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Gesundheit

Covid-19 darf nicht die „neue Normalität“ werden

von Bryan DyneDavid Northhttp://www.wsws.org

Die internationale Unternehmensberatungsfirma McKinsey & Company, einer der führenden Think-Tanks des US-Imperialismus, rief am 28. Oktober in einem Artikel dazu auf, Covid-19 als festen Bestandteil der „neuen Normalität“ zu akzeptieren. Die Autoren verwerfen die wissenschaftlichen Beweise, dass es möglich ist, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu stoppen. Eine globale Strategie zur Eliminierung des Virus lehnen sie als zu kostspielig und daher unvereinbar mit den Unternehmensinteressen ab. Stattdessen fordert McKinsey die Bevölkerung auf, sich darauf einzustellen, dass das Massensterben der Pandemie die „neue Normalität“ sei.

Der Artikel erschien unter der Überschrift „Von der Pandemie zur Endemie: Wie die Welt lernen kann, mit Covid-19 zu leben“. Am Tag der Veröffentlichung gab es weltweit mehr als 426.000 neue Fälle und mindestens 7.100 Todesfälle, darunter schätzungsweise 70.000 Neuinfektionen und 1.200 bestätigte Tote in den Vereinigten Staaten. Insgesamt wurden weltweit fast 250 Millionen Fälle registriert. Schätzungen zufolge sind in den 22 Monaten seit Beginn der Pandemie mehr als 15 Millionen Menschen gestorben.

Diese Fakten über das tägliche Sterben werden im McKinsey-Bericht kaum erwähnt. Die fünf Autoren behaupten fälschlicherweise, „Zero Covid“ sei „sehr wahrscheinlich unerreichbar“. Die „hochansteckende Delta-Variante“ wird als unüberwindbares Problem dargestellt, weil die Kosten für die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus aus ihrer Sicht zu hoch sind. Daher kommt McKinsey zu dem Schluss, dass „die meisten Gesellschaften, darunter Großbritannien, die Vereinigten Staaten und weite Teile Europas, lernen müssen, mit Corona zu leben“. Das Virus müsse als „fester Bestandteil der Palette an Infektionskrankheiten bzw. als endemisch akzeptiert werden, so wie heute Tuberkulose“.

Der Bericht verharmlost die Auswirkungen der Pandemie, indem er darauf hinweist, dass jedes Jahr 38.000 Amerikaner bei Autounfällen sterben. Dazu heißt es zynisch: „Aber die meisten von uns verbringen nicht viel Zeit damit, über Verkehrssicherheit nachzudenken. … Wir setzen uns ins Auto, schnallen uns an und fahren los. Bald werden uns die täglichen Risiken, die wir mit Covid-19 eingehen, so selbstverständlich erscheinen wie die Risiken beim Autofahren oder bei der Grippesaison im Winter.“

Das ist ein absurdes Argument, und zwar nicht nur, weil die Zahl der Verkehrstoten in den USA im vergangenen Jahr nur 10 Prozent der Covid-Todesfälle ausmachte. Autounfälle sind etwas ganz anderes als eine globale Pandemie, die langfristig verheerende soziale Auswirkungen hat.

Aber soweit der Vergleich überhaupt Gültigkeit hat, widerspricht er den Argumenten von McKinsey. Die begrenzten Reformen im Verkehrsbereich, die umgesetzt wurden, um die Öffentlichkeit aufzuklären und die Unternehmen zu zwingen, die Qualität der Fahrzeuge zu verbessern, haben zu einem deutlichen Rückgang der Verkehrstoten geführt. Die Kfz-Todesrate in den USA ist von 18,65 Todesfällen pro 100 Millionen gefahrener Meilen (ca. 160 Millionen Kilometer) im Jahr 1923 auf heute 1,20 Todesfälle gesunken.

Der McKinsey-Bericht erklärt, dass „die Gesellschaft einen Konsens darüber erzielen muss, was eine akzeptable Krankheitsbelastung ist, und diese Ziele müssen genutzt werden, um eine akzeptable neue Normalität zu definieren“. In diesem Sinne seien Erwägungen zu berücksichtigen, „die über Tod oder schwere Krankheit hinausgehen … So sollten auch Folgen wie verlorene Arbeitstage, Geschäftsschließungen und Schulabwesenheitsraten in Betracht gezogen werden“.

