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Ausland, Welt

Feindschaft und Egoismus – das sind die universellen Werte des Westens

von Dr. Wolfgang Schacht – www.dr-schacht.com

Über die ständig zunehmende Russophobie des Westens ist im letzten Jahrzehnt so viel gesagt, geschrieben und diskutiert worden, dass inzwischen eigentlich jeder wissen müsste, was hinter dieser beispiellosen Verleumdungskampagne des größten Landes der Welt wirklich steckt [1, 2, 3]. Nach dem heldenhaften Sieg der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus, nach der Offenbarung ihrer beispiellosen Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf dem Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg, nach der weltweiten Verurteilung ihrer Maschinerie der Massenvernichtung und des Genozids in der Sowjetunion wagten es die europäischen Philosophen, Geschichtsfälscher und Politiker nach 1945 noch nicht, von irgendwelchen „universellen westlichen Werten“ in ihrer verkommenen kapitalistischen Welt zu sprechen. Erst als es gelang,

  • die furchtbaren Verbrechen der Nazis aus den Köpfen der heranwachsenden neuen Generationen weitgehend zu verdrängen;
  • am 4. April 1949 für den erneuten Kampf gegen die Sowjetunion den aggressiven Militärblock „NATO“ zu gründen;
  • am 5. Mai 1949 im Geiste der alten „Freiheits- und Sicherheitsklischees“ (für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit!), die westeuropäischen Staaten in einem „Europarat“ (Vorgänger der „Europäische Union“) zu vereinen;
  • Deutschland zu spalten und am 23. Mai 1949 mit aktiver Unterstützung der alten Nazis das Vierte Deutsche Reich (die BRD) zu gründen [4];
  • die Traditionen des Zweiten und Dritten Deutschen Reiches in die am 12. November 1955 gegründete Bundeswehr zu integrieren,
  • anstelle des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ernst Thälmann, der von 1933 bis 1944 bei den Nazis im Gefängnis saß und 1944 ohne Gerichtsurteil auf Befehl von Hitler ermordet wurde, den ehemaligen treuen Anhänger von Adolf Hitler, Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg, zur Symbolfigur des antifaschistischen Widerstandes in der BRD zu deklarieren,
  • die Sowjetunion und die sozialistische Staatengemeinschaft durch den feigen Verrat, durch Korruption und Hinterlist ihrer Führung zu liquidieren und als es ihnen schließlich auch noch gelang – man höre und staune –
  • Stalin und Hitler in der westlichen Welt auf eine Stufe zu stellen und der Sowjetunion die Hauptschuld am Zweiten Weltkrieg zu geben,

da war endlich der Zeitpunkt gekommen, die „neuen universellen Werte“ (Rechtsstaat, Demokratie, 1

Menschenrechte, Pressefreiheit, …) für die Sicherung des weiteren Aufstieges der USA zur einzigen Weltmacht massiv in den Mittelpunkt des weiteren Kampfes gegen Russland zu stellen. Wen interessieren in diesem Zusammenhang die vielen unermesslich grausamen Kriegsverbrechen der USA in Korea (1950), im Libanon (1958), in Laos (1959), in Vietnam (1964), in der Dominikanischen Republik (1965), in Kambodscha (1967), im Iran (1980), im Libanon (1982), in Grenada (1983), in Libyen (1986), in Panama (1989), im Persischen Golf (1991), in Bosnien-Herzegowina (1993), in Haiti (1994), in Jugoslawien (1999), in Afghanistan (2001), in Liberia (2003), im Irak (2003), in Pakistan (2004), in Libyen (2011), in Syrien (2014), im Jemen (2015), … in Afghanistan (2021). Auf keinem einzigen internationalen Tribunal sind diese Kriegsverbrechen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gebrandmarkt worden. Im Gegenteil, sie werden vom Establishment und ihren Medien noch großmäulig und großkotzig als konkrete Beiträge im Kampf für „Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ deklariert [5, 6].

