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Asien, Ausland

Der Mythos vom kapitalistischen China


‚Trotzkistische‘ Impressionisten können den wiederauflebenden Staatssektor nicht erklären

Diskussionen

5 Gedanken zu “Der Mythos vom kapitalistischen China

  1. https://www.moonofshanghai.com/2020/04/chinas-yiwu-business-models-youve-never.html

    Allerdings irrt Larry hier, nur Ökonomen haben noch nie von diesem Geschäftsmodell gehört, aber Historiker, die sich für Handel und Arbeit interessieren (was bei denen eher selten ist), kennen es, das ist das in Westeuropa einst weit verbreitete Verlagswesen, dessen Ruin die Abhängigkeit von den Großhändlern war, deren Kapital letztlich in Lateinamerika geraubt war.

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    Verfasst von zivilistin | 19. April 2022, 10:41
  2. Das „..die KPCh-Bürokratie die effektive Kontrolle über den Staatsapparat und alle wesentlichen Bestandteile der Wirtschaft behält. ..“ bezweifelt wohl niemand, zwei Beispiele.

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    Verfasst von ZED | 19. April 2022, 8:49
    • Klar, die Kontrolle in China ist perfektioniert worden. Sozialpunktsystem, aber es ist immer noch Staatskapitalismus unter dem Narrativ einer kommunistischen Partei, die noch Erfolg hat, weil es weiten Teilen der Chinesen deutlich besser geht als früher.
      Aber mit der Freiheit, von der Marx für die Produzenten, die alle wichtigen Rollen des Menschen in der Gesellschaft neu defienieren können an den gemeinsamen Interessen einer Nation, hat das nichts zu tun.
      So erzeugt man den wohl erzogenen Untertan, aber keine freie Gesellschaft.

      In China ist das gelungen, was der Sowjetunion unter dem Narrativ des Kommunismus nicht gelungen ist, die amerikanische Arbeitsproduktivität zu übertreffen. Das hatte aber einen Preis.
      Trotzdem unterscheidet sich die chinesische Kultur von der Dekadenz des Westens.
      Der Daoismus hat Ähnlichkeiten miit der Dialektik des DHM, die Betrachtung der Wirklichkeit als Prozess der Veränderung. Langfristiges Denken unterscheidet die chinesische Kultur von der am schnellen Profit interessierten Kultur des westlichen Kapitalismus.

      Weder in Russland noch in China kann man etwas finden, was nach einem Sozialismusmodell der Moderne, der digitalen Revolution am Anffang des dritten Jahrtausends steht.

      Wenigstens kann man das in Deiutschland noch im Heise-Telepolis-Forum finden. Mal dort die interne Suchfunktion verwenden und nach i-Markt, Organisationseigentum und demokratisierter Akkumulation suchen.
      Dort in der schonungslosen Auseinandersetzung mit den Feinden des Neuen Denkens zeigt sich aber auch, wie massiv sich die alten Stereotype des Kapitals bei einigen Zeitgenossen ins Bewusstsein eingefressen haben.

      Um eine freie Gesellschaft bauen zu können, kommt man um die Emanzipation der Bürger und die entsprechenden materiellen und kulturellen Voraussetzungen nicht herum.
      Das hat Egon W. Kreuzer in seiner 3-teiligen Analyse über die Verblödung in Deutschland am Ende recht gut deutlich gemacht unter Berücksicchtigung meiner Hinweise.

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      Verfasst von Politikus | 22. April 2022, 17:46
      • @Politikus: Ja, im Heise-Telepolis-Forum unter „EchtLinks“ was gefunden. Elektronisches „Geld“ ist tatsächlich ein riesen Testfeld zum ausprobieren. Z.B. Organisationseigentum in Form von Anteilen aus denen sich Mitgliedschaftsrechte ergeben ( sowas wie Aktien) lässt sich damit gut abbilden.

        Vieles entpuppt sich als Pyramiedensystem. Oft wird irgendeine Form von Informationsdefizit ausgenutzt.
        Vermutlich kommen Gold und Silber dem perfekten Geld schon recht nah, denn wenn Geld an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht, wird umgestiegen auf etwas gefragtes und seien es Zigaretten.

        Der heutige materielle Reichtum der Westler beruht auf ihrem kolonialen Erbe, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Da wär’s mal spannend in Erfahrung zu bringen welche Antworten Daoismus in Fragen nach fairen Verträgen geben kann

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        Verfasst von ZED | 22. April 2022, 23:04
        • Geld läßt sich neben seiner Funktion als Äquivalent von Warenwert auch als Machtmittel verstehen. Das Kapital verwendet Geld als Zwangsmittel, indem es den Beschäftigten gerade genug gibt, um sie zu befähigen, dem vom Kapital ausgeübten Kommando über das menschliche Arbeitsvermögen Folge leisten zu können. Es gibt ihnen aber nicht so viel Geld, daß sie sich diesem Kommando entziehen könnten.

          Dieses Kommando läßt sich auch ohne Geld sicherstellen. Und dies sogar besser noch als mit Geld. Schönes Beispiel ist das von Florian Homm verbreitete Wissen, wie man sich als einzelner dem Mangeldiktat des Kapitals entwinden kann. Dazu aber braucht es physisches(!) Geld, mindestens Papiergeld. Der Reiz nun, den Bargeldabschaffung und digitales Zentralbankgeld als Machtmittel besitzen, liegt in der Leichtigkeit, mit der digitales Geld seinen Besitzern entzogen werden kann. Zum Beispiel durch Geldstrafen oder Beschlagnahme im Rahmen eines Sozialpunktekontos. Wenn YouTube ohne eingehende Begründung behaupten kann, jemand habe gegen die Community-Richtlinien verstoßen und müsse nun auf die Bank, so werden Zentralbanken dies ebenfalls tun können. Zumal, wenn YouTube und die Zentralbanken den selben Personen gehorchen. Nun ja, selbstverständlich ließe sich gegen solche Entscheidungen juristisch vorgehen. Wie gesagt: nun ja!

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          Verfasst von No_NWO | 23. April 2022, 14:48

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