Wenn McKinsey von „Gesellschaft“ spricht, ist ausschließlich die herrschende Kapitalistenklasse gemeint, nicht die Arbeiterklasse, die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung. In dem Artikel geht es nicht darum, was zur Rettung von Menschenleben „realistisch“ ist, sondern was notwendig ist, um weiter Mehrwert aus der Arbeiterklasse zu pressen. McKinsey spricht für die gesamte herrschende Elite, wenn sie behauptet, dass zu viele Ressourcen für die Pandemiebekämpfung aufgewendet wurden. Diese Ressourcen will die „Gesellschaft“ – sprich die Finanz- und Unternehmensoligarchie – wieder hereinholen. Die „neue Normalität“ wird also nicht an der Rettung von Menschenleben gemessen, sondern ausschließlich an Profitfaktoren.

Der kriminelle Charakter dieser „neuen Normalität“, die der Weltkapitalismus anstrebt, wird in einem wissenschaftlichen Aufsatz dargelegt, der letzten Samstag in der Zeitschrift The Lancet unter dem Titel „The World Health Network: a global citizens’ initiative“ erschienEr wurde von 31 prominenten Wissenschaftlern verfasst, die in verschiedenen Bereichen im Kampf gegen Covid-19 tätig sind. Sie weisen darauf hin, dass Covid-19 nicht nur Millionen Todesopfer weltweit gefordert hat, sondern auch „anhaltende Symptome (d.h. Long Covid) bei Millionen Menschen hervorruft und die Gesellschaft erschüttert hat“.

Die Autoren betonen: „Die Tragödie ist, dass ein Großteil dieses Leids vermeidbar gewesen wäre, was sich in vielen asiatisch-pazifischen Ländern, die die Eliminierung von Covid-19 angestrebt haben, schon früh zeigte.“

Weiter heißt es: „Trotz des offensichtlichen Erfolgs dieses Ansatzes lehnten ihn viele Regierungen rundheraus ab. Nach wiederholten Lockdowns und erheblichen Verlusten an Menschenleben und wirtschaftlichen Einbußen sprechen diese Regierungen nun davon, man müsse lernen, mit dem Virus zu leben. Die Reaktionen vieler Regierungen sind von falschen Dichotomien geprägt, die die öffentliche Gesundheit gegen die Wirtschaft und das Allgemeinwohl gegen die individuelle Freiheit ausspielen.“ Die einzige Möglichkeit, Leben zu retten, bestehe in „globalen Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit durch die schrittweise Eliminierung von Covid-19“.

Das ist auch die Ausrichtung des zweiten Weltgipfels „Global Summit to End Pandemics“ des „World Health Network“, der gestern begann. Dort diskutieren Hunderte Epidemiologen, Ärzte und andere Experten aus der ganzen Welt darüber, wie „Eliminierung durch die Zusammenstellung starker wissenschaftlicher Fakten und Leitlinien“ erreicht werden kann, um die Pandemie zu beenden.

Der Schwachpunkt der Konferenz ist jedoch ihre soziale Ausrichtung. Ihr  Ziel ist es, das Netzwerk aus „Beratungs- und Interessenvertretungsgruppen“ zu erweitern, die in den letzten zwei Jahren „Regierungen und Institutionen“ bei Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie beraten haben. Mit anderen Worten: Der Erfolg der Pandemiebekämpfung hängt nach Ansicht des Netzwerks davon ab, dass die Kapitalisten ihr Verhalten ändern. Die Arbeiterklasse, die breite Masse der Bevölkerung, wird nur am Rande erwähnt, wenn der Aufbau von „Zerocovid Spaces“ gefordert wird. Eine Konferenzsession unter dem Titel „Den Kindern zuhören, wenn es um die Rückkehr zur Schule in der aktuellen Pandemie geht“ nimmt es sogar als vollendete Tatsache hin, dass Kinder und Lehrer wieder in die Schulen gehen sollen.

In solchen Sessions wird der Druck der herrschenden Elite deutlich, die einen Kampf für eine Eliminierungsstrategie unterbinden will. Wie der McKinsey-Artikel zeigt, toleriert sie keine Orientierung, die ihrer Profitpolitik im Wege steht. Die Teilnehmer des Gipfels müssen sich entschlossen für die baldige weltweite Eliminierung von SARS-CoV-2 einsetzen.

Die Wissenschaftler wissen sehr genau, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Pandemie zu stoppen. Das Problem ist nicht ein Mangel an Wissen. Auch die entwickelten Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 sind eine wirksame Waffe gegen das Virus, wenn sie in Verbindung mit geeigneten Gesundheitsmaßnahmen eingesetzt werden.

