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Inland, Wirtschaftspolitik

Ich mach mir einen Plan!

von Dr. Rolf Wetzel – https://kaltesonne.de

Ja; mach nur einen Plan
sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch´nen zweiten Plan
gehn tun sie beide nicht.

(Bertold Brecht, im Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens)

Mein Plan: Ich produziere in Windkraftanlagen mit Unterstützung durch ein Gasturbinen-Kraftwerk kontinuierlich Strom in einer Menge von 1000 MW, den ich als Grundlast in ein Netz einspeisen werde.

Die Anlage besteht aus Windanlagen mit einer potentiellen Leistung von 1000 MWp, das bedeutet:  Je nach Windstärke kann die tasächliche Leistung der Windräder bei Windstille Null MW und bei der maximalen Windstärke, die der Auslegung der Anlage zu Grunde liegt, 1000 MW betragen.

Um bei allen Windverhältnissen stetig die geforderte Leistung von 1000 MW in das Netz abgeben zu können, wird ein Gasturbinen- Kraftwerk oder auch ein anderes Kraftwerk (Wasserkraft, Kernkraft oder Kohle), der Windanlage zugeordnet, das in der Lage ist, die geforderte Grundlast von 1000 MW jederzeit bereitzustellen., also die Windanlage bei der Aufgabe, die Grundlast von 1000 MW lückenlos zu liefern, abzusichern.

Die Windanlagen 1000 MWp und z.B. das Gasturbinen- Kraftwerk mit einer Leistung von 1000 MW werden also parallel jeweils mit der maximal möglichen Leistung betrieben.

In das Netz wird mit Vorrang die von der Windanlage erzeugte Leistung eingespeist, die jeweils erforderliche Ergänzung auf 1000 MW erfolgt durch die Gasturbinen-Anlage.

Betrachtet man den Zeitraum eines Jahres, so stellt man fest, das die Windanlage zur Grundlast im Mittel 160 MW (dieser Wert ist Standort abhängig und berücksichtigt die örtlichen Windverhältnisse) beigetragen hat, das Gasturbinen-Kraftwerk die fehlenden 840 MW ergänzt hat.

Damit hat das Gasturbinen-Kraftwerk aber einen Überschuss von 160 MW zur Verfügung, die nunmehr sinnvoll in der Wasserelektrolyse für die Herstellung von Wasserstoff und Sauerstoff als Nebenprodukt genutzt werden.

Die Schwankungsbreite des Windes und damit der Leistung der Windanlagen erfordert aber auch für die Elektrolyse eine Maximalkapazität von 1000 MW.

Wir werden also 10 parallele 100 MW-Elektrolyse-Anlagen bereitstellen, die je nach anfallendem Stromüberschuss zu- oder abgeschaltet werden.

Wir werden einen Bedarf von 5 kWh/Nm^3 Wasserstoff ansetzen müssen, da ein Teillastbetrieb stets mit deutlicher Absenkung des Wirkungsgrades verbunden ist. Der Energieaufwand für die Kompression des Wasserstoffs auf 250 bar (0,27 kWh/Nm^3) ist im oben genannten Energiebedarf enthalten.(Ein optimaler Energiebedarf der Wasserelektrolyse wird mit 4,3 kWh/Nm^3 Wasserstoff angegeben.)

Also werden im Jahresmittel 32 000 Nm°3 Wasserstoff pro Stunde bereitgestellt, die dem Erdgas, das zur Stromerzeugung in der Gasturbine benötigt wird, beigemischt werden, Bild 1. Damit ist der Energiekreislauf geschlossen. Mit dem unteren Heizwert des Wasserstoffs von 2570 kcal/Nm^3 und dem hohen Wirkungsgrad der Gasturbinenanlage von 60 % ergibt sich ein Beitrag des Wasserstoffs an der Stromerzeugung von 57.4 MW, also von 5,7 % der Gesamtleistung des Systems. Diese 57,4 MW sind also die tatsächliche Jahresleistung der 1000 MWp Windanlage, da diese ja die Wasserelektrolyse- Anlage wegen des Vorranges der Windanlage erforderlich machte. Der „Vorrang“ schafft also Investitionen und Arbeitsplätze.

