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Inland, Parteien

Grüner Kriegskurs

von Jürgen Wagner – http://www.imi-online.de

Großen Teilen der Grünen kann es augenscheinlich gar nicht schnell genug gehen, mit den letzten friedenspolitischen Restchen der Partei endgültig aufzuräumen. Dass in Deutschland unter den aktuellen Machtverhältnissen nur regiert, wer sich rückhaltlos zum Krieg bekennt, wusste schon der designierte Außenminister Joseph Fischer, als er – bereits gewählt, allerdings noch nicht im Amt – im Oktober 1998 zusammen mit dem künftigen Kanzler Gerhard Schröder (SPD) der damaligen US-Regierung versicherte, an ihnen werde ein Angriffskrieg gegen Jugoslawien nicht scheitern. Und so war es dann auch. So lange wollten der aktuelle Grünen-Chef und mögliche künftige Außenminister Robert Habeck und andere aber nicht warten. Noch vor der Bundestagswahl im September wurde damit begonnen die allerletzten friedenspolitischen Positionen der Partei zu schreddern.

NATO & Nukleare Teilhabe

Zunächst setzte Habeck der Linkspartei die Pistole auf die Brust, als er ihr bereits im Mai in bester grüner Manier ins Stammbuch schrieb, in Deutschland schließe eine Regierungsfähigkeit ein Bekenntnis zur NATO ein. Die Zeit beschrieb den Vorgang mit folgenden Worten:  „Grünen-Chef Robert Habeck hat ein Linksbündnis nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen – fordert von der Linkspartei für eine mögliche Koalition aber Zugeständnisse. […] Die Linkspartei müsse ‚in besonderem Maße beweisen, dass sie regierungsfähig und bereit ist, für dieses Land Verantwortung zu übernehmen‘, sagte Habeck. Das schließe ein Bekenntnis zur Nato ein, aber auch, ‚dass der industrielle Kern dieser Republik nicht zerstört wird‘.“ Auch die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock äußerte sich Ende August 2021, es sei in der Außen- und Sicherheitspolitik erforderlich, „handlungsfähig und als Partner verlässlich sein“, was auch bedeute, „zur NATO zu stehen“.

Auch von der Forderung nach einem sofortigen Abzug der in Deutschland im Rahmen der „Nuklearen Teilhabe“ der NATO lagernden US-Atomwaffen wollen prominente Grüne inzwischen nichts mehr wissen. Wenn etwa der Grünen-Haushälter und Verteidigungspolitiker Tobias Lindner von einem Zeitfenster zwischen 2030 und 2035 spricht, das hierfür „realistisch“ angepeilt werden könne, wird klar, dass hier der St. Nimmerleinstag gemeint ist. Ganz ähnlich scheint dies auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu sehen, die damit unter Beweis stellt, dass auch ihr keine (frühere) friedenspolitische Position ernsthaft heilig ist: „Wir können ja nicht einfach sagen, wir schicken die US-Atomwaffen mal eben zurück in die USA.“

Noch weiter ging bereits Anfang des Jahres das Papier „Transatlantisch? Traut Euch!“, dessen Ko-Autorin Ellen Ueberschär auch als eine von zwei Vorständen der Grünen-nahen Böll-Stiftung fungiert (ihr Mit-Autor war im Übrigen Patrick Keller, der Vizepräsident der „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“). Mit kaum überbietbarem Pathos wird darin schwadroniert, die NATO sei der „Glutkern des Westens“, weshalb das Bündnis massiv gestärkt werden müsse, damit die USA nicht von der Fahne gehen und am Ende sogar noch ihre Atomwaffen aus Deutschland abziehen würden: „Das kann nur durch eine ambitionierte neue Übereinkunft gelingen, die im Kern besagt: Die europäischen NATO-Staaten – mit Deutschland an erster Stelle – erhöhen ihre Fähigkeiten zur konventionellen Verteidigung erheblich. Dadurch entlasten sie die USA in Europa und erleichtern es ihnen, sich auf den Indo-Pazifik zu konzentrieren und dort die Interessen der liberalen Demokratien zu schützen. Im Gegenzug bekräftigen die USA ihr Bekenntnis zur Verteidigung des gemeinsamen Bündnisgebietes und untermauern es durch ihre nukleare Schutzzusage sowie ihre dauerhafte militärische Präsenz in Europa.“

