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Inland, Medien

Was der demente US-Präsident über Afghanistan sagt und was Spiegel-Leser dabei nicht erfahren

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

US-Präsident Joe Biden ist wegen der Lage in Afghanistan in der Kritik. Spiegel-Leser erfahren nun, dass Biden sich angeblich kritischen Fragen gestellt hat. Interessanter ist jedoch mal wieder, was Spiegel-Leser alles nicht erfahren.

Der Spiegel fühlt sich berufen, Joe Biden um jeden Preis zu verteidigen. Das ist nicht neu. Spiegel-Leser haben nie etwas von
Bidens Korruption oder seiner fortschreitenden Demenz erfahren. Spiegel-Leser erfahren nicht, mit welcher Mühe und welchem Aufwand das Weiße Haus den tatterigen Präsidenten abschirmt und verhindert, dass er frei sprechen oder gar auf kritische Journalistenfragen antworten kann. Was Biden in solchen Momenten anrichtet, haben wir zum Beispiel bei Bidens „Pressekonferenz“ nach dem Gipfeltreffen mit Putin erlebt, als sich das Weiße Haus hinterher für sein Verhalten gegenüber einer Journalistin entschuldigen musste.

Nun gab es ein neues Beispiel dafür, wie das Weiße Haus Biden in Szene setzt und wie der Spiegel seinen Lesern alles verschweigt, was nicht in die vom Spiegel veranstaltete Lobhudelei über Joe Biden passt. Der Spiegel hat am Donnerstag berichtet, dass Biden sich zu dem Fiasko in Afghanistan geäußert hat. Der Spiegel-Artikel trug zunächst die Überschrift „Afghanistan – Joe Biden nennt Chaos am Flughafen Kabul unvermeidbar – ABC-Interview.“ Das war der Spiegel-Redaktion aber zu kritisch, weshalb die Überschrift geändert wurde und nun lautet sie stattdessen „Präsident Joe Biden – US-Truppen könnten länger zur Evakuierung in Kabul bleiben

Der Spiegel-Artikel begann mit folgender Einleitung:

„Erstmals hat sich Joe Biden in einem TV-Interview Fragen zum Abzug aus Afghanistan gestellt – es wurde ungemütlich. Zudem erklärte der Präsident, die Truppen würden bleiben, »bis wir alle US-Bürger rausgeholt haben«.“

Diese Einleitung soll dem Leser suggerieren, dass Biden sich kritischen Fragen gestellt hat, schließlich sei es in dem Interview ja „ungemütlich“ geworden. Davon kann aber keine Rede sein, denn der Journalist war ein Stichwortgeber für Biden, kein kritischer Fragesteller. Dazu kommen wir gleich, zunächst zu dem Interview und dem, was Spiegel-Leser erfahren.

Wie der Spiegel das Interview „glättet“

Bidens Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen mit Putin hat gezeigt, dass Biden nicht einmal in der Lage ist, auf vorher eingereichte Fragen zusammenhängende Antworten zu geben. Nun ging es um ein aufgezeichnetes Interview, bei dem man alles rausschneiden kann, was nicht passt. Trotzdem hat Biden immer wieder unzusammenhängend gestammelt, wie schon die von ABC auf Twitter gezeigten Ausschnitte belegen.

Auf die Frage, ob der Abzug nicht hätte besser gehandhabt werden können, sagte Biden: Nein. Und er fügte hinzu (wörtlich zitiert):

„Ich glaube nicht, dass es so hätte gehandhabt werden können, dass … wir werden zurückgehen und es uns im Nachhinein ansehen … Aber die Idee, dass es irgendwie einen Weg gegeben hätte, ohne ein anschließendes Chaos zu vermeiden, ich weiß nicht, wie das hätte passieren sollen.“

Spiegel-Leser sollen solch ein Gestammel von der „Lichtgestalt“ Biden nicht lesen, daher hat der Spiegel den Mittelteil der Antwort kurzerhand weggelassen. Im Spiegel heißt es stattdessen:

„Auf die Frage von ABC-Mitarbeiter George Stephanopoulos, ob die US-Regierung Fehler gemacht habe oder ob man besser mit der Lage hätte umgehen können, entgegnete Biden: »Nein. Ich glaube nicht, dass wir es auf eine Weise managen konnten (…), um ohne Chaos rauszukommen. Ich weiß nicht, wie das gehen soll.«“

Auch auf die Frage, ob man nicht hätte vorhersehen können, dass Taliban in Afghanistan schnell siegen werden, war Biden nicht überzeugend. Seine volle Antwort auf die Frage lautete:

„Sehen Sie, es war eine einfache Entscheidung, George: Als sie die Regierung Afghanistans, den Führer dieser Regierung, in ein Flugzeug steigen und abheben und in ein anderes Land gehen ließen; als Sie den bedeutenden Zusammenbruch der afghanischen Truppen sahen, die wir ausgebildet hatten, bis zu 300.000 von ihnen, die einfach ihre Ausrüstung zurückließen und abflogen – das war, wissen Sie … ich bin nicht … das ist passiert. Das ist einfach das, was passiert ist.“

Man sieht auch hier wieder, dass Biden nicht in der Lage ist, drei Sätze unfallfrei herauszubringen. Aber Spiegel-Leser wissen davon nichts, denn beim Spiegel klang das so:

„Angesichts des rasanten Vormarsches der Taliban sei der afghanische Präsident Ashraf Ghani »in ein Flugzeug eingestiegen und weggeflogen«, sagte Biden. Die von den USA ausgebildeten afghanischen Streitkräfte seien »in sich zusammengebrochen«, die Soldaten hätten ihre Ausrüstung zurückgelassen und hätten sich »davongemacht«.“

Und dass Biden die Frage nach den schrecklichen Bildern, auf denen Menschen aus gestarteten US-Flugzeugen in den Tod gestürzt sind, einfach zur Seite gewischt hat, erfährt der Spiegel-Leser gar nicht. Der Reporter sprach über die Bilder der aus den Flugzeugen fallenden Afghanen und Biden unterbrach ihn schroff mit den Worten:

„Das war vor fünf Tagen!“

Der Spiegel gibt damit – so meine Meinung – kein korrektes Bild von dem Interview weiter, denn der Spiegel lässt alles weg, was Biden schlecht aussehen lassen könnte. Stattdessen erweckt der Spiegel den Eindruck, Biden habe sich kritischen Fragen gestellt, wir erinnern uns daran, dass es in der Einleitung des Spiegel-Artikels hieß, es sei „ungemütlich“ geworden. Nur ist in dem Spiegel-Artikel nichts zu lesen, was auf ein „ungemütliches“ Interview hindeutet.

Was an dem Tag in Washington passiert ist

Biden hätte die Möglichkeit gehabt, sich an dem Tag kritischen Fragen zu stellen. Er hat nämlich an dem Tag vor Journalisten eine Rede zum Thema Covid-19 vom Blatt abgelesen. Die Journalisten haben sich aber nicht sonderlich für Covid-19 interessiert und als Biden seine Rede beendet hatte und sofort die Bühne verließ, riefen die Journalisten ihm massenhaft kritische Fragen zu Afghanistan hinterher. Biden ignorierte die Fragen jedoch und ging wortlos davon.

President Biden delivers remarks on the COVID-19 response and the vaccination program — 8/18/2

Auch daran sieht man, wie durchorchestriert seine Auftritte sind. Er darf zwar live Reden vom Papier ablesen, aber er darf live keine Fragen beantworten. Aber auch das erfährt der Spiegel-Leser jedoch nicht.

George Stephanopoulos

Ich habe behauptet, der Journalist, der Biden interviewt hat, war ein Stichwortgeber und kein kritischer Fragesteller. Dazu muss man wissen, wer George Stephanopoulos ist. Der Mann hat unter Bill Clinton Karriere gemacht, war zunächst Wahlkampfberater im ersten Wahlkampf von Bill Clinton und dann Berater des Präsidenten Bill Clinton.

Danach ging Stephanopoulos zu ABC, wo er bis heute arbeitet und wo er für gute Presse für die Demokraten sorgt. Das hat 2015 sogar für einen Skandal gesorgt, denn während Stephanopoulos positiv über die Demokraten berichtet und sogar einen Mann interviewt hat, der ein positives Buch über die Clintons geschrieben hat, hat er vor seinen Zuschauern verheimlicht, dass er der Clinton Foundation jedes Jahr fünfstellige Beträge gespendet hat.

Stephanopoulos ist also keineswegs ein neutraler oder gar kritischer Journalist, er ist ein als Journalist getarnter Propagandist der US-Demokraten. Das weiß man auch im Weißen Haus, weshalb man dort in kritischen Augenblicken Stephanopoulos einlädt, um Joe Biden in „Interviews“ die gewollten Stichworte zuzuspielen. Daher ist es kein Zufall, dass es Stephanopoulos war, der Biden im März in einem ebenfalls aufgezeichneten Interview die Aussage entlockte, Biden halte Putin für einen Killer.

Aber auch das wissen Spiegel-Leser sicher nicht, denn der Spiegel erinnert nicht daran, dass Stephanopoulos immer dann ins Spiel kommt, wenn es um den Transport der Botschaften geht, die die US-Demokraten in die Welt schicken wollen. Wieder einmal sehen wir:

Spiegel-Leser wissen weniger


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Was der demente US-Präsident über Afghanistan sagt und was Spiegel-Leser dabei nicht erfahren

Diskussionen

2 Gedanken zu “Was der demente US-Präsident über Afghanistan sagt und was Spiegel-Leser dabei nicht erfahren

  1. Schade, dass der Teleprompter bzw. der Mann im Ohr nicht ausgefallen ist, sonst wäre das für Sleepy/Creepy Joe mal wieder sehr peinlich, für die Zuschauer aber mal wieder sehr unterhaltsam geworden.

    Gefällt mir

    Verfasst von V wie Vendetta | 20. August 2021, 14:29
  2. Ein Scheintoter macht Weltpolitik!

    Gefällt mir

    Verfasst von wolfgang fubel | 20. August 2021, 12:03

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