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Ausland, Europa

Nicht gerade Tschernobyl

von Dmitry Orlov – http://www.theblogcat.de

Ich werde wohl weiterhin einige kurze Notizen zur Lage in der Ukraine veröffentlichen müssen, da überall in den Nachrichten davon zu lesen ist und das meiste davon Fake News sind. Über Nacht gab es eine lächerliche Menge Lärm um Zaporozhskaya AES, das größte Atomkraftwerk in Europa.

Präsident Selenski verkündete, dass dies das neue Tschernobyl sei und dass ganz Europa evakuiert werden müsse. Er war damals offensichtlich betrunken.

Was tatsächlich geschah, war Folgendes:

Zwischen 2:00 Uhr und 3:30 Uhr Moskauer Zeit gab es eine Schießerei im Verwaltungsgebäude des Kraftwerks. Irgendwie kam es dabei zu einem Brand im Verwaltungsgebäude.

Zwischen 3:51 Uhr und 3:59 Uhr Moskauer Zeit waren Feuerwehrleute vor Ort, um das Feuer zu löschen. Offenbar gab es für sie nicht viel zu tun.

Um 4:47 Uhr Moskauer Zeit meldet sich Präsident Zelensky live und verkündet, dass die Russen versuchen, ein neues Tschernobyl zu schaffen. Das ist eine wahrscheinliche Geschichte.

Um 5:36 Uhr Moskauer Zeit teilte die Internationale Atomenergiebehörde mit, dass das Feuer im Bereich von Zaporoshskaja AES keine der wichtigsten Anlagen des Kraftwerks betroffen hat.

Um 6:20 Uhr Moskauer Zeit wurde das Feuer im Verwaltungsgebäude der Zaporoshskaya AES ohne Verletzte gelöscht. Das Feuer wurde wahrscheinlich absichtlich gelegt, um in den Medien das Bild „Europas größtes Atomkraftwerk brennt!“ zu erzeugen.

Um 11:11 Uhr Moskauer Zeit (vor etwa einer Stunde) gaben die Behörden der Region Zaporoshje bekannt, dass Zaporoshskaja AES unter der Kontrolle der russischen Streitkräfte steht.

So viel zu einem neuen Tschernobyl.

Weitere Nachrichten: Heute Morgen hat die ukrainische Armee einen Raketenangriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Nazi-Bataillons „Asow“ durchgeführt. Bei dem Angriff wurden zehn Nazis getötet. Dies war die Bestrafung für ihre Befehlsverweigerung.

Weitere Nachrichten von heute Morgen: Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor verschärft ihre Kontrollen, indem sie Quellen für Desinformation und feindliche Propaganda sperrt, darunter:

– Facebook
– Meduza
– BBC
– Deutsche Welle
– Radio Freies Europa

Zuvor wurden bereits „Echo von Moskau“ und „Dozhd“ abgeschaltet. Das bedeutet, dass der Kampf gegen Fake News in Russland viel einfacher wird. Natürlich bedeutet das nichts für den Rest der Welt, der sich immer noch die Fake News anhören muss, dass Europas größtes Atomkraftwerk von bösen Russen in die Luft gejagt wurde.

Die gestrigen Verhandlungen zwischen der Ukraine (dem Regime) und Russland führten zu einer Vereinbarung über humanitäre Korridore, damit Zivilisten die Städte, in denen gekämpft wird, verlassen können. Das Problem dabei ist, dass die verbliebenen Nazibataillone den Befehlen des Regimes nicht besonders gehorchen und Zivilisten gerne als Geiseln und menschliche Schutzschilde benutzen.

Insgesamt verläuft die russische Demilitarisierungskampagne nach Plan. Die ukrainischen Nuklearanlagen werden unbeschädigt unter russische Kontrolle gebracht. Die Schäden an der Infrastruktur halten sich in Grenzen (es sei denn, es handelt sich um militärische Infrastruktur, die in diesem Fall gesprengt wird).

Was die Entnazifizierung – das andere Ziel der russischen Kampagne – betrifft, so rätseln die Menschen, was das bedeutet und wie es geschehen könnte. Einerseits kennen die Russen sie mit Namen, Gesicht, Stimmabdruck und vielleicht sogar Fingerabdrücken, so dass es nur noch darum geht, sie aufzuspüren. Andererseits fliehen die hochrangigen ukrainischen Nazis und ihre Familien derzeit aus der Ukraine in die umliegenden Länder, während sie gleichzeitig versuchen, Terroranschläge innerhalb Russlands zu organisieren (bisher erfolglos). Ramsan Kadyrow, der unerschrockene tschetschenische Häuptling, hat versprochen, sie aufzuspüren und zu töten, wo immer sie sind. „Wir sind überall auf der Welt“, sagte er.