Das größte Hindernis für die Beendigung der Pandemie ist jedoch der unnachgiebige Widerstand der globalen Kapitalistenklasse gegen jegliche Maßnahmen – ganz gleich, wie dringend sie sind –, die die Profitabilität der Unternehmen und die Anhäufung gigantischer Vermögen gefährden. Der Kampf gegen die Pandemie muss nicht nur an der medizinischen, sondern auch und vor allem an der politischen und sozialen Front geführt werden. Denn letztlich hängt die Beseitigung von Covid-19 und aller anderen Gefahren, die das Leben von Milliarden Menschen und sogar die Existenz der Erde bedrohen, vom Kampf für die weltweite Machteroberung der Arbeiterklasse und dem Aufbau des Sozialismus ab.

https://www.wsws.org/de/articles/2021/11/03/pers-n03.html

 

Diskussionen

18 Gedanken zu “Covid-19 darf nicht die „neue Normalität“ werden

  1. Auch hier wird einem nichts erspart:
    – Leugung der Existenz von SARS-CoV-2, obwohl der Virus im Januar 2020 in China erstmals isoliert und sequenziert wurde, was seitdem zigfach in aller Welt getan wurde (wie sonst hätte man die zehntausenden von Varianten/Mutationen feststellen können). Auch Fotos vom Virus gibt es. Und Teile oder alles wurden für die verschiedenen Impfstoffe verwendet. Und die Krankheit Covid-19 ist offensichtlich auch real, auch wenn man sich über „mit“ oder „durch“ sowie über die genaue Opferzahl streiten mag.
    – Glaube an verschwörerische Mächte dahinter, die dafür irgendwie alle Länder der Welt in ihrer Tasche haben müssten, obwohl eine Mischung aus kapitalistischem Missmanagement, neoliberaler „Schock-Therapie“ („never let a good crisis go to waste“) und ungutem homogenem Denken von Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern, die nur unter sich bleiben und für Kurskorrekturen zu unfähig und unaufrichtig sind, viel wahrscheinlicher wäre.
    – Das Nietzsche-Zitat weist den Sozialdarwinisten aus. Auch das passt. Ins rechte Bild. Aber nicht in eine linke Zeitung.
    Stattdessen braucht es eine klare Kante gegen die neue Krankheit. Mit Zero Covid würde man Menschen und die Freiheit zugleich retten, und zwar zu minimalen Kosten. Das wäre die best practice und der Preis-Leistungs-Sieger.

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    Verfasst von Joel K. | 6. November 2021, 12:03
    • Du hast in der Sache völlig recht. Leider bringt es aber nichts, auch offen sozialdarwinistische Meinungen im Kommentarbereich zu bannen, denn diese Meinungen sind real weit verbreitet und dürfen nicht ignoriert werden. Statt dessen ist eine geduldige Auseinandersetzung nötig.
      Es ist aber auch eine Grundsatzfrage: Wir stehen für Meinungsfreiheit, und das gilt auch für den politischen Gegner, Antikommunisten oder Verschwörungsgläubige. Die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen im gesetzlichen Rahmen, den wir zu respektieren haben und Versuchen, systematisch Sabotage zu betreiben.
      Die Geschichte gerade der Bolschewiki hat gezeigt, daß eine Unterbindung der Meinungsfreiheit „abweichende“ Meinungen nicht beseitigt sondern eher fördert. Im vermeintlichen Besitz von Wahrheit und „richtiger“ Haltung richtete sich der Kampf nicht nur gegen den Klassenfeind und seine hybride Kriegsführung, sondern zunehmend erst gegen nahestehende politische Parteien und dann gegen von der „richtigen“ Haltung abweichende Parteifraktionen, die wie der Klassenfeind behandelt wurden. Am Ende entstand die Theorie von der Partei als „monolithischem Block“ (Stalin), was nichts anderes bedeutete als Ausschaltung jeder noch so geringfügigen von der Parteimeinung abweichenden Haltung und der Erzeugung eines Klimas der Speichelleckerei und Lobhudelei.
      Selbstverständlich wird der Klassenfeind wirkliche Meinungsfreiheit mittels hybrider Kriegsführung versuchen auszunutzen. Er wird via bezahlter NGOs jede Schwäche ausnutzen und spalten, was sich spalten läßt. Dies muss von einem sozialistischen Staat systematisch unterbunden werden.

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      Verfasst von LZ | 6. November 2021, 13:20
      • Ja. Völlig richtig. Ich wollte nicht Zensur einfordern, sondern nur meine Verwunderung darüber zum Ausdruck bringen, dass manche Kommentatoren rechte Gedanken in einer linken Zeitung schreiben, ohne zu merken, dass das widersprüchlich ist. Diese Kommentatoren sollten Pavels langen und ausgezeichneten Kommentar (v. 6.11., 11:30h) sehr gründlich lesen und bedenken.