 

Ich mach `nen zweiten Plan: Die Aufgabenstellung ist die gleiche, wie im ersten Plan. Eine Grundlast von 1000 MW ist in ein Netz kontinuierlich einzuspeisen.

Zur Verfügung stehen hierbei ein Solar-Park mit einer Leistung von 1000 MWp. Das Potential ist durch die maximale Sonneneinstrahlung um 12 Uhr Mittags (Mitteleuropäische Zeit) gegeben. Der Sonnenstand, aber auch Wolken und vor allem die Nachtzeit begrenzen die Stromerzeugung. Um der Forderung nach einer kontinuierlichen Netzeinspeisung zu genügen, wird hier ebenfalls ein 1000 MW Gasturbinen -Kraftwerk zur Sicherung der ausreichenden Stromeinspeisung bereitgestellt.

Nach einem Betriebsjahr hat die Solaranlage 90 MW in das Netz eingespeist. Der Beitrag der Gasturbinen-Anlage betrug also 910 MW. Der Überschuss der Gasturbinen-Anlage, 90 MW, werden in einer 1000 MW Wasserelektrolyse-Anlage entsprechend Plan 1 genutzt. Damit werden im Jahr 18000 Nm^3 Wasserstoff erzeugt, die in der Gasturbinen-Anlage verstromt werden. Der Beitrag des Wasserstoffs an der Stromerzeugung, also der Beitrag der Solaranlage beträgt hierbei 32,2 MW, also 3,22 % der gesamten Netzeinspeisung.

Damit werden im Jahresmittel 18000 Nm^3 Wasserstoff pro Stunde erzeugt, die in der Gasturbinen-Anlage verstromt werden. Der Beitrag des Wasserstoffs an der Stromerzeugung, also der Beitrag der Solaranlage beträgt hierbei 32,2 MW, also 3,22 % der gesamten Netzeinspeisung, Bild 2.

Beide Pläne haben gewaltige Investitionskosten verursacht, die ja durch den Betrieb der Gelddruckmaschinen leicht zu schultern sind, und haben eine große Zahl von Arbeitsplätzen bereitgestellt, die ja generell bei dem gewaltigen Wachstum der Erdbevölkerung erforderlich sind. Es muss noch betont werden, dass gemäß Plan 1 16000 Nm^3 Sauerstoff und gemäß Plan 2 Sauerstoff in einer Menge von 9000 Nm^3 pro Stunde zur optimalen Nutzung zur Verfügung gestellt werden, die man allerdings auch der Verbrennungsluft für die Gasturbinen zumischen kann.

Brecht hat nicht immer recht, wenn wir an unsere Politiker glauben, oder doch?

Es ist in diesem Zusammenhang interessant, dass 1933 ein Buch (1) erschien, in dem ein den oben genannten Plänen ähnliches Vorgehen geschildert wurde. Ein mit hohen Investitionskosten erstelltes und als Spitzenkraftwerk genutztes Wasserkraftwerk war nur 500 Stunden im Jahr in Betrieb. Der Vorschlag lautete, das Kraftwerk und damit die Kapitalinvestition optimal, d.h. durchgehend zu betreiben und damit 94,3 % der möglichen Stromerzeugung des Wasserkraftwerkes für die Wasserelektrolyse einzusetzen. Dies wäre wirtschaftlich sicherlich sinnvoll gewesen, da Investitionskosten der Wasserelektrolyse-Anlage relativ niedrig veranschlagt wurden, obgleich sich die Wasserelektrolyse noch in einem frühen Entwicklungstand befand.

