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Ausland, Europa

Zur Situation in der Ukraine

von Maria Sacharowa – https://mid.ru

Derzeit dauert in der Ukraine die militärische Sonderoperation an, die von den Streitkräften Russlands durchgeführt wird. Sie findet in strikter Übereinstimmung mit dem Plan, wie das von der Führung des Landes erklärt wurde, statt.  Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, dass ihre Ziele und Aufgaben erfüllt werden.

Russische Militärs machen alles, um Opfer unter Zivilbevölkerung zu vermeiden – es werden keine Angriffe gegen Zivilobjekte versetzt, jeden Tag werden humanitäre Korridore geöffnet, es wird Menschen geholfen, gefährliche Gebiete zu verlassen. Nach dem Stand 28. März, wurden seit Beginn der Operation aus der Ukraine, Volksrepubliken Donezk und Lugansk 469.000 Menschen, darunter 97.000 Kinder, in Sicherheit gebracht. Auf dem russischen Territorium arbeiten 9500 Zentren zur zeitweiligen Aufnahme der Flüchtlinge. Russland organisiert Lieferung der humanitären Hilfe, Bedarfsgüter, Medikamenten und Lebensmitteln in die Republiken von Donbass und in die Ukraine. Seit 2. März wurden mehr als 5000 Tonnen russische humanitäre Frachten geliefert.

Obwohl ukrainische Staatsbürger dringend humanitäre Hilfe brauchen, bauen die Länder des Westens die Lieferung nicht von friedlichen Frachten, sondern Waffen aller Typen an die Ukraine aus. Dazu gehören Schusswaffe, lenkbare Panzerabwehrraketen, Panzerabwehrraketenkomplexe, mobile Flugabwehrraketenkomplexe, Munition und Ausstattung. Besonders erfolgreich dabei sind die USA, die für diese Ziele Milliarden US-Dollar ausgeben. Als Zwischenstelle gilt Polen. Aus westlichen Waffen beschießen ukrainische bewaffnete Einheiten die Ortschaften, töten friedliche Einwohner. Donezk, Makejewka, Gorlowka, Jassinowataja, Dokutschajewsk – diese und andere Städte im Donbass werden regelmäßig aus schweren Waffen der ukrainischen Armee beschlossen, darunter Raketenkomplex Totschka-U. Doch im Westen wird das im Prinzip nicht bemerkt.

Es erschreckt weiterhin das Verhalten der ukrainischen Neonazis zu friedlichen Staatsbürgern. Menschen werden gefangen genommen, man deckt sich mit ihnen wie mit lebendigem Schild, sie werden aus den Zonen der Kampfhandlungen nicht gelassen.

Vor kurzem wurde bekannt, dass den Krim-Tataren, die im befreiten Gebiet Cherson wohnen, ferngesteuert von Radikalen aus dem Medschlis des krimtatarischen Volkes gedroht  wird. Sie zwingen Menschen, auf antirussische Aktionen zu gehen, wobei ihren Verwandten, darunter Kinder gedroht wird, die auf dem vom Kiewer Regime kontrollierten Territorium bleiben.

Das Verhalten der Neonazis zu den gefangengenommenen Russen und Staatsbürgern der Volksrepubliken Donezk und Lugansk hat die ganze Welt erschrocken. Zur Frage über moderne Demokratien. Vor einigen Tagen gingen schreckliche Videoaufnahmen der Gräueltaten der ukrainischen Extremisten, die nicht einfach russische Kriegsgefangenen misshandeln, sondern ihr tierisches Wesen zeigen, rund um die Welt. Sie schießen sie auf die Beine, lassen ohne medizinische Hilfe. Tierische Grausamkeit, die in Sadismus übergeht. Für ukrainische Extremisten ist es ein Vergnügen. Alle Kriegsverbrechen werden sorgfältig fixiert, die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen.

