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Inland, Medien

Der Karfreitag der bürgerlichen Ökonomie

vov Peter Müller

Letzte Nacht bei Lanz, verschiedene Thesen, keine Beweise aber uneiniges Irrlichtern.

Es ging um die Zukunft der Arbeit oder um die Zukunft der Arbeiter.

Namen spielen keine Rolle bis vielleicht auf den Philosophen Richard David Precht, der den eingeladenen Frauen teilweise heftig widersprach, der aber doch ebenfalls im alten Denken stecken blieb.

Worin man sich einig war, mit der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung schwindet die Menge an notwendiger Arbeit in Produktion und Verwaltung, verändern sich auch die Dienstleistungen.

Nebenbei angemerkt, Corona hat einen Fachkräftemangel in jenen Dienstleistungen geschaffen, wo die Verdienste immer schon niedrig waren.

Haare schneiden sich nun die Nachbarn gegenseitig, das Personal aus der Gastronomie ist in andere lukrativere Berufe gewechselt. Wer will den heute noch dienen für wenig Geld?

Ziemlich einheitliches Resümee in der Runde, Löhne müssen in bestimmten Bereichen attraktiver werden.

Dass die verteuerten Dienstleistungen aber aus dem Portemonnaie der Kunden finanziert werden müssen, würde deren Kosten erhöhen. Diese simple volkswirtschaftliche Tatsache wird aber gar nicht mehr betrachtet.

Man kommt zu der Erkenntnis, Arbeitszeitverkürzung könnte eine Lösung sein und das wäre ja ein Fortschritt, weil die meisten lieber weniger arbeiten würden. Man erkennt aber an, dass manche auch aus anderen Gründen mehr arbeiten wollen oder es auch müssen. Mehr als das Schreiben eines „Sachbuches“ fällt diesen Leuten nicht ein, leisten diese doch alle keine industrielle Arbeit.

Außer Herrn Precht haben die anderen offensichtlich keine realen Erfahrungen bezüglich der Arbeit in Unternehmen. Das drückt sich auch darin aus, dass eine der Frauen der Meinung war, dass heute in die Arbeitszeit ja auch das private Surfen im Internet und die Kaffeepausen und private Gespräche der Mitarbeiter eingehen würden. Das mag richtig sein auf einer gewissen Leitungsebene, aber sicher nicht bei den Arbeitern.

Es ist aber nur eine Folge der bereits begonnenen Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Und tatsächlich bauen viele Konzerne ihre Führungskräfte deshalb ab. Sie fallen ersatzlos weg, weil sie überflüssig geworden sind.

Aber die Damen faseln immer noch davon, dass mit dem Wegfallen alter Berufe, neue entstehen werden und beziehen sich dabei auf was? Auf Verwaltungsprozesse oder übersetzen wir das mal, auf staatliche Stellen in Laberberufen.

Dann kommt noch das Gesundheits – und Sozialwesenhinzu. Dass sich diese wie die Renten aus den Sozialbeiträgen der Beschäftigten finanzieren, wird zumindest bei den Renten erkannt, bei der Sozialversicherung ist man sich uneinig.

Bei den Renten aber ist allen klar, die Renten werden zu teuer, wenn immer wenige Menschen arbeiten.

Also kommt man auf das Grundeinkommen, dass Nixon schon mal in den USA einführen wollte, aber nicht gemacht hat. Wie alt dieses Blendwerk ist, überrascht dann sogar mich.

Wenn die angebliche KI-Expertin davon redet, dass es viele Berufe für Frauen in der digitalen Welt gäbe, da kam mir schon der erste Zweifel an der Kompetent der „Expertin“ auf. Die beobachtet vermutlich nur die KI-Lösungen, die bereits auf dem Markt zu finden sind und leitet daraus ihre Prognosen ab.

Das bereits existierende Sterben der Banken-Geschäftsstellen kommt bei ihr aber gar nicht vor.

Auch nicht, wie die dafür entwickelten Apps das Konsumverhalten und die Einkommensverhältnisse der Bürger transparent für Staat und Unternehmen werden und welche Missbrauchsmöglichkeiten darin liegen. Diese ungenannten Themen sind es wohl, die sogar bei Herrn Lanz Zweifel und Missfallen deutlich werden lassen

An einer KI-Lösung oder auch der Programmierung normalen Anwendungsprogrammen dürfte die Frau nie beteiligt gewesen sein.

