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Ausland, Welt

Corona war gestern: Bill Gates steigt in den Klimaschutz ein

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Der Spiegel und andere Medien melden begeistert, dass Bill Gates angekündigt hat, 1,5 Milliarden Dollar für den Kampf für gegen den Klimawandel zu „spenden.“ Was steckt dahinter?

Bill Gates ist kein „Philanthrop“ oder Weltenretter, er ist ein knallharter Geschäftsmann. Das ist aus seinen Zeiten als Microsoft-Chef hinlänglich bekannt. Für Bill Gates gilt, wenn es um Macht und Geld geht, das Motto „höher, schneller, weiter“ und dass die Medien ihn heute zum Heiligen stilisieren liegt vor allem daran, dass er die wichtigsten Medien des Westens mit Millionen Dollar beschenkt. Er kauft sich die positive Berichterstattung. Dafür hat die Bill and Melinda Gates Foundation über die Jahre bereits 250 Millionen Dollar ausgegeben.

Mit diesem Geld werden die wichtigsten westlichen Medien beschenkt, damit sie positiv über Gates und seine Projekte berichten. Hier ist eine Auswahl der Medien, die Millionen von Bill Gates angenommen haben: BBC, NBC, Al Jazeera, The Guardian, Financial Times, The Atlantic, Der Spiegel, El Pais.

Mal „spendet“ Bill Gates den Medien das Geld, mal bezahlt er ihnen sogenannte Faktencheckerprogramme und mal kauft er sich damit – wie beim Spiegel – gleich eine eigene Rubrik, wie Sie hier nachlesen können. Bill Gates ist bei der Bestechung von Medien ausgesprochen kreativ.

Ich sage bewusst „Bestechung“, denn wie können Journalisten kritisch und objektiv berichten, wenn sie von denen, über die sie kritisch berichten sollen, Geld annehmen? Man merkt das an der Berichterstattung der betroffenen Medien, wie ich anhand des Spiegel, der zuletzt 2,3 Millionen von Gates bekommen hat, immer wieder aufgezeigt habe. Mehr Details darüber, wie das genau funktioniert, finden Sie hier.

Will Bill Gates das Klima retten?

Am Freitag hat der Spiegel unter der Überschrift „Infrastrukturpläne – Bill Gates will Milliardenbetrag für Kampf gegen den Klimawandel spenden“ berichtet, dass Bill Gates 1,5 Milliarden „spenden“ will, wenn das große Infrastrukturpaket von US-Präsident Biden tatsächlich beschlossen wird:

„Microsoft-Gründer Bill Gates wirbt für das geplante Infrastrukturprogramm von US-Präsident Joe Biden. Für den Fall, dass es verabschiedet wird, verspricht er zusätzlich einen Milliardenbetrag für Klimaschutzpakete.“

Das klingt nett von Bill Gates und der Spiegel freut sich in seinem Artikel entsprechend. Dabei stellt sich dem kritischen Leser zumindest eine Frage sofort: Wenn Bill Gates das weltweite Kima retten will, warum macht er seine „Spende“ dann von der Annahme eines Infrastrukturpaketes in den USA abhängig?

Um das zu verstehen, müssen wir mal wieder ein wenig ausholen.

Breakthrough Energy

Bill Gates hat 2015 einen ganzen Strauß an Organisationen gegründet, die sich dem „Kampf gegen den Klimawandel“ verschrieben haben. Das geschah im Rahmen der UNO-Klimakonferenz 2015, auf der Bill Gates unter anderem auch die „Mission Innovation“ ausgerufen hat, an der sich viele Staaten beteiligt haben. Bei der Gelegenheit hat Gates auch den Fond Breakthrough Energy gegründet, in den diverse Milliardäre eingestiegen sind. Wikipedia listet unter Angabe diverser Quellen unter anderem folgende Mitglieder von Breakthrough Energy auf: Jeff Bezos, Mike Bloomberg, Richard Branson, George Soros und Mark Zuckerberg.

Breakthrough Energy ist ein Fond, der Firmen aus dem Bereich alternative Energien Risikokapital zur Verfügung stellt. Es geht also nicht um Spenden oder die Unterstützung des Kampfes gegen den Klimawandel, es geht um Geld. Man investiert in vielversprechende Ansätze und wenn die sich als erfolgreich herausstellen, kann man sein Investment schnell verhundertfachen, wenn ein Start-Up an die Börse geht. Was als „Kampf gegen den Klimawandel“ verkauft wird, ist nichts anderes als ein Geschäftsmodell, denn aufgrund des medialen Hypes um das Thema Klima ist ein schnell wachsender Milliarden-Markt entstanden und Bill Gates und seine Mitinvestoren haben sich die besten Startplätze gesichert.

Wenn man bedenkt, dass allein die EU im Rahmen des von Ursula von der Leyen verkündeten Green Deal eine Billion Euro in den Kampf gegen den Klimawandel stecken will, wird deutlich, über welche Summen wir reden.