Man soll nicht so tun, als ob es nicht das gab, was man jetzt auf diesen Aufnahmen sah. Ich las viele Postings, Materialien der Blogger und Journalisten. Sie sagen, dass der Krieg „entmenschlicht“. Nein. Diese Extremisten sind seit langem entmenschlicht. Dieser Prozess und seine Unterstützung durch den Westen (moralisch, politisch, materiell, mit Waffen) führten zur jetzigen Situation. Gerade damit befassten sie sich seit acht Jahren in Donezk und Lugansk: vergruben Menschen am lebendigen Leib, töteten Kinder, hielten Zivilbevölkerung in Kellern fest. Jene Aufständische, die in ihre Hände gerieten, erkannten, was Sadismus und wahre tierische Grausamkeit der ukrainischen nationalistischen Bataillonen ist. Sie bekamen das nicht weil sie Teilnehmer der Kampfhandlungen sind. Das war die Rache dafür, dass sie sich nicht der nationalistischen Ideologie unterordneten, nicht jenen die Treue ablegten, wen sie für Feinde laut Beschlüssen des Kriegsberichtshofs von Nürnberg hielten. Sie neigten nicht den Kopf vor dem Übel und verteidigten all das, was immer richtig und würdig galt (und auf Papier in Rechtsakten fixiert wurde).

Eine eklatante Situation bildete sich mit vier russischen Mitarbeitern einer Tochterfirma von Rosatom, die spezielle Fracht für AKW Rowno gemäß Vertragsverpflichtungen lieferten. Seit mehr als einem Monat werden sie von ukrainischen Behörden in einem Eisenbahnwaggon auf dem Gebiet des AKW festgehalten. Wir fordern von der ukrainischen Seite die Freilassung unserer Staatsbürger und ihre sichere Rückkehr nach Russland. Wir rufen die IAEO zur Unterstützung bei dieser Frage auf.

Ukrainische Botschaften im Ausland werben weiterhin Freiwillige und Söldner zur Teilnahme an Kampfhandlungen (wir sagten das mehrmals) an. Die Behörden der Länder, wo solche Anwerbung erfolgt, schließen in vielerlei Hinsicht ein Auge auf diese Verletzung der internationalen Normen, darunter das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen 1961, dessen Artikel 41 die Nutzung der diplomatischen Vertretungen für die Ziele, die mit ihren Funktionen nicht vereinbar sind, verbietet, zu. Wenn das normal ist, mögen diese Länder uns das direkt sagen.  Am besten öffentlich, damit sie dann auf ihre Worte nicht verzichten können, wir es gewöhnlich der Fall ist. Wenn sie meinen, dass die Botschaften das Recht haben, sich mit Anwerbung zu befassen, mögen sie das offen sagen, damit Menschen, Staatsbürger dieser Länder und andere das auch wissen. Dann soll man sich nicht über die Prozesse wundern, die nach solchen Offenbarungen massiv stattfinden werden.

Seit einem Monat, 28. Februar dieses Jahres dauern Verhandlungen zwischen der russischen und ukrainischen Delegationen an. Auf der Tagesordnung stehen – ständige Neutralität, blockfreier Status und Sicherheitsgarantien der Ukraine, ihre Demilitarisierung, Entnazifizierung, Anerkennung der gegenwärtigen territorialen Realien, Wiederherstellung des Statuses der russischen Sprache und der Rechte der russischsprachigen Bevölkerung.

Mit anderen Worten handelt es sich um die Rückkehr der Ukraine zu den Grundlagen ihrer Staatlichkeit, die in der Erklärung über die staatliche Souveränität 1990 festgelegt sind. Wir rechnen damit, dass auf einer weiteren Runde in Istanbul die ukrainische Delegation ein konstruktives Herangehen zeigen wird.

In den letzten acht Jahren litten die Einwohner vom Donbass an Beschuss, Blockade und Genozid, und das Volk der Ukraine – an der Diskriminierung und Misshandlung durch das nationalistische Regime. Heute braucht die Ukraine nicht die Lieferungen der westlichen Waffen, sondern humanitäre Hilfe und Fortschritt bei Verhandlungen zum Erreichen des Friedens und Stabilität, damit diese jahrelange Hölle zu Ende geht. So zu tun, als ob es keine diesen acht Jahre gegeben hat, das wird niemand schaffen.