Dieser Vorschlag wäre in der heutigen Situation für Spitzenkraftwerke interessant, wenn ein ausreichender betriebswirtschaftlicher Vorteil durch optimierte Kapital- und Betriebskosten aufgezeigt werden könnte.

Quellen:

(1) Dr. Franz Lavaczek, „Technik und Wirtschaft im …“ (1933)

Ich mach mir einen Plan!

Diskussionen

5 Gedanken zu “Ich mach mir einen Plan!

  1. Die Welt ist schrecklich zu uns Menschen, geradezu sadistisch! Gott hat sich das alles schlau ausgedacht, er läßt uns nur die Wahl zwischen Wirklichkeit und Traum. In der Wirklichkeit das böse COzwei, im Traum die nicht funktionierende kalte Fusion. Welches Elend doch!

    Welches Jammertal bist du, Welt, welches Traumtänzer-Elend!

    Tanzen müssen sie, tanzen, tanzen und tanzen, die Traumtänzer. Und dürfen nicht aufhören. Damit das Elend, das ihnen als Wirklichkeit erscheint, sie nicht einholt.

    Warum fällt mir jetzt Stanley Kubrick ein? Alex und seine Gang. Clockwork Orange, meine ich. Alex war ein Traumtänzer. Wer war es noch, der dem Alex das Hirn gewaschen hat?

    Nein, Traumtänzermacher sind keine Götter. Es sind Langweiler, Spezialisten für Massenkontrolle. Ihr ursprüngliches Aufgabengebiet: Wie halte ich die Einwohnerschaft eines besetzten Landes ruhig? Fachdisziplin: Massenpsychologie. Brötchengeber: Militär.

    Fakten: Die Mehrzahl aller an psychologischen Fakultäten durchgeführten wissenschaftlichen Forschungen werden vom Militär in Auftrag gegeben. Seit Jahrzehnten ist das schon so.

    NEURO-LINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN, NLP. Ja, die Herstellung von Traumtänzern ist eine wissenschaftliche Fachdisziplin namens NLP. Funktioniert aber nur mit Massenmedien. Und nach vorherigem Durchprügeln.

    Aber das mit dem vorherigen Durchprügeln ist ein anderes Thema. Beginnt mit Sch und endet mit e. Nein, nicht Scheiße! Schlimmer: Schule.

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    Verfasst von No_NWO | 26. August 2021, 9:00
  2. Während man bei uns in vielen Bereichen die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft leugnet, wird anderswo die Zukunft gestaltet.

    Die Amerikanische Physikalische Gesellschaft hat die Kalte Fusion anerkannt. Sowohl Randal Mills Firma Brilliant Light Power als auch Andrea Rossis Unternehmen Leonardo Corporation bastlen an Geräten, die viel billigen, sauberen, grundlastfähigen Strom produzieren und wenig Platz wegnehmen. In Australien arbeiten teilweise auch deutsche Wissenschaftler am Laser-Boron-Verfahren, im Norden werkelt Noront Fusion an kalter Fusion. Treibstoff sind ein paar Gramm Metallpuder. Ein Albtraum für die grüne Wind- und Solarmafia!

    Des Weiteren soll es Dual-Fluid-Reaktoren geben, die nicht nur besser und sicherer als die bisherigen Atomreaktoren sind, sondern auch in der Lage wären, viel Strom und einige Nebenprodukte aus unserem Atommüll rauszuquetschen. Dieser würde dadurch signifikant entschärft werden.

    Bei uns hingegen stellen sich ungebildete Grüne hin und spucken auf die Wissenschaft. Lieber werden Wälder abgeholzt, und mit Zufallsstromlieferanten zubetoniert, die das Stromnetz destabilisieren, den Strompreis in die Höhe treiben und unsere Nachbarn zwingen, Atomkraftwerke zu bauen zwecks Versorgung der BRD wenn es dunkel und windstill ist. Von den geschredderten Vögeln und Insekten ganz zu schweigen. Laut einer Harvard-Studie erhitzen die Rotoren die Umgebung und der Infraschall soll auch nicht so gut für die Umwelt sein.

