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Asien, Ausland

Der amerikanische Kapitalismus fordert die Durchseuchung Chinas

von Andre Damonhttp://www.wsws.org

Am Dienstag – als die USA 2.997 Corona-Tote zu beklagen hatten – veröffentlichte die New York Times einen Gastkommentar von zwei ehemaligen Beratern der Biden-Regierung, in dem Chinas Zero-Covid-Politik zur Rettung von Menschenleben als „Fehler“ bezeichnet und die Vorteile der „natürlichen Immunität durch Infektion“ gepriesen werden.

In den letzten sieben Tagen sind in den USA jeden Tag durchschnittlich 2.500 Menschen an Covid-19 gestorben. Fast 880.000 Amerikaner sind dem Virus erlegen – mehr als die Zahl der US-Soldaten, die in allen bisherigen Kriegen der USA gefallen sind. Im Gegensatz dazu sind in China, wo Covid-19 zuerst auftrat, nur 4.636 Menschen gestorben, 103.000 haben sich infiziert.

Aus Sicht der amerikanischen Medien und des politischen Establishments sind es jedoch nicht die Vereinigten Staaten, die dem Beispiel Chinas folgen müssen, sondern umgekehrt China, das den Vereinigten Staaten auf dem Weg der Durchseuchung folgen soll.

In ihrem Kommentar mit dem Titel „China’s Zero-Covid Policy Is a Pandemic Waiting to Happen“ (Chinas Zero-Covid-Politik ist eine Pandemie, die unmittelbar bevorsteht) argumentieren Ezekiel J. Emanuel und Michael T. Osterholm, dass das Ziel der Ausrottung von Covid-19 (Zero Covid) „mit der hochgradig übertragbaren Omikron-Variante unerreichbar ist und [China] in eine Katastrophe geführt hat. Das Coronavirus wird nicht verschwinden – die Welt wird damit leben müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass Chinas Impfstoffe gegen Omikron weit weniger wirksam sind.“

Mit ihrer Zurechtweisung Chinas entblößen sie in Wirklichkeit in verheerender Weise die Pandemiepolitik. Das Coronavirus ist nicht „verschwunden“ – das heißt, es wurde nicht eliminiert –, weil die USA und die europäischen Mächte bewusst entschieden haben, eine ungehinderte Ausbreitung des Virus zuzulassen. Das hat nicht nur ein Massensterben verursacht, sondern auch die Entwicklung infektiöserer und resistenterer Virusvarianten befeuert.

Wissenschaftler – und die World Socialist Web Site – haben davor gewarnt, dass als Folge der Durchseuchungspolitik eine Variante wie Omikron entstehen würde. Emanuel und Osterholm sagen China im Grunde: „Aufgrund unserer Maßnahmen, bei denen finanzielle und wirtschaftliche Interessen Vorrang vor Menschenleben hatten, wurde das Virus nicht eliminiert. Eure Bemühungen, eine Masseninfektion zu verhindern, werden daher scheitern, und ihr müsst lernen, ‚damit zu leben‘.“

Anstatt dafür zu plädieren, dass die in den USA entwickelten hochwirksamen mRNA-Impfstoffe China dringend zur Verfügung gestellt werden, um ein Massensterben zu verhindern, fordern sie einfach, dass China dem Virus freien Lauf lässt. Was noch erschreckender ist, die Autoren erwähnen nicht einmal, dass die große Mehrheit der Bevölkerung, die sich unweigerlich mit Covid-19 anstecken würde, keinen Zugang zu Impfstoffen hat.

Emanuel und Osterholm benennen selbst, was ihre wirklichen Sorgen sind: Eine Zero-Covid-Strategie werde „schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen auf China und angesichts seiner Stellung in der Weltwirtschaft auch auf uns alle haben. China ist zwar nach wie vor der Hauptproduktionsstandort der Welt, aber das wird wohl kaum von Dauer sein, wenn es zu Lockdowns kommt.“

Das heißt, die Durchseuchung ist nicht aufgrund der Natur des Virus „unvermeidlich“, sondern aufgrund der Erfordernisse der „Wirtschaft“, womit die Interessen der Finanzoligarchie gemeint sind.

