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Ausland, Nordamerika

US-Biolaboratorien Betreibt das Pentagon Menschenversuche in Georgien?

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Russland ist besorgt über Biolabors, die das Pentagon in vielen Ländern der Welt betreibt und von denen nicht bekannt ist, woran dort gearbeitet wird. Da die deutschen „Qualitätsmedien“ dieses Thema konsequent verschweigen, berichte ich darüber.

Ich habe schon öfter über das Richard-Lugar-Zentrum in Georgien berichtet. Das ist ein US-Biolabor, das zum Pentagon gehört, und von dem nicht bekannt ist, was dort erforscht und mit welchen Erregern dort gearbeitet wird. Die Existenz des Labors ist nicht geheim, es ist keine russische Verschwörungstheorie, man findet dazu auch auf Deutsch und Englisch Informationen im Netz.

Die USA verweigern anderen Staaten die Kontrolle dieses und anderer Pentagon-Labore in der ganzen Welt. Während die USA zum Beispiel von China fordern, es solle westliche Kontrolleure in seine Biolabore lassen, lassen die USA ausländische Kontrollen in ihren Laboren nicht zu, nicht einmal in denen, die sie im Ausland betreiben. Man muss sich generell fragen, wozu das Pentagon Biolabore in anderen Staaten betreibt, denn es geht nicht nur um das Labor in Georgien, es geht um etwa 20 Labore allein in der Ukraine und Georgien.

Offiziell wird dort Pandemie-Forschung zum Wohle der Menschheit betrieben, aber es wurden nie Forschungsergebnisse veröffentlicht. Daher ist ein gewisses Misstrauen durchaus berechtigt. Man stelle sich vor, wie die USA reagieren würden, wenn China oder Russland solche Labore in Mexiko, Venezuela oder auf Kuba betreiben würden. Die USA wären gegen solche Labore in der Nähe ihrer Grenzen, aber sie selbst betreiben Labore in der ganzen Welt, ohne sich um die Sorgen anderer zu kümmern.

Frühere Tests von Biowaffen an der US-Bevölkerung

Dabei sind Sorgen berechtigt, immerhin haben die USA früher Feldversuche mit Krankheitserregern an der eigenen Bevölkerung durchgeführt. Da das zu Skandalen geführt hat, liegt die Vermutung nicht fern, dass das Pentagon diese Dinge nun in andere Länder „ausgelagert“ hat. 2016 wurden mehrere Fälle bekannt. Ich werde nur Beispiele nennen, hier finden Sie mehr zu dem Thema.

Am 20. September 1950 spritzte die US-Marine von einem Schiff vor San Francisco eine Wolke von Mikroben in die Luft. Zweck der Übung war es zu testen, wie ein Angriff mit Biowaffen die 800.000 Bewohner der Stadt treffen würde. Es gab mindestens einen Toten.

1966 wurde sogar in der New Yorker U-Bahn ein Biowaffentest durchgeführt. Forscher der Armee haben mit Bakterien gefüllte Glühbirnen auf die Gleise geworfen und gemessen, wie sich die Keime im Tunnelsystem verbreiten. Aufgrund der Sogwirkung fahrender Züge konnten sich an der 14. Straße freigesetzte Bakterien problemlos bis zur 58. Straße ausbreiten, wie ein beteiligter Wissenschaftler 1975 in einer Anhörung aussagte.

Da all diese Dinge erst Jahrzehnte später bekannt geworden sind und nie jemand bestraft wurde, gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass das Pentagon diese Praktiken eingestellt haben könnte. Man muss dem Pentagon nicht einmal böse Absichten unterstellen, auch bei den früheren Versuchen ging man im Pentagon davon aus, die Versuche seien ungefährlich. Aber das waren sie nicht.