Der Rest der Situation stellt sich wie folgt dar (soweit ich es mir zusammenreimen kann). In Kiew herrscht das totale Chaos, und so wird es wohl auch bleiben. In Charkow gibt es vereinzelten Widerstand der Nazis, so dass es nur langsam vorangeht. Mariupol ist weitgehend unter Kontrolle und könnte bald vollständig unter Kontrolle gebracht werden, da die ukrainischen Truppen jetzt auf sich selbst schießen. In Odessa ist noch nichts geschehen. Dies sind die großen Städte, aber es gibt zahlreiche kleinere Städte und Ortschaften, die täglich von den ukrainischen Streitkräften geräumt werden – zu viele, um sie alle aufzuzählen.

Unterdessen dämmert es im Westen vielleicht endlich einigen Leuten, dass das Ausmaß des selbstverschuldeten Schadens durch die antirussische Hysterie größer ist, als irgendjemand erwartet hatte.

So forderte die EU beispielsweise, dass alle russischen Leasingverträge für Airbus-Flugzeuge – über 500 Stück – gekündigt werden. Sie blockierte auch den Verkauf von Airbus-Teilen an Russland und verbot die Wartung russischer Flugzeuge. Außerdem sperrte sie ihren Luftraum für russische Flugzeuge, woraufhin Russland seinen Luftraum für EU-Flugzeuge sperrte. Die EU blockierte auch das Zahlungssystem SWIFT. Das bedeutet Folgendes:

– Die europäischen Leasinggesellschaften müssen Russland hohe Geldstrafen für die Kündigung von Leasingverträgen zahlen, können dies aber nicht, weil SWIFT nicht funktioniert.

– Die europäischen Leasingfirmen müssen ihre Flugzeuge aus dem russischen Hoheitsgebiet herausholen, können dies aber nicht, weil ihre Flugbesatzungen nicht nach Russland einreisen können und die Flugzeuge, sobald sie in ihren Besitz gelangt sind, nicht mehr starten dürfen (der Luftraum ist gesperrt).

– Die Flugzeuge können nicht mehr gemäß dem Wartungsplan gewartet werden, was bedeutet, dass sie in ein paar Monaten überhaupt nicht mehr fliegen können.

– Da es sich hier um einen Fall höherer Gewalt handelt, kann die russische Regierung diese Flugzeuge sehr leicht verstaatlichen, einschließlich des gesamten geistigen Eigentums und der Patentrechte, die darin enthalten sind, und damit beginnen, ihre eigenen Teile herzustellen und ihren eigenen Service anzubieten.

– In Anbetracht all dieser Umstände ist es für die europäischen Leasingunternehmen naheliegend, Konkurs anzumelden und den Betrieb einzustellen. Das haben Vertreter der Unternehmen auch gesagt.

Das ist nur ein Beispiel; es gibt viele andere. Was wir zu beobachten scheinen, ist ein Anfall von kollektivem Wahnsinn im Westen, der zu einer Art kollektivem wirtschaftlichen und politischen „Selbstmord durch Russland“ führt. Ich werde mein Bestes tun, um in den kommenden Tagen herauszufinden, was das genau bedeutet.

Not exactly Chernobyl

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/nicht-gerade-tschernobyl-05-03-2022/

Diskussionen

5 Gedanken zu “Nicht gerade Tschernobyl

  1. Russische Fallschirmjägertruppen haben am 28. Februar das AKW eingenommen. Und vor ein paar Tagen haben die russischen Truppen dann das AKW und ihre eigenen Leute angegriffen? Das muss mir mal jemand erklären.

    Ist doch logisch, dass man solche Ziele schnellstmöglich sichert und sollte es zu einer Katastrophe kommen, könnte der Wind die Strahlung Richtung Russland wehen. So dumm sind vielleicht die Grünen, aber doch nicht Putin und die Russen!

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    Verfasst von V wie Vendetta | 7. März 2022, 10:04
    • die russen haben tschernobyl auch nie in die luft gejagt, das war alles nur westliche propaganda

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      Verfasst von Reuber Foddsenklotz | 7. März 2022, 23:40
      • @ REUBER FODDSENKLOTZ

        Der Tschernobyl – Unfall s o l l einer der berühmten Aktionen unter
        “ falscher Flagge “ gewesen sein, um der damaligen UdSSR extrem
        zu schaden.

        Keine Ahnung, ob das stimmt.

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        Verfasst von Camee | 8. März 2022, 9:05
        • und die Kursk war auch kein Unfall, somndern ein Anschlag vom CIA, hab ich gehört.

          Ausserdem haben lesbische Nazi Nutten Aliens im Donbass arglose Separeatisten ins All entführt und dort zu einer Hungerkur gezwungen, hab ich auf RT Teutsche Land gesehen

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          Verfasst von Torben Schwurbel | 8. März 2022, 22:06

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  1. Pingback: Kleiner Zwischenbericht – Der Saisonkoch - 8. März 2022

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