Dann geht es um die Finanzierung des Grundeinkommens und dessen Höhe. Da werden 1200 bis 1500 Euro im Monat erwogen, inklusive Wohnkosten und Gesundheitskosten.

Dass wir gegenwärtig eine massive Inflation haben und welche Kosten Löhne beeinflussen, war nicht Gegenstand der Diskussion. Also trotz Anwesenheit von Ökonominnen kein Hauch von echter Wissenschaft.

Die Realität in der Betreuung von Flüchtlingen, etwa unbegleiteten Kindern hat aber bereits viel größere Summen aufgerufen, das scheint dem illustren Kreis nicht bekannt zu sein, während andere mit viel weniger Geld auskommen müssen und manche es sogar können.

Man hat aber durchaus festgestellt, dass die Corona-Hilfen in den USA dazu geführt haben, dass manche nicht mehr in ihren alten Job zurück wollen.

Nun merkt man wenigstens noch, dass Arbeit sinnstiftend sein sollte. Unbezahlte freiwillige Arbeit, die Hunderttausende schon heute leisten, indem sie sich einbringen in die öffentliche Diskussion, das wird nicht mal erkannt. Wie auch, wenn dort nur Leute auftreten, die staatlich mehr oder minder alimentiert werden oder eben durch Zwangsabgaben, die der Staat den Bürgern auferlegt.

Dann geht es um die Wohnungen, aber Wohneigentum spielt bei diesem Thema keine Rolle.

Da wird von heutigem Wohngeld gesprochen, aber nicht erwähnt, dass dieses nur die Kassen der Vermieter füllt und der Staat dann wieder mehr Steuern kassieren muss.

Bei der Finanzierung kommt der illustre Kreis über die Tobinsteuer nicht hinaus. Es wird nicht definiert, wo die erhoben werden soll und es wird einfach unterstellt, das wären nur geringe Beträge, die aber wegen der Masse die Staatskasse ausreichend füllen könnte.

Man erwähnt noch, dass diese Steuer in Frankreich und anderswo nichts gebracht hat, weil die Menschen ausweichen und mit Bargeld bezahlen. Dass es eine gewollte, aber offiziell bestrittene Tendenz zur Abschaffung des Bargeldes gibt, wird in der Runde konsequent ausgeblendet.

Immerhin werden Zweifel geäußert, ob das Grundeinkommen gerecht wäre und welche Anreize für Arbeit dadurch verloren gehen könnten, nicht unbedingt bei allen, aber doch bei vielen.

Und dann wird die scheinheilige Frage gestellt, ob den Millionäre ein BGE brauchen würden.

Die Tatsache, dass mit dem bevorstehenden Crash echte Guthaben in Buchgeld schon bei der heutigen Rechtslage auf 100000 Euro je Konto schrumpfen, wird auch ausgeblendet und die Frage einer sozialen Währungsreform gar nicht erst gestellt.

Die größte Dummheit aller Beteiligten besteht aber darin, dass sie die reale Quelle der Wertschöpfung nicht kennen und das weiß bisher scheinbar nur noch die AfD. Das sind nämlich die Menschen, die produktive Arbeit leisten bzw. die produktive Dienstleistungen erbringen, die zur Steigerung der Arbeitsproduktivität führen. Dass die Wissenschaft selbst zunehmend Produktionsfaktor wird, auch die Verbesserung der volkswirtschaftlichen Effektivität ist ebenfalls kein Thema in der Runde.

Mit dem Überbrückungsgeld für nur eine unfähige Ministerin könnte man die Mindestlöhne für 75 Menschen ein Jahr lang um 83 Euro/Monat erhöhen.

Mit den Milliarden für Rüstung könnte man weit besseres tun und es würde noch dazu beitragen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, indem die Scharfmacher des Krieges aufgeben müssen. Russland führt keinen Eroberungskrieg um Rohstoffe, sondern betreibt eine vorbeugende Vorwärtsverteidigung, die allerdings von ein paar falschen Annahmen ausgegangen war. Und wie jeder Krieg entwickelt der ein Eigenleben, das aber schnell erledigt wäre, wenn der Westen seine Unterstützung für die Verbrecher in der Ukraine beenden würde.

Die Ukraine fordert nun von der EU 7 Milliarden Euro/Monat, damit die dortigen Oligarchen und Vasallen der USA, Löhne und Gehälter für ihre Armee zahlen können.

