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Ausland, Europa

Es geht noch peinlicher als Baerbock: Die britische Außenministerin blamiert sich in Moskau

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Der Besuch der britischen Außenministerin bei ihrem russischen Amtskollegen Lawrow ist zu einer wohl nie dagewesenen Peinlichkeit geworden.

Es ist schwer vorstellbar, aber die britische Außenministerin Truss ist noch inkompetenter als Annalena Baerbock, die derzeitige Platzhalterin im deutschen Auswärtigen Amt. Baerbock hat bei ihrem Moskau-Besuch zwar nichts erreicht, weder für die NATO, noch für den Frieden, aber sie konnte ihre Antworten immerhin unfallfrei vom Zettel ablesen und das Treffen hinter verschlossenen Türen war wohl nicht vollkommen peinlich.

Anders bei der britischen Außenministerin Liz Truss. Die hat sich gerade erst mit einer Rede blamiert, in der sie mongolische Invasion Russlands im Mittelalter zu zwei Invasionen in der Ukraine gemacht hat und auch ansonsten ist von ihr noch nichts Intelligentes gekommen. Nun hat sie sich in Moskau richtig blamiert, als sie der Meinung war, die russischen Gebiete Rostow und Woronesch würden zur Ukraine gehören.

Wie soll Lawrow Verhandlungen mit einer Frau führen, die Russland einen Truppenaufmarsch an der ukrainischem Grenze vorwirft, aber nicht einmal weiß, welche Gebiete an dieser Grenze liegen?

Normalerweise gibt es große Unterschiede zwischen dem Ton und den Aussagen hinter verschlossenen Türen und vor der Presse, aber dieses Mal scheint Truss einfach nur die Parolen des Westens wiederholt zu haben, die man in Russland ohnehin aus den westlichen Medien kennt. Sie wirft Russland einen Aufmarsch an der Grenze vor und weiß nicht einmal, wo die Grenze liegt…

Der russische Außenminister, ein Berufsdiplomat mit vielen Jahrzehnten Erfahrung, sagte dazu, dass man das Treffen auch live im Fernsehen hätte zeigen können, weil einfach rein gar nichts gesagt wurde, was über die üblichen Parolen hinausgeht. So ein Treffen, sagte er, habe er noch nie erlebt.

Hier übersetze ich den Bericht aus den Abendnachrichten des russischen Fernsehens über das Treffen der beiden Außenminister.

Beginn der Übersetzung:

Das Dritte Reich, eine Pelzmütze und das souveräne Rostow: Die seltsamen Gespräche zwischen Lawrow und Truss

Das russische Außenministerium hat heute die britische Außenministerin Liz Truss empfangen. Es war kein einfaches Treffen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow beschrieb die Gespräche lapidar als „ein Gespräch zwischen einem Stummen und einem Tauben.“ Hinter verschlossenen Türen gab es einige kuriose Momente. Der Zeitung „Kommersant“ zufolge verkündete Liz Truss, als es um die Stationierung russischer Truppen auf dem Gebiet der Oblaste Rostow und Woronesch ging, plötzlich, dass London diese Regionen unseres Landes niemals als souveräne russische Territorien anerkennen werde. Für Truss war es viel wichtiger, auf dem Roten Platz zu posieren, als sich zu Inhalten zu äußern. Ein Bericht über den Besuch der britischen Außenministerin.

Mit einer Pelzmütze à la Russe legte die Chefin des Foreign Office Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten nieder. Am Tag zuvor war Elizabeth Truss im gleichen Look über den Roten Platz geschlendert. Vor dem Treffen im Außenministerium besuchte die britische Ministerin auch die Staatliche Universität Moskau. Elizabeth Truss, Tochter eines Professors für Fundamentalmathematik, erhielt von Victor Sadovnitschy ein Buch über funktionale Analyse in englischer Sprache. Mit den Worten über Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft endeten die diplomatische Fähigkeiten Großbritanniens.

Sergej Lawrow bezeichnete das Treffen mit seiner Kollegin als beispiellos, denn die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien auf dem Tiefpunkt, und es sei an der Zeit, sie zu verbessern.