Emanuel und Osterholm machen deutlich, dass diese Politik der Durchseuchung mitnichten aus Fehlern oder Irrtümern entsteht, sondern vorsätzlich betrieben wird. Sie präsentieren sie sogar als positive Sache, weil sie angeblich Schutz vor den katastrophalen Folgen der Pandemie bietet, während China verwundbar bleibt:

Andere Länder können einen Fahrplan liefern, den China in die Tat umsetzen kann. Dänemark, Deutschland und einige andere europäische Länder sowie Australien haben eine starke Immunität erreicht, ohne die Todesrate der USA zu haben…. Eine unkontrollierte Ausbreitung fand statt, wäre aber auch bei längeren oder strengeren Lockdowns unvermeidlich gewesen und hat es diesen Ländern ermöglicht, eine Immunität aufzubauen.

Das ist ein Argument für die Durchseuchung und ein Massensterben in der chinesischen Bevölkerung. Alle Länder, die als Vorbild für China dargestellt werden, erleben einen enormen Anstieg der Infektionen und Todesfälle. Wenn China die gleiche Todesrate wie die Vereinigten Staaten hätte, wären 3,6 Millionen Menschen tot. Hätte China die gleiche Todesrate wie Deutschland, wären es zwei Millionen.

Ein Vergleich der kumulativen offiziellen Covid-Todeszahlen pro eine Million Menschen in den Vereinigten Staaten, Schweden, Deutschland, Dänemark und China (Quelle: Our World in Data, Johns Hopkins University CSSE COVID-19 Data)

Sogar die Autoren selbst glauben nicht an ihre eigenen Aussagen über den „Aufbau von Immunität“ durch massenhafte Infektionen. „Weder die Corona-Impfung noch die Infektion scheinen lebenslange Immunität zu verleihen“, schrieben sie am 6. Januar und machten deutlich, dass eine unkontrollierte Ausbreitung zu wiederkehrenden Infektionswellen führen würde.

Die von China seit Anfang 2020 verfolgte Politik hat bewiesen, dass ein Land mit einer vierfachen Bevölkerungsgröße im Vergleich zu den Vereinigten Staaten und der gleichen geografischen Ausdehnung dieses hochgradig übertragbare Virus erfolgreich eindämmen kann, auch ohne die Verfügbarkeit von Impfstoffen.

Seit Anfang 2020 hat China die Ausbreitung von Covid-19 durch konsequente Kontaktverfolgung, Isolierung der Infizierten, Quarantäne der Kontaktpersonen und die punktuelle Schließung von Schulen und Betrieben unterdrückt. Deshalb konnten die meisten Menschen in China zur Schule gehen, arbeiten und Freunde treffen, ohne ständig befürchten zu müssen, sich mit einem potenziell tödlichen Virus zu infizieren und ihre Angehörigen anzustecken.

Die herrschende Elite in den USA entschied sich für eine unkontrollierte Ausbreitung der Krankheit, obwohl sie Anfang 2020 von China eine vollständige Beschreibung des Krankheitsmechanismus, der Übertragungswege und der Eindämmungsmöglichkeiten erhalten hatte. Die Reaktion der amerikanischen Regierung war von einem einzigen Ziel geleitet: den Aktienmarkt liquide zu halten. Deshalb haben das Finanzministerium und die Federal Reserve rund sechs Billionen Dollar in die Wall Street gepumpt. Das Ergebnis: Während in den letzten zwei Jahren fast eine Million Menschen starben, verdoppelten die zehn reichsten Männer der Welt ihr Vermögen – neun von ihnen leben in den USA.

Auch wenn US-Gesundheitsbeamten es früher dementiert haben, war die Politik der „Herdenimmunität“, d. h. der absichtlichen Durchseuchung der Bevölkerung, in den Vereinigten Staaten immer die maßgebliche Linie.

