//
du liest...
Inland, Medien

Wie der Spiegel über die Situation auf dem europäischen Gasmarkt desinformiert

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Nachdem ich seit Monaten berichte, dass sich die Lage auf dem europäischen Gasmarkt in diesem Winter zuspitzen könnte, erhöhen sich nun die Verbraucherpreise für Gas und Strom. Die Medien greifen das Thema endlich auch auf, berichten jedoch nachweislich unwahr darüber. Mit welchen Methoden die Leser desinformiert werden, zeigt ein Spiegel-Artikel zu dem Thema.

Ich habe schon mehrmals berichtet, dass die Preise für Erdgas derzeit immer neue Rekorde brechen. Ende Juli haben sie die psychologisch wichtige Marke von 500 Dollar übersprungen und sind seitdem weiter gestiegen. Anfang September lag der Preis pro 1.000 Kubikmeter bereits bei fast 650 Dollar und am 15. September schon bei fast 1.000 Dollar. Seitdem schwanken die Preise an den europäischen Gasbörsen etwa zwischen 800 und 1.000 Dollar.

Gleichzeitig sind die europäischen Gasspeicher derzeit so gering gefüllt, wie seit vielen Jahren nicht.

Warum die Gaspreise in Europa explodieren

In Europa gibt es derzeit zu wenig Gas, die Gasspeicher sind mit etwa 70 Prozent so gering befüllt, wie seit sehr vielen Jahren nicht. Das hat mehrere Gründe. Zum einen war der Winter kalt und hat die Gasspeicher stärker geleert als normal. Im Sommer werden sie normalerweise wieder aufgefüllt, um für den nächsten Winter bereit zu sein. Das ist in diesem Jahr nicht geschehen, weil der Energieverbrauch durch einen warmen Sommer (hoher Energieverbrauch durch Klimaanlagen) und durch das Wiederanspringen der Wirtschaft nach dem Lockdown hoch war.

Das importierte Gas ging in erster Linie in den Verbrauch und nicht in die Speicher. Das hat die Preise hoch gehalten und offensichtlich haben viele Gasfirmen sich gedacht, sie warten ab, bis die Preise sinken und füllen dann die Speicher. Die Rechnung ist nicht aufgegangen und die Preise steigen weiter. Wenn es im Winter keine Probleme geben soll, müssen die Speicher nun im Eiltempo gefüllt werden, denn die Heizsaison steht bereits vor der Tür und die Kapazitäten der Pipelines und Tanker reichen nicht aus, um den Bedarf im Winter zu decken, weshalb die Speicher normalerweise im Sommer gefüllt werden.

Gazprom tut, was es kann und liefert deutlich mehr Gas als 2020 nach Europa. Deutschland zum Beispiel hat in den ersten acht Monaten 2021 fast 40 Prozent mehr Gas erhalten, als im Vorjahreszeitraum. In den ersten acht Monaten hat Gazprom fast soviel Gas exportiert, wie im bisherigen Rekordjahr 2018. Die Gasknappheit in Europa hat also nicht Gazprom zu verantworten.

Was der Spiegel berichtet

Im Spiegel ist ein Artikel mit der Überschrift „Leere Speicher, hohe Preise – In Europa wächst die Angst vor einem Gasengpass“ veröffentlicht worden, in dessen Einleitung man schon erfährt, dass Russland an der Misere irgendwie schuld sein muss:

„Was sich derzeit an Europas Gasmärkten abspielt, ist dramatisch: Die Preise für den Brennstoff sind rasant gestiegen. Jetzt suchen die EU-Energieminister nach einer Lösung. Und Russland? Spielt auf Zeit.“

Bevor der Spiegel auf die Gründe für die hohen Gaspreise und den Engpass beim Gas eingeht, zeigt er erst einmal auf Russland. Der Artikel beginnt wie folgt:

„Die hochschnellenden Erdgaspreise in West- und Mitteleuropa sind eine Steilvorlage für Wladimir Putins Sprecher.
Europas Gasbedarf sei enorm; zudem stehe der Winter vor der Tür, verkündete Dmitry Peskow vor einigen Tagen. Und »bei kaltem Wetter wird mehr Gas verlangt werden«. Aber die Verbraucherstaaten, so ließ Peskow durchblicken, könnten sich selbst ihrer Sorgen entledigen – indem sie die neugebaute Ostseepipeline für den Betrieb freigeben. »Die schnellstmögliche Inbetriebnahme von Nord Stream wird die Erdgaspreis-Parameter in Europa ausbalancieren.«“

Der Spiegel suggeriert also gleich zu Beginn seines Artikels, dass Russland wohl schuld an der Misere sein muss und er suggeriert damit auch, Russland würde Gas als Druckmittel einsetzen, um eine schnellere Freigabe für Nord Stream 2 zu erhalten. Der Leser wird also – ganz nach den Anleitungen aus dem Propaganda-Handbuch – als erstes auf das Feindbild eingeschworen, bevor der Artikel zum eigentlichen Thema kommt.

Nach dieser Einstimmung berichtet der Spiegel korrekt über all das, was Anti-Spiegel-Leser schon lange wissen: Die Gaspreise an den europäischen Märkten sind explodiert, die Preise steigen auch schon für die Verbraucher und sogar ein Engpass beim Gas ist im Winter nicht mehr ausgeschlossen. Der Spiegel führt dafür vier Gründe an, die wir uns einmal anschauen.

Leere Gasspeicher

Der Spiegel schreibt:

„Erstens sind die Gasspeicher in Europa so leer wie seit Jahren nicht mehr zu Herbstanfang. Das liegt unter anderem am vergangenen Winter, der sich ungewöhnlich lange hinzog; noch im April und Mai war es in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Staaten außergewöhnlich kalt. Hinzu kamen Ausfälle und Wartungsarbeiten.“

Die Grundaussage stimmt, die Gasspeicher sind so leer, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Eigentlich müssten die Speicher jetzt, kurz vor Beginn der Heizsaison, komplett gefüllt sein, das wird normalerweise im Sommer getan, wurde dieses Jahr aber verpasst. Das russische Fernsehen hat am 23. September über den aktuellen Stand der europäischen Gasspeicher berichtet:

„In der EU und im Vereinigten Königreich beginnt die Heizsaison am 1. Oktober, aber die Gasspeicher sind nur zu 72 % gefüllt, im Vergleich zu fast 100 % im letzten Jahr, so die Gas Infrastructure Association Europe (GIE) (…) Im Frühjahr 2021 war die Situation aufgrund der langen und strengen Fröste noch viel schlimmer und die Gasreserven in Europa sanken auf unter 30 %. Die österreichischen Untergrundspeicher sind mit nur noch 50 % auf dem niedrigsten Stand. Die Niederlande und Portugal verfügen über 54 % bzw. 58 % ihrer Speicherkapazität. Deutschland, der größte Verbraucher von russischem Gas in Europa, hat seine Reserven zu 64 % gefüllt.“

Der Spiegel stellt die entscheidende Frage nicht: Warum wurden die Gasspeicher in diesem Sommer nicht gefüllt, wie es sonst jedes Jahr passiert ist?

Über diese Frage geht der Spiegel stillschweigend hinweg, wie wir nicht nur an dieser Stelle sehen.

Europäische Gasförderung rückläufig

Weiter schreibt der Spiegel:

„Zweitens geht Europas eigene Förderung stetig zurück – insbesondere in den Niederlanden, dem führenden Produzenten der EU. Wegen der Gefahr von Erdbeben wird die Ausbeutung des größten europäischen Gasfeldes nahe der Stadt Groningen immer weiter gedrosselt.“

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer der Tatsache, dass Europas Strom- und Energieverbrauch in den nächsten Jahren stark steigen wird, weil man in der EU immer mehr auf Elektrofahrzeuge setzt. Da auf der anderen Seite die Stromerzeugung aus Kohle beendet werden soll und Deutschland auch noch seine Kernkraftwerke abschaltet, muss der wachsende Stromverbrauch trotz sinkender Stromproduktion aus Kohle und Kernkraft irgendwie gedeckt werden und dieser Sommer hat gezeigt, dass alternative Energien das nicht stabil leisten können. Der Sommer war ausgesprochen windstill und die Windkraftwerke haben viel weniger Strom geliefert als normal, was wiederum ein Grund für den höheren Gasverbrauch im Sommer war.