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    Verfasst von V wie Vendetta | 25. August 2021, 12:55
  3. Verdammt, wenn ich den panischen grün-sozialdemokratisch-angelanisch-katholischen Unsinn hier oben lese, verstehe ich endlich, wieso der Nietzsche uns Heutigen bereits im vorletzten Jahrhundert den völligen Verfall unserer Rationalität vorhergesagt hat in seinem «Jenseits von Gut und Böse».

    In welchem Fach hat der Mann eigentlich seinen Doktor gemacht! So tief ist die altehrwürdige Einrichtung namens Universität abgesunken? Nun ja, Kreise schließen sich, heißt es — die Universität begann als allein theologische Lehranstalt. Erst später kamen andere Fachdisziplinen hinzu, und dann brauchte es nochmals lange, bis schließlich auch die Naturwissenschaften eingelassen wurden in die heiligen Hallen der christlichen Gelehrsamkeit. Die Universität begann also nicht mit Beobachten und Verstehen, sondern mit Glauben und Hoffen. Und eben da ist sie mit Blick auf die Geistesfrucht des Herrn Doktor hier oben nun offenbar wieder angelangt. Klick! Und schon haben sich die Handschellen geschlossen — um den gesunden Menschenverstand, meine ich.

    Gut denkbar jedoch auch, daß der Dr. Wetzel sich einen Scherz mit uns erlaubt und herausfinden möchte, ob wir schon so verblödet sind, daß wir es nicht mehr merken. Wenn wir verarscht werden, meine ich.

    Ob er uns nur veralbern wollen sollte, läßt sich leicht herausfinden. Denn dann könnte Dr. Wetzel uns sicherlich erklären, was ein EROI ist, ein Energy Returned On Invested.

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    Verfasst von No_NWO | 25. August 2021, 11:36
    • „Gut denkbar jedoch auch, daß der Dr. Wetzel sich einen Scherz mit uns erlaubt und herausfinden möchte, ob wir schon so verblödet sind, daß wir es nicht mehr merken. Wenn wir verarscht werden, meine ich.“

      Ich glaube er fordert zum Denken auf, daher auch die Ironie mit den Arbeitsplätzen…..

      „Denn dann könnte Dr. Wetzel uns sicherlich erklären, was ein EROI ist, ein Energy Returned On Invested.“

      Kommt bestimmt im 2. Teil. Dann stellt sich heraus das in der Summe mehr Energie hineingesteckt werden muss, als „geerntet wird. Kann Energie verbrannt werden? 🙂

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      Verfasst von buecherfreund | 25. August 2021, 12:50
      • Energie verbrennen ist ganz einfach, dazu braucht man nur blöd zu sein. Und ein Kinderspiel geradezu, wenn man saublöd ist. Oder Grüner, Sozialdemokrat, Agenda-CDU’ler oder COzwei-Gläubiger bzw. Erderwärmungskatholik.

        Danke für die erhellenden Worte, Bücherfreund! Wirkten unmittelbar blutdrucksenkend.☺️

        Mmmhhh, was für Bösartigkeiten fallen mir sonst noch so ein? Hier, ich hab’s:

        Was eigentlich bekommt jemand, der ein Landstück an einen Windkraftbetreiber vermietet, monatlich dafür?

        Und was tut der Vermieter, falls der Windkraftbetreiber in Konkurs gehen sollte? Wer buddelt dann all den vielen Fundamentbeton und Zufahrtenkies wieder aus? Und überhaupt, wer entsorgt dann den Anlagenschrott als solchen?

        Hähä, natürlich bezahlt das dann der Steuerzahler.

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        Verfasst von No_NWO | 25. August 2021, 17:12

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