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        Verfasst von Joel K. | 6. November 2021, 13:38
      • @LZ: Zu der angesprochene Speichelleckerei. Bei wem wird da geleckt? Bei der kriminellen kapitalistischen Pharmaindustrie. Sozialdarwinismus pur. Das ist nicht links. Die Linke hat es versäumt eine eigene tragfähige Kritik an der Coronapolitik zu entwickeln und versucht jetzt die Position der Pharmaindustrie zu verteidigen.

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        Verfasst von Z.RT | 6. November 2021, 17:59
        • Das mit der Speichelleckerei bezog sich auf die stalinistischen Parteien. Und ja, es ist richtig, daß die Linkspartei keine oder eine falsche Position entwickelt hat, wie mit der Pandemie umzugehen ist. Wir haben von Anfang an erklärt, daß allein das NoCovid Konzept, wie es von China praktiziert wird den wissenschaftlichen Grundlagen der Epidemiologie entspricht und in Kombination mit einer klassischen Vektorimpfung in der Lage ist, das Virus auszurotten. Das das ganz praktisch funktioniert kann man in China besichtigen.

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          Verfasst von LZ | 6. November 2021, 18:07
        • @LZ: OMG ihr seit aber nicht in China. Hier ist der Westen und China ist eine besch… Diktatur. “ Klassische Vektorimpfstoffe “ . Es ist so geil. Macht ihr eigentlich auch Werbung für eine gute klassische Limonade wie Coca-Cola? Selbstbetrug ist links, ja? Ja.

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          Verfasst von Z.RT | 6. November 2021, 18:50
        • Auch die bürgerlich-demokratischen Länder Australien und Neuseeland haben NoCovid+Impfung erfolgreich durchgeführt.

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          Verfasst von LZ | 6. November 2021, 18:54
      • Demokratie und freies Internet — ja doch, bingo: Maos Initiative “Laßt 100 Blumen blühen”. Man möchte doch wissen, wer unter die Guillotine gehört.

        Das allsehende Auge der dunklen Geheimbündler dieser Welt ist nicht von ungefähr körperlos. Es ist nicht an Raum und Zeit gebunden. Mal Heilige Inquisition, mal Societas Jesu, mal Amt Gehlen, mal NKWD, mal CIA, mal Stasi, mal BND.

        Es begann gleich schon mit den Kindern von Adam und Eva, mit Kain und Abel. Conditio humana also. F. Tupper Saussy (Rulers of Evil) zufolge, mindestens Conditio civilisationis von Imperien. Wir lernen.

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        Verfasst von No_NWO | 9. November 2021, 10:29
    • An Pavel, Joel und Redaktion — Wieso fühle ich mich jetzt angesprochen? Klar, weil ich den Nietzsche ins Spiel gebracht habe. Ihr schwurbelt. Oder auf Deutsch: Bildungsmangel. Präziser: Zu lange in der Schule gewesen oder auf der Uni.

      Jetzt ersteinmal eine Verschwörungstheorie, die mir meine Großeltern erzählt haben. Nämlich daß einer in der Schule allein das lernt, was die Herrschenden als wahr verkaufen wollen. Irgendwie logisch.

      Von einem kapitalistischen Staat bestallte Lehrer — hmm! Und Schüler, die im Versäumnisfalle von der Polizei eines kapitalistischen Staates gewaltsam in die Schule gebracht werden — hmm! Und dies alles in der BRD, im Nazi-Nachfolgestaat, in CIA’s own country — hmm!

      Achtung, Logik: Das Problem mit der Staatsschule ist, daß Lehrer und Professoren einmal Staatsschüler gewesen sind. UND DANN TROTZDEM IN DEN STAATSDIENST GEGANGEN SIND. Was sagt einem die Logik da!?

      Es wäre folglich eine Verschwörungstheorie, von staatsbediensteten Lehrern zu behaupten, sie würden etwas von Nietzsche verstehen. Von einem, der Staat, Sozialdemokratie und Kapital als Sklavensache beschrieb. Der Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus als Ausdruck insbesondere deutscher „Sklavenmoral“ bespöttelt hat.

      Das nach seinem Ableben von seiner arisch rassistischen Schwester unter seinem Namen publizierte antisemitische «Der Wille zur Macht» ist als Fälschung nachgewiesen.

      Nietzsche war ein Spötter: Wenn Sklaven ihre Herren um die Peitsche anbetteln würden, dann sollten die Herren doch so großzügig sein, dem Flehen der Sklaven nachzukommen.

      An wen Nietzsche da wohl gedacht hat? Offenbar an jene organisierten Proletarier, von denen Lenin schrieb, sie seien „fest mit dem Großkapital verbündet“. Richtig, an die Sozialdemokratie.