In der ideologischen, politischen und moralischen Auseinandersetzung mit Russland spielen die so genannten „neuen universellen Werte“ eine immer größere und offensichtlich auch entscheidende Rolle. De facto werden mit dieser neuen „nazistischen Doktrin“ die klaren Aussagen und Schlussfolgerungen des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses vom 20. November 1945 bis 14. April 1949 einfach vom Tisch gefegt. In seiner kurzen und sehr präzisen Art formulierte Vladimir Putin diesen Sachverhalt mit den Worten „Die USA brauchen keine Verbündeten, sondern Vasallen“.

Die nicht endenden Angriffe der Europäischen Union und seines aggressiven Militärpaktes (NATO) auf Russland haben ungeahnte Ausmaße angenommen. Mit ihrer kategorischen Forderung an Russland, die so genannten „neuen universellen Werte“ anzuerkennen und im eigenen Land konsequent umzusetzen, stoßen sie auf den massiven Widerstand seiner fast 200 verschiedenen Volksgruppen mit mehr als 50 verschiedenen Sprachen und allen Weltreligionen. Gleiches gilt auch für die Krim, die nach ihrem legitimen Volksentscheid seit 2014 wieder zur Russischen Föderation gehört. Im Gegensatz zur Ukraine sind Russisch, Ukrainisch und Krim-Tatarisch offizielle Amtssprachen, die an den dortigen Schulen wieder gelehrt werden.

Den aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird nicht entgangen sein, dass die „neuen universellen Werte“ der westlichen Welt in erster Linie auf eine Beseitigung aller religiösen Werte gerichtet sind. Denn einen lieben Gott brauchen wir in einer globalen Welt nicht mehr. Keine Länder und keine Grenzen! Keine Gebote, keine Verbote – keine Sünden! Die „neuen universellen Werte“ appellieren an bestimmte Leidenschaften und Neigung ausgewählter Menschengruppen, die mit so genannten natürlichen Freiheiten maskiert werden. Was diese persönlichen Freiheiten in ihrer Exportvariante wirklich darstellen, das kennen wir inzwischen ganz genau. Denn sie belästigen und verängstigen damit unsere Kinder bereits in den Kindergärten, orientieren die Jugendlichen darauf in den Schulen, Hochschulen und Universitäten, drangsalieren, brüskieren und beleidigen die Erwachsenen auf ihren Arbeitsplätzen, „schmücken“ öffentliche Gebäuden und Kaufhallen mit ihren merkwürdigen Fahnen und Symbolen, verfolgen uns mit ihrem ganzen Gender-Irrsinn bis ins hohe Alter.

Natürlich, an erster Stelle steht in der westlichen Welt die Eitelkeit, der eigene Geltungsdrang, das eigene „Ich“. Wichtig für die monopolare Weltmacht ist die Verbreitung der Auffassung (Überzeugung, Meinung), dass das „Ich und das ganze Universum“ eine untrennbare Einheit bilden. „Ich bin allmächtig!“. „Ich bin Gott!“. „Ich weiß alles!“. „Ich kann alles!“. „Ich verstehe alles!“. Deshalb darf ich das eine tun und das andere nicht lassen. Ein gefährliches Spiel, das mit der Herausbildung eines grenzenlosen Hochmutes, einer grenzenlosen Arroganz und eines grenzenlosen Egoismus verbunden ist. Für eine Jugend, die sich noch nicht formiert hat, die noch nicht weiß, was in dieser Welt unterstützt und was nicht unterstützt werden darf, ist das ein teuflisches Unterfangen. Eine Art neuer Faschismus? Auf jeden Fall ein „phantastischer“ Export-Artikel der westlichen Welt, der bewusst in andere Länder geliefert wird um dort den Verstand von vielen jungen Menschen auf einen „modernen Egoismus“ zu reduzieren, der weder ihren bewährten Traditionen noch ihrer Kultur entspricht, der letztendlich – ohne geringsten Zweifel – alles zerstören wird. Auch ihr ganzes Volk.

