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Ausland, Lateinamerika

Weltklimagipfel: Boliviens Präsident prangert „Kohlenstoff-Kolonialismus“ an

von https://amerika21.de

Bild: Boliviens Präsident Luis Acre macht sich auf dem Weltklimagipfel in Glasgow für Klimagerechtigkeit stark QUELLE:@LUCHOXBOLIVIA

La Paz. In seiner Rede auf der UN-Weltklimakonferenz (COP26) in der schottischen Stadt Glasgow hat Boliviens Präsident Luis Arce den Industrieländern Vorwürfe wegen ihrer Klimapolitik gemacht. Sie würden einen neuen Prozess der globalen Rekolonisierung befördern, den er als „Kohlenstoff-Kolonialismus“ bezeichnete. Arce forderte zudem, den „grünen Kapitalismus“ hinter sich zu lassen.

„Wir müssen uns darüber bewusst sein, dass die Industrieländer weltweit einen neuen Prozess der Rekolonisierung vorantreiben, den wir als neuen Kohlenstoff-Kolonialismus bezeichnen können, denn sie versuchen, in den Klimaverhandlungen ihre eigenen Spielregeln durchzusetzen, um das neue grüne kapitalistische System weiter zu stärken, und sie fordern, dass die Entwicklungsländer diese Spielregeln ohne jede Wahl übernehmen müssen“, führte Arce aus.

„Wir haben den Eindruck, dass die Industrieländer einfach nur Zeit schinden, ohne jegliches Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Menschheit und der Mutter Erde, und ihre Glaubwürdigkeit ist in Gefahr“, fügte er hinzu.

Das globale kapitalistische System, das auf hemmungslosem Konsum und irrationaler Ausbeutung der Natur und der Atmosphäre beruhe, könne die Klimakrise nicht lösen, wenn es nicht zu einem grundlegenden Richtungswechsel in seinem wirtschaftlichen und sozialen System komme. Die Lösung der Klimakrise werde nicht durch einen „grünen Kapitalismus“, sondern nur durch eine Änderung des Zivilisationsmodells erreicht, bekräftigte der bolivianische Präsident vor den Delegierten in Glasgow. Es gehe um ein alternatives Modell zum Kapitalismus mit dem Ziel eines guten Lebens in Harmonie mit Mutter Erde, betonte Arce.

Er warf den Industrieländern zudem vor, einen Diskurs zu konstruieren, in dem sie „als Verfechter des Kampfes gegen die Klimakrise auftreten, indem sie von einer neutralen Emissionsbilanz bis 2050 sprechen“. Wenn sie wirklich eine Führungsrolle übernehmen wollten, müssten sie sich für eine gerechte Verteilung des atmosphärischen Raums mit gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortung einsetzen.

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https://amerika21.de/2021/11/255298/bolivien-cop26-klimagipfel-kolonialismus?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

Diskussionen

2 Gedanken zu “Weltklimagipfel: Boliviens Präsident prangert „Kohlenstoff-Kolonialismus“ an

  1. Poorer Countries Spend Five Times More on Debt Than Climate Crisis

    https://www.farsnews.ir/en/news/14000805000591/Repr-Prer-Cnries-Spend-Five-Times-Mre-n-Deb-Than-Climae-Crisis

    Gefällt mir

    Verfasst von zivilistin | 3. November 2021, 20:26
  2. Jetzt haben die Briten schon den Putsch gegen Bolivien vergeigt, und jetzt schlägt Bolivien auch noch zurück !

    https://www.voltairenet.org/article212421.html

    Gefällt mir

    Verfasst von zivilistin | 3. November 2021, 12:02

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