Zum bevorstehenden Tag der Einheit der Völker Russlands und Belarus

Am 2. April wird der Tag der Einheit der Völker Russlands und Belarus begangen. Die Entstehung dieses Feiertags ist mit der Unterzeichnung des Vertrags über die Bildung der Gemeinschaft Russlands und Belarus an diesem Tag im Jahr 1996, der die Absicht unserer Länder festlegte, den Weg der Festigung der bilateralen Verbindungen, die auf einer gemeinsamen jahrelangen Geschichte, geistlichen Nähe und Freundschaft beruhen, zu gehen, verbunden.

Genau nach einem Jahr, am 2. April 1997, erreichten Moskau und Minsk ein neues Niveau des Integrationszusammenwirkens, wobei der Vertrag über die Union Belarus und Russlands unterzeichnet wurde. In diesem Jahr wird dieses Dokument 25 Jahre. Es setzte noch größere Ziele zum Aufbau der allseitigen Zusammenarbeit, Gewährleistung der sozialwirtschaftlichen Entwicklung, Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit unserer Staaten. Anschließend wurden diese Richtlinien im Vertrag über die Schaffung des Unionsstaates, der am 8. Dezember 1999 unterzeichnet wurde, widerspiegelt.

In allen diesen Jahren entwickelte sich der Prozess des Aufbaus der Union kontinuierlich. Die Staatsbürger Russlands und Belarus nehmen bereits als gehörig gleiche Rechte im Bereich Freiheit der Bewegung, Wahl des Wohnortes, Arbeit, Bildung, Sozial- und Rentenversorgung wahr. Es vertiefte sich kontinuierlich unser Zusammenwirken im Wirtschaftsbereich, der gegenseitige Handel stieg, es festigte sich die industrielle Kooperation, es wurden gemeinsame Projekte umgesetzt.

Eine wichtige Etappe auf diesem Wege wurde die Billigung am 4. November 2021 durch den Obersten Staatsrat des Unionsstaates eines neuen Pakets der Integrationsdokumente, das 28 branchenbezogene Unionsprogramme sowie eine erneuerte Militärdoktrin und Konzept der Migrationspolitik des Unionsstaates umfasst. Diese Dokumente zielen auf die Unifizierung der Gesetzgebung in verschiedenen Bereichen ab und legen die Grundlage für Durchführung einer einheitlichen makrowirtschaftlichen und Geld- und Kreditpolitik sowie Bildung gemeinsamer Märkte, Migrations- und Verteidigungsräume.

Die Russen und Weißrussen sind heute wie auch in allen Zeiten zuverlässige Verbündeten. Moskau und Minsk setzen enge Koordinierung zu einem breiten Kreis der Fragen um, verteidigen zusammen nationale Interessen auf internationaler Arena, kämpfen gegen gemeinsame Herausforderungen und Bedrohungen, darunter illegitimen Sanktionsdruck seitens des Westens. Das Ziel solcher Arbeit ist die Festigung der Sicherheit in der Region, Gewährleistung einer stabilen Entwicklung unserer Länder und Wohlstandes unserer Brudervölker.

Wir rufen alle Russen und Weißrussen dazu auf, am Feiern dieses wichtigen Datums in bilateralen Beziehungen teilzunehmen. Zum Beispiel die Ausstellung zu besuchen, die am 2. April in VDNH in Moskau geöffnet wird oder ein feierliches Konzert im Bolschoi Theater in Minsk. Am 31. März können alle Interessierte eine Ausstrahlung auf der Webseite des Ständigen Komitees des Unionsstaates des Experten- und Medienforums anlässlich des Tags der Einheit der Völker Russlands und Belarus sehen.

Wir gratulieren allen Staatsbürgern Russlands und Belarus zu unserem gemeinsamen Feiertag und Jubiläum.

Zur Situation mit dem Frachtverkehr an der polnisch-belarussischen Grenze

In der letzten Zeit bekommt das Außenministerium viele Appelle, die mit Problemen des Frachtverkehrs an der polnisch-belarussischen Grenze verbunden sind, darunter der Brief des Generaldirektors des Verbandes der internationalen Automobil-Beförderer A. Kuruschin, Beschwerden der Beförderer selbst.