Rüstungsexporte & Kampfdrohnen

Nach der NATO machte Grünen-Chef Habeck kurz darauf mit der Aussage von sich reden, die Forderung nach „Defensivwaffen“ für die Ukraine sei berechtigt. Als es daraufhin Kritik hagelte, ging er mit teils reichlich dubiosen Argumenten zur Verteidigung über: „Alle reden dauernd von mehr europäischer Souveränität. Ich auch. Wenn diese Rede irgendeinen Sinn hat, dann muss sich das doch zum Beispiel im Donbass beweisen.“, wird Habeck zitiert. Dass es mit der Unterscheidung zwischen offensiven und defensiven Waffen nicht ganz so einfach ist, wie sich Habeck das wohl zusammenreimt, musste er sich zum Beispiel von Carlo Masala, Professor an der Bundeswehr-Universität in München, sagen lassen: „Die Gefahr ist eben, dass diese Waffen doch für offensive Operationen eingesetzt werden […], was dann sicherlich eine massivere russische Antwort bedeuten würde […] Der Krieg in der Ostukraine würde also nochmals eskalieren. Diese Gefahr ist durchaus existent.“ Ganz abgesehen davon verletzt Habecks Forderung nicht nur die deutschen Rüstungsexportrichtlinien, keine Waffen in Krisengebiete zu exportieren. Auch das grüne Grundsatzprogramm vom letzten November hatte sich hierzu noch bekannt: „Exporte von Waffen und Rüstungsgütern an Diktatoren, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete verbieten sich.“

Generell lässt sich wohl sagen, dass das Verhältnis zu Rüstungsgütern für die meisten Grünen heute weit entspannter ist als dies noch in früheren Jahren der Fall war. Selbst die Position zur Bewaffnung von Drohnen wurde beim Online-Parteitag der Grünen im Juni 2021 begradigt, indem sich dort mit 347 von 728 Delegierten eine knappe Mehrheit der Delegierten dafür aussprach, den Einsatz bewaffneter Drohnen zu prüfen. Im Antrag hieß es: „Gleichzeitig erkennen wir an, dass diese Systeme Soldat*innen in gewissen Situationen besser schützen können. Deshalb muss klar gemacht werden, für welche Einsatzszenarien der Bundeswehr die bewaffneten Drohnen überhaupt eingesetzt werden sollen, bevor über diese Beschaffung entschieden werden kann.“ Im Bundestagswahlprogramm 2017 hieß es noch: „Wir sind gegen die Beschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen für die Bundeswehr.“

Systemkonkurrenz & Rüstung

Das sind nur einige von vielen Beispielen, die belegen, dass die Grünen längst sturmreif geschossen sind – besonders konfrontativ fallen die Positionen gegenüber China und Russland aus. Hier tun sich führende Grüne schon seit vielen Jahren als Speerspitze in Sachen Stimmungsmache gegen diese beiden Länder unangenehm hervor – gerne auch verknüpft mit einem Plädoyer für die Aufrüstung der Europäischen Union. Am 16. April 2020 veröffentlichte Papier zum Beispiel die grüne Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner das Papier „Grüne vernetzte Außenpolitik für eine Welt in Unordnung“, in dem es hieß: „Wir erleben die Rückkehr des geopolitischen Wettbewerbs. Revisionistische Kräfte, wie China und Russland, versuchen die Welt neu zu ordnen. […] Europa muss als geopolitischer Akteur erwachsen werden. […] Wenn wir nicht zusammenstehen, dann werden wir Schachbrettfiguren, im Spiel der Großmächte.“ Auch die grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock hat sich voll dem Gerede vom „Wettstreit der Systeme“ verschrieben, unter dessen Vorzeichen sie sich für eine „Perspektive einer Ukraine in der EU und in der Nato“ ausspricht. China geißelt sie für seine „knallharte Machtpolitik“, weshalb die „liberalen Demokratien“ eine Mischung aus „Dialog und Härte“ finden müssten. Selbst wenn nicht alle Kritikpunkte an China und Russland völlig abwegig sind, übertrieben werden sie allemal. Noch schwerer aber wiegt aber, dass bei den Grünen jedwede Kritik an der Eskalationspolitik des Westens mit Abwesenheit glänzt.

