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Inland, Wirtschaftspolitik

Akademie Bergstraße warnt vor StromMangelWirtschaft

von http://www.akademie-bergstrasse.de

Henrik Paulitz: Korrektur der Energiepolitik ist „unausweichlich“

Schon immer war klar, dass die Energiewende durch zuverlässige Langzeitspeicher abgesichert werden muss, da bei Windflaute, bei trübem Wetter und jede Nacht die Wind- bzw. Solaranlagen keinen Strom liefern. Doch obwohl seit 1990 ein hoher dreistelliger Milliardenbetrag in den Umbau der Stromerzeugung investiert wurde, gibt es die notwendigen Langzeitspeicher nicht: wegen den nicht zu vertretenden Wirkungsgradverlusten und den nicht mehr zu stemmenden Kosten. Sonne und Wind sind daher auf einen vollständigen Backup-Kraftwerkspark angewiesen.

Bislang kam es nicht zu größeren Stromausfällen, weil es noch genügend Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke gibt. Wenn aber, wie derzeit vorgesehen, Ende 2021 und 2022 weitere Kraftwerke stillgelegt werden, dann kommt es zu einer massiven Gefährdung der Stromversorgung.

Teile der Politik finden diese absehbar „angebotsorientierte“ Energieversorgung zeitgemäß und „spannend“, bei der der Strom nur noch dann aus der Steckdose kommt, wenn die Sonne scheint und der Wind gerade weht (vgl. Bundestags-Rede von Sylvia Kotting-Uhl, 14.04.2021). Kochen, Waschen, Fernsehen, Bahnfahren, Elektroautos laden, Computer-Akkus laden, Kühlen und Kassieren im Supermarkt, Industrieproduktion etc. wären dann zeitweise nur noch wenige Stunden am Tag möglich – wenn überhaupt. Denn anders als vielfach vermutet, wird man den benötigten Kohle- bzw. Atomstrom in der erforderlichen Menge dann auch nicht importieren können. Schon in der Vergangenheit gab es dabei Engpässe.

Solche ständigen Stromunterbrechungen sind charakteristisch für Entwicklungsländer. Die logische Folge einer solchen „StromMangelWirtschaft“ wäre eine Deindustrialisierung Deutschlands, verbunden mit Massenarbeitslosigkeit, einer völligen Überlastung der sozialen Sicherungssysteme, Verarmung und Verelendung. Schon jetzt investieren Teile der Industrie kaum noch in Deutschland. Es ist daher dringend notwendig, weitere Kraftwerksstilllegungen zu verhindern.

Es ist verantwortungslos, weiterhin die Illusion zu verbreiten, mit einem weiteren Wind- und Solarenergie-Ausbau könne man die gravierenden Probleme dieser Energiewende lösen, obwohl nun nach 30 Jahren intensiver Erprobung klar ist, was geht und was nicht geht.

Das betrifft beispielsweise auch das Heizen im Winterhalbjahr: Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ergeben, dass der spezifische Heizenergiebedarf im vergangenen Jahrzehnt klima- und witterungsbereinigt (!) praktisch nicht gesunken ist, obwohl allein nur von 2010 bis 2018 eine halbe Billion Euro in Wärmedämmmaßnahmen geflossen sind. Trotz dieses krachenden Misserfolgs soll es laut DIW mit den energetischen Gebäudesanierungen „auf jeden Fall“ und „noch stärker gefördert“ unverdrossen weitergehen (so sieht Politikberatung heute vielfach aus!).

Und trotz des weiterhin hohen Heizbedarfs kommt nun das bereits beschlossene Verbot reiner Ölheizungen, zudem werden Forderungen nach einem Gas-Heizungsverbot erhoben und mit Blick auf Großbritannien kann man auch nicht ausschließen, dass das Heizen mit Holz künftig wegen des Feinstaubs verboten wird. Die Bevölkerung in den Großstädten darf bangen, ob sie künftig noch zuverlässig mit Fernwärme aus Heizkraftwerken versorgt werden wird.

Propagiert wird neuerdings allein die Elektrowärmepumpe, aber es ist natürlich nicht möglich, zusätzlich auch noch den riesigen Wärmesektor mit Wind- und Solarstrom zu versorgen.

Eine weitere Durchsetzung dieser zunehmend irrationalen Energiepolitik würde natürlich zu immensen Widerständen in der Bevölkerung führen, sobald die Probleme hautnah spürbar wären. Mit demokratischen Mitteln wäre all das nicht durchsetzbar, weswegen die Deutsche Bank Research bereits von der Gefahr einer „Öko-Diktatur“ spricht. Andere befürchten bald schon einen „Klima-Lockdown“.

Lesen Sie das Buch:

Henrik Paulitz: StromMangelWirtschaft
ISBN 978-3-981-8525-3-0

www.akademie-bergstrasse.de

Diskussionen

3 Gedanken zu “Akademie Bergstraße warnt vor StromMangelWirtschaft

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    Verfasst von Public Enemy | 5. September 2021, 1:36
  2. Da hört man immer Elektromobilität. Ist eher nur zwecks Anschub, um größere Batterieproduktionskapazität und ein größeres Rohstofflager (Lithium-Rückgewinnung aus Alt-Batterien) aufzubauen.

    Für die Mobilität in der Neuen Weltordnung(*) sind synthetische Kraftstoffe aus COzwei und Hzwei vorgesehen, die billig und in praktisch unbegrenzter Menge mittels nuklearer Untertagevergasung aus konventionell nicht förderbaren Lagerstätten von Kohlenwasserstoffen gewinnbar sind. (Rohöl als Raffiniergut besitzt überdies den entscheidenden Nachteil von chemisch-physikalisch bzw. verfahrenstechnisch fest vorgegebenen Kraftstoff-Fraktionen.)

    Bei Lithiumbedarf zu denken insbesondere an zwei zukünftig zentrale Technologien. An das Space Command des Pentagons (Gerichtete Mikrowellenstrahlung) und an Elon Musks SpaceLink (satellitenbasiertes Internet). Satelliten verglühen. Dort spielt die ganz große Lithium-Musik.

    (*) = NWO zu verstehen als vom tendentiellen Fall der Profitrate angetriebenes strategisches Elitenbündnis zur Durchsetzung einer globalen Sklavenökonomie (Chinas Elite als Beherrscher Asiens; Rußlands Elite als Beherrscher Europas; US-Elite als Beherrscher der beiden Amerikas).

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    Verfasst von No_NWO | 1. September 2021, 1:28
  3. Kein Problem, D hat die Technik und dank Merkel Regime wird Polen sie umsetzen, wohl südlich Szczecin (oben links der helle Fleck im Dunkeln), und D kauft dann merkelteuer den Strom.

    > Eyssen am Ende der Corona Ausschuss Sitzung 58

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    Verfasst von zivilistin | 30. August 2021, 15:34

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