Wir machen alles, was von uns abhängt, indem man versucht mit der polnischen Seite zusammenzuwirken. Es wird gerade „versucht“. Seitens Warschaus wurde alles gemacht, damit dieses Zusammenwirken nicht umgesetzt wird. Es wurde über die Unzulässigkeit der Blockierung des Frachtverkehrs aus Russland am Grenzposten Koroszczyn dem Botschafter Polens in Moskau, Krzysztof Krajewski, gesagt. Es wurde eine Note an das polnische Außenministerium mit der Forderung, die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung einer rechtswidrigen Beschränkung der Durchfahrt der russischen Automobilbeförderer zu treffen, geschickt.

Für gewisse Zeit verbesserte sich die Situation, doch jetzt stehen Schlangen aus LKWs mit Bemühungen der Protestierenden, die die Durchfahrt bei faktischer Untätigkeit der polnischen Behörden blockieren, mehrere Kilometer, es handelt sich dabei nicht nur um Lastwagen mit russischen und belarussischen Kennzeichen, sondern auch jede anderen Lastwagen, die aus Polen in Richtung Belarus und Russland gehen.

Angesichts des rechtlichen Nihilismus (in der Tat ist es absolut fehlender Respekt zu den Normen des Rechts, der die bilateralen Beziehungen regelt) der polnischen Behörden und die Bereitschaft, zum Nachteil selbst dem eigenen Geschäft vorzugehen, kann man leider verschiedene negative Szenarien der Entwicklung der Situation mit internationalem Automobilverkehr an der polnisch-belarussischen Grenze erwarten. Obwohl wir das vermeiden wollen. Alle Signale, die in entsprechenden Dokumenten ausgedrückt wurden, wurden an Warschau übergeben.

Zum Abriss eines Denkmals für sowjetische Soldaten in Polen

Am 23. März wurde in Polen ein weiteres Denkmal für sowjetischen Soldaten abgerissen, der im Jahr 1949 in Chrzowice (Woiwodschaft Oppeln) an einem Ort aufgestellt worden war, wo 620 Rotarmisten der 1. Ukrainischen Front gefallen waren.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit dieser schändlichen Erscheinung – dem Krieg gegen sowjetische Denkmäler in Polen – konfrontiert werden. Der polnische Verteidigungsminister sagte irgendwann, Auschwitz hätten Ukrainer befreit, weil das die Ukrainische Front gewesen sei. Damals wirkte dieses Argument für Warschau (sie dachten das im Sinne dieser schmerzhaften Logik). Aber jetzt funktioniert dieses Argument nicht, auch wenn es sich um ein Denkmal für gefallene Rotarmisten der Ukrainischen Front handelt. Das ist jenseits der unzulänglichen Logik, die es hier eigentlich gar nicht gibt.

Das Kiewer Regime scheut sich nicht, zu lügen. Präsident Selenski erzählte während eines Auftritts vor Abgeordneten aus verschiedenen Ländern, wie sein Land die Helden des Zweiten Weltkriegs bzw. des Großen vaterländischen Kriegs liebt, wie es sie verehrt – und in der Ukraine gibt es nach seinen Worten keinen Nazismus. Aber wo ist jetzt die Ukraine? Man sieht doch, was gerade vorgeht. Die Ukrainer haben ja nie – kein einziges Mal – gegen den Abriss irgendwelchen Denkmals in Europa (beispielsweise in Osteuropa), das unter anderem zu Ehren ethnischer Ukrainer aufgestellt wurde, protestiert, haben nie entsprechende Dokumente eingereicht und solche Fragen aufgeworfen. Genauso wie jetzt.