Erdgas ist die einzige Alternative für Europa, denn es ist der sauberste aller fossilen Energieträger und es wäre in ausreichendem Maße vorhanden, vor allem, wenn man Nord Stream einrechnet. Europa hat also das Problem, dass der Stromverbrauch steigen wird, dass aber gleichzeitig die eigenen Ressourcen aus Gas und Kohle rückläufig sind, weil man aus der Kohle aussteigt und die eigenen Gasreserven zur Neige gegen. Europa hat in den nächsten Jahren gar keine andere Möglichkeit, als den Import von Gas zu erhöhen, stemmt sich aber aus politischen Gründen gegen Nord Stream 2.

Zu wenig Flüssiggas vorhanden

Dann schreibt der Spiegel:

„Drittens kam zuletzt wenig verflüssigtes Erdgas nach Europa. Denn in Fernost boomt die Wirtschaft im zweiten Pandemiejahr. Unternehmen aus China, Japan und Südkorea kaufen für ihre Kraftwerke im großen Stil verflüssigtes Erdgas auf dem Weltmarkt ein – und sind bereit, hohe Preise dafür zu zahlen.“

Das ist das Problem beim Flüssiggas, man muss mit anderen Ländern darum konkurrieren. Der Preis für Flüssiggas ist auf den Weltmärkten noch höher als der Gaspreis an den europäischen Börsen, er hat zwischenzeitlich schon die Marke von 1.200 Dollar gerissen. Wer Europas Energieprobleme der Zukunft aber mit Flüssiggas lösen möchte, der plädiert automatisch für noch höhere Preise und vor allem für starke Preisschwankungen.

Aber Russland ist schuld

Als letzten Grund schreibt der Spiegel:

„Viertens kommt aus Russland auffallend wenig Nachschub. Zwar hält der Staatskonzern Gazprom alle vertraglichen Verpflichtungen ein. Doch er schickt deutlich weniger Stoff in den Westen, als er könnte.“

Das ist nicht wahr, wie wir oben gesehen haben, denn Gazprom exportiert derzeit fast so viel Gas nach Europa, wie im Rekordjahr 2018. Und auch die unterschwellige Unterstellung des Spiegel, Russland würde das Gas als Druckmittel missbrauchen, um zum Beispiel Nord Stream 2 schneller in Betrieb nehmen zu können, ist unwahr, denn niemand wirft Russland vor, gegen seine vertraglichen Verpflichtungen zu verstoßen. Gazprom liefert so viel Gas, wie es kann und wie aus Europa bestellt wird.

Russland ist trotzdem schuld!

Das jedoch können „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel ihren Lesern nicht erklären, sie wollen ja Russland als Buhmann präsentieren. Daher schreibt der Spiegel danach sofort:

„So berichtet der ukrainische Pipelinebetreiber TSO, dass Gazprom Anfang 2021 die durch seine Leitungen transportierte Gasmenge von zuvor 180 bis 185 Millionen Kubikmeter auf 124 Millionen Kubikmeter pro Tag verringert habe. Und für September buchte Gazprom dann nur noch 109 Millionen Kubikmeter. Geht es bis zum Jahresende so weiter, fehlen dem europäischen Markt rund 23 Milliarden Kubikmeter – mehr als ein Viertel des Bedarfs von ganz Deutschland.
»Gazprom liefert eindeutig weniger, als sie könnten – obwohl der ökonomische Anreiz enorm ist, bei diesen außergewöhnlich hohen Preisen«, sagt Hanns Koenig, Marktexperte des Beraters Aurora Energy Research. »Offenbar sind den Russen ihre strategischen Ziele wichtiger: Dass sie Nord Stream 2 möglichst bald nutzen können – und möglichst allein.«“

Warum bestellt Europa nicht mehr Gas?

