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Ausland, Europa

Ukraine widerspricht den USA: Keine große Konzentration russischer Truppen an der Grenze

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Die USA und die Medien melden täglich mehrmals, dass Russland Truppen an der ukrainischen Grenze sammelt. Dem hat nun ausgerechnet die Ukraine widersprochen.

Über die Entwicklungen und den aktuellen Stand der Konfrontation zwischen den USA und Russland rund um die Ukraine und über die Verhandlungen über gegenseitige Sicherheitsgarantien werde ich berichten, wenn sich abschätzen lässt, was das erneute Telefonat zwischen den Präsidenten Biden und Putin ergeben haben mag. Da beide Seiten bereits bekannt gegeben haben, dass die Verhandlungen bereits am 10. Januar in Genf beginnen, darf man davon ausgehen, dass hinter den Kulissen eine sehr emsige Aktivität herrscht.

An dieser Stelle möchte ich eine Meldung übersetzen, die ich in der russischen Nachrichtenagentur TASS gefunden habe. In den letzten Wochen waren die Meldungen über eine angebliche Konzentration russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine ausgesprochen widersprüchlich, auch wenn man das in den deutschen „Qualitätsmedien“ nicht erfahren hat. Die deutschen „Qualitätsmedien“ haben nur berichtet, dass die USA und die NATO einen russischen Truppenaufmarsch sehen, sie haben jedoch nie über die widersprüchlichen Meldungen aus der Ukraine berichtet.

Aus der Ukraine hieß es mal, dass man einen russischen Truppenaufmarsch sehe, dann wieder hieß es, gebe keinen russischen Truppenaufmarsch. Da nun auch der – in der Ukraine – sehr mächtige Chef des Nationalen Sicherheitsrates gemeldet hat, dass es keine nennenswerte Konzentration russischer Truppen an der ukrainischen Grenze gibt, habe ich die Meldung der TASS darüber übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates: Keine große Ansammlung russischer Truppen an der ukrainischen Grenze

Alexej Danilov betonte, die Ukraine verfüge über „genügend Waffen, um dem Feind zu begegnen“.

Kiew beobachtet keine große Ansammlung russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine, so der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexej Danilov. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Alexej Danilov, sagte dies in einem Interview, das am Mittwoch auf der Website Novoye Vremya veröffentlicht wurde.

„Wir beobachten keine große Ansammlung von russischen Truppen. Es gibt gewisse Truppenbewegungen, aber das ist für uns nicht entscheidend. Für eine groß angelegte Invasion bräuchte es mindestens die drei-, vier- oder fünffache Anzahl – viel mehr als da derzeit ist“, sagte er. Gleichzeitig wies Danilov darauf hin, dass die Gefahr einer Invasion durch russische Truppen nach wie vor bestehe.

Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine betonte, dass die Ukraine „über genügend Waffen verfügt, um dem Feind zu begegnen“. Darüber hinaus, so Danilov, erhält das Land regelmäßig militärische Unterstützung von den USA und anderen Partnern. „Aber im Falle einer Verschlimmerung werden wir viel mehr davon brauchen. Und alle Partner haben uns zugesagt, dass sie das unverzüglich tun werden. Wir hätten gerne, dass die Hilfe schon jetzt geleistet wird“, sagte er.

Sowohl in westlichen Ländern als auch in Kiew wurden in letzter Zeit Behauptungen über eine mögliche russische Invasion in der Ukraine laut. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bezeichnete diese Informationen als eine leere und unbegründete Eskalation der Spannungen. Er betonte, dass Russland keine Bedrohung für irgendjemanden darstelle. Gleichzeitig schloss Peskow die Möglichkeit von Provokationen zur Rechtfertigung solcher Erklärungen nicht aus und warnte, dass Versuche, die Krise im Südosten der Ukraine mit Gewalt zu lösen, schwerste Folgen haben würden. Nach seinen Worten unternimmt Moskau alle erdenklichen Anstrengungen, um Kiew bei der Lösung des Konflikts im Donbass zu helfen, und bleibt dabei dem Normandie-Format und dem Minsker Abkommen verpflichtet.

Ende der Übersetzung

Ukraine widerspricht den USA: Keine große Konzentration russischer Truppen an der Grenze

Diskussionen

2 Gedanken zu “Ukraine widerspricht den USA: Keine große Konzentration russischer Truppen an der Grenze

  1. Hier habe ist noch etwas zum übersetzen

    https://www.svoboda.org/a/rossiyskiy-sud-raskryl-informatsiyu-o-postavke-prodovoljstviya-rossiyskoy-armii-na-vostoke-ukrainy/31611081.html

    die fahren alle nur zum Camping und zum Angeln

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    Verfasst von Iwan Masepa | 5. Januar 2022, 22:39
  2. die Schwierigkeit bei der Einschätzung der Lage rund um die Ukraine besteht vor allem darin, dass bei der Flut von Meldungen und Verlautbarungen, die sich zum Teil erheblich widersprechen, nicht erkennbar ist, worum es den einzelnen Akteuren geht. Allein Russland macht klare und verständliche Aussagen:
    Wir planen keine Invasion der Ukraine. Wir wollen kein weiteres Vordringen der NATO an unsere Grenzen. Wir sind dafür bereit, Sicherheitsgarantien für unsere Nachbarstaaten zu geben. Aber wir schließen eine militärische Reaktion nicht aus, wenn diese unsere roten Linien nicht respektiert werden. Wir schließen auch eine militärische Reaktion nicht aus, wenn die Regierung der Ukraine militärisch gegen die Volksrepubliken im Osten vorgeht, weil viele von ihnen die russische Staatsbürgerschaft haben.
    Diese Ankündigungen Russlands sind eindeutig, und Russland ist im Vorteil. Denn nach der Niederlage in Afghanistan ist der Westen schwächer denn je. Das sehen auch viele Meinungsmacher im Westen so, wenn man die Pressemitteilungen liest.
    Vielleicht rudert deshalb die Ukraine zurück. Sie erkennt vermutlich, dass diejenigen im Westen, die sie angestachelt haben, nun den SChwanz einziehen. Amis und NATO haben schon sehr früh militärischen Beistand ausgeschlossen. Wie sollten sie auch damit durchkommen, wo doch alle mittlerweile froh im Westen sind, dass das leidige Afghanistan-Abenteuer beendet ist. Wie wollen die westlichen Regierungen denn nun der eigenen Bevölkerung noch einen Krieg gegen Russland zur Unterstützung der Ukraine verkaufen. Und vor allem: Mit welchen Kräften wollen sie diesen Krieg führen? Die allgemeine Wehrpflicht ist in den meisten NATO-Staaten abgeschafft. Und mit den verhältnismäßig wenigen Berufssoldaten konnte man die Motorad-Armee der Taliban nicht besiegen, wie wollen sie es schaffen gegen einen militärisch gleich starken Gegner wie Russland, der zudem logistisch noch im Vorteil ist.
    Selbst bei den Wirtschaftssanktionen scheint man zurück zu rudern. Vom Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-Verbund ist im Moment keine Rede mehr. Im Gegenteil: Viele wirtschaftlichen Akteure im WEsten raten von einer solchen Maßnahme ab. Die Sanktionen gegen Russland, China, den Iran, Venezuela, Kuba, Weißrussland, Syrien und wer sonst noch alles vom Westen sanktioniert ist, schaden nicht nur den Sanktionierten sondern auch der eigenen Wirtschaft. Und diese gerät aufgrund von Corona und der nachlassenden Konkurrenzfähigkeit immer mehr ins Hintertreffen gegenüber China. China beliefert die Welt und trotz gelegentlicher Corona-Ausbrüche wächst seine Wirtschaft. Diese hat sich als einzige unter den wichtigen Industrienationen nicht nur von Corona erholt, sondern sogar ihre Leistungskraft gegenüber der Vor-Corona-Zeit erhöht. Die Seidenstraße dehnt sich immer weiter aus über den Globus, immer mehr länder schließen sich ihr an und profitieren von ihr. Und auch das blockchain-basierte Zahlungssystem Chinas wächst allmählich über die Landesgrenzen hinaus, auch wenn es immer noch in der Erprobung ist. Aber es ist absehbar, dass die Dollar-Herrschaft schwächer wird, wenn dieses Zahlungssystem ausgereift ist und allen sanktionerten Staaten sich der Überwachung ihrer Wirtschaftsbeziehungen durch das SWIFT-SYstem und damit der USA entziehen können.
    Dass der Westen versucht, China mit wirtschaftlichen Sanktionen und militärischen Provokationen vor seiner Küsten einzuschränken, zeigt nur, dass mehr als Nadelstiche im Moment nicht mehr möglich sind. Und es sieht im Moment nicht danach aus, dass sich diese Entwicklung in absehbarer Zeit zugunsten des WErtewestens ändern könnte.

    Ein frohes 2022

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    Verfasst von Rüdiger Rauls | 31. Dezember 2021, 11:49

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