Das Lugar-Labor in Georgien und die ungeklärten Todesfälle in dem Labor waren nun wieder Thema eines Beitrages des russischen Fernsehens, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Georgien hat seine biologische und epidemiologische Souveränität verloren. Die Risiken für Russland sind gemäß einer Stellungnahme von Anna Popova, der Leiterin der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor, die im Fernsehsender NTV ausgestrahlt wurde, sehr hoch. Sie sprach über ausländische Biolaboratorien in der Nähe der russischen Grenzen. Vor allem über das berüchtigte georgische Zentrum, das nach Richard Lugar benannt ist. Nach der offiziellen Version ist es auf die Erforschung biologischer Gefahren spezialisiert. In den letzten Jahren wurde es jedoch wiederholt mit Tests von biologischen und chemischen Waffen in Verbindung gebracht. Es arbeitet seit zehn Jahren im Rahmen eines Programms der amerikanischen Regierung. Nikolai Patruschew, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, hat übrigens gerade über die Schlüsselrolle der Vereinigten Staaten bei der Einrichtung und dem Betrieb solcher Institutionen gesprochen. In einem Interview mit Argumenty i Fakty betonte er, dass die Vereinigten Staaten unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Forschung die Gesundheit von Dutzenden Millionen Menschen gefährden und „so deren Rechte verletzen“. Und nun hat Anna Popova ähnliche Bedenken geäußert. Und es gibt in der Tat einiges, wovor man Angst haben muss.

Dieses Video mit dem vielsagenden Titel „Russische Propaganda gegen das Labor in Tiflis“ hat in dem knappen Jahr, in dem es online ist, nur etwas mehr als zweitausend Zuschauer erreicht, aber das amerikanische YouTube listet es bei einer Suchanfrage zu „Lugar“ an erster Stelle der Suchergebnisse. Andere Videos über das georgische Zentrum mit zehntausenden von Aufrufen werden von YouTube vorsorglich am Ende der Suchseite platziert. In dem Video heißt es:

„Das Lugar-Labor ist ein lebendiges Beispiel für die amerikanisch-georgische Partnerschaft, darum ist es Desinformationsangriffen ausgesetzt.“

Nach der offiziellen Version haben die Pioniere der georgischen Epidemiologie in den letzten zehn Jahren zum Wohle der Nation hinter hohen Zäunen und Stacheldraht Influenzaviren, Parainfluenzaviren und andere Krankheitserreger untersucht. Das klingt ziemlich seltsam, schließlich bietet Georgien zum Wohle der Nation nicht einmal kostenlose Impfungen gegen Röteln und Masern an, die von der WHO in die Liste der Pflichtimpfungen für das erste Lebensjahr aufgenommen wurden.

„Es ist von unschätzbarem Wert, ein solches Labor in diesem Land zu haben. Schließlich kann jeder Arzt, der komplizierte Krankheiten behandelt, auf dessen Dienste zurückgreifen“, heißt es in dem Video.

Es ist beängstigend, sich vorzustellen, woran jemand erkrankt sein muss, um die Dienste von Lugar in Anspruch zu nehmen. Der amerikanische Journalist Jeffrey Silverman, der dem Labor in der Vergangenheit Menschenversuche vorgeworfen hat, hat neue Dokumente veröffentlicht, die Fälle von georgischen Wehrpflichtigen dokumentieren, die mit höchst atypischen Krankheitserregern infiziert wurden, darunter West-Nil-Fieber, Milzbrand, Brucellose und andere tödliche Viren und Bakterien.

„Die Amerikaner haben fast eine Milliarde Dollar für den Bau von 20 Labors in Georgien und der Ukraine ausgegeben. Dieses Geld stammt nicht von einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich um die Gesundheit der Menschen auf der ganzen Welt kümmert, sondern vom Pentagon. Es handelt sich um einen hochmodernen Komplex, der einem Erdbeben der Stärke 9 standhält und die vierthöchste Sicherheitsstufe aufweist. Warum sollte das kleine Georgien, das keine Pläne hat, biologische Waffen zu entwickeln, so etwas brauchen?“, fragt unser Militärexperte Alexander Rogatkin.