Warum drucken die nicht einfach selber das Geld , was sie brauchen, so wie das in der EU seit über einem Jahrzehnt praktiziert wird?

Es funktioniert offenbar nicht, wenn man die Schulden in die Zukunft verlagert und steigende Inflation in Kauf nimmt.

Dass man eine andere volkswirtschaftliche Rechnung aufmachen könnte, indem wertschöpfende Faktoren einen Reproduktionspreis bekommen und diese Kosten so ermittelt werden, dass Nachhaltigkeit aus natürlichem Erkenntnisprozess des praktischen Lebens bei jedem Mitglied der Gesellschaft entsteht, solche Gedanken kommen in der Runde über die Zukunft nicht vor.

Menschliche Arbeitsverausgabung ist Verausgabung menschlicher Energie als mechanische Kraft, aber auch als geistige Kraft für Effizienzsteigerung und für die Vermeidung von Verlusten, auch durch Schadensereignisse oder eben auch Insolvenzen. Und diese Energieform wird potenziert durch die Verausgabung anderer Energieformen. Da die lokal günstigste Energieform zu finden, gehört zu den entscheidenden Fragen der Zukunftssicherung.

Dabei die Kernspaltung in neuen Nicht-Supergaufähigen Kernrektoren nicht in die Betrachtungen einzubeziehen, kann nur als Dummheit oder ideologische Verblödung erklärt werden, zumal da ja der strahlende Atommüll schon Volkseigentum, Verzeihung Staatseigentum geworden ist.

Längst ist ein kybernetisches Modell eines intelligenten Marktes entstanden, der von den Digitalkonzernen und den Profiteuren des heutigen Vasallensystems mit Konsequenz ignoriert wird.

Klar, er würde dazu führen, dass die Markt-Macht dieser Konzerne durch die Vergesellschaftung als Organisationseigentum nicht nur gebrochen würde, es würden auch jene Quellen erschlossen, die eine echte Grundsicherung ermöglichen würden, die aber nicht bedingungslos wäre, sondern die Beteiligung der Bürger zur Pflicht machen würde.

Und diese Pflicht würde mit der Zeit zur Lust führen, indem freiwillig geforscht und entwickelt wird, weil die Menschen dazu die Freiheit und die Zeit finden können.

Klar solche Berufe wie Politiker oder Jobs in nichtproduktiven Stiftungen würden langfristig überflüssig werden, das ist wohl das Problem, was auch die Sektenführer scheinlinker Parteien und deren Bürokräfte haben.

Und ungewollt muss die EU1 bestätigen, dass ein Prinzip des i-Marktes, seine Produkte nur gegen die eigene Währung zu exportieren, die nationalen Währungen stärken würde.

Mit dem Wegfall des Aktienkapitals und dem Überflüssigwerden des Finanzmarktes verschwinden nicht nur der Hochfrequenzhandel und die Spekulation, mit der demokratischen Eigenkontrolle der Finanzströme verschwinden auch Spekulation, Betrug und Korruption.

Damit wird die Tobin-Steuer wie jede Steuer alten Typus schlicht überflüssig.

Die Runde der Blinden hat nicht einmal bemerkt, dass bereits heute die Finanzinstitute den Zins längst weitgehend durch eine Transaktionsgebühr ersetzt haben, die der Kunde zwar nicht zu sehen bekommt, die er aber mit bezahlen muss wie alle die verdeckten Bürokratie und Finanzierungskosten, eben auch die Gewinne der Millionäre, selbst deren Steuerbeiträge und die parasitären Aufschläge durch politisch bestimmte Preise.

Die wichtigste Waffe der Zukunft ist der menschliche Verstand und die Sicherung der Stabilität der eigenen Währung auf der Grundlage einer demokratisierten Akkumulation.

Allgemeiner ausgedrückt, statt der Methode der kreativen Zerstörung durch den Kapitalismus ist die Methode der kreativen Obsoleszenz jene neue die Epoche bestimmende Methode zur Verhinderung des Finanzfaschismus als Ergebnis der Dekadenz einer sterbenden Gesellschaftsformation.

Der i-Markt macht nicht nur langfristig den Staat als Unterdrückungsinstrument obsolet, er beseitigt auch alles Parasitentum und er braucht keinen virtuellen Finanzmarkt.