Doch das Auftauchen der Omikron-Variante, die sich so schnell wie die Masern ausbreitet und zu einem sprunghaften Anstieg der Fälle geführt hat, dient der herrschenden Elite jetzt als Vorwand, um die Durchseuchung ungeniert öffentlich zu propagieren. Die Doktrin der „Herdenimmunität“, 2020 in der Great Barrington Declaration formuliert, wurde vom gesamten politischen Establishment übernommen.

Osterholm und Emanuel untersuchen nicht die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Motive hinter der Entscheidung der USA, ihre eigene Bevölkerung zu durchseuchen. Sie nehmen diese Politik einfach als gegeben hin und fordern China auf, die Masseninfektion seiner Bevölkerung zu akzeptieren. Ansonsten müsse China einen immer höheren wirtschaftlichen Preis zahlen, da die Corona-Verbreitung ansteckendere Varianten hervorbringt.

Die Politik der USA gegenüber China entspricht jetzt im Grunde derselben Haltung, die sie mit der „Wuhan Lab“-Verschwörungstheorie China vorgeworfen haben. Die USA verlangen von China, dass es die Durchseuchung seiner Bevölkerung und Hunderttausende Tote, die unweigerlich folgen würden, zulässt. Mit anderen Worten: Die amerikanische herrschende Klasse betreibt eine Art biologische Kriegsführung.

Es wäre ein Leichtes, den Times-Kommentar als Ergebnis des soziopathischen Wahns von Ezekiel Emanuel zu erklären. Emanuel ist Amerikas führender Verfechter der Senkung öffentlicher Gesundheitskosten. Er fordert eine Kürzung der Ausgaben für die Behandlung älterer und behinderter Menschen, was von Medizinethikern als eine Form der modernen Eugenik bezeichnet wird. Schon seit Jahren setzt sich Emanuel für eine niedrigere Lebenserwartung ein, wahrscheinlich ohne zu ahnen, dass eine tödliche Pandemie kommen und genau dieses Ziel erreichen würde.

Der Kommentar in der Times ist jedoch offizielle Politik. Emanuel war Berater der Biden- und der Obama-Regierung. Sein Bruder war Stabschef unter dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama. Emanuels Aufruf vom 6. Januar, Covid-19 zur „neuen Normalität“ zu machen, stand im Mittelpunkt der NBC News Abendsendung über die Pandemie, landete auf der Titelseite der New York Times und bekam Rückendeckung in einem Leitartikel der Washington Post. Er wurde auch zum Hauptthema in der Politsendung „Meet the Press“.

Der amerikanische Kapitalismus „stirbt an seinem eigenen Gift“, um es mit den Worten von Telford Taylor, dem Ankläger der Nürnberger Prozesse, zu sagen. Die Vorstellung, dass die völlige Missachtung der Gesundheit der amerikanischen Arbeiter, ihr massenhaftes Sterben und der Zwang, auch krank zu arbeiten, um kurzfristige Profite zu erzielen, zu einer Verjüngung des amerikanischen Kapitalismus führen werden, legt nicht nur den Grundstein für eine soziale und wirtschaftliche Katastrophe, sondern auch für eine politische Rebellion der Arbeiterklasse.

Im Gegensatz zur Politik der globalen Durchseuchung, die von der amerikanischen herrschenden Klasse propagiert wird, muss die Arbeiterklasse auf die Omikron-Variante und die unweigerlich folgenden Varianten mit einem Kampf für die globale Eliminierung und Ausrottung antworten. Die Erfahrung Chinas zeigt, dass eine Zero-Covid-Politik möglich ist, aber sie beweist auch, dass diese Politik nur im Weltmaßstab verwirklicht werden kann.

Es liegt in der Hand der internationalen Arbeiterklasse, die chinesischen Arbeiter gegen die Gefahr einer Durchseuchung zu verteidigen. Wenn sie den Kampf zur Eliminierung von Covid-19 aufnimmt, muss sie gleichzeitig auch einen politischen Kampf gegen die herrschende Klasse und das gesamte kapitalistische System führen.

https://www.wsws.org/de/articles/2022/01/26/per1-j26.html

Diskussionen

13 Gedanken zu “Der amerikanische Kapitalismus fordert die Durchseuchung Chinas

  1. Deutschland ist wohl nicht ganz das richtige Land, um China Menschenrechte zu dozieren.

    Wir erleben 3 Corona Kriege, der erste ist der gegen China (von dem PotUS Trump keine Ahnung hatte, darum wurde es auch sehr kompliziert, als das Wuhan GE Variante nach den evolutionär abgeschwächt USA zurückkam. Aktuell kommt die frisch geschärfte Shanghai Variante zum Einsatz, die in irgendeiner abgeschwächten Form auch wieder bei uns auflaufen wird, aber vielleicht haben sich die Geschäftsinteressen bis dahin so weit nach der Ukraine verschoben, daß man uns in Ruhe läßt.

    Der Corona Geheim General Holtherm ist ja bereits 12 2021 zum Sanitätswesen der BW gewechselt und prompt wurde ein Feldlazarett nebst Krematorium an die Ukraine geliefert, die Massengräber mit den ausgeweideten Leichen nach den NATO Kriegen sind ja doch immer wieder peinlich.

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    Verfasst von zivilistin | 10. April 2022, 16:09
  2. Danke für Info, zivilistin. (Keine Kritik, bloß Tipp: Die wsws-Wichtigwichte bitte nicht mehr mit Ansprache bzw. Aufmerksamkeit füttern. Die liegen sowieso auf dem Näschen und schnappen nach Luft.) Zu Thomas Röper bei der 88. Sitzung des Corona-Ausschusses, Link ==>

    https://odysee.com/@Corona-Ausschuss:3/Thomas-R%C3%B6per-Sitzung-88-de:9

    Aus meinem mittelguten Gedächtnis nun, so möge Thomas Röper bitte notieren: Die von ihm angeleuchtete Top-Plandemie-Aktivistin Margaret Hamburger ist Tochter eines mittlerweile verstorbenen Psychiaters, der über lange Jahre hinweg Präsident der Carnegie-Stiftung war. Die Carnegie-Stiftung verwaltet eines der weltgrößten Mega-Vermögen. Vater Hamburger war mit Aldous Huxley befreundet. Thomas Röper möge mir verzeihen, wenn ich alle Rußland-Paranoiker dieser Welt auf Betriebstemperatur bringen sollte, aber es war Vater Hamburger auch ein Duz-Freund von Michail Gorbatschow.
    ••••••••••••

    Hier nun einmal in größerer Ausführlichkeit: In Marx-Engelscher politischer Ökonomie Kundige wissen, daß die UdSSR nie ein effektiver Sozialismus sein KONNTE und Staatskapitalismus sein mußte — an Abkehr von der Lohnarbeit hat die UdSSR nicht einmal gedacht! Dem in Marx-Engelscher politischer Ökonomie vollauf kundigen Wladimir Iljitsch Lenin war bekannt, daß der russische Kapitalismus viel zu unentwickelt für einen Übergang in einen tatsächlichen Sozialismus war. Lenin wußte, daß das, was er als Sozialismus verkaufte, lediglich eine Entwicklungsdiktatur war, welche nachholender wirtschaftlicher Entwicklung dienen sollte. War Lenin persönlich alloffenbar integer, kam mit Stalin dann eine Marionette des Westens an die Macht. Ebengleich alle Nachfolger Stalins. Siehe hierzu auch das Stichwort „Pugwash-Konferenzen“. Sagen wir es so: Der Ost-West-Konflikt war nach Lenins Rücktritt anno 1922 nie mehr denn ein spannendes Illusionstheater fürs Weltvolk. Die oberste Führungsschicht der UdSSR bestand aus Oligarchen von des Westens Gnaden.