Wohl wissend, dass die „neuen universellen Werte“ der westlichen Welt für viele junge Menschen einen verführerischen Beigeschmack haben, dass viele junge Menschen auf diese „moderne Ideologie“ bereits reingefallen sind, aber auch, dass viele junge Menschen unseren Beitrag niemals lesen werden, versuchen wir trotzdem mit unseren armseligen Worten sie vor dieser drohenden Gefahr zu warnen und zu beschützen. Vielleicht ist es schon zu spät? Wie im Jahre 1933? Nein, es ist nie zu spät laut aufzuschreien, zu warnen, mit lauter Stimme in die Wüste zu rufen und – wenn notwendig – dort mit den Protesten zu beginnen. Warum? Weil die „neuen universellen Werte“ der jungen Generation das Recht einräumen, alles zu zerstören, alles, was ohne ihre persönliche Zustimmung geschaffen wurde, alles, was ihr nicht gefällt. Für diejenigen, die es noch immer nicht verstanden haben wiederholen wir: Du besitzt im Rahmen der westlichen Werte ein Recht auf Zerstörung! Du darfst zerstören! Du hast das Recht, Dich und Deine Auffassungen mit diesen Zerstörungen zu bestätigen. Benimm Dich klugerweise so, wie Du möchtest. V… gle alles was sich bewegt und nicht bewegt! Sie verbieten es Dir, aber Du möchtest es. Dann tue es! Du möchtest es nicht? Wir zeigen Dir etwas! Dann möchtest Du es selbst. Wir beweisen Dir, dass es modern ist, so zu sein. Wir beweisen Dir, dass dies der einzig richtige Weg für Deine Karriere ist. Wir schreiben Dir die erforderlichen Noten. Du spielst die damit festgelegte Melodie. Freie Meinungs-äußerung – dass ist das grenzenlose Recht alles und alle mit Dreck zu bewerfen und dafür keinerlei Verantwortung zu übernehmen. Auf der Grundlage der „neuen universellen Werte“ hat der Westen das Recht, Russland pausenlos zu verleumden und zu beleidigen. Deshalb darf jeder den russischen Präsidenten, Vladimir Putin, als „Mörder“ bezeichnen. Den amerikanischen Präsidenten, Joe Biden, bitte nicht! Das gibt Ärger! „Die Moral und Ethik des Protestantismus (der evangelischen Christen) könnt Ihr in die Toilette werfen“ rufen sie uns zu. Erfolg bedeutet: nicht arbeiten, nichts tun und trotzdem bekannt und reich werden. Das ist das aktuelle Lebensmodell für einen jungen Menschen im Westen und besonders im Osten [7].

Es ist nicht zu übersehen, dass mit diesen und vielen anderen Elementen der „universellen westlichen Werte“ solche „profane“ Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit, Patriotismus, Heldentum und Souveränität von der Bildfläche verschwinden. Sie glauben das nicht? Erinnern wir uns:

Im Jahre 1970 berichtet die Weltpresse über die Verhaftung der amerikanischen Bürgerrechtlerin und Black Power-Aktivistin, Angela Davis, die mit einer Mordanklage im Gefängnis saß.

Plakat für unsere Angela Davis

Bereits im jungen Alter ist Angela Davis politisch sehr aktiv. Nach ihrem Studium der französischen Literatur in Massachusetts und Paris zieht sie nach Frankfurt am Main, um Philosophie und Soziologie zu studieren. Dort wird sie Mitglied im Hochschulverband der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und nimmt aktiv an ersten Protestaktionen teil. Nach ihrer Rückkehr in die USA verstärkt sich Angelas politisches Engagement. In erster Linie setzt sie sich für die Bürgerrechtsbewegung ein und wird Mitglied der „Black Panther Party“. Sie engagiert sich für die Freilassung von vielen politischen Gefangenen in den USA. Einer der Haftinsassen ist George Jackson. Jonathan Jackson, Georges Bruder, versucht ihn im August 1970 aus einem Gerichtssaal zu befreien. Doch der Versuch missglückt. Es kommt zu einer Schießerei. Vier Todesopfer sind zu beklagen. Eine der verwendeten Waffen ist auf Angela Davis zugelassen. Das FBI setzt Angela Davis auf die Liste der am meisten gesuchten Verbrecher in den USA. Einige Wochen später, am 13. Oktober 1970, wird sie verhaftet und des Mordes angeklagt.