Menschenversuche sind leider keine Horrorgeschichte aus dem Fernsehen. Laut Berichten des Labors, die vom ehemaligen georgischen Minister für Staatssicherheit Georgadse freigegeben wurden, starben in den Jahren 2015 und 2016 60 Menschen innerhalb der Mauern von Lugar. Die Todesursache war laut den Wissenschaftlern unbekannt. Sowohl Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest als auch das Auftreten von Gelbfieber übertragenden Stechmücken wurden im Laufe der Jahre mit dem Zentrum in Tiflis in Verbindung gebracht.

„Als das Labor noch im Bau war, hatten wir einen Plan der Räumlichkeiten des Labors. Es wurden spezielle Räume für die Ansammlung großer Mengen von Viren und Keimen eingerichtet, was den wahren Zweck dieses Labors beweist“, sagt Gennadi Onischtschenko, ehemaliger Leiter der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor und Mitglied der Staatsduma.

Georgien bemüht sich, größtmögliche Offenheit zu demonstrieren und lädt jeden ein, die Anlage zu besichtigen, aber das beschränkt sich auf inszenierte Videos, in denen georgische Schulkinder durch die Gänge des Hochsicherheitslabors laufen.

„Was auch immer die georgische Regierung darüber verkünden mag, sie habe die Kontrolle über das Lugar-Labor übernommen, ist nicht wahr. Die Georgier waren sogar gezwungen, ihre Anti-Monopolgesetze zu ändern, damit nur Amerikaner dieses Labor warten können. Das Labor wird von amerikanischen Spezialisten gewartet, die einen Vertrag mit dem Pentagon haben“, sagt der Politikwissenschaftler Jewgeni Michailow.

Faktisch ist Lugar eine geschlossene Militäreinrichtung, die für unabhängige Experten nicht zugänglich ist. Hochrangige Pentagon-Beamte wiederum kommen regelmäßig in das Zentrum. Man kann sie verstehen, denn die USA haben bereits über 350 Millionen Dollar allein für die Forschung in dem Labor ausgegeben.

Ende der Übersetzung

Betreibt das Pentagon Menschenversuche in Georgien?

Diskussionen

3 Gedanken zu “US-Biolaboratorien Betreibt das Pentagon Menschenversuche in Georgien?

  1. Die ehemaligen sowjetischen Biowaffenlabors bekämpfen COVID-19.
    man muss bedenken das diese Einrichtungen Teil des sowjetischen Pestbekämpfungssystems, das Mitte des 20. Jahrhunderts als Netz von Forschungsinstituten und Feldstationen in der gesamten Sowjetunion eingerichtet wurde, um die Verbreitung von Krankheitserregern zu untersuchen und zu verhindern. Einige dieser Einrichtungen waren im kalten Krieg Teil des Biowaffenprogramms. Nach dem Zusammenbruch der UDSSR waren sie ungesichert, unterfinanziert und in schlechtem Zustand und wurde zu medizinischen Einrichtungen und Forschungseinrichtungen umgebaut. Nun stehen sie an vorderster Front im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in Zentralasien und im Kaukasus.

    https://www.nti.org/analysis/articles/anti-plague-facilities-soviet-union/

    In einer grossangelegte Propaganda- und Desinformationskampagne werden immmer wieder Gerüchte verbreitet, die einmal China, dann wieder die USA, ein anderes Mal in Kasachstan, Usbekistan und auch Georgien als illegales Covid Labor bezeichneten. Hochrangige Beamte haben Verschwörungsmärchen verbreitet, wonach die Labore Teil einer geheimen Biowaffeninfrastruktur seien, die angeblich tödlicher Krankheitserreger und ansteckender Krankheiten verbreiten sollen. Die Palette der Gerüchte reicht hier vom Zika-Virus und der Schweinegrippe bis hin zu absichtlich verbreiteten invasiven Stinkwanzen, die landwirtschaftliche Kulturen befallen. Das ist ähnlicher Humbug wie die Ammenmärchen von aus Flugzeugen abgeworfenen Kartoffelkäfern. Doch damit nicht genug: 2019 rief ein prominenter russischer Talkshow-Moderator das russische Militär auf, Luftangriffe auf die kasachische Anlage zu fliegen.