    Ansonsten: Präsident PUTIN ist selbst OLIGARCH. Was keinesfalls bedeuten muß, er habe die Tassen nicht im Schrank oder die Beine nicht am Boden. Als Oligarch ist er aber nicht in einer Position, um die Welt zu retten. Sobald er dies versuchen sollte, würde er 1.) bald kein Oligarch mehr sein, und 2.) als Michael Kohlhaas dastehen. Die Welt retten können allein Nichtoligarchen, die ihren Verstand einschalten und dann warten, bis der Groschen gefallen ist. Rußland ist ein genauso kapitalistisches Land wie der nichtrussische Rest der Welt. Nicht kann Präsident Putin die Welt und uns Nichtoligarchen retten, sondern umgekehrt: Allein Nichtoligarchen können das in einer großen gemeinsamen Anstrengung. Wie schon John F. Kennedy seinen Landsleuten riet: „Frage nicht, was Amerika für dich tun kann, sondern frage, was du für Amerika tun kannst.“ Was wir für Deutschland tun können: Assoziationen von Produzenten und Konsumenten aufbauen, die sich JENSEITS VON LOHNARBEIT miteinander abstimmen und ein im Glanze der Freiheit eines jeden einzelnen strahlendes brüderliches Gemeinwesen aufrichten. Brüderlich, nicht bürgerlich, bitteschön!

    Abschließend: Hinter dem realen Sozialismus stand eine überaus mächtige supranationale Finanzoligarchie mit den Familien Dulles, Harriman und Bush im Zentrum. Um Eurasien als Machtkonkurrenten auszuschalten, unterstützte diese Oligarchie Lenins Machtergreifung in Rußland, weil dies absehbar in einen wirtschaftlich lähmenden staatskapitalistischen „Sozialismus“ führen würde. Im Ergebnis wurde – sehr zur Freude von Dulles-Harriman-Bush – eine wirtschaftliche, technologische und militärische Kooperation der eurasischen Platte verhindert. Dahinter der allgemeine und auch mit dem Namen Mackinder verbundene geostrategische Entwurf von Seemacht (= rauben, zum Hafen bringen und nach Hause schippern; dies auch gern verkleidet als „Handel“) gegen Kontinentalmacht (= auf den Kontinent beschränkte wirtschaftliche Aktivitäten).

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    Verfasst von No_NWO | 27. Januar 2022, 18:45
  3. Sorry, aber ein Artikel, der schon in den ersten Zeilen nicht zwischen Corona und Covid unterscheiden kann, ist für die Tonne.

    Wir haben prima mit Corona gelebt, wir leben mit Corona und wir werden weiter prima mit Corona leben, daß zwichschenzeitlich private Investoren, die 50 Mrd & in die Bio Waffen Forschung gesteckt haben, mit einer Labor Variante Kasse machen wollten und jetzt mit ‚Impfungen‘ astronomisch Kasse machen, ändert daran nichts.

    Die Panikmache dieser Corona Leugner fruchtet nicht mehr, die Fakten liegen alle auf dem Tisch.

    Die MWGFD Pressekonferenz und T Röper @ Corona Ausschuss Sitzung 88 setze ich als bekannt voraus.

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    Verfasst von zivilistin | 27. Januar 2022, 12:58
    • Sorry, ich weiß es wirklich nicht. MWGFD, wofür steht das, bitte?

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      Verfasst von No_NWO | 27. Januar 2022, 15:03
      • @No_NWO: Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V. https://www.mwgfd.de/

        wsws verbindet Zero-Covid mit Klassenkampf, warum auch immer. Wenn sie über „Eliminierung“ sprechen haben die dermaßen Schaum vor dem Mund, das es mich gruselt. In China sind die Menschenrechte doch keinen Cent wert, leider.