Proteste und Massendemonstrationen für die Freilassung unserer Angela Davis

Es sind die 70er-Jahre, es tobt der Kalte Krieg. Der „Eiserne Vorhang“ ist seit 1949 geschlossen. Doch über den „Vorhang“ hinweg erfährt die junge Amerikanerin Angela Davis eine beispiellose Solidarität von den Bürgerinnen und Bürgern aus der Sowjetunion und aus der DDR. Sie sind überzeugt, dass die Vorwürfe konstruiert sind, um die Black Power -Aktivistin mundtot zu machen. Mit Briefen, Postkarten, gemalten Rosen und Buttons mit dem Aufdruck „Free Angela“ stehen sie Davis bei. Viele Säcke mit Solidaritätspost für Angela Davis gelangten jeden Tag in das Gefängnis von San Francisco. Sie geben ihr Kraft und Mut den Kampf im Gefängnis durchzustehen.

Nach zweijähriger Prozessdauer wird Angela Davis am 4. Juni 1972 in allen Punkten der Anklage freigesprochen. Nach ihrer Freilassung reist sie in die Sowjetunion und in die DDR, um ihre Unterstützer persönlich zu treffen. In Berlin, Magdeburg und Leipzig macht Angela Halt, um sich bei der Bevölkerung der DDR zu bedanken. Allein in Leipzig kommen mehr 200.000 Bürgerinnen und Bürger der DDR zusammen, um gemeinsam mit ihr den Sieg über USA-Justiz zu feiern. Auch in Berlin versammeln sich am 10. September 1972 mehr als 50.000 Bürger am Flughafen Berlin Schönefeld [8].

Das Thema „weltweite Solidarität“ mit dem Kämpfer für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in unserer Welt, Julian Assange, zeigt sehr anschaulich die wahre Natur der amerikanischen Demokratie. Geboren wurde er am 3. Juli 1971 in Townsville (Australien) . Schon in seiner Jugend drang er als talentierter Hacker unter dem Pseudonym „Mendax“ in verschiedene geschützte Computersysteme ein, darunter auch in das amerikanische Pentagon und in die NASA. Von der australischen Macht erhielt er für diese unerlaubten Handlungen nur kleinere Strafen. Nach diesen Ereignissen reiste er sehr viel, studierte Physik an zwei Universitäten und half verschiedenen Unternehmen, ihre Computersysteme vor Hacker-Angriffen zu schützen. Weitere interessante Details über seine Kindheit und Jugend finden Sie, verehrte Leserinnen und Leser, fair und unbefangen nur in russischen Artikeln [9].

Fahrzeug von „WikiLeaks“ in Washington (USA)

Im Jahre 2006 gründete er die Enthüllungsplattform „WikiLeaks“. Als er begriff, dass er es mit äußerst sensiblen Daten und Texten zu tun hat, entschied er sich, den Hauptserver in einem Haus in der Schweiz zu installieren, d.h. in einem Land, das hinsichtlich seiner Loyalität zu den Journalisten bekannt war. Im Dezember 2006 erschien auf dem Computer von „WikiLeaks“ als erstes Material „Die Entscheidung des Islamischen Gerichts von Somalia über die Hinrichtung von Regierungsbeamten“. Sein Portal unterstrich ausdrücklich, dass es sich um ein echtes Dokument handelt, das aber einer seriösen Quelle des Geheimdienstes der USA entnommen wurde. Julian Assange hat natürlich niemals seine Informanten namentlich genannt. Jene konnten sich deshalb in absoluter Sicherheit fühlen. Bevor eine Information auf die Seite von „WikiLeaks“ gelangte, wurde sie gleichzeitig auf alle Server des Portals verteilt. Ihre ursprüngliche Quelle zu finden, war deshalb unmöglich.

Julian Assange hat den Redaktionen von Al Jazeera, The Guardian, Der Spiegel und The New York Times mehr als 100.000 Geheimdokumente über den Verlauf des Krieges in Afghanistan und mehrere Zehntausend Dokumente über den Krieg im Irak gesandt. Ein Teil dieser Dokumente betrifft die Erschießung friedlicher Bürger. Nach der Veröffentlichung bestimmter Beweise über diese Verbrechen, insbesondere der Videoaufnahmen, entwickelte sich ein wahrer internationaler Skandal.

Internetseite „WikiLeaks“ im Jahre 2021 mit Informationen über den Irak-Krieg

Julian Assange erklärte, dass sich in seiner Hand ungefähr weitere 15.000 Geheimdokumente des Pentagon befinden. Im August 2010 unterschrieb Julian Assange während seines Besuches in Schweden eine Vereinbarung mit der örtlichen Piraten-Partei über die Aufstellung eines Teils der Server von „WikiLeaks“ in ihren Räumen, wodurch dem Projekt eine weltweite politische Unterstützung zugesichert wurde.

Im Juli 2012 teilte Julian Assange Julian Assange mit, dass „WikiLeaks“ ungefähr 2,4 Millionen Dokumente, die mit dem Konflikt in Syrien in Verbindung stehen, veröffentlicht hat. Nach seinen Worten trägt die Veröffentlichung dieser Dokumente dazu bei, den Menschen besser zu erklären, was sich in Wirklichkeit in diesem Land abspielt.

Im August 2013 veröffentliche „WikiLeaks“ erste Hinweise auf vorhandene Dokumente im Umfang von 400 GB, die mit einem speziellen Schlüssel geschützt sind und nur im Falle einer Gefahr für bestimmte Führungskräfte von „WikiLeaks“ (in erster Linie Edward Snowden und Julian Assange selbst) offen publiziert werden.

Julian Assange und seine Mitarbeiter Edward Manning (jetzt Chelsea Manning) und Edward Snowden

Am 17. März 2012 teilte Julian Assange in seinem Twitter-Blog mit, dass er die Absicht hat, seine Kandidatur für die Wahlen 2013 im australischen Senat vorzuschlagen.

Am 20. August 2010 wurde vom schwedischen Gericht der Befehl erteilt, Julian Assange wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung zu verhaften. Diese Beschuldigungen sind derart unglaubhaft und fadenscheinig, dass ein direkter Zusammenhang mit der Veröffentlichung des afghanischen Dossiers bei „WikiLeaks“ nicht ausgeschlossen werden kann. Die Flucht von Julian Assange vor Interpol erfolgte am 1. Dezember 2010 nach London und von dort (nach hartnäckigem Auslieferungsforderungen der Schweden) am 19. Juni 2012 in die Botschaft von Ecuador.

Bereits am 6. Dezember 2010 hat die Schweizer Bank „PostFinance“ das Konto von Julian Assange mit der Begründung „Unbekannter Wohnort“ eingefroren.

Am 3. Dezember 2010 hat das internationale Zahlungssystem „PayPal“ die Rechnungen von „WikiLeaks“ mit der Begründung blockiert, dass das Zahlungssystem ungesetzliche Handlungen nicht tolerieren kann. Nach den Worten des damaligen Vizepräsidenten, erfolgte diese Blockade auf der Grundlage einer Bitte des Außenministers der Vereinigten Staaten.

Am 7. Dezember 2010 blockierten die Zahlungssysteme „Visa“ und „MasterCard“ alle Zahlungen an die Adresse der Internetseite „WikiLeaks“. Die Business-Struktur von „WikiLeaks“ geht noch heute von einer Gesetzesverletzung aus.

Am 9. Dezember 2010 haben alle soziale Ressourcen von Facebook und Twitter den Account aller Anhänger von Julian Assange wegen angeblicher Hacker-Attacken blockiert.

Die Flucht von Julian Assange am 19. Juni 2012 in Botschaft von Ecuador war nicht zufällig. Schon im Jahre 2010 hat ihm das Innenministerium von Ecuador politisches Asyl angeboten. Am 16. August 2012 hat er das Asyl und die Staatsbürgerschaft von Ecuador auch offiziell erhalten. Die Lebensbedingungen von Julian Assange in dem kleinen Zimmer der Botschaft waren erbärmlich.

Unser Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft von Ecuador in London

Im März 2018 sperrte die Botschaft von Ecuador in London den Internetzugang für Julian Assange und erlaubt ihm nicht mehr, irgendwelche Besucher zu empfangen. Er hatte sich erlaubt, auf seiner Internetseite die Ausweisung von russischen Diplomaten aus London im Zusammenhang mit der „Giftaffäre Skripal“ zu kritisieren [10]!

