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Geschichte, Kultur

Al Nakba: Die Vertreibung der Palästinenser — Eine Reise durch israelische Archive

von https://occupied-news.medium.com

Bild: Palästinensisches Flüchtlingslager nahe Damaskus, Syrien, 1948. Quelle: UNRWA

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Einleitung

Palästinensische Geflüchtete in Flüchtlingslagern eines UN-Hilfswerks, 1948. Quelle: UNRWA

Zionismus: Das Streben nach einem ausschließlich jüdischen Staat

New York Times, 20. Juni 1899

Und was machen unsere Brüder dort? Sie behandeln die Araber feindselig und grausam, treten sie zu Unrecht, schlagen sie schändlich ohne ausreichenden Grund und prahlen sogar mit ihren Taten […] Wenn wir so weitermachen, werden wir das jüdische Problem nur dorthin verpflanzen, wo es jetzt noch nicht existiert.“ [vi]

Der Araber ist primitiv […] Es gibt einen grundlegenden Unterschied in der Qualität zwischen dem Juden und dem Indigenen […] Der Araber ist eine zersetzte Rasse” [viii].

Palästinenser auf der Flucht, 1948.

Sprechen die Zionisten für die Mehrheit der Juden?

„Für deutsches Judentum und gegen den Zionismus. Keine Stimme für eine Liste, auf der ein Zionist steht […] Für jede Liste stimmen, orthodoxe oder liberale, wenn sie keinen Zionisten enthält und keine Listenverbindung mit einer Liste zulässt, die Zionisten enthält.“ [ix]

„Wir möchten außerdem unsere entschiedene Ablehnung eines jüdischen Staates in irgendeinem Teil Palästinas zum Ausdruck bringen.“ [x]

Palästinenser auf der Flucht, 1948.

Der UN-Teilungsplan

Ein zionistischer Milizionär/Soldat überwacht mit seiner Waffe Palästinenser, die von seinen Einheiten zum Verlassen ihres Zuhauses gezwungen werden — für immer. 1948.

„In den Gebieten, die dem jüdischen Staat zugewiesen sind, gibt es 40 % Nichtjuden. Diese Zusammensetzung ist keine solide Basis für einen jüdischen Staat. Und dieser neuen Realität müssen wir uns in ihrer ganzen Härte und Klarheit stellen. Ein derartiges demografisches Verhältnis stellt unsere Fähigkeit in Frage, jüdische Souveränität zu bewahren. Nur ein Staat mit mindestens 80 % Juden ist ein lebensfähiger und stabiler Staat.“ [xi]

Palästinensische Flüchtlinge

Zwei verschiedene Narrative?

Zerstörung eines Volkes: Ein archiviertes Ablaufprotokoll

Palästinenser im Flüchtlingslager, 1948, Quelle: UNRWA

„Ist jetzt nicht der Zeitpunkt gekommen, sie loszuwerden? Warum sollen wir diese Stachel weiter in unserer Mitte dulden, wenn sie eine Gefahr für uns darstellen?“ [xiv]

„Diese Operationen lassen sich folgendermaßen durchführen: entweder durch Zerstörung von Dörfern (indem man sie in Brand setzt, sprengt und die Trümmer vermint) und insbesondere von Wohngebieten, die auf Dauer schwer zu kontrollieren sind, oder durch Durchsuchungs- und Kontrolloperationen nach folgenden Richtlinien: Umstellen und Durchkämmen der Dörfer. Im Fall von Widerstand sind die bewaffneten Kräfte auszuschalten und die Einwohner über die Landesgrenzen hinweg zu vertreiben.” [xvi]

„Palästina zu säubern blieb das vorrangige Ziel von Plan Dalet“.

Palestinensische Flüchtlinge versuchen aus Haifa zu fliehen, 1948. John Philips/Time-Life Pictures/Getty Images

„Tötet jeden Araber, den ihr trefft, setzt alles Brennbare in Brand und sprengt die Türen auf“. [xvii]

Opfer des Massakers von Deir Yassin im April 1948.

„Männer trampelten über ihre Freunde, Frauen über ihre eigenen Kinder. Die Schiffe im Hafen waren schnell voll von lebendiger Fracht. Sie waren furchtbar überfüllt. Viele kenterten und sanken mit allen Passagieren.“ [xviii]

Zionistische Milizionäre/Soldaten plündern Haifa, nachdem sie die einheimische palästinensische Bevölkerung schlagartig vertrieben hatten. Diese plündernden Soldaten kommen dabei an einem getöteten 13-jährigen palästinensischen Jungen in den Straßen Haifas vorbei. Haifa, 1948

“ein Gefühl des Entsetzens zu unterdrücken, als sie in Häuser eintrat, in denen gekochtes Essen noch auf den Tischen stand, Kinder Spielzeug und Bücher auf dem Boden liegen gelassen hatten und das Leben im Handumdrehen eingefroren zu sein schien“ [xix].

Palästinenser werden gezwungen, Haifa zu verlassen, 1948. Auf dem rechten Bild ist ein zionistischer Milizionär mit Waffe zu sehen.
Durch Zionisten aus ihrem Zuhause ausgesperrte Palästinenser während der Nakba, 1948
Palästinenser werden von Zionisten mit vorgehaltener Waffe aus Lydd (Lod) vertrieben.

Friedliche Koexistenz? Die Nakba geht weiter

Stacheldraht prägt den Alltag der in Israel verblieben Palästinenser*innen für 18 Jahre

Schlussfolgerung

„Der Transfer war unvermeidlich und in den Zionismus eingebettet — weil er ein Land, das ‘arabisch’ war, in einen ‘jüdischen’ Staat zu verwandeln suchte und ein jüdischer Staat ohne eine größere Vertreibung der arabischen Bevölkerung nicht hätte entstehen können; und weil dieses Ziel automatisch Widerstand unter den Arabern hervorrief.“ [xxvii]

Quellen

Literaturempfehlungen

https://occupied-news.medium.com/al-nakba-die-vertreibung-der-pal%C3%A4stinenser-eine-reise-durch-israelische-archive-33d6c1654a42

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