Diese Vorwürfe hört man in westlichen Medien jetzt immer öfter, aber sie sind haltlos. Sogar der Pressesprecher des Kreml wurde danach gefragt und er sagte dazu:

„Brennstoff wird zuerst verkauft, dann gefördert und erst dann geliefert. Daher sind zusätzliche Bestellungen von europäischen Unternehmen erforderlich, um das Angebot zu erhöhen.“

Ich habe schon auf die entscheidende Frage hingewiesen: Warum wurden die Gasspeicher in diesem Sommer nicht gefüllt, wie es sonst jedes Jahr passiert ist? Und warum bestellen die europäischen Gasimporteure auch jetzt noch nicht mehr Gas, wo ein kommender Engpass beim Gas schon absehbar ist?

Über diese Fragen gehen der Spiegel und die anderen „Qualitätsmedien“ stillschweigend hinweg. Dabei ist das die entscheidende Frage, die man sich in Russland inzwischen immer lauter stellt: Europa stöhnt über explodierende Preise und zu leere Gasspeicher, aber erhöht seine Bestellmengen nicht. Warum?

Und dass Europa nicht genug Gas bestellt, ist keine russische Propaganda, denn wenn Europa mehr Gas bestellen, Russland aber nicht liefern würde, würde das nicht nur die Schlagzeilen beherrschen, sondern dann könnte die Bundesregierung auch sagen, dass Gazprom seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Sie verkündet aber das Gegenteil, Gazprom liefert vertragsgemäß und die Verträge sehen vor, dass Europa mehr Gas bestellen und bekommen könnte, als es derzeit bestellt.

Wie der Spiegel davon ablenkt

Diese Frage wird in den westlichen Medien nicht gestellt und nicht thematisiert. Stattdessen wird davon geschickt abgelenkt. Der Spiegel schreibt weiter:

„Laut der EU-Gasrichtlinie muss Gazprom auch Konkurrenten die Nutzung der neuen Leitung gegen Gebühr erlauben. Gegen diese Verpflichtung sind der Konzern und seine Partner vor Gericht gezogen; ihre Klage wurde kürzlich abgewiesen.“

Das klingt für den Leser, der sich mit dem Gasmarkt nicht auskennt, so als würde Gazprom nicht nur zu wenig Gas liefern, sondern seine Leitungen auch noch für andere, die helfen könnten, blockieren. Das ist kompletter Unsinn und eine bewusste Irreführung der Leser.

Der Grund ist einfach: Die Leitungen von Gazprom führen von Russland nach Europa. Es gibt niemanden, der Gas in russische Pipelines einspeisen könnte, selbst wenn Gazprom das anbieten würde. Das gleiche gilt für Verteilerpipelines, die das russische nach seiner Anlieferung in der EU in Europa verteilen.

Es ist sogar noch schlimmer, denn die EU-Gasrichtlinie zwingt Gazprom dazu, einige Pipelines nur zu 50 Prozent zu nutzen, weil ja die andere Hälfte für andere Anbieter zur Verfügung stehen soll. Aber es sind gar keine anderen Anbieter an die Pipelines angeschlossen, was bedeutet, dass die EU-Gasrichtlinie die Transportkapazitäten künstlich halbiert. Nur steht davon nichts im Spiegel und wenn Gazprom vor Gericht darum kämpft, seine eigene Pipeline zu hundert Prozent nutzen zu können, also notfalls mehr Gas nach Europa schicken können, stellt der Spiegel das durch seine Formulierungen sogar noch in ein negatives Licht.

Droht ein Winter ohne Strom und Heizung?