      Einverstanden, in den sozialmedialen Waschsalons gibt es absurdeste und lächerlichste Verschwörungserzählungen. Und daß viele diesen Scheiß glauben, beweist nur eines: Daß viele diesen Scheiß glauben. (Der Grund für soviel Gläubigkeit? Soeben hier oben dargelegt.)

      Selbstverständlich dürft ihr weiterhin behaupten, es würde keine großangelegten globalen Verschwörungen geben. Aber das ist eine Verschwörungen deckende Verschwörungstheorie.

      Ich war schlauer als ihr. Ich hab Nietzsche gelesen. Und Marxens Kapital, sorgfältig, alle drei Bände. Darum weiß ich, daß ihr schwurbelt. Aber bitteschön, tut das. Ich schließe mich dem Aufruf der Redaktion an, abweichenden Verschwörungstheorien gegenüber tolerant zu sein. Schwurbelt, soviel ihr wollt, bittesehr.

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      Verfasst von No_NWO | 6. November 2021, 15:08
      • Ihre Kritik an der hiesigen kapitalistischen Indoktrination ist an sich berechtigt, aber nicht nur der kapitalistische Überbau hält Covid-19 für eine reale Bedrohung. Das tun kommunistische Länder, Regierungen und Wissenschaftler auch. Und ein Blick unters Mikroskop bestätigt die naturwissenschaftliche Faktizität.
        Nietzsche kann ich als Aufklärer akzeptieren, aber nicht als Kommunisten. Gegen die Sozialdemokratie zu sein, ist aus allen politischen Richtungen möglich. Aber wenn die Alten und Schwachen (Vorerkrankte) durch Covid-19 sterben, sehe ich darin keine Erlösung von philosophischen Übeltätern, sondern eine menschenverachtende Haltung, die über Leichen geht.
        Eine Verschwörung ist eine böswillige Verabredung in einem ansonsten passablen System. Das glaube ich nun nicht. Das Klassensystem bringt systemnotwendig nicht nur Ausbeutung, sondern auch die Ausnutzung von Krisen hervor, die für die herrschende Kapitalistenklasse eine günstige Gelegenheit darstellen, ihre Macht zu festigen und weiter Kapital zu akkumulieren. Das Kapital gelesen zu haben, dann aber das theoretische Rüstzeug des Klassenkampfes zu verwerfen zugunsten einer intellektuell minderwertigen Verschwörungsthese, halte ich für theoretische Selbstentleibung. Alle Kapitalisten haben sich als Klasse gegen die Lohnabhängigen nicht verschworen, sondern beuten sie systemnotwendig aus und sichern diese Ausbeutung mit allen Mitteln.

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        Verfasst von Joel K. | 7. November 2021, 15:20
        • An Joel — vorweg: Nietzsches „Schwache und Mißratene“ sind Kirchgläubige und Klerus. Was sich auch übersetzen ließe zu Sozialdemokratie und Kapital. Nietzsche: „In der Moderne kommt das Christentum zu seiner höchsten Blüte.“ Sprich: Was ehedem Kirchgläubige und deren Klerus war, wurde in der atheistischen Moderne zu Sozialdemokratie und Kapital.

          Ansonsten: Klasse gegen Klasse ist das eine, Klassenverrat bzw. Machtkämpfe innerhalb der beiden Klassen das andere — siehe den Imperialismus sowie das strukturelle Bündnis von Sozialdemokratie und Großkapital.

          Nietzsche hatte das alltägliche Christentum im Blick. Aus welchem die moderne Klassengesellschaft kulturell/ideologisch hervorgekommen ist. Er fand den ideologischen Kern jenes Christentums in Verachtung des Materiellen. Woraus das real existierende institutionelle Christentum ideologisch die „Verachtung von Mensch, Natur und Welt“ (so Nietzsche wortwörtlich) konstruiert.

          Prägnant auf den Punkt gebracht: Die Kirchenchristentümer werfen dem Menschen vor, auch😟 einen Leib zu haben. Was böse sei, wider Gott. Auf dieser Vorstellung vom nichtsnutzigen oder „bösen“ Menschen baut das Kapital auf, in dessen betrieblicher Kostenrechnung Menschen (variables Kapital) und Produktionsmittel (konstantes Kapital) beide als gleichrangige Größen behandelt werden, als „nur“ Materie; der leibliche Mensch als gott-, geist- und seelenloses Ding! Mit dem nun entsprechend umgesprungen werden könne.

          Im Grunde sind das geradezu naiv anmutende Denkweisen, die da von Nietzsche ins Blickfeld gerückt wurden. Doch im «Kapital» kommt auch Marx zu dem wortwörtlich selben Schluß, zu dem bald nach ihm auch Nietzsche gekommen ist: „Zerstörung von Mensch, Natur und Welt“. Karl Marx und Friedrich Nietzsche — zwei Waffengattungen unter der selben Fahne, zwei Kämpfer für die Vernunft und das Menschengeschlecht.

