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Inland, Wahlen

Was uns die Bundeswahlen 2021 noch verraten

von Dr. Wolfgang Schacht  – www.dr-schacht.com

Am Sonntag, den 26. September 2021, wurde die „Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland“ gewählt. Laut Angaben des Bundeswahlleiters nahmen von den 61.168.234 Wahlberechtigten 46.838.756 an der Wahl teil. Nach Adam Ries betrug demnach die Wahlbeteiligung 76,6 %. 499.163 Wahlscheine (ca. 1,1 %) waren ungültig. Die Ergebnisse dieser Wahlen sind auf der Internetseite https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2021/ergebnisse.html dargestellt [1]. Für die Sitzverteilung im Bundestag sind die sogenannten Zweitstimmenanteile entscheidend (siehe Bild 1).


Bild 1

Drei wichtige Schlussfolgerungen lassen sich aus den Bundeswahlen 2021 noch ziehen:

  1. Der Wahlsieg der SPD gibt dieser „linken“ Partei das Recht eine neue Regierungskoalition zu bilden, d.h. der neue Bundeskanzler wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Olaf Scholz. Damit stehen zwar formell linke Anschauungen – wie in der ganzen Welt – an erster Stelle, aber wie wir aus der mehr als 100-jährigen Geschichte der SPD wissen, gehört der Verrat der Arbeiterklasse (Unterschicht) zu ihrem Programm (siehe http://www.dr-schacht.com/Gehoert_der _Verrat_zu_ihrem_Programm.pdf [2]). An der Politik in Deutschland wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit durch diese Wahl nichts ändern: Deutschland ist und bleibt ein Vasallenstaat der USA, die ihren wirtschaftlichen, politischen, ideologischen und geistig-moralischen Druck weiter ausbauen und verstärken werden. Eine Rückkehr zu einem Sozialstaat ist deshalb unmöglich. Die geplante Regierung der SPD in Koalition mit den Grünen und mit der FDP dient allein dem Wohl der Konzerne und Banken, d.h. denen, die sie finanzieren und bezahlen. Der Ausbeutungsgrad und die Profite werden nachhaltig steigen, die Löhne, Gehälter und Renten nachhaltig sinken. Lassen wir uns nicht täuschen! Die genannten Regierungsparteien sind nichts anderes als drei Flaschen mit gleichem Inhalt, aber unterschiedlichen Etiketten!

Vergessen wir nicht: Die SPD entwickelte sich nach dem Godesberger Parteitag im Jahre 1959 von einer Arbeiterpartei zu einer Monopolpartei. Der Opportunismus hat in dieser Partei endgültig gesiegt. Mit demagogischen Losungen („mehr Demokratie wagen“, „Reformen von oben“, „krisenfreier Kapitalismus“, …) wurden Berufsverbote für Kommunisten, Notstandsgesetze, kleinbürgerliche Denkweisen, … und die staatstragende Diskriminierung der DDR und ihrer Bürgerinnen und Bürger mit brachialer Gewalt durchgesetzt. Mit ihren Lügen, Falschmeldungen und Desinformationen, mit ihrer Desorganisation und Demoralisierung sichert sie in ihren Medien (mehr als 70 Tages- und Wochenzeitungen gehören der SPD) den politischen, ideologischen und geistig-moralischen Einfluss auf Millionen Leser. Für ihre „gute Arbeit“ werden sie gut bezahlt. Die Konzerne und Banken überweisen der SPD jedes Jahr viele Millionen Euro.

Im Jahre 1998 gelang es der SPD-Regierung unter der Führung von Gerhard Schröder verschiedene Kräfte der Arbeiter- und Volksbewegung zu korrumpieren. Die unsozialen Reformen im deutschen Sozialsystem und auf dem Arbeitsmarkt (Agenda 2010) sowie die Hartz-IV-Gesetze sind dafür sehr anschauliche Beweise.

Die SPD, die sich selbst als „Partei der kleinen Leute“ bezeichnet, hat die „kleinen Leute“ in der Vergangenheit immer verraten. Kein Wunder, denn sie ist eine Monopolpartei.

  1. Laut Aussage von Professor Mayer, Politikwissenschaftler an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, haben wir ein Wahlrechtssystem, das ohne detaillierte Kenntnisse auf diesem Fachgebiet dem einfachen Bürger kaum noch erklärt werden kann [3].