„Ich habe den Text der Rede von Boris Johnson im Unterhaus gesehen, in der er sich für eine Verbesserung der Beziehungen aussprach, und dann gab sein Büro bekannt, dass Sie und der Verteidigungsminister nach Russland reisen würden, um die Beziehungen zu verbessern. Wenn das tatsächlich die Aufgabe unserer britischen Kollegen ist, werden wir natürlich genauso antworten“, sagte Lawrow zu Beginn des Treffens.

Als Sergej Lawrow seiner Kollegin das Wort übergab, hörte er ohne Dolmetscher zu, aber er hörte nichts Neues. Elisabeth Truss gab lediglich die These der Invasion in der Ukraine wieder, die westliche Politiker seit Oktober wiederholen. Und dann ging sie zu Drohungen über.

„Ein Krieg in der Ukraine wäre eine Katastrophe für das russische und ukrainische Volk und für die europäische Sicherheit. Die NATO hat deutlich gemacht, dass ein Krieg Folgen haben und große Verluste verursachen wird“, sagte Truss.

Wie die Gespräche verliefen, konnten die Journalisten auf der anschließenden Pressekonferenz wegen der Anti-Covid-Maßnahmen nur über eine Videoverbindung erfragen. Wie sich herausstellte, hätte dass Treffen der Außenminister öffentlich übertragen werden können, weil nur die üblichen Parolen geäußert wurden. Allerdings gab es eine Episode, von der zwei Quellen der Zeitung „Kommersant“ berichtet haben, und die, wenn sie öffentlich passiert wäre, vielleicht mehr Wirkung gehabt hätte als Truss‘ Worte über die Mongolen und Tataren in der Ukraine. Als Truss über den Abzug unserer Streitkräfte von der Grenze sprach und Lawrow kategorisch erklärte, dass sich die russischen Truppen frei auf dem russischen Staatsgebiet bewegen könnten geschah es.

„Danach wandte er sich selbst mit dieser Frage seine britischen Kollegin: Sie erkennen doch die Souveränität Russlands über die Regionen Rostow und Woronesch an, oder?“

Nach einer kurzen Pause erklärte die britische Außenministerin Liz Truss, dass ihr Land die Souveränität Russlands über diese Regionen niemals anerkennen werde. Deborah Bonnert, die britische Botschafterin in Russland, musste sich einmischen und erklärte Truss behutsam, dass es sich tatsächlich um russische Regionen handelt.

Die britischen Reporter fragten erneut, ob Russland Beweise dafür habe, dass es nicht zu einem Angriff auf die Ukraine kommen werde. Lawrow merkte an, dass Russland gedroht wird und nicht umgekehrt. Insgesamt glich das Treffen einem Gespräch zwischen einem Stummen und einem Tauben, resümierte Lawrow.

„Das ist ungefähr so, als würde Russland darauf warten, dass der Boden gefriert und zu einem Stein wird, damit Panzer in aller Ruhe in ukrainisches Gebiet einfahren können. Das scheint mir die Einstellung zu sein, die unsere britischen Kollegen heute hatten, von der die zahlreichen Fakten, die wir heute angeführt haben, abgeprallt sind“, erklärte Lawrow.

Unsere britischen Partner haben auch nicht die Bedenken Russlands bezüglich des Minsker Abkommens gehört, an das sich Kiew nicht nur nicht hält, sondern das es demonstrativ aufkündigen will, wohl wissend, dass es keine Konsequenzen zu befürchten hat.

„Das ist genau die Schule von Goebbels, das übertrifft vielleicht sogar die Kunst des Chefpropagandisten des Dritten Reiches, denn offen eine Lüge auszusprechen, das zu bestreiten, was vom UN-Sicherheitsrat angenommen und schwarz auf weiß geschrieben wurde, und sich dabei überhaupt keine Gedanken darüber zu machen, was London, Paris, Berlin oder Washington dazu sagen werden, ist eine komfortable Position für Demagogen“, sagte der russische Außenminister.