Er automatisiert sogar Keynes, indem die Menge an Investitionen durch zwei weitere Finanzparameter gesteuert werden kann. Zum einen ist der Grundfreibetrag für Ersparnisse der eine Faktor und der andere ist die Höhen des Negativzinses, der für Ersparnisse über den Grundfreibetrag anfällt, der aber durch Investieren in nützliche Produktion vermittels Nullzinsanleihen verhindert werden kann.

Da nur noch unterjährige Umlaufmittelkredite mit positiven Zins für die Sicherung der Infrastruktur eines automatisierten Finanzwesens notwendig sind, fällt der Zinseszinseffekt weg, also auch die Zinsknechtschaft und der Wachstumszwang. Die Belohnung sparsamen Wirtschaftens wird weiter belohnt.

Nun werden die Fehler alten Systemdenkens überdeutlich.

Ja, der Arbeiter wird in diesem Prozess aufsteigen müssen, um alle wichtigen Rollen in kooperativer Zusammenarbeit selbst zu übernehmen als Investor, als verantwortlicher Produzent, der die fortschrittlichsten technologischen, sozialen und ökologischen Normen nicht nur kennt und befolgt sondern diese in allen seinen Rollen weiter nach vorne treibt, als gesellschaftlicher Eigentümer seiner erzeugten Produkte, als gesellschaftlicher Investor in Organisationseigentum, aber auch als privater Eigentümer seiner selbstgenutzten Wohnung und als wissender und am Gemeinwohl interessierter Konsument. Oligarchen und einsame Führer braucht so ein System übrigens auch nicht!

Einkommen resultiert dann aus gerechten Arbeitslohn, der bei weniger aber besserer Arbeit die Grundsicherung soweit aufstockt, dass die freie Entwicklung des Einzelnen die freie Entwicklung aller sichern kann. Dazu gehört eben auch das private oder auch genossenschaftliche Wohneigentum als selbstgenutztes Eigentum.

Und in wachsender freier Arbeit in völlig neuen Strukturen der Selbstorganisation liegen Potentiale, die niemand vorher erahnen konnte.

 

  • Siehe Anhang

Das Gehirn des Menschen verfügt über eine Plastizität, deren Grenzen sicher noch nicht erforscht sind und die individuellen Grenzen lassen sich durch Kooperation in transparenten Lebensbedingungen dadurch immer weiter verschieben, so dass eine gesellschaftliche Superintelligenz entstehen kann, die natürlich im Gegensatz zu den modernen Formen der Gehirnwäsche durch Framing und Propaganda steht.

Das wiederum würde zum Tod des alten deutschen Professoren-Daseins im Beamtenstatus führen.

Hier wird ein weiterer Grund für den Untergang der alten Eliten deutlich, Hierarchien, die auch noch nach dem Peter-Prinzip wirken.

Übrigens, der i-Markt ist kompatibel mit den alten privaten Eigentumsformen in der klassischen betrieblichen Akkumulation, wo der Grad der Vergesellschaftung der Arbeit noch niedrig ist, wie bei Handwerkern und kleinen Familienunternehmen, die heute oft nicht mehr wissen, wie sie unter den Bedingungen des Drucks der Konzerne und des Staates überleben sollen.

Das Modell ermöglicht auch die Teilnahme am Welthandel, sofern eigene Ressourcen nicht ausreichen und die Überlegenheit im Handel wird durch die eigene bessere Produktqualität gesichert.

Umweltschädliche Produkte können mit einer Importsteuer belegt werden, deren Einnahmen im eigenen Verantwortungsbereich dazu beitragen müssen, solche noch unabweisbaren Schäden zu mindern.

Hier haben aber in der direkten Demokratie die Bürger das letzte Wort bei der Festlegung der Maßnahmen, nicht die Ideologen unterschiedlicher Farbenlehren.

 

Anhang

EU-Kommission: „Zahlung für Russlands Erdgas in Rubel verstößt gegen Sanktionen“

Medienberichten zufolge hat die EU-Kommission ihre Mitgliedsstaaten vor einer Umgehung der Russlandsanktionen gewarnt, nachdem Putin mehrere Staaten aufgefordert hatte, russisches Gas in Rubel zu zahlen. Dies zu befolgen sei ein Verstoß gegen das Sanktionsregime.

Die Europäische Kommission hat ihren Mitgliedsstaaten eine vertrauliche Analyse von Putins Dekret vorgelegt, worin der russische Präsident sogenannten „unfreundlich gesinnten Staaten“, die Sanktionen gegen Russland mittragen, den Kauf von Erdgas aus Russland ausschließlich in der russischen Landeswährung gestattet. Dies schreibt die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf „eine mit der Angelegenheit vertraute Person“.