Das ist kein Zufall. Z. B. erhalten die Kandidaten der CSU in ihren 45 Wahlkreisen fast flächendeckend alle vorhandenen Stimmen. Sind damit alle bayrischen Stimmen bereits vergeben? Natürlich nicht, denn jetzt kommt noch – wie in jeder guten Oper – die zweite Stimme (das Zweitstimmen-Wahlergebnis) zum Einsatz. Die CSU, die über die erste Stimme (das Erststimmen-Wahlergebnis) mehr erhalten hat, als ihr über die zweite Stimme (Zweitstimmen-Wahlergebnis) eigentlich zusteht, darf diese „zusätzlichen Eroberungen“ (die so genannten Direktmandate) natürlich behalten. Wir leben schließlich in einer Demokratie und in einem Rechtsstaat! Doch leider bleibt in diesem schlechten Duett die Zweitstimme (das so genannte Verhältniswahlsystem) nach wie vor das Maß aller Dinge. Deshalb unterstreichen wir nochmals: Bei den Direktwahlkreisen werden von den Parteien mehr Mandate gewonnen, als ihnen nach den Zweitstimmen zustehen. Diese werden dem Volk gut verständlich als Überhangmandate verkleckert. Doch an diesem Punkt beginnt das ganze Kuddelmuddel. Damit von diesem Betrug alle Parteien profitieren und sich keine Partei über die andere Partei beschweren kann, werden die Überhangmandate nicht nur übernommen, sondern auch noch ausgeglichen, d.h., die anderen Parteien erhalten über eine komplizierte Rechnung, die keiner so richtig kennt und versteht, sogenannte Ausgleichsmandate. Im Ergebnis dieser raffinierten Machenschaften und dieser beispiellosen Verblödung des Wählers (Bild 2) ist der Deutsche Bundestag zum größten Parlament der ganzen Welt geworden. Mit nachhaltiger Freude und Genugtuung können wir deshalb feststellen, dass die Schlacht und das Gerangel „unserer Abgeordneten“ im Deutschen Bundestag um gut bezahlte Posten (natürlich verbunden mit ausgezeichneten Renten) und sonstige Privilegien ungeahnte Ausmaße angenommen hat (Bild 3).

Bild 2

Bild 3

  1. Die Summe aller Stimmenanteile – egal ob bei den Erst- oder Zweitstimmen – beträgt nach Aussage des Wahlleiters immer 100 %. Das ist offensichtlich eine Binsenweisheit! Keiner macht sich deshalb die unnötige Mühe darüber nachzudenken. Ist diese Aussage richtig? Haben wir vielleicht doch etwas sehr Wichtiges übersehen? Die entscheidende Frage muss doch lauten: Betrug die Wahlbeteiligung 100 % oder 76,6 %? Warum unterstellen wir in allen Darstellungen der Wahlergebnisse eine 100%ige Wahlbeteiligung? Gehören die Stimmen der sogenannten Nichtwähler automatisch allen Parteien? In welchem Gesetz ist das so festgelegt?  Die Logik und die Mathematik sagt uns:  Bei einer Wahlbeteiligung

Bild 4

von 76,6 % kann die Summe der Erst- und die Summe der Zweitstimmen nur 76,6 % betragen (Bild 4). Diese hohe Wahlbeteiligung wird zwar im Bericht lobend erwähnt, aber bei der konkreten Darstellung der Ergebnisse einfach vom Tisch gefegt (Bild 5).

Bild 5

Bild 5 zeigt sehr anschaulich das ganze Dilemma der deutschen Monopolparteien in der globalen

Bild 6

kapitalistischen Welt: 23,4 % der Wähler haben von dem politischen Schwindel, Betrug und dummen Geschwätz des politischen Establishments – auf Deutsch gesagt – „restlos die Schnauze voll!“ [4]. Inzwischen ist uns klargeworden, dass politische, ideologische, geistige und sexuelle Minderheiten über die Mehrheit des Volkes bestimmen (Bild 6).

Wen wundert es, dass mehr als 14 Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger nicht an der Wahl des Bundestages und indirekt auch an der Wahl des Bundeskanzlers teilgenommen haben. Es ist ein großer Fehler und widerspricht allen Erfahrungen unseres täglichen Lebens, die „Nichtwähler“ als politische Analphabeten, Antidemokraten, Feiglinge, Faulenzer und Asoziale zu bezeichnen.

İVenceremos!
Мы победим!
Wir werden siegen!

Quellen:

[1] https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2021/ergebnisse.html

[2] http://www.dr-schacht.com/Gehoert_der _Verrat_zu_ihrem_Programm.pdf

[3] https://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl/btw21-frag-mayer-wie-sie-mit-stimmensplittung-ihre-wunsch-koalition-waehlen_id_13470508.html

[4] http://www.dr-schacht.com/Was_uns_manipulierte_Zahlen_ueber_die_Wahlen_in_Deutschland_sagen.pdf

 

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch:

„Die Produktion von biologischen Waffen ist nur den USA erlaubt“

http://www.dr-schacht.com/Die_Produktion_von_biologischen_Waffen_ist_nur_den_USA_erlaubt.pdf

 

„Unser Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in Deutschland“

http://www.dr-schacht.com/Unser_Jahrestag_der_Befreiung_vom_Faschismus_in_Deutschland.pdf

 

„Am 22. Juni 1941 begann der Krieg“

http://www.dr-schacht.com/Am_22._Juni_1941_begann_der_Krieg.pdf

 

„Wie das Projekt Anti-Russland begann“

http://www.dr-schacht.com/Wie_das_Projekt_Anti-Russland_begann.pdf

 

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