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        Verfasst von ZED | 27. Januar 2022, 15:56
        • Woher wollen SIE denn das mit den Menschenrechten wissen? Ich vermute mal, aus unseren Medien oder sprechen Sie chinesisch und lesen des öfteren chinesische Medien? Gibt es auch auf deutsch z.B. German.China.org. Man wundert sich, worüber die alles berichten. Sogar Themen, von denen wir hier denken, dass sie dort tabu sind. Aber das ist erst einmal egal. Es geht um Menschenrechte.
          SIE also beziehen Ihr Wissen über die Einhaltung der Menschenrechte aus westlichen Medien? Haben SIE denn den Eindruck, dass diese Medien neutral China gegenüber stehen und dass sie neutral über China berichten? Ich lese jeden Tag die FAZ. Deren Korrespondentin, Frederike Böge, berichtet mindestens einmal am Tag über China. NIE neutral und sachlich, schon gar nicht positiv. In ihren Berichten kommen immer nur Menschen zu Wort, die entweder nicht in China leben oder aber solche, die Kritik an China äußern. Daran ist nichts auszusetzen. Selbst die chinesichen Behörden lassen ihr sogar weitgehend freie Hand für ihre feindselige Berichterstattung.
          Andererseits sind in China in den letzten Jahren Hunderte Millionen durch die Politik der KP aus bitterster Armut befreit worden. Von diesen Hunderten Millionen ist bei Böge noch NIE jemand zu Wort gekommen. Auch an den Erfolgen Chinas, das sich immerhin zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht innerhalb einer Generation entwickelt hat, lässt sie kein gutes Wort. Man kann nicht erwarten, dass Leute wie Böge positiv über das Land berichten. Aber man kann als Leser und im Interesse der Leser erwarten, dass die Menschen für ihr Geld eine sachliche Berichterstattung erhalten. Oder sehen SIE das anders?
          Andererseits: Im Jahr 2020 hatte der SWR einen Bericht bringen wollen über die Pandemie-Bekämpfung in Wuhan. Dieser Bericht wurde in letzter Minute auf Drängen privater Medienhäuser abgesetzt. Unter anderen die FAZ berichtete triumpfierend über diese Einschränkung der Pressefreiheit, die sie sicherlich verbeten haben dürfte, hätte man der FAZ Vorschriften gemacht, was sie veröffentlichen soll und was nicht. Die Kritik der FAZ bestand nicht darin, dass in dem Beitrag falsche Behauptungen gemacht wurden. IHre Kritik bestand darin, dass der Beitrag zu positiv war. (https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2020/06/18/chinesische-zustaende/). Die ERfolge Chinas bei der Bekämfpung der Pandemie werden mittlerweile totgeschwiegen. Aber das schadet nicht China, sondern den Menschen hierzulande. Denn man lernt nicht aus den ERfahrungen der Chinesen. Und so kommt es, dass allein in DTLd mittlerweile 100.000 an Covid gestorben sind, von den USA ganz zu schweigen. In China bisher keine 5.000. Wie sieht es denn da mit den Menschenrechten aus? Oder gehört der SChutz des Lebens nicht dazu?
          Vor der Pandemie waren Chinesen eine der größten Touristen-gruppen in den westlichen Staaten. 100.000 chinesishce Studenten besuchten westliche Universitäten. Die meisten von den Studenten und Touristen kehrten nach China zurück. Was meinen SIE? WAren die zu blöde zu erkennen, dass es in China keine Menschenrechte gibt und sie dort unterdrückt werden? Glauben SIE, dass all diese Menschen zu dumm sind, um die Unterschiede zwischen einem autoritären China und einem liberalen und menschrechtsgetriebenen WEsten zu erkennen. Ich denke die Chinesen, die sich im WEsten aufgehalten haben, können, das mit Sicherheit besser beurteilen als Sie, der vllt mal die Chinesische Mauer als Tourist bescuht hat.

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          Verfasst von Rüdiger Rauls | 27. Januar 2022, 16:54
        • Erstens, Rauls, am Thema vorbei. Zweitens, Rauls, viel Geschwall‘.

          Fazit: Rauls aus auf Krawall!