Im Dezember 2018 erhielt der damalige Präsident von Ecuador, Lenin Boltaire Moreno Garcés, von Großbritannien die offizielle schriftliche Bestätigung, dass Julian Assange nach seinem Arrest nicht in die USA ausgewiesen wird.

Am 11. April 2019 wurde das Asyl von Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in Großbritannien beendet. Er wurde von Mitarbeitern der britischen Polizei auf dem Territorium der Botschaft verhaftet. Seit diesem Zeitpunkt befindet er sich in Einzelhaft in einem britischen Gefängnis.

Die „Gespräche“ mit den USA über seine Auslieferung begannen am 24. Februar 2020. Im Juni 2020 bestätigte das amerikanische Justizministerium seinen neuen Schuldspruch, der 175 Jahre Gefängnis für Julian Assange vorsieht [11].

Am 10. Dezember 2021 hat das Hohe Gericht in London die Auslieferung von Julian Assange an die USA erlaubt!

Wo bleiben die weltweiten Proteste und Massendemonstrationen gegen die Auslieferung von Julian Assange an die USA?

Wann organisieren die Kommunisten, die „Linken“ und die SPD gemeinsame Proteste und Massendemonstrationen gegen die Auslieferung von Julian Assange an die USA? Warum demonstrieren die ehemaligen DDR-Bürger nicht für Julian Assange?

Was hat der Westen aus uns gemacht? Haben sie uns mit ihren „neuen universellen Werten“ bereits umgepolt? Wissen wir tatsächlich nicht mehr was Solidarität bedeutet?

іVenceremos!

Мы победим!

Wir werden siegen!

Literaturquellen:

http://www.dr-schacht.com/Wer_sind_die_wirklichen_Kriegstreiber_in_unserer_Welt.pdf

[6] „Das Szenarium der Kriege von 1989 bis 2019“ http://www.dr-schacht.com/Das_Szenarium_der_Kriege_von_1989_bis_2019.pdf

https://ru.wikipedia.org/wiki/Ассанж,_Джулиан

 

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9

Diskussionen

2 Gedanken zu “Feindschaft und Egoismus – das sind die universellen Werte des Westens

  1. Friede, Freude, Völkerverständigung wurde bei uns im Osten immer vorgelebt.

    Die Jugend ging bei uns immer schon traditionell auf Ausländer zu (und oft auch los).

    Bei Punk Konzerten sahen die VoPos tatenlos pfeifend zu, wenn Neonazis
    auftauchten und die Punks verprügelten. Aber jedes Jahr wurde mit grossem
    TamTam der Antifaschismus gefeiert.

    Oder als das Sonnenhaus in Rostock angesteckt wurde, ganz grosses Kino, Druschba!

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    Verfasst von Peggi | 21. Dezember 2021, 20:17
  2. Ein sehr interessanter Text von Dr. Schacht, der eine Frage aufwirft, die bisher in der Linken noch gar nicht umfangreich genug diskutiert wurde. Warum betreibt der Westen diese Konfrontation mit Russland? Als es noch die UdSSR gab, war diese Haltung verständlich. Sie sollte das Vordringen des Sozialismus verhindern als einer Gesellschaftsordnung, die dem Kapitalismus grundsätzlich widersprach, was ja auch heute der wesentliche Antrieb für die Konfronatation mit China ist. Aber Russland ist seit dem Zerfall der UdSSR und des Warschauer Paktes ein kapitalistisches Land geworden, das den Sozialismus und dessen weltweite Verbreitung nicht mehr auf seiner Fahne stehen hat. Trotzdem dieser aggressive Umgang mit Russland zum SChaden nicht nur Russlands sondern besonders auch der westlichen Wirtschaft, die ja unter den Sanktionen gegen Russland genau so leidet wie die Russen selbst. Was also ist der Hintergrund der Eskalation gegenüber dem Riesenreich? Es scheint mir fast so wie jetzt im Umgang mit Afghanistan oder die Jahrzehnte nach dem Vietnamkrieg. Die haben uns besiegt und nun sollen sie dafür unsere Rache zu spüren bekommen. Der schlechte Verlierer kommt auch im Verhältnis zu Russland durch. Die haben sich damals nicht von uns vereinnahmen lassen, dafür sollen sie jetzt bluten.
    Aber insgesamt scheint mir die Frage nicht hinreichend geklärt und sollte deshalb auch eingehender diskutiert werden.