Das Infrastrukturpaket von Joe Biden

Bill Gates hat seine Bereitschaft, 1,5 Milliarden zu investieren, an die Annahme des Infrastrukturpaketes von US-Präsident Biden geknüpft. Die Frage, warum das so ist, wird verständlich, wenn man sich das Infrastrukturpaket anschaut.

Das Wall Street Journal hat das Interview mit Bill Gates geführt, in dem er seine Ankündigung gemacht hat. In dem zugehörigen Artikel ist das Wall Street Journal wesentlich informativer als beispielsweise der Spiegel, denn der Leser des Wall Street Journals erfährt:

„Ein in dieser Woche vom Senat verabschiedetes Infrastrukturgesetz im Umfang von etwa 1 Billion Dollar sieht vor, dass das Energieministerium 25 Milliarden Dollar für Demonstrationsprojekte erhält, die durch öffentlich-private Partnerschaften finanziert werden; dies ist Teil der mehr als 100 Milliarden Dollar, die zur Bekämpfung des Klimawandels bereitgestellt werden.“

Es geht um insgesamt 100 Milliarden Dollar Förderungen, die zu verteilen sind, wovon 25 Milliarden an Demonstrationsprojekte gehen. Das bedeutet, dass Firmen unter anderem die Forschung finanziert wird.

Eine Lizenz zu Gelddrucken

Das Spiel funktioniert wie folgt: Bill Gates beteiligt sich über Breakthrough Energy an einem vielversprechenden Start-Up. Aus dem Infrastrukturpaket der US-Regierung bekommt das Start-Up dann Fördergelder und wenn es ein marktreifes Produkt entwickelt hat, dann wird dessen Markteinführung mit den 100 Milliarden der US-Regierung gefördert, die zur „Bekämpfung des Klimawandels“ bereit stehen. Diese Gelder stehen – wie auch beim Green Deal der EU – zum Beispiel als Subventionen zur Verfügung, von denen letztlich Konzerne oder Investoren wie Bill Gates profitieren.

Damit wissen wir, warum Bill Gates seine 1,5 Milliarden davon abhängig macht, dass das Infrastrukturpaket angenommen wird: Es winken Milliarden und Gates ist gerne bereit, weitere 1,5 Milliarden in Firmen zu investieren, die am Klimaschutz Geld verdienen. Die US-Regierung will 100 Milliarden vergeben, von denen die von Gates gehaltenen Firmen einen möglichst großen Anteil bekommen sollen und über die damit garantierten Gewinne und steigenden Aktienkurse wird Bill Gates die eingesetzten 1,5 Milliarden in kurzer Zeit vervielfachen.

Aber der Spiegel schreibt, Gates sei bereit, Geld zu spenden, dabei ist von „spenden“ in der Originalmeldung des Wall Street Journal gar nicht die Rede. Dort heißt es:

„Der Mitbegründer der Microsoft Corp., Bill Gates, sagte, dass sein Klimainvestitionsfonds 1,5 Milliarden Dollar für gemeinsame Projekte mit der US-Regierung bereitstellen wird, wenn der Kongress ein Programm zur Entwicklung von Technologien zur Senkung der Kohlenstoffemissionen verabschiedet.“

Für Bill Gates ist das eine Lizenz zum Gelddrucken und natürlich investiert Gates gerne 1,5 Milliarden, denn er weiß, dass es sich das Investment lohnt, sobald das Infrastrukturprogramm von Joe Biden verabschiedet ist. Dann warten die Milliarden nur darauf, eingesammelt zu werden. Das nennt man im besten Fall ein Investment.

Aber ein Investment ist nun einmal keine Spende.

Der „Kampf gegen den Klimawandel“ als Geschäftsmodell

Was uns als „Kampf gegen den Klimawandel“ verkauft wird, ist in Wahrheit eine Lizenz zum Gelddrucken, wobei die Staaten des Westens den Großkonzernen und Großinvestoren über staatliche Förderprogramme und Subventionen Milliarden zuschieben. Dass das so ist, konnte man erst kürzlich erleben, als die EU-Kommission im Rahmen des Green Deals neue Richtlinien für die Finanzwirtschaft ausarbeiten ließ. Diese Richtlinien durfte Blackrock schreiben, der größte Investmentfond der Welt. Der wird sehr genau darauf geachtet haben, dass die neuen Richtlinien (immerhin geht es um eine Billion Euro) ihm Vorteile bringen. Das wäre so, als wenn man die Verursacher des Gammelfleischskandals die neuen Hygienerichtlinien für die Fleischproduktion schreiben ließe.

Und so macht es auch Bill Gates in den USA. Er wird über seine Lobbyisten darauf achten, dass die Gelder aus dem Infrastrukturprogramm so verteilt werden, dass die Firmen, an denen er beteiligt ist, davon profitieren.

Die Unterstützer der Demokraten

Eine weitere interessante Auffälligkeit ist, dass es ausgerechnet die Leute, die Joe Biden im US-Wahlkampf am tragkräftigsten unterstützt haben, sich bei Breakthrough Energy zusammengefunden haben. Jeff Bezos war ein