Somit verwundert es auch nur noch wenig, dass die Grünen für ihre harte Haltung gegenüber den erklärten Rivalen Russland und China viel Applaus in den bürgerlichen Medien erhält. Allerdings wird dies zumeist mit dem Hinweis verbunden, dann müsste die Partei auch konsequent sein und sich weiteren drastischen Erhöhungen des Militärhaushaltes nicht verschließen. Doch auch hier sind die Grünen bereits weite Wege gegangen: Zwar stellte sich Annalena Baerbock bislang nicht vorbehaltlos hinter das sogenannte 2-Prozent-Aufrüstungsziel der NATO. Allerdings lassen ihre Positionen auch hier viel zu wünschen übrig, wenn sie etwa das Märchen wiederholt unter den Verteidigungsministern Karl-Theodor zu Guttenberg (2009-2011) und Thomas de Maizière (2011-2013) sei bei der Bundeswehr „massiv gespart worden“. Das entspricht schlicht nicht den Tatsachen, der Etat wurde in dieser Zeit nur nicht in dem Maß erhöht wie in den Jahren davor und vor allem danach. Vor allem aber sieht sie trotz der absurden Steigerungen des Militärhaushaltes zwischen 2010 (€31,1 Mrd.) und 2021 (€46,9 Mrd.) Bedarf für noch mehr Geld. Schon letzten November gab sie dazu ihre Rüstungsformel zum Besten, die sie seither beständig wiederholt: „Wir müssen uns da ehrlich machen. Ja, in manchen Bereichen muss man mehr investieren, damit Gewehre schießen und Nachtsichtgeräte funktionieren.“

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine aktualisierte Version eines Beitrages, der zuerst in der SoZ 9/2021 erschien.

Grüner Kriegskurs

Diskussionen

5 Gedanken zu “Grüner Kriegskurs

  1. Klar, die Grünen. Und die Querdenker. Und die Demokratiebewegung. Schlachtfromme, die sich als Protestler mißverstehen.

    Der Protest von Schlachtfrommen ist bestens organisiert. Seit BRD-Jahrzehnten nun schon immer die selbe politische Forderung: „Schlachtet bitteschön so, daß wir es nicht bemerken. Tut so, als wolltet ihr nur spielen!“ Es sind die Schlachter, die solchen „Protest“ des Schlachtviehs organisieren.

    Grell sichtbar wurde dies erstmals im Vorlauf einer Schlachteplatte namens UN-Agenda-2010, als die Schlächtertruppe Schröder/Fischer bzw. Rot-Grün ins Regierungsamt gehievt wurde. Schlachtefest, es folgten Krieg nach außen und nach innen. Nach außen Jugoslawien-Krieg, nach innen Zwangsarbeit, Niedriglohn sowie eine auf Demoralisierung zielende repressionswütige Weiterbildungsindustrie. Übrigens ein zig Milliarden schweres Geschäftsmodell von vor allem DGB, Verdi und weiteren Mitgliedsgewerkschaften.

    Es erinnert diese Truppe an den Film They Live (Sie sind unter uns). Stehen mit ihren Opfern zusammen in der Kassenschlange als ehrenhafte Mitbürger, die ihren Mitmenschen aus der Not und „in Arbeit“ helfen. Die historischen Nazis gaben ihren in jedem größeren Dorf betriebenen Weiterbildungseinrichtungen übrigens den Verwaltungstitel Arbeitserziehungs-Lager. Es ließe sich ja einmal die lustige Frage stellen, wo all jene vielen Arbeitserzieher ihre beruflichen Karrieren nach 1945 wohl fortgesetzt haben mögen. Wo sind sie geblieben.