Über das die Minsker Abkommen zeigte Truss den gleichen Informationsstand wie bei den baltischen Staaten, die angeblich am Schwarzen Meer liegen. Sie sagte, Russland solle das Waffenstillstandsabkommen umsetzen. Und das, obwohl Russland keine Konfliktpartei ist. Die Diplomatin blieb auch die Antwort auf die Frage schuldig, warum die tschetschenischen Separatisten, die Terroranschläge verübt haben, von Großbritannien unterstützt wurden, die Donbass-Rebellen hingegen nicht. Sie beschränkte sich darauf, zu sagen, dass Krieg immer schädlich sei und dass die Ukraine geschützt werden müsse. Auf die Frage Lawrows nach dem Verbleib der Skripals gab es keine Antwort. Truss weigerte sich auch, dem Leak in ihrem Außenministerium zu widersprechen, wonach London ein ganzes Programm zur „Untergrabung des russischen Einflusses“ unterhält. Darin wurde unter anderem die Finanzierung russischer Medien und NGOs durch britische diplomatische Vertretungen sowie durch die Foundations von BBC und Reuters aufgedeckt. (Anm. d. Übers.: Die Details dazu finden Sie hier. Bisher hätte man das für russische Propaganda halten können, aber Großbritannien widerspricht den Enthüllungen aus Russland nicht, bestätigt sie also indirekt)

„Unsere Botschaft in Moskau versucht jetzt, die Beziehungen in Bereichen wie Wissenschaft, Mathematik und Kultur zu stärken, aber die Stärkung dieser Beziehungen wird von der Verbesserung der allgemeinen Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien abhängen“, sagte Truss.

Nachdem das Wort „Deeskalation“ erneut gefallen war, skizzierte Sergej Lawrow ein mögliches Szenario für die nächsten Tage. Wenn die russisch-weißrussischen Manöver beendet sind und unser Militär wie geplant nach Hause zurückkehrt, wird der Westen verkünden, dass es den wirklich demokratischen Ländern gelungen ist, einen Krieg zu verhindern. Der russische Minister bezeichnete diesen Hype als „Luftnummer“.

Das einzige Mal, dass die Stummen und die Tauben einander verstehen konnten, war, als sie über den Iran sprachen. Russland und Großbritannien waren Länder, die 2015 die Unterzeichnung des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans zum iranischen Atomprogramm ermöglichten. Im Jahr 2018 sind die USA aus dem Abkommen ausgetreten. Moskau und London sind sich jedoch einig, dass das Atomabkommen in naher Zukunft wieder in Kraft gesetzt werden kann.

Ende der Übersetzung

Bleibt nocb hinzuzufügen, dass auch Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, sich noch zu dem Treffen geäußert hat. Auch darüber hat das russische Fernsehen berichtet, ich übersetze jedoch nicht den ganzen Artikel, sondern den Teil, um den es hier geht.

Beginn der Übersetzung:

Twitter habe eine ganze Generation von Politikern mit einem Clip-Denken geformt, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, als sie den Besuch der britischen Außenministerin Liz Truss kommentierte. Die neuen Politiker sind es gewohnt, sich in 140-Zeichen-Tweets zu äußern, und glauben, dass die gesamte Situation rund um die Ukraine in zwei oder drei Tweets, wenn nicht sogar nur in einem, erfasst werden kann. Deshalb sind die Tataren-Mongolen bei Truss mit so verrückter Leichtigkeit die mittelalterliche Ukraine eingefallen, Rostow und Woronesch haben Russland verlassen und das Baltikum liegt am Schwarzen Meer.

Gleichzeitig betonte die Diplomatin, dass der Besuch von Truss bilateraler Natur war, nur wurde die bilaterale Agenda nicht beachtet.

Ende der Übersetzung

Es geht noch peinlicher als Baerbock: Die britische Außenministerin blamiert sich in Moskau

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Es geht noch peinlicher als Baerbock: Die britische Außenministerin blamiert sich in Moskau

  1. Wer so was noch wählt und ernst nimmt, gehört genau so wie die in ein Zimmer mit sehr weichen Wänden gesperrt.

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    Verfasst von V wie Vendetta | 11. Februar 2022, 14:16

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