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Energie, Wirtschaft

Warum Wind- und Solarenergie keine große Zukunft haben

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Im Westen, wo man aus ideologischen Gründe auf den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie setzt, wird nicht berichtet, dass der Klimawandel auch zu einer Abnahme der durchschnittlichen Windstärke geführt hat. Was das für die Stromproduktion durch Windräder bedeutet, kann sich jeder leicht ausmalen.

Dass es vernünftig ist, den Anteil fossiler Energien zu reduzieren, und sei es nur der Luftqualität wegen, bestreitet niemand. Allerdings sollte man dabei auf Energieformen umsteigen, die stabil Strom produzieren. Das Jahr 2021 hat in vielen Teilen der Welt gezeigt, dass es überall dort Probleme mit der Stromversorgung und den Strompreisen gegeben hat, wo man auf die wetterabhängigen Windturbinen und Solarpaneele gesetzt hat. Trotzdem wollen westliche Politiker ihren Irrtum aus ideologischen Gründen nicht einsehen und setzen sogar noch auf eine Verstärkung des Ausbaus von Wind- und Sonnenenergie.

Als Beimischung zum Energiemix sind Wind- und Sonnenenergie durchaus sinnvoll, aber wenn sie einen so großen Anteil am Strommix einnehmen, dass man von ihnen abhängig wird, dann passiert zwangsläufig das, was wir gerade in Europa erleben: Eine Energiekrise und explodierende Strompreise.

In Russland wird über das Thema Energiewende daher vollkommen anders berichtet und diskutiert als im Westen, wie ich erst kürzlich an einem Beispiel aufgezeigt habe, das Sie hier finden. Nun hat das russische Fernsehen in einem weiteren Beitrag gezeigt, dass diese Probleme eher zunehmen werden.

Der Grund ist, dass der Klimawandel zwar zu einem verstärkten Auftreten extremer Wetterphänomene, wie schweren Stürmen, geführt haben mag, aber der Klimawandel hat auch dazu geführt, dass der Wind im Durchschnitt weniger stark weht und dass es immer öfter zu Flauten kommt, bei denen die teuren Windräder zu einer sehr unnützen Dekoration in der Landschaft verkommen. Da man solche Berichte in westlichen Medien nicht bekommt, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Europas grüne Energie hat den Witterungsbedingungen in diesem Herbst nicht standgehalten. Der Ausfall von Windturbinen in der Nordsee hat die Europäer gezwungen, sich anderweitig mit Strom einzudecken. Die Stromkosten stiegen auf Rekordhöhen. In Großbritannien stiegen die Strompreise im September um fast das Siebenfache. In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind die Kosten für Strom stark angestiegen.

Dennoch geben die europäischen Länder die Idee, große Windkraftprojekte zu realisieren, nicht auf. In Dänemark wurde beschlossen, eine künstliche Insel in der Nordsee zu schaffen, die 200 Windturbinen Platz bieten soll. Die Anlage wird die Größe von 18 Fußballfeldern haben.

„Wir liefern Ausrüstung für die Windenergieerzeugung in die ganze Welt. Wir haben insgesamt 100 Gigawatt an Windturbinen in 75 Ländern installiert“, sagte Oriol Siurana, Meteorologe bei einem Windturbinenhersteller.

Alternative Energiequellen, insbesondere Solar- und Windkraftanlagen, sind jedoch in hohem Maße von den Wetterbedingungen abhängig. Und die derzeitige Herbstkrise ist keineswegs eine Ausnahme von der Regel.

Im Januar 2021 stand Europa am Rande eines massiven Stromausfalls. Die riesigen Propellerfelder waren wegen der eisigen Temperaturen eingefroren, die Solarpaneele waren mit Schnee bedeckt.

Man könnte sich auch an Texas erinnern, das im letzten Winter in Dunkelheit gefallen ist. Der Blackout endete in einer echten Katastrophe für den ganzen Staat.