    In den 1990ern baute der demokratisch gewordene deutsche Herrenmensch sich seine Herde schlachtfrommer Schafe als Linke auf. Aus Rechtsschafist mache Linksschafist, aus „national“ mache das SPD/DGB-Gewäsch vom «Wirtschaftsstandort Deutschland». Wir wissen, was aus diesem Wirtschaftsstandort geworden ist. Hier und anderswo unter dem Himmel des internationalen Kapitals.

    In seiner neuesten Version stellt das linksschafistische schlachtfromme Sentiment sich als Querdenken und Demokratiebewegung vor. Hierzu sehr erhellend die Recherchen des autonomen Rechtskonservativen Roland Huber (eyes of truth) zu den personell-organisatorischen Verflechtungen von Querdenken bzw. Demokratiebewegung mit der Linken von vor Corona. Leider haben ein Rechtsstreit gegen einen Ärztekammer-Präsidenten und die daraus hervorgekommenen Zahlungsverpflichtungen den Roland auf Vollzeit auf den Fernfahr-Bock gesetzt. Nicht mehr viel Zeit nun für weitere Recherchen.

    Gang/Countergang ist ein altes Spiel aus der Trickkiste der Massenmanipulation. Damit die aktuelle Schlachtvieh-Bewegung sich artig einbilden kann, antifaschistisch, links oder demokratisch zu sein, erschufen BRD-deutsche Dienste eine extremistische faschistische Rechte. Zu dieser Retortenrechten hat Wolf Wetzel recherchiert, ein von Parteien und Verbänden unabhängiger und also tatsächlich autonomer Linksautonomer. Siehe wolfwetzel.de. Ein freier Mann, einer von den Braven, der Wolf!

    Linker organisierter Protest wird bis hin zu radikalen und extremistischen Kleingruppen hin nicht von Diensten, sondern aus dem DGB heraus geführt. Behaupte ich. Übrigens, DGB = CIA. Siehe diesbezügliche Recherchen von Hermann Ploppa. (Der allerdings auf Portalen publiziert, die Teil des DGB/CIA-Linksklüngels sind. But what can a poor boy do… .)

    Zurück gehen meine Einschätzungen auf eigene Einblicke vom Ende der 1990er in die BAG-E, was für Bundesarbeitsgemeinschaft Erwerbslose steht. Welche aus dem DGB heraus geführt wurde und zur Zeit des 1998er Wahlkampfs die „Jagoda-Tage“ organisierte. Das waren Montagsdemos gegen die (aus Sicht der SPD/DGB/CIA-Schlächtertruppe) nicht genügend schlachtkräftige CDU-Regierung. (Welche sich nach 2005 um so mehr gemausert hat.) Mit jenen Jagoda-Tagen bzw. Montags-Demos riefen Arbeitslose nach Arbeit. Welche sie von SPD/DGB schon bald nach 1998 bekommen sollten: Zwangsweiterbildung, Zwangsarbeit und Niedriglohn (siehe oben).

    Nicht nur von der Struktur her wird «Querdenken» dem Modell BAG-E gleichen. Auch personell wird es Kontinuitäten geben. Ist eine Art Bastelbaukasten für „Bewegungen“ aus dem immer selben alten faschistischen Stall von Staat, Gewerkschaft/Sozialdemokratie sowie internationalem Kapital und dessen Deepstate. Alles wie gehabt. Aus Schröders UN-Agenda-2010 wurde Merkels UN-Agenda-2030. Aus BAG-E wurden Querdenken und Demokratiebewegung. Same procedure as last agenda. Nur die Umhänge wechseln.

    Hat der Huber Roland in ein hübsches faschistisches Wespennest gestochen. In ein linksgrün faschistisches. Bravo, der Roland!

