Reuters bekannt, die Redaktionen wissen, dass das Video so geschnitten wurde, damit es für die Zuschauer so aussieht, als beschuldige die Frau die Russen, sie nicht aus dem Stahlwerk gelassen zu haben. In Wahrheit hat sie mehrmals deutlich das Gegenteil gesagt.

Der Spiegel und Reuters wissen das längst, aber auch jetzt noch verschweigen er ihren Lesern die Wahrheit. Das nennt sich in Deutschland und im Westen „Qualitätsjournalismus“, dabei wäre der korrekte Ausdruck dafür „Propaganda“.

Kommt Teil 4?

Der Spiegel könnte irgendwann die Wahrheit unter das Video schreiben. Das wäre für ihn ziemlich ungefährlich, weil das Video und der Artikel inzwischen alt sind und wahrscheinlich nur noch von einem Leser pro Woche aus Versehen angeklickt werden. Der Spiegel könnte dann behaupten, ganz doll selbstkritisch zu sein und die Wahrheit ja berichtet zu haben. Wenn auch erst so spät, dass sie niemand mehr erfährt, weil niemand mehr den Artikel anklickt.

Warten wir ab, ich werde mir den Artikel immer mal wieder anschauen, weil es so unterhaltsam ist, wie offen der Spiegel seine Leser belügt. Aber es gibt immer noch Menschen, die den Spiegel abonnieren oder kaufen und sogar dafür bezahlen, sich vorsätzlich, dreist und offensiv belügen zu lassen…

Die Spiegel-Lügen über die Zivilisten in Asowstal: Teil 3

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Die Spiegel-Lügen über die Zivilisten in Asowstal: Teil 3

  1. Ich sitze auf den Lokus (Fokus) und wische
    mir meinen Arsch mit den Schmirgel (Spiegel)
    ab

    Gefällt mir

    Verfasst von wolfgang fubel | 19. Mai 2022, 11:12

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