„Was wir früher über Wettervariabilität und Klima wussten, erlaubt es uns heute nicht mehr, unsere Arbeit vollständig zu planen. Wir brauchen mehr Forschung, um zu verstehen, wie sich die Klimamodelle weiterentwickeln werden. Wir sind auch besorgt darüber, wie sich der Klimawandel auf die Verfügbarkeit von Wind als Ressource auswirken wird. Welche Garantien gibt es, dass die Leistung bestimmter Windparks auf demselben Niveau bleibt und wie lange?“, macht sich Oriol Siurana Sorgen.

Die Frage ist berechtigt. Zumal Wissenschaftler einen weiteren wichtigen Klimatrend auf dem Planeten entdeckt haben – die globale Abnahme von Wind. In den letzten drei Jahrzehnten ist ein Rückgang der Windgeschwindigkeit in Bodennähe zu beobachten. Diese Verlangsamung der Oberflächenwinde betrifft hauptsächlich die mittleren Breiten beider Hemisphären. Die Klimaforscher untersuchen noch immer die Ursachen dieses Phänomens und versuchen zu verstehen, ob die Abschwächung auch in Zukunft anhalten wird. In jedem Fall ist eine globale Flaute kein guter Zeitpunkt für den Bau von Windkraftanlagen. Noch viel weniger sollten sie zur Hauptenergiequelle werden.

Hier sehen Sie eine Schätzung darüber, wie sich die Windgeschwindigkeiten in den letzten 60 Jahren verändert haben. Es hat sich gezeigt, dass die Häufigkeit von Flauten deutlich zugenommen hat. Interessant ist, dass dies in kontinentalen Gebieten stärker ausgeprägt ist. Wenn die Atmosphäre jetzt zum Beispiel an Küsten im Durchschnitt um 30 Prozent häufiger Flaute hat, haben sich die Perioden solcher Flauten im Landesinneren fast verdoppelt.

Der Hauptgrund ist eine Veränderung der atmosphärischen Zirkulationsmuster. In den 1960er Jahren zum Beispiel war der wichtigste Wetterfaktor in Europa der Einfall atlantischer Stürme aus dem isländischen Tiefdruckgebiet. Jetzt gibt es eine zunehmende Anzahl von Blockierungsprozessen aufgrund der anormalen Entwicklung von Azoren- und skandinavischen Hochdruckgebieten. Wir haben schon berichtet, dass es im Zeitalter der globalen Erwärmung die Zahl solcher atmosphärische Blockierungen um das anderthalbfache gestiegen ist, was in diesem Sommer über der Nordsee zu beobachten war.

Ende der Übersetzung

Warum Wind- und Solarenergie keine große Zukunft haben

Diskussionen

5 Gedanken zu “Warum Wind- und Solarenergie keine große Zukunft haben

  1. Nur so am Rand: China ist Weltmarktführer und pumpt Milliarden in die Solartechnik.
    Das chinesische Unternehmen GCL System Integration Technology Co. baut in der Provinz Hefei im Osten Chinas die bislang weltgrößte Fabrik für die Produktion von Solarpanels.

    In mehreren Arbeitsschritten wird dort bis 2023 eine Anlage für die Produktion von Solarpanels mit einer Leistung von 60 Gigawatt (GW) jährlich entstehen. Zum Vergleich: in ganz China wurden 2019 Solarpanels mit einer Leistung von 30 GW verbaut, in Deutschland waren es im selben Zeitraum 3,9 GW verbauter Leistung. Nach eigenen Angaben wäre GCL damit in der Lage 51 Prozent des weltweiten Marktes zu bedienen. Umgerechnet 2,54 Milliarden US-Dollar investiert das Unternehmen. Damit die Investitionen sich nicht erst ab 2023 rechnen, soll die Fabrik sukzessive aufgebaut werden und in einem ersten Schritt bereits eine Produktionskapazität von 15 GW haben.

    Damit will GCL auch innerhalb Chinas zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf dem Photovoltaikmarkt werden. Bislang hat das Unternehmen die Kapazitäten 7,2 Gigawatt Leistung jährlich zu produzieren. Der größte Solarpanel-Hersteller der Welt ist aktuell die chinesische JinkoSolar Holding Co, mit einer Produktionskapazität von 16 GW jährlich. Auch andere chinesische Unternehmen rüsten kräftig auf. So meldet pv magazine, dass die Tongwei Group in der Provinz Guangdong eine 30 Gigawatt Produktionsstätte konzipiert. Der Spatenstich ist bereits erfolgt.

    https://chinafocus.ucsd.edu/2021/02/16/solar-energy-in-china-the-past-present-and-future/

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    Verfasst von Fred Milkereit | 24. Oktober 2021, 19:18
  2. Und dabei ist Deutschland bei der Atommüllverbrennungstechnik führend, aber der erste DFR (Dual Fluid) Reaktor wird wohl in Polen gebaut werden, undf D importiert dann den Strom.

    Sääähr erhellend dazu Corona Ausschuss Sitzung 58 das letzte Interview, auch zu Frau Dr M’s destruktiver Rolle schon damals.

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    Verfasst von zivilistin | 23. Oktober 2021, 20:35
  3. Und anderswo erforscht man Dual-Fluid-Reaktoren, die statt Brennstäben unseren jetzigen Atommüll verflüssigen und ausquetschen. Dies würde die Halbwertzeit und die Strahlung des Mülls drastisch reduzieren und das Endlagerproblem entschärfen.
    Des Weiteren arbeiten Brilliant Light Power und Leonardo Corporation an kalter Fusion. Aus ein paar Gramm Metallpuder kann man gigantische Mengen an Strom und Wärme erzeugen.
    Hier hingegen hält man nicht viel von Wissenschaft, siehe Corona.

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    Verfasst von V wie Vendetta | 17. Oktober 2021, 17:01
  4. Leider werden keine Alternativen genannt. Auch bleibt unerwähnt, dass selbstverständlich von Anfang an bei der regenerativen Energie-Erzeugung mitbedacht wurde, dass sie unbedingt auch ergänzende Speichertechnologien benötigt, um Flauten und Nächte zu überbrücken. Mit der Höchstspannungstechnologie könnte außerdem ein planetares Stromnetz aufgebaut werden, das regenerativ erzeugten Strom tausende km weiterleitet. Dringend nötig sind außerdem stromsparende Technologien und Fertigungsprozesse, lokale Produktion und Konsumption und eine klimaneutrale Landwirtschaft.
    Kritik am „Westen“ ist nötig, aber auch kommunistische Länder nehmen den menschengemachten Klimawandel ernst und fördern erneuerbare Energieproduktion, z.B. China und Kuba. Das ist also nicht pauschal eine westliche Ideologie. Und ist der (absehbar endliche) fossile oder atomare Traum nicht weniger eine Ideologie, noch dazu eine, die den alteingesessenen fossilen und atomaren Kapitalisten schmeichelt? Den Stromausfall in Texas gab es übrigens, weil die Infrastruktur kaputt gespart worden war, also wegen kapitalistischer Misswirtschaft.
    Selbstverständlich macht unsere kapitalfromme Regierung alles falsch, was man nur falsch machen kann. Marktglaube und rechtfertigungsfreie Inkompetenz können zu keinem anderen Ergebnis führen, egal, was sie anfassen. Die Lösung der Probleme kann aber nicht Resignation und der Rückfall auf Kohle und Uran sein. Die sind Mitursache des Problems bzw. führen zu ganz anderen Problemen. Was wir brauchen, sind differenzierte Kritik und konstruktive Ideen.

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    Verfasst von Joel K. | 17. Oktober 2021, 11:15

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