    Am Beitrag von Dr. SChacht erscheint mir der Übergang zur westlichen Menschenrechtspropaganda nicht richtig, wenn er schreibt:
    „…da war endlich der Zeitpunkt gekommen, die „neuen universellen Werte“ (Rechtsstaat, Demokratie, Menschenrechte, Pressefreiheit, …) für die Sicherung des weiteren Aufstieges der USA zur einzigen Weltmacht massiv in den Mittelpunkt des weiteren Kampfes gegen Russland zu stellen.“ In diesem Zusammenhang führt er Ereignisse auf die kurz nach dem Ende des WK2 stattgefunden hatten wie die Gründung der BRD und NATO unter anderen.
    Die Menschenrechtsproganda setzte erst später ein. In den Jahren nach dem Krieg bis hin zu den 1970er Jahren dominierte ganz eindeutig der Antikommunismus. Der sah jeden Krieg, jeden Verstoß gegen Menschenrechte und Völkerrecht als gerechtfertigt und gut an, wenn er dem Kommunismus schadete. Skrupel wegen Menschenrechten gab es nicht. Menschenrechte selbst waren zu dieser Zeit kaum ein Thema. Das änderte sich mit dem Ende der Kriege in Südostasien. Der Verlust dieses Teils der Erde an die Kommunisten – wie man es damals sah, der Zusammenbruch des portugiesischen Kolonialreiches mit dem Sieg von kommunistisch geführten Befreiungsbewegungen und die drohende Revolution in Portugal (Nelkenrevolution), ließ selbst die größten Komministenfresser in Washington erkennen, dass mit Antikommunismus kein Blumentopf zu gewinnen war. Die Menschen in der dritten Welt hatten keine Angst vor dem Kommunismus. Sie hatten vielmehr Angst vor denen, die sie mit ihren Kriegen und ihrem Napalm vor dem Kommunismus rettren wollten, selbst wenn es sie das Leben kosten sollte. Der Antikommunismus war eine Ideologie, die sich an die Arbeiter im Westen richtet und auch dort verfing. Bei den Armen der Welt war damit kein Blumentopf zu gewinnen. Aber es dauerte fast drei Jahrzehnte und kostete Millionen Menschenleben, bis den Amis dieses Licht aufging. Sie waren ihrem eigenen Wunschdenken auf den Leim gegangen.
    Als Folge der Niederlage in Vietnam und der Erkenntnis, dass der Anti-Kommunismus in der Dritten Welt nicht auf fruchtbaren Boden fiel, aber auch aufgrund der zunehmenden Angst im Westen vor einem drohenden Atomkrieg, mussten neue Wege und Ideologien entwickelt werden, um den Kommunismus in seine SChranken zu weisen. Das war die Stunde der Menschenrechtspropaganda. Sie wurde vom damaligen Präsidenten Jimmy Carter und seiner Denkfabrik aus der Taufe gehoben. Sie traf den Nerv der Zeit. Die Menschen hatten die Nase voll von den Kriegen und der Kriegsgefahr. Und Menschenrechte das klang so verheißungsvoll nach Frieden und Gerechtigkeit. Der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen, das Individuum mit seinen individuellen Freiheiten. Schon hier war wieder die Konfronatation mit dem sozialistischen Lager angelegt, dem man ein kollektivistisches Menschenbild nachsagte, das angeblich die individuellen Freiheiten gering schätzte. Aber dieser Konflikt wurde erst später bestimmend. Hinzu kam, dass der Wohlstand im Westen all die Freiheiten ermöglichte, die man mit Individualität und einem freiheitlichen Weltbild verband: Konsum und Reisefreiheit. Auch hier konnte ein Unterschied aufgebaut werden zu den wirtschaftlich weniger entwickelten Staaten des Sozialismus. An diesen Beispielen schienen sich Freiheit hier und Unfreiheit dort zu bestätigen als Ausdruck unterschiedlicher Weltbilder.

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    Verfasst von Rüdiger Rauls | 21. Dezember 2021, 17:28

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