Alles, wovon Wladimir Selenski und seine Vertreter reden, sind Lügen und Unwahrheiten. Sie verfolgen nur das Ziel, Parlamentariern aus aller Welt ein neues „Märchen“ zu erzählen, wie man in der Ukraine gegen den Neonazismus kämpft, wie man sich vom Faschismus abwendet usw. Aber wie kämpfen Sie denn dagegen? Ihre Vertreter in den ukrainischen Botschaften in den Ländern, wo Monumente abgerissen wurden bzw. werden, haben sich nie die Mühe gegeben, ihre Aufrechterhaltung zu überprüfen.

Das taten immer wir. Wir haben die Verantwortung dafür niemandem in die Schuhe geschoben. Wir verstehen, dass es um das Gedenken an unsere Vorfahren geht. Die Ukraine protestierte nie gegen Abriss bzw. Schändung der Denkmäler für ihre Helden, die die Ukrainer erst jetzt bei den Kontakten mit der westlichen Gemeinschaft so nennen. In Wahrheit aber, tief im Herzen und in der Realität ihres eigenen Lebens hielten sie diese Soldaten nie für Helden. Sie haben sie nur still und leise gehasst. Und später rissen sie diese Denkmäler ganz offen ab, beschmutzten sie mit Farbe und stellten neue Denkmäler auf – für Bandera und Schuchewitsch. Das sind richtige Ideologen des modernen Neonazismus in der Ukraine.

Alles, was gerade in Polen vorgeht, verletzt die bilateralen Vereinbarungen und Normen der zivilisierten Gesellschaft. Da ist beispielsweise erwähnenswert, dass von 561 Gedenkstätten, die 1997 gemeinsam mit der polnischen Seite auf die „Liste der Gedenkstätten zu Ehren sowjetischer Verteidiger des Vaterlandes, die auf dem Territorium Polens gefallen sind“, gesetzt worden waren, inzwischen nur ungefähr 100 aufrechterhalten geblieben sind. Der kollektive Westen (alle Länder zusammen und jedes Land allein)  ist bei der Einhaltung seiner Verpflichtungen total gescheitert und vernachlässigt die Prinzipien des Respekts für das Recht als solches. Solche Beispiele gibt es jede Menge.

Der Abriss des Denkmals in Chrzowice verlief in der denkbar schlimmsten Form: Die Veranstaltung verlief maximal pompös, der Abriss wurde live im TV gezeigt, und daran beteiligten sich polnische Offizielle. Ich höre oft, wie man sagt, dies wäre auch richtig so, denn Russland führe immerhin seinen militärischen Sondereinsatz durch. Und wenn es diesen Einsatz nicht gegeben hätte, dann wäre so etwas gar nicht passiert. Doch, das wäre trotzdem passiert bzw. würde passieren! Allerdings würde man das nicht an die große Glocke hängen – irgendwelche Barbaren würden das still und leise in der Nacht tun – und dann würde man schon wieder keine Schuldigen finden.

Und jetzt verstecken sie sich nicht mehr. Sie tun das offen und sogar festlich – vor laufenden Kameras. Das tun sie wohl, um diese Momente für die Ewigkeit zu behalten, damit man nicht mehr behaupten könnte, irgendwelche Rabauken hätten das getan. Aber das sind keine Rabauken – das ist die offizielle Position. Wir sehen das alles und schreiben alles auf. Wenn sich etwas verändert hat, dann nur in einem Punkt: Was früher heimlich getan wurde, wird jetzt offen getan. Was man früher vertuschte oder mit dem „zivilisierten Flair“  versorgte, ist jetzt  nach draußen gekommen – und das ist widerlich!

Die Zeremonie zum Abriss des Denkmals für die Rotarmisten der 1. Ukrainischen Front leitete Karol Nawrocki, der Direktor des Instituts für Nationales Gedenken, das für die aktuelle „historische Politik“ Polens zuständig ist. Er erläuterte, dass solche Monumente „den Totalitarismus glorifizieren“, und die roten Sterne „verkörpern Verbrechen des kommunistischen Regimes“ und „sind neben dem deutschen Hakenkreuz für die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs verantwortlich“. „Für den roten Stern gibt es keinen Platz im öffentlichen Raum des freien, unabhängigen und demokratischen Polens“, sagte Nawrocki pathetisch.