    https://central.asia-news.com/en_GB/articles/cnmi_ca/features/2019/07/05/feature-01

    Wiederholt wurden Informationen über diese Einrichtungen angefordert und auch geliefert, auch russische Medien haben Zugang erhalten. Wegen der Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation, der WHO für Tiergesundheit und anderen Einrichtungen werden diese Zentren regelmässig kontrolliert und haben nichts zu verbergen.

    https://eurasianet.org/armenia-to-open-doors-of-us-built-biolabs-to-russia

    Sie nutzen das Electronic Integrated Disease Surveillance System, um Echtzeitdaten untereinander und mit anderen ausländischen Partnern auszutauschen.

    Klicke, um auf report_mesa_georgia.pdf zuzugreifen

    Bereits 1991 wurde im Rahmen der Nunn-Lugar-Initiative zur Verringerung der Bedrohungslage Labore in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan und Usbekistan umgebaut. Ursprünglich wurden in diesen Laboren aus der Sowjetzeit Massenvernichtungswaffen wie Atomwaffen und Biowaffen entsorgt. Heute werden sie von einheimischen Experten betrieben, die den zivilen Ministerien ihrer Länder unterstehen und aus dem jeweiligen Staatshaushalt finanziert werden. In den Ländern, die sich bei der Bekämpfung der Pandemie auf das Fachwissen der Labore verlassen, erweisen sie sich so als lohnende Investition.

    Noch heute leistet die Nunn-Lugar Initiative wichtige Arbeit bei der Seuchenbekämpfung und Forschung, bei Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und auch bei der Ausbildung von medizinischem Personal, die bei der Bekämpfung des Coronavirus in ihrem Land an vorderster Front stehen. Dieses Fachwissen ist von entscheidender Bedeutung in einer Region, die an der Kreuzung von China, Russland und dem Iran liegt, der am härtesten betroffenen Länder der Welt.

    Georgien konnte den Ausbruch bisher eindämmen und rühmt sich dabei sogar der niedrigsten COVID-19-Todesrate in ganz Europa und plant, den Tourismus wieder zu eröffnen. Armenien dagegen hatte die höchsten Infektions- und Todesraten in der Region und auch Kasachstan wurde von der zweiten Infektionswelle schwer getroffen.

    Georgien hatte da bereits eigenene Testverfahren entwickelt und konnte Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden liefern. Dank dieser frühzeitigen Erkennung der Bedrohung konnten die georgischen Gesundheitsbehörden infizierte Patienten identifizieren, unter Quarantäne stellen und behandeln und eine Kontaktverfolgung einführen.

    Obwohl Georgien das erste Land in der Region war, in der ein COVID-19-Patient identifiziert wurde, konnte es die Infektions- und Todesraten niedrig halten, insbesondere im Vergleich zu seinen Nachbarn. Der Direktor des Lugar-Zentrums, ein in der Sowjetunion ausgebildeter Immunologe, hat sich zu einem wichtigen öffentlichen Gesicht der georgischen Pandemiebekämpfung entwickelt und kritisierte unverblümt die ignorante und laxe Haltung der georgisch-orthodoxen Kirche zur sozialen Distanzierung. Seine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise und seine Fähigkeit, der Entwicklung der Pandemie immer einen Schritt voraus zu sein, haben dazu beigetragen, die Regierung dazu zu bewegen, die Pandemiebekämpfung medizinischen Fachleuten zu überlassen, was die Krise in einem Land, das seit jeher stark polarisiert ist, effektiv entpolitisiert hat.

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    Verfasst von Fred Milkereit | 27. September 2021, 14:00
  2. In Georgien ???

    Weltweit, sie nennen es impfen !

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    Verfasst von zivilistin | 25. September 2021, 15:53

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