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Inland, Parteien

Der Wolf ist immer bereit, sich ohne Lohn als Schäfer zu verdingen.

von Hans Tigertaler

Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? (Brecht)

Vom Doppelsinn einer Sottise

Eine der auffälligsten, weil penetrantesten Phänomene der Publizistik in der Corona-Zeit ist die plötzliche, allgegenwärtige Aktienwerbung – ungewöhnlich auch deshalb, weil sie sogar – eher verzweifelt dysfunktional – bis in die Gossenblätter hinein unablässig plaziert wird. Nun aber wird es ernst: die Rente der Bevölkerung selbst, also die Lebensnotdurft, wird von diesen Spekulanten und ihren Propagandisten ins Visier genommen.

Unternehmensaktien stehen im wesentlichen stets aus zwei Gründen zum Verkauf.
Entweder Unternehmen vollziehen einen »Börsengang«, also wollen sich (neues) Kapital vom Kapitalmarkt besorgen oder Inhaber, die Besitzer von Aktien, wollen sie loswerden.

Da in der Pandemiezeit wachsende Investitionen der Unternehmen, die noch mehr Kapital erfordern, wohl kaum eine Erklärung für die Explosion jedenfalls der Aktienwerbung sein dürften, bleibt nur übrig, nach den denkbaren Motiven der Aktienbesitzer selbst zu fragen, die so offenbar massenhaft ihre Aktien auf den Markt werfen.

Gründe können nur sein: Entweder sie müssen unmittelbar Geld für ihren Lebensstil locker machen oder es hat gegeben oder sie befürchten eine deutliche Entwertung ihrer Aktie und/oder sie haben eine erheblich lukrativere ins Visier genommen.

Auf jeden Fall gilt es, eine Aktie loszuwerden, die sie selbst nicht mehr halten wollen.

Die absoluten und relativen Verluste aus der Aktienspekulation, im Kreis informierter Spekulanten offenbar kaum mehr unterzubringen, erfordern also eine massive und möglichst schlagartige Ausdehnung des »Käuferkreises«:

Das Volk.

Und zwar am besten ungefragt en bloc durch politische Vergewaltigung seiner Institutionen und nicht nach den ja unbenommenen Privatwünschen Einzelner.

Wir erleben zur Zeit den monströsesten Anschlag auf die Lebenssicherheit der Bevölkerung nach dem Krieg.

Jene Politiker, welche sogar den Bereich der Lebensnotdurft der Bevölkerung, darunter ihre Rente, den Spekulanten an der Börse zum Fraß vorwerfen wollen, sind insofern ohne allen Zweifel Verbrecher.

Wir werden uns vor ihnen schwerlich retten, wenn wir sie als solche nicht auch bezeichnen und bekämpfen.

Diskussionen

2 Gedanken zu “Der Wolf ist immer bereit, sich ohne Lohn als Schäfer zu verdingen.

  1. Jeder sollte sich etwas Bitcoin besorgen, das ist die beste Versicherung gegen den Crash

    Gefällt mir

    Verfasst von Satoshi | 19. Oktober 2021, 12:24
  2. Ist ein alter Spruch:::
    Macht kaputt, was Euch kaputt macht!
    Ist in der heutigen Zeit aktueller denn je!!

    Gefällt mir

    Verfasst von wolfgang fubel | 19. Oktober 2021, 11:53

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