Aber weder er noch andere polnische Politiker erinnern sich an das Wichtigste: Wenn es die Menschen mit roten Sternen nicht gegeben hätte (und Hunderttausende von ihnen sind im Kampf gegen den Nazismus in Chrzowitz und etlichen anderen polnischen Städten und Dörfern gefallen), dann hätte es das „freie, unabhängige und demokratische Polen“ gar nicht gegeben, wie auch diese Politiker selbst. Das alles ist nur möglich, weil unsere Helden ihr Leben lassen mussten. Wie das immer war.

Zunächst bauten diese „zivilisierten Demokratien“ Monster auf, und dann kamen unsere Jungs und mussten gegen diese Monster kämpfen.

Ist denn Hitler nicht auf demokratischem Weg an die Macht gekommen, wovon historische Dokumente zeugen? Ja, auf demokratischem Weg. Er war stolz auf die Demokratie der 1930er-Jahre in Deutschland. Er genoss die Unterstützung des deutschen Volkes mit Ärmelstreifen, und es kam mit der Zeit zur Verbreitung des Kults des Faschismus und der menschenfeindlichen Logik – mit all den Dingen, die für einen zivilisierten Menschen, ja eigentlich für jeden Menschen generell unzulässig sind. Ganz Europa klatschte ihm Applaus, der wurde hochgejubelt und geliebt. Er wurde gegen den Osten gehetzt und im Westen empfangen. Dann kamen die Kräfte, denen jetzt alles vorgeworfen wird. Wie auch damals, in den 1930er- und 1940er-Jahren, begannen all diese kriminellen Taten im Westen, und wieder gut gemacht musste die Situation im Osten. Erinnern Sie sich einmal an das Lied von Wladimir Wyssozki. Genauso ist es auch jetzt. Eber diese Monster wurden diesmal in der Ukraine hochgezogen.

Auf den ersten Blick war das ein hervorragender Plan. Niemand konnte immerhin denken, dass ausgerechnet in der Ukraine, die wegen der Gräueltaten der Faschisten und ihrer Kollaborateure beinahe im Blut ertrank, so etwas entstehen könnte.

Präsident Selenski sagte, er könnte als Vertreter des jüdischen Volkes, das genau weiß, was der Holocaust war, nie so etwas zulassen. Das war ja eine tolle Tarnung. Was sehen wir aber heutzutage? Wir sehen Bilder, wie Gefangene gefoltert werden. Das passiert ja nicht über Nacht. Das tritt ans Licht, wenn es schon tief in den Menschen sitzt, die solche Aktionen tätigen. Die Geschichte wiederholt sich. Wir sprachen davon häufiger. Aber man sollte doch eigene Fehler korrigieren. Acht Jahre (seit 2014) hatten wir gewarnt, was für ein Monster in der Ukraine hochgezogen wird. Wir warnten ja, dass dies zu einem Kollaps führen würde.

Die Menschen, die damals in Polen Denkmäler für Rotarmisten aufstellten, verstanden, wem sie diese Denkmäler aufstellten – denjenigen, die sie befreit hatten und dafür ihre eigenen Leben und auch die Leben der Generationen lassen mussten, die in unserem Land nie zur Welt kommen würden. Aber die Enkelkinder dieser Polen, die damals gerettet und befreit wurden, machen sich keine Gedanken über das historische Gedenken machen und keine menschlichen Gefühle wie Dankbarkeit, Würde und Anständigkeit empfinden können. Und diese Enkelkinder scheuen sich nicht, vor laufenden Kameras solche schändlichen Dinge zu tun.

Zum Jahrestag der Schlacht bei Rschew während des Großen vaterländischen Kriegs

Die Schlacht bei Rschew dauerte vom 8. Januar 1942 bis 31. März 1943 und bestand im Grunde aus vier strategischen Offensiveinsätzen der sowjetischen Truppen an der West- und der Kalinin-Front. Ihre wichtigsten Aufgaben waren, die Hauptkräfte der deutschen Heeresgruppe „Mitte“ zu vernichten, Rschew, Sytschowka und Wjasma zu befreien und dadurch den ganzen deutschen Brückenkopf bei Rschew und Wjasma zu vernichten.