    Camouflage + False flag = Hirnwäsche. YES, they live, sie sind mitten unter uns! Bloß daß sie keine Außerirdischen sind, sondern Verwirrte in Bewegung. Linksgrün-demokratische Schlachtfromme. In ordentlichem Deutsch: Außerirdische von hier.
    _____________

    Ach, jetzt habe ich ganz vergessen von der Zusammenarbeit Holger Strohms, des Urvaters der Grünen, mit CIA und Rockefeller-Klüngel zu erzählen. Also, das war so: 1976, Hamburg, Wahlkampf, Großveranstaltung, Holger auf dem Podium, ich im Publikum. Endlich war ich an der Reihe und konnte ans Mikro und was sagen. Ich hab den Holger einfach ganz dumm nach seinen USA-Verbindungen gefragt. Da hat er ein volles Geständnis abgelegt. Ein Geständnis, keine Beichte! Denn er fand nichts dabei. Aber das mit Holgers vollem Geständnis ohne was dabei ist eine andere Geschichte. Heute nicht mehr.😁

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    Verfasst von No_NWO | 31. August 2021, 16:32
    • Bitte kurz noch, daß ich bei Wolf Wetzel das Wort Braver im alpendeutschen Sprachsinne im Sinne hatte. Braver steht dort für Mutiger und Tapferer. Sind beides Brave, der Wolf und der Roland.

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      Verfasst von No_NWO | 31. August 2021, 20:33
    • Ja, gesteuerte Opposition ist eines der Standardwerkzeuge unserer psychopathischen Herrscher.
      Bewegungen, die sich tatsächlich für die Deutschen einsetzen, erkennt man an zwei Punkten:
      1. Auf GG Artikel 120 aufmerksam machen
      2. Verzinstes Schuldgeld abschaffen wollen
      Querdenken und Baalweg dienen nicht uns, sondern dem System. Oder sie sind naiv, aber angesichts des uns dank des Internets zur Verfügung stehenden Wissens gehe ich mal nicht davon aus.

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      Verfasst von V wie Vendetta | 1. September 2021, 11:16
      • Volle Zustimmung. Wobei die Querdenker und Co-Traumtänzer sicherlich fest glauben, die großen Welterrettungshelden zu sein. Wie richtet man Eisenspäne gleich? Man setzt sie einem statischen elektrischen oder magnetischen Feld aus. Das kann man auch mit Hirnen von Staatsuntertanen tun. Erst pürriert die Staatsschule lange und ausdauernd in der Fähigkeit zu eigenständigem Denken und Urteilen von Kindern und Jugendlichen herum. Dann wird die so entstandene amorphe Hirnmasse dem Gleichrichterfeld dauermedialer NLP ausgesetzt; NLP = Neurolinguistisches Programmieren. Und siehe da, schon haben wir ihn wieder, den SCHAFisten und seinen Wahn vom Volk ohne Raum. Ähh, vom Volk ohne Luft natürlich, ohne COzwei-freie Luft. Im Ergebnis aber dasselbe. Das saubere (ehedem das rassereine) deutsche Volk ist wieder von Feinden umzingelt. Nur, daß der böse Untermensch nun zu einer bösen, weil unsauberen bzw. die schöne Luft mit COzwei verderbenden bösen Menschheit von Dreckspatzen avanciert ist.

        Ja, Wahnideen sind schier unbegrenzt ausbaubar. Und da haben wir sie schon an ihrem schafistischen Sch(l)afittchen, die Querdenker und Demokratiebewegten. Es sind als Linksschafisten verkleidete Rechtsschafisten. Wobei wir nicht unterschlagen wollen, daß Links und Rechts hier bloß auswechselbare Attribute hirngewaschener Untertanen sind.

        Wir hingegen bleiben jenseits von Links und Rechts. Wir bleiben einfach bei der guten alten kritischen Vernunft und versuchen es lieber mit Verstand als mit Wahn. Wir nehmen ein ausreichend großes Gefäß und geben dort die politischen Ökonomien von Marx/Engels und Lenin hinein. Dreimal kurz umgerührt, einen Tag abgedeckt gären lassen, und wir haben:

        Die weltweiten Machteliten entwickeln seit rund 100 Jahren verschiedene Technologien, welche sie in die Lage versetzen, die Menschheit in ein Zeitalter von Herr und Sklave zurückzuversetzen, schlimmer als das Alte Rom. Die bekannteste dieser Technologien ist Geo-Engineering, verkürzend auch einfach Wettermanipulation genannt. Weitere solcher Technologien werden vielerorts nun debattiert und müssen daher nicht extra aufgezählt werden.
        _______________________
        Einschub: Am Rande zu bemerken, fehlt imho weithin noch die Wahrnehmung von nanotechnisch fabrizierten Biosimilaren bzw. künstlichen Viren (siehe z.B. den einschlägigen wissenschaftlichen Akteur Dr. Roland Wiesendanger). Biosimilare sind Gerätschaften, welche über jene Fähigkeiten verfügen, welche der Müllstream vorgeblich „natürlich“ entstehenden Viren zuschreibt. Es handelt sich schlicht um eine technisch hergestellte Biowaffe. Siehe hierzu Mark Kulacz und George Webb unter NeighborhoodNewsStudio.com.
        ——————————–
        Nun ließe sich zu den Bestrebungen der Eliten zur Versklavung der Menschheit sagen, Gelegenheit mache Diebe. Was aber nicht die enorme Energie und Zielgerichtetheit hinter dem Versklavungsprojekt erklärt, hinter der Entwicklung all der einschlägigen Technologien zur Versklavung der Menschheit. „Gelegenheit“ wäre etwas, das sich ohne große Mühe ergattern ließe.

        Es darf die Frage gestellt werden, bitte, ob das Versklavungsprojekt NWO nicht eine logisch folgerichtige Reaktion auf eine Bedrohung sehr handfester Natur ist — eine Bedrohung der machtlichen Stellung der Eliten als solcher. Aus meiner Sicht ist diese Frage mit Ja zu beantworten.

        ••• These: Ohne Versklavung wird die Warenproduktion unweigerlich zum Stillstand kommen.

        ••• Begründung: Es gibt eine aus technologischer Entwicklung hervorkommende Dynamik, welche den Wertgehalt von Geld als Äquivalent von Reichtum und Macht untergräbt. Und so denn auch als Machtmittel untergräbt. Ich möchte nicht weitschweifig ausführen. Zumal sich jene angesprochene Dynamik anhand eines einfachen Gedankenexperiments darstellen läßt.

        Frage wäre, woraus sich der „Wert“ bzw. der geldliche Preis einer Ware ergeben würde, wenn alle Waren ohne menschliches Zutun hergestellt würden, bzw. durch Roboter, die auch und sogar in der Lage wären, Roboter zu bauen. Böse sarkastisch gesagt, könnte die Menschheit auf der Couch sitzen bleiben und Porno-Vids anschauen. Kurz: Alles wäre verfügbar, jede beliebige Ware oder Dienstleistung, ohne daß irgendjemand einen Finger rühren müßte. Was würde dann ein Zentner Kartoffeln kosten? Oder eine Luxusjacht?

        Mehr noch: Könnte es dann überhaupt noch Geld geben? Woher nimmt Geld seinen Wert, wenn nicht aus leiblich-händischer Arbeit in der Fertigung und im Transport von Waren. Was aus obigem Gedankenexperiment hell hervorleuchtet.

        Sicherlich, es ist nur ein Gedankenexperiment. Es macht den tendentiellen Fall der Profitrate anschaulich. Es tut dieses Gedankenexperiment, was Gedankenexperimente tun sollen. Es wirft Licht auf ein Phänomen, das so einfach blöd und dumm dahergeschlichen kommt, daß es sich der Wahrnehmung entzieht. Und das zudem so gewaltige Ausmaße hat, das sich nicht genügend Abstand herstellen läßt, um die Konturen jenes Phänomens in den Blick zu bekommen.

        Das war’s schon. Sollte sich jetzt jemand erdreisten zu fragen, was das alles mit den Querdenkern zu tun hat, darf der nicht mit auf die nächste Klassenfahrt.😤 Aber ich will nicht grausam sein: Schafisten tun sich schwer mit einer politischen Ökonomie, welche die Wirklichkeit abbildet. Sie träumen lieber von dunklen und bösen Mächten, welche das Reine und Gute bedrohen.

        Tja, Machteliten und Schafisten. Zu jedem Blödsinn gehören immer zwei.

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        Verfasst von No_NWO | 1. September 2021, 14:38
  2. Petra Kelly rotiert derweil in ihrem Grab.

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    Verfasst von Steamboat Willie | 31. August 2021, 10:29

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