Eine Befolgung von Putins Dekret in der Form, wie die russische Gazprombank es westlichen Kunden ermöglicht beziehungsweise erleichtert, würde gegen die bestehenden und im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt gegen Russland verhängten Sanktionen verstoßen. Außerdem würde sich für diese Kunden die Rechtslage ändern, hieß es.

Ende März hatte Wladimir Putin die Gazprombank sowie die Regierung und die Zentralbank der Russischen Föderation angewiesen, die Bezahlung für Erdgaslieferungen aus Russland an unfreundlich gesinnte Staaten auf Rubel umzustellen. Der Staatschef unterzeichnete daraufhin ein entsprechendes Dekret und erklärte, Moskau werde es als Nichterfüllung der Verpflichtungen aus den Lieferverträgen betrachten, falls die Partner ab dem 1. April nicht in Rubel zahlten.

Für die Kunden sind die neuen Zahlungsmodalitäten leicht umsetzbar. Die Gazprombank wird zwecks Zahlungsempfang von ausländischen Erdgaskäufern spezielle Fremdwährungs- und Rubelkonten für diese eröffnen. Auf diese Konten können die Käufer ihre Zahlungen in der im Liefervertrag angegebenen Währung überweisen, die Bank handelt mit den Devisen dann an der Moskauer Börse und nimmt daraufhin die Abrechnung in Rubel mit dem Gasversorger vor.

Laut der vorläufigen Analyse durch die Kommission, die Anfang des Monats erstmals intern verbreitet worden sei, ändere Putins Dekret das bisherige Verfahren erheblich. In der Tat werde damit eine gänzlich neue Rechtslage geschaffen, kommentierte der anonyme Gesprächspartner gegenüber Bloomberg: Nun hätte die russische Seite unter Kontrolle, wann genau die Transaktion als abgeschlossen gelte und der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen sei. Auch die Kontrolle über den Wechselkurs läge in diesem Fall bei Moskau.

Sanktionsumgehung gleich Sanktionsverstoß

Nicht zuletzt würde der umschriebene Mechanismus gegen die restriktiven Maßnahmen verstoßen, die die EU als Reaktion auf Moskaus militärischen Sondereinsatz in der Ukraine verabschiedet habe. Das Verfahren könne sich nicht nur auf die Wirksamkeit der über die russische Regierung, die russische Zentralbank und deren Bevollmächtigten verhängten Sanktionen niederschlagen, sondern auch Auswirkungen auf andere Verbote verschiedener Geldmarktinstrumente haben, die von der Gazprombank ausgegeben werden.

Die Erdgaskäufer stecken somit in einer Zwickmühle und müssen die Wahl zwischen einem Verstoß gegen die EU-Sanktionen und einer ungedeckten Nachfrage abwägen.2

  • Quelle RT

Diskussionen

3 Gedanken zu “Der Karfreitag der bürgerlichen Ökonomie

  1. Wir schreiben das Jahr 2130. Der größte Teil der Menschheit lebt und arbeitet in Smart Cities und wird von digitalen Maschinen überwacht, diszipliniert und gegebenenfalls bestraft. Produktion und Verteilung findet gesteuert von Künstlicher Intelligenz statt. Einige wenige Millionen von Menschen nur leben anders, in parkartigen Landschaften mit idyllischen Dörfern, von denen biologisch-dynamische Landwirtschaft betrieben wird. Jene Landschaften liegen abgeschiedenen für sich und ähneln mittelalterlichen Fürstentümern. An einem markanten Punkt erhebt sich ein Schloß, das von einzelnen Auserwählten bewohnt wird, welche Eloi genannt werden. Aufgabe der Dorfbewohner ist es, die Eloi mit Gütern zu versorgen, ihnen als Hauspersonal zu dienen und das Schloß instandzuhalten. Die Eloi verfügen über Fluggeräte und unternehmen Reisen. Die Gesamtzahl der Menschheit hat sich von ehedem etwa 8 Mrd. auf ca. 350 Mio. verringert. Von denjenigen, die in den idyllischen Landschaften leben, werden einzelne bisweilen in eine Smart City überstellt. Die Zurückbleibenden vermeiden es, darüber zu sprechen. Sie wissen, welchen Fehler diese Unglücklichen begingen. Sie haben Verschwörungserzählungen verbreitet von einer „großen Mannschlachte“, die etwa 100 Jahre zuvor stattgefunden habe und bei der nahezu die gesamte damalige Menschheit ausgelöscht worden sei.