          Kapital und K(!)ristentum sind geistige Geschwister. Das Kapital entzieht dem Menschen körperliche Energie in Form des Profits, das Kristentum entzieht dem Menschen geist-seelische Energie in Form des Entzugs von Selbstachtung. Was letzteres mindestens die kulturelle Grundlage für Brüderlichkeit und ein Gedeihen des Menschengeschlechts zerstören muß.

          Der von Marx aufgewiesene „tendentielle Fall der Profitrate“ macht sichtbar, daß auch die Kapitalisten für sich selbst, als Menschen, mit dieser verrückten Ideologie der Selbstverachtung verschworen sind. Der tendentielle Fall der Profitrate entlarvt den Kapitalismus bzw. die Kapitalisten als eben auch selbstzerstörerisch. Zunächst mit dem Imperialismus wringt das große Kapital alles andere Kapital aus und ruiniert es mehr und mehr. Am Ende vernichtet es sich selbst, indem es in einer Orgie der Zerstörung von Mensch, Natur und Welt zu einem finalen Stillstand der Warenproduktion kommen muß, zu zivilisatorischem Chaos. Zu wiederholen: …in einer Orgie der Zerstörung von Mensch, Natur und Welt!

          Ja, richtig, all dies geschieht nicht mutwillig bzw. gewollt böse, sondern weil der tendentielle Fall der Profitrate dazu zwingt. Ein „Herr Richter, aber ich mußte doch…“ ist das eine, doch Tatsachen sind das andere: Das Großkapital MUSS sich gegen alle anderen verschwören — siehe hier Lenins allberühmte Imperialismusschrift, welche fest in der politischen Ökonomie von Marx/Engels gegründet ist.

          Hier anzumerken, entstammte Lenin selbst dem Judentum. Seine Imperialismusschrift weist sachlich eine Verschwörung des globalen Großkapitals in Form der Bildung einer „supranationalen Finanzoligarchie“ auf. Keineswegs aber in Form eines „internationalen Finanzjudentums“, wie dies die „dummen Kerls“, die rechtsradikalen DUPEs, so gern vor sich hin plappern. (DUPE = Don’t Understand Political Economy)

          Marx und Nietzsche sind nicht Partei der einen oder anderen Seite. Sie sind Anwälte der Menschheit. Als solche rufen sie nicht zu noch mehr Kampf, Krieg, Zerstörung und Haß auf. Sondern zu Vernunft und Besonnenheit.

          Denn wen alles trifft der tendentielle Fall der Profitrate? Das Proletariat sowieso. Was ihm an Lohn abgezwackt werden kann, kommt dem Profit zugute. Doch der moderne kristliche Klerus aus sozialdemokratischen und staatssozialistischen „Marxisten“ läßt eines immer gern unter den Tisch fallen: Profit ist nicht gleich Kapitalrendite! Aus dem Profit nehmen ALLE jene ihre Einkommen, die nicht im Rahmen der von der Marx/Engelschen politischen Ökonomie gegebenen Definition „Proletarier“ sind. Proletarier aber sind allein die, welche händisch in der industriellen Warenfertigung und im Warentransport tätig sind. Heißt nun: Der tendentielle Fall der Profitrate ruiniert die materielle Lebensgrundlage ALLER, der GESAMTEN GESELLSCHAFT.

          Siehe: Karl Marx, «Das Kapital — Kritik der politischen Ökonomie», in drei Bänden, und versehen mit mannigfachen Erläuterungen und Ergänzungen von Friedrich Engels.

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          Verfasst von No_NWO | 8. November 2021, 8:16
  2. Es ist der Niedergang der linken Kritik mit Logik und gesundem Menschenverstand, der uns Verschwörungsmärchen, Misstrauen bis hin zu Paranoia beschert hat. Erforderlich ist eine umfassende Renaissance der Marxismen, anstatt blindlings Rattenfängern auf den Leim zu gehen und bei der braunen Querfront mitzumarschieren.

    Während die Linke bei der Bundestagswahl das historisch desaströste Ergebnis verkraften musste, ist gleichzeitig die Angst vor einem linken Schreckgespenst so präsent wie nie. Hier ist nicht zuletzt die bürgerliche Soziologie mitverantwortlich, die sich Phantasmagorie eines angeblichen Linksrucks mitkonstruierte, der angeblich durch alle Parteien und Medien gehe. Dieser Linksruck würde zudem verschiedentlich assoziiert mit dem generalisierten Zweifel gegen Wissenschaft und Politik. Hier spätestens ist ein grundsätzliches Missverständnis auszuräumen, das zum Beispiel nach Bruno Latour die Gemüter verwirrt: Es sei der Niedergang der emphatischen und damit linken Kritik anstatt ihr Siegeszug, der panische Verschwörungstheorien, anomisches Misstrauen und soziale Paranoia beschert. Und der Hintergrund dieses Verfalls jeder politischer Urteilskraft, deren wichtigste Kraft immer die Kritik war, ist ein historischer. Vehement dazu beigetragen hat die Ausbreitung einer Propaganda des Marktes: Im Euphemismus als Werbung bezeichnet, die allen staatlichen Kultus übertrumpft. Denn durch sie wurde nichts so selbstverständlich und akzeptiert wie die normalisierte Lüge als größte Feindin demokratischer Diskussionskultur.

    Sieht man von dieser Waren-Propaganda einmal ab, setzt sich das Bild des Verfalls politischer Urteilskraft aus vier Punkten zusammen:

    1. Der neoliberale Angriff auf die Institutionen der Öffentlichkeit, das Gemeinwohls und der Allmende.
    Die Privatisierung des Wissens, des Interesses und des Kampfes.

    2. Die liberal-bürgerliche Selbstreduktion der Presse. In deren Ergebnis können statt analytisch-strukturaler Entzifferung der Funktionsweisen der gesellschaftlichen Systeme fundamentale soziologische Probleme nur mehr moralisierend-individualistisch-psychologisierend, und damit rein symptomatisch, geheuchelt bzw. scheinbar zur Sprache gebracht werden.

    3. Die postmoderne Anti-Theorie, die hegemonial in allen Kunst- und Kulturfeldern und damit innerhalb der Selbstverständigung der Zeit über sich, die gesellschaftliche Totalität leugnet und somit das Verständnis von Totalität und ihre Überwindung verunmöglicht.

    4. Die Selbst-Dekonstruktion der Linken, bestehend aus der parteienpolitisch neoliberalen Selbstabschaffung der Politik durch Mitte-Links-Regierungen, d.h. aus dem neo-thatcheristischen TINA-Realismus von Schröder, Clinton, Blair & Co. Bewegungspolitisch aus dem Verdrängen eines solidarischen durch einen agonalen Ethos. Linksakademisch aus der Ersetzung des universalistisch-rational-ökonomiekritischen Paradigmas durch ein partikularistisch-identitätspolitisch-kulturalistisches.

    Wenn die Linke nicht weiter systematisch verlieren will gegen die systematische Desinformation der Rechten, muss sie aufhören ihnen aktiv zuzuarbeiten und sich an jene radikale politische Urteilskraft erinnern, die nur ihr zusteht. Dafür wiederum muss sie die soeben skizzierten vier Punkte angehen. Das heißt: Die Linke muss die Öffentlichkeit resozialisieren und nicht national-sozialisieren. Objektive Stukturanalyse statt gefälligen Moralismus und reine Lippenbekenntnisse wie „soziale Gerechtigkeit“ ohne Plan und irgendeine erkennbare Umsetzbarkeit. Kunst und Kultur der Postmoderne entreißen, parteienpolitisch ein Bündnis aus linken und linksradikalen Kräften mit einem Fokus auf der sozialen Frage anstreben. Bewegungspolitisch die Identität durch die Solidarität ersetzen. Linksakademisch den Wert der Universalität, die Methode der Ökonomiekritik und die Praxis der Rationalität ohne dümmliches Bashing zurück auf die Tagesordnung setzen und Lösungen anbieten.

    Der Grund für diese Notwendigkeiten des linken Projekts ist einfach zu benennen:
    Während die Linke keine Analysen ausgestaltet zur Erklärung der Welt, bleiben den Menschen zum Begreifen ihrer Lage nur rechte Fantastereien übrig, die den kompletten Realitätsverlust aber nur fördern und nicht verhindern.

    Die genannten Notwendigkeiten wiederum fassen sich in einer Forderung zusammen: Eine umfassende Renaissance der Marxismen, die nicht zynisch oder deterministisch argumentieren, nicht westlich oder östlich, sondern endlich wirklich dialektisch, um ihren Kälte- und Wärmestrom, ihren Strukturalismus und Humanismus in gemeinsamer, emanzipatorischer Theorie-Praxis aufzuheben: Marxismen des 21. Jahrhunderts.