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          Verfasst von No_NWO | 28. Januar 2022, 14:17
        • @Rüdiger Rauls: ich bin überhaupt nicht auf „einer Seite“ irgendwelcher Propagandamedien, weder Russlands, noch Chinas noch der des Westens. Das wäre ja auch ein bisschen sehr schlicht, oder?

          Ai Weiwei: Can civilization survive without humanity ? (11.01.2021)

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          Verfasst von ZED | 28. Januar 2022, 14:43
        • Wozu braucht es einen Ai Weiwei? Nur um zu wissen, was für ein Märchenerzähler Rauls ist!? Auch Hitler hatte großartige internationale Presse, war 1936 als Man of The Year auf dem Titelblatt des Time Magazine. Von internationalen Beobachtern wurden Nazi-KZ’s inspiziert und als tadellose sozialtherapeutische Einrichtungen bejubelt.

          Es ist so einfach, daß es wehtut: Wie kann eine totalitäre Herrschaft überhaupt Menschenrechte beachten!? Ist ein Widerspruch in sich selbst.

          Verdammt, Rauls, für wie dumm will er uns eigentlich verkaufen. Aber vielleicht glaubt er ja selbst an Diktatoren als liebe Onkel und Tanten. Schon mal dran gedacht, daß er sich damit allöffentlich lächerlich machen könnte? Oh Mann-o-Mann, in welchem Irrenhaus sind wir hier!? Klar, in einem der „demokratischesten“ Irrenhäuser der Welt, in der BRD, wo Justizminister Staatsanwaltschaften anweisen können, gegen wen weswegen zu ermitteln ist, und gegen wen weswegen nicht zu ermitteln ist (siehe Gerichts-Verfassungs-Gesetz).

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          Verfasst von No_NWO | 28. Januar 2022, 16:04
        • @zed.

          Ich behaupte nicht, dass Sie auf deren Seite sind, aber dass Sie von den Nachrichten, Sichtweisen und Theorien unserer Medien, der westlichen Medien, geprägt sind. Oder informieren Sie sich auch aus chinesischen Medien? Oder haben Sie jemals in unseren Medien erlebt, dass Putin, Xi, Assad, Nordkoreas Kim, Maduro oder einer von denen, die hierzulande als Autokraten, Diktatoren oder ähnliches dargestellt werden, Gelegenheit hatte, ihre Sicht der Dinge darzustellen? Jedes Käseblatt behauptet zu wissen, was Putin will oder was Putin wirklich will oder was Putin insgeheim will. Aber woher wollen die das wissen? Glauben Sie, dass Putin oder andere sogenannte Schurkenstaatsführer die Redakteure hiesiger Käseblätter oder die Dampfplauderer unserer Talk-shows über seine Absichten informiert? Aber dennoch schwadronieren sie darüber, was sie über Putin und all die anderen vermuten, spekulieren, phantasieren, psychologisieren. Aber wissen tun sie es nicht. Woher auch? Warum auch? Es interessiert sie in Wirklichkeit gar nicht.
          Denn es geht nicht um Wahrheit. Es geht nicht um Information. ES geht um Einschaltquoten, Likes und Klicks. Es geht darum, Aufregung und damit Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Verunsicherten und Verängstigten sollen die Medien lesen und einschalten, von denen sie Aufklärung erhoffen über die themen, mit denen man sie ängstigt. Sie sollen einschalten in der Hoffnung, dass es keinen Krieg gibt zwischen Russland und dem WEsten. Das wollen die Menschen hören. Aber sie haben sich an die falschen gewandt. Sie machen den Bock zum Gärtner. Sie erwarten beruhigende Informationen von denen, die sie mit Absicht in Unruhe versetzen. Sie wollen verstehen, was vor sich geht, und wenden sich aber mit diesem Interesse gerade an diejenigen, die Verwirrung schaffen mit ihren Berichten, Ihren Analysen, Meinungen und Expertenblödsinn. Die meisten dieser Experten verstehen die Vorgänge selbst nicht. Aber sie glauben es zu wissen, weil sie etwas studiert haben, Theorien in sich hineingepresst haben darüber, wie Gesellschaft funktioniert, wie Wirtschaft funktioniert und Etnwicklung vonstatten geht. Nach diesen Theorien beurteilen sie die Welt. Sie erklären nicht die Vorgänge in der Welt, sondern wie sie die Dinge verstehen, gesehen durch die Farbe ihrer Brille, durch die Sichtweisen der ihnen bekannten Theorien.
          Als die Menschen die Erde noch für eine Scheibe hielten, sahen sie alles durch diese Theorie hindurch. Sie fuhren nicht zu weit aufs Meer, weil sie sonst von der Scheibe fielen. Sie sahen, dass sich die Sonne umn die Erde dreht. So entstand das geozentrische Weltbild. Und alles um sie herum schien das zu bestätigen. Die Sonne ging auf und unter, denn sie drehte sich um die Erde. Niemand kam auf die Idee, dass es gerade anders sein könnte, dass nicht die Sonne sich dreht, sondern die Erde, was zur selben ERscheinung führte.
          Und so denken auch die Menschenrechtsmissionare hierzulande, dass die Chinesen, Putin, Kim, Assad und der Iran die SChweinehunde sind. Denn wenn wir die Hüter der Menschenrechte sind, dann können die anderen nur die Schweinehunde sein. Und das ist das Denken, das unsere Medien vermitteln. Da macht sich doch keiner mehr die Mühe, zu überprüfen, ob das auch stimmt, denn jeder kann doch sehen, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Wer das nicht sieht, der ist mit Blindheit geschlagen und dem ist nicht zu helfen. Und wenn das dann auch noch ein Ai Wei Wei bestätigt, ist doch alles in Butter. Aber warum darf AI seine Sicht der Dinge in unseren Medien darstellen und Xi Jingping nicht?