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    Verfasst von No_NWO | 19. April 2022, 12:30
  2. „.. Längst ist ein kybernetisches Modell eines intelligenten Marktes entstanden, der von den Digitalkonzernen und den Profiteuren des heutigen Vasallensystems mit Konsequenz ignoriert wird.

    Klar, er würde dazu führen, dass die Markt-Macht dieser Konzerne durch die Vergesellschaftung als Organisationseigentum nicht nur gebrochen würde, es würden auch jene Quellen erschlossen, die eine echte Grundsicherung ermöglichen würden, die aber nicht bedingungslos wäre, sondern die Beteiligung der Bürger zur Pflicht machen würde.

    Und diese Pflicht würde mit der Zeit zur Lust führen, indem freiwillig geforscht und entwickelt wird, weil die Menschen dazu die Freiheit und die Zeit finden können.

    Klar solche Berufe wie Politiker oder Jobs in nichtproduktiven Stiftungen würden langfristig überflüssig werden, das ist wohl das Problem, was auch die Sektenführer scheinlinker Parteien und deren Bürokräfte haben.

    Und ungewollt muss die EU1 bestätigen, dass ein Prinzip des i-Marktes, seine Produkte nur gegen die eigene Währung zu exportieren, die nationalen Währungen stärken würde.

    Mit dem Wegfall des Aktienkapitals und dem Überflüssigwerden des Finanzmarktes verschwinden nicht nur der Hochfrequenzhandel und die Spekulation, mit der demokratischen Eigenkontrolle der Finanzströme verschwinden auch Spekulation, Betrug und Korruption. ..“

    Was ist denn das „kybernetische Modell eines intelligenten Marktes“ knüpft das an solche Thema an? :

    Gedanken von Silvio Gsell über die Funktion des Geldes Kritik der Freiwirtschaftslehre

    https://www.untergrund-blättle.ch/wirtschaft/silvio_gsell_kritik_der_freiwirtschaftslehre.html

    „.. Und ungewollt muss die EU1 bestätigen, dass ein Prinzip des i-Marktes, seine Produkte nur gegen die eigene Währung zu exportieren, die nationalen Währungen stärken würde. ..“

    Welche Transaktionseite die Fremdwährung kauft bzw. verkauft ist nicht so entscheidend. D.h. werden z.B. deutsche Unternehmen gezwungen am Markt oder bei der russ. Zentralbank Rubel zu kaufen um damit Gas zu bezahlen, zahlen sie die Rubel in Euro (oder Dollar oder oder). Die Gegenseite zur Transaktion hat jetzt Euro (oder anderes) im Bestand und wird diese Euro (oder anderes ) wieder auf dem Markt verkaufen, falls kein Interesse besteht diesen Wert zu halten.

    „..Mit dem Wegfall des Aktienkapitals und dem Überflüssigwerden des Finanzmarktes verschwinden nicht nur der Hochfrequenzhandel und die Spekulation, mit der demokratischen Eigenkontrolle der Finanzströme verschwinden auch Spekulation, Betrug und Korruption. ..“

    Existieren keine Finanzmärkte mehr, bleiben nur die Zentralbanken, welche mit ihren Kauf/- und Verkaufsorders die Preise für Geld bestimmen. Besteht kein offener Markt mehr kann die Zentralbank exklusiv bestimmen mit wem sie Geld handelt und zu welchen Preisen.

    Geld wären dann de facto CBDCs. Bei CBDCs gibt es die Frage nach den Funktionen des Geldes, konkret welche Funktionen / Aktionen für welche Wirtschaftsakteure zulässig sind und wer diese Funktionen festlegt.

    „.. Der i-Markt macht nicht nur langfristig den Staat als Unterdrückungsinstrument obsolet, er beseitigt auch alles Parasitentum und er braucht keinen virtuellen Finanzmarkt. ..“

    Welche Akteuere an der Spitze des (Zentral-) bankwesens dürfen denn die Strippen ziehen? Werden die gewählt, oder sind die geheim?

    „Waffenfähiges“ Geld ist das ultimative Unterdrückungsinstrument.

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    Verfasst von ZED | 17. April 2022, 18:20

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