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    Verfasst von Pavel | 6. November 2021, 11:30
  3. Leute, euer Impfschutz läuft ab! Wir werden eine neue Welle sehen, diesmal eine Pandemie der Ungeboosterten! . Wir können Covid-19 nur besiegen, wenn alle sich in Zerocovid-Spaces aufhalten, solange bis alle geboostert sind. Das wichtigste Ziel im Klassenkampf lautet daher: Impfen ! Gegen die globale Kapitalistenklasse.

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    Verfasst von Miri | 5. November 2021, 3:04
    • Das erledigt sich von selbst, bzw. erledigen sich die Schwachen und Mißratenen von selbst. Also kein Grund zur Aufregung.

      Nietzsche definierte die Schwachen als die Kirchengläubigen, und die Mißratenen als deren Kanzelpersonal. Heutzutage wären das der Mainstream und seine Müll-Stream-Medien — aus Protestanten wurden linkssozialdemokratische, aus Katholiken rechtssozialdemokratische Impfgläubige. Aus unfehlbarem Papst wurde unfehlbare Wissenschaft; aus unbefleckter Empfängnis COzwei-Reinheit der Atmosphäre.

      Nietzsche in gespielter Empörung: „Die Schwachen und Mißratenen sollen zugrundegehen. Erster Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dabei helfen.“

      Klar, braucht man nicht, das kriegen die locker alleine hin.

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      Verfasst von No_NWO | 5. November 2021, 11:28
      • Verschwörungsideolog:innen wie Sie schwurbeln schon im Nickname. Die angebliche “ Neue Weltordnung “ ist eine antisemitische Verschwörungserzählung die von Rechtsextremist:innen geteilt wird!!
        Wir Arbeiter:innen sollten uns dagegen solidarisieren. Menschen, die sich aufgrund des Alters noch nicht impfen lassen können, sind besonders durch Long-Covid gefährdet. Sie benötigen Schutz. Harte Maßnahmen gegen Impfverweiger:innen sind deshalb unausweichlich. Keine Solidarität mit Nazis!!

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        Verfasst von Miri | 5. November 2021, 15:19
  4. Zitat wsws: „Die Autoren verwerfen die wissenschaftlichen Beweise, dass es möglich ist, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu stoppen.“

    Zutreffend wäre: Die Autoren verwerfen die wissenschaftlichen Beweise, dass es möglich ist, die Ausbringung des biotechnologisch hergestellten Kampfstoffs SARS-CoV-2 zu stoppen.
    •••••••••••••
    Ist ganz einfach: Nicht mehr ausbringen. Dann erledigt sich das Thema Sars-Cov-2 ganz von selbst.

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    Verfasst von No_NWO | 4. November 2021, 13:17
    • Gibt es diese Krankheit überhaupt? Ich kenne niemanden, der sie hat oder hatte.
      Bis heute hat niemand das Virus wissenschaftlich nachgewiesen, also isoliert.
      Wie kann man Tests kalibrieren, wenn kein Virenisolat existiert?
      Die Kliniken waren leer. Ich erinnere da an #emptyhospitals.
      Laut Aussage von Ärzten und Pflegepersonal liegen vor allem Geimpfte auf den Intensivstationen. Siehe Israel, Schweden, GB und USA.
      Wieso helfen Mittelchen wie Ivermectin (Anti-Parasitikum), Chlordioxid (Sauerstoffspender) und Co.? Haben wir es hier etwa mit Parasiten zu tun (die unabhängige Ärzte in den Impfstoffen gefunden haben) und mit Sauerstoffmangel infolge der Maskerade?
      Laut Multipolar und Krankenkassenabrechnungsdaten liegen nur etwa 7% mit Corinna auf der Intensivstation.

      Was ist hier wirklich los? Viele munkeln ja, dass Corinna dazu da ist, den Sprung in die Diktatur oder in die multipolare Weltordnung zu ermöglichen. Ersteres verwundert mich schon etwas. Die Bösen hatten doch gewonnen. Die Leute rennen verwanzt durch die Gegend bzw. stellen sich Wanzen ins Haus, glauben den Medien jeden Mist, arbeiten für einen Hungerlohn bis zum Umfallen und lassen sich alles gefallen. Solange diese Veränderungen schleichend eingeführt wurden, hat die Masse sie akzeptiert. Der Corona-Dreck hingegen reizt zum Widerstand.

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      Verfasst von V wie Vendetta | 5. November 2021, 12:42
      • Unglaublich! VT in einer linken Zeitung!!! Solidarität mit den Held:innen im Gesundheitswesen!! Impfplicht JETZT, sonst droht eine Überlastung der Krankenhäuser. Es kann nicht angehen das ungeimpfte Mitarbeiter:innen Menschenleben aufs Spiel setzen!!

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        Verfasst von Miri | 5. November 2021, 15:28

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