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          Verfasst von Rüdiger Rauls | 28. Januar 2022, 18:02
        • @Rüdiger Rauls | 28. Januar 2022, 18:02:

          „Ich behaupte nicht, dass Sie auf deren Seite sind, aber dass Sie von den Nachrichten, Sichtweisen und Theorien unserer Medien, der westlichen Medien, geprägt sind. ..“

          Genau. Da kommen wir zu Pudels Kern, da passt das Ai Weiwei Interview. Er sagt, wir alle sind durch die Medien mehr oder weniger gehirngewaschen.

          „..Und so denken auch die Menschenrechtsmissionare hierzulande, dass die Chinesen, Putin, Kim, Assad und der Iran die SChweinehunde sind. ..“

          Also in dem Interview bestätigt Ai Wei Wei diese Sichtweise westlicher Propaganda gerade nicht.

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          Verfasst von ZED | 28. Januar 2022, 19:09
        • Ja, so viel globales Chaos, so viel imperialistische Zerstörung! Bitteschön, welches Wunderland könnte da noch Menschenrechte und Demokratie respektieren. So viel Illusion!

          Etwas ist schwer zu verstehen, wenn es entweder zu kompliziert ist, oder zu einfach. Im vorliegenden Falle gilt zweiteres. Es ist sogar so extrem einfach, daß es wehtut. Lohnarbeit kann auf Dauer nicht gutgehen.

          Frei nach Bill Clinton: It’s the wage-work, Haribos!

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          Verfasst von No_NWO | 29. Januar 2022, 14:27
    • Meinst Du etwa den „Corona Ausschuss“, in dem sich Spinner, Coronaleunger und Phantasten wie Wodarg regelmäßig treffen und stundenlang geistigen Müll absondern? Ach so. Danke für den Beitrag, aber der ist allein durch diese Nennung für’n Arsch.

      Röper ist für alles eine gute Quelle, was mit Russland zu tun hat. Was Corona betrifft, hat sich seine anfangs recht vernünftige Position zunehmend in Spinnerei verwandelt.

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      Verfasst von Fx | 27. Januar 2022, 15:21

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