Rschew wurde am 3. März 1943 von den Truppen der 30. Armee der Westfront befreit. Am Tag der Befreiung blieben in der total zerstörten Stadt, die vor dem Krieg etwa 56 000 Einwohner hatte, nur noch 362 Menschen, darunter die Gefangenen in der Schutz-und-Fürbitte-Kirche. Als die Faschisten Rschew verließen, hatten sie alle am Leben gebliebenen Einwohner (248 Personen) in die Kirche getrieben und die Kirche vermint. Zwei Tage lang mussten diese Menschen, hungrig und erkältet, jede Minute Explosionen in der Stadt hören und auf ihren Tod warten. Und erst am dritten Tag gelang es den sowjetischen Pionieren, den Sprengstoff aus dem Keller zu entfernen und die Mine unschädlich zu machen. Bis Ende März wurde die Frontlinie um weitere 130 bis 160 Kilometer von Moskau verschoben.

Erinnern Sie sich vielleicht an etwas, wenn Sie das hören? Die Ideologie ist dieselbe: friedliche Menschen versammeln und in Keller zu stecken, dann die Technik dort aufzustellen und sich hinter diesen Menschen zu verstecken – und das alles als Befreiung friedlicher Einwohner darzustellen. Die Logik ist absolut dieselbe. Wenn die Streitkräfte eines Landes ihre Einwohner schützen, dann rufen sie als erstes ihre Mitbürger auf, über humanitäre Korridore zu flüchten und damit für Sicherheit zu sorgen. Aber so ist das, wenn es um die Streitkräfte handelt und nicht um Menschen, die sich mit der neonazistischen „Bazille“ angesteckt haben. Das ist Fakt und hat nichts mit Emotionen und mit diesem oder jenem Standpunkt zu tun. Im Fernsehen kann eine Situation ganz unterschiedlich dargestellt werden. Und so tun das internationale Medien.

Die Schlacht bei Rschew war eine der blutigsten im ganzen Großen vaterländischen Krieg. Nach offiziellen Angaben hat die sowjetische Armee bei Rschew mehr als eine Million Soldaten verloren (etwa 400 000 von ihnen wurden endgültig verloren: sind gefallen, an Wunden gestorben, wurden vermisst und gefangengenommen).

Die Schlacht bei Rschew hat beträchtliche Teile der Heeresgruppe „Mitte“ für eine längere Zeit gelähmt, denn die Wehrmacht musste Reservekräfte von anderen Fronten nach Rschew verlegen. Dank dem aktiven Vorgehen der Roten Armee wurde eine ganze Reihe von großen Offensiven des Feindes zum Scheitern gebracht.

Laut einem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 2. März 1978 wurde die Stadt Rschew für die Heldentaten ihrer Einwohner im Kampf gegen die deutschen Faschisten während des Großen Vaterländischen Kriegs mit dem Orden des Vaterlandskriegs Erster Klasse ausgezeichnet. Und laut dem Erlass Nr. 1345 des Präsidenten Russlands vom 8. Oktober 2007 wurde Rschew der Ehrentitel „Stadt des militärischen Ruhms“ verliehen.

Am 30. Juni 2020 wurde im Gebiet Twer unter Beteiligung der Präsidenten Russlands und Weißrusslands, Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko, das Rschewer Memorial des Sowjetischen Soldaten eingeweiht – ein Gedenkstättenkomplex zu Ehren der sowjetischen Soldaten, die 1942 und 1943 bei Rschew gefallen waren.

Ich habe dieses Memorial in diesem Jahr besucht und empfehle Ihnen allen, es auch zu besuchen. Es ist äußerst wichtig, um unsere Geschichte nachzuvollziehen. Dort gibt es ein wundervolles Museum – es ist klein, aber es genügt schon, es zu besichtigen, um zu verstehen, was dort  damals passiert ist.

 

https://mid.ru/de/foreign_policy/news/1807016/

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