Im weiteren Verlauf des Artikels malt der Spiegel ein düsteres Bild über die Aussichten auf dem Gasmarkt. Er berichtet von europaweit steigenden Strompreisen und den Gegenmaßnahmen, die die Politik angeblich trifft. Nur eine Gegenmaßnahme trifft die Politik nicht, sie sorgt nicht für höhere Bestellungen bei Gazprom, was der Spiegel aber nicht erwähnt.

Das gipfelt am Ende des Artikels in folgenden Formulierungen

„Sollte der kommende Winter hingegen ähnlich kalt werden wie der vergangene, drohe Europa eine akute Energiekrise, warnt die US-Investmentbank Goldman Sachs. Dann könne es großflächige Stromausfälle geben. Und Regierungen könnten sogar dazu gezwungen werden, bestimmte Industriebranchen zu schließen, weil das knappe Gas zum Heizen von Wohnungen gebraucht wird.
Aber das ist ein Worst-Case-Szenario. In Speichern in der westlichen Ukraine liege noch einiges an Gas; »diese Vorräte sind noch gar nicht angezapft worden«, sagt Gerd Wölbling, Einkaufsmanager beim Leipziger Gashandelskonzern VNG. »Und: Nord Stream 2 wird viel Gas liefern.« Nichts würde die Machthaber im Kreml mehr freuen als das: Wenn sie es wären, die am Ende den Europäern aus der Patsche helfen.“

Die Medien scheinen sich schon die Hände zu reiben, denn wenn es im Winter tatsächlich zu einer Gaskrise kommen sollte, werden sie diese mit großem Eifer Russland in die Schuhe schieben, dabei handelt es sich um ein Problem, das die EU sich selbst geschaffen hat.

Aber seien Sie sicher: Russland wird schuld sein!

Die EU-Kommission hat´s verbockt

Übrigens ist das Problem noch aus einem anderen Grund hausgemacht, denn sogar die hohen Preise in der EU haben wir der EU-Kommission zu verdanken. Die europäischen Gasrichtlinien haben den Markt „liberalisiert“, was ganz toll klingt.

Tatsächlich bedeutet das jedoch folgendes: Gazprom liefert sein Gas zu einem langfristig festgelegten Preis von derzeit etwas über 220 Dollar. Die hohen Preise in der EU sind hausgemacht, weil das Gas von den Importeuren an der Börse weiterverkauft, also innerhalb der EU zu einem Spekulationsobjekt gemacht wird. Wären Gasimporteur und Gasversorger einheitlich in staatlich Hand, könnte niemand einen derartigen Aufschlag auf die Gaspreise nehmen. Wenn man aber „die Märkte“ die Gaspreise regulieren lässt, sind solche Preissprünge möglich, wobei Preise die Angewohnheit haben, vor allem nach oben zu springen.

Die Differenz zwischen den 220 Dollar, zu denen Gazprom das Gas nach Europa liefert und den 1.000 Dollar, für die es in Europa gehandelt wird, sind eine direkte Folge der „Marktliberalisierung“ der EU-Kommission und die Gewinne steckt sich nicht Gazprom in die Tasche, die kassieren die europäischen Energiekonzerne.

Darauf, dass die hohen Preise in der EU hausgemacht sind, hat Präsident Putin vor kurzem erst in einer Pressekonferenz aufmerksam gemacht und die Verantwortlichen in der EU-Kommission ironisch als „Schlaumeier“ bezeichnet:

„Ich habe eben gesagt, dass der Preis auf dem freien Markt in Europa derzeit 650 Dollar pro tausend Kubikmeter beträgt. Aber es waren die Schlaumeier der letzten Europäischen Kommission, die eine marktorientierte Gaspreisgestaltung vorgeschlagen haben, und hier haben Sie das Ergebnis.“

Nur gut, dass Spiegel-Leser von all dem nichts wissen…


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Wie der Spiegel über die Situation auf dem europäischen Gasmarkt desinformiert

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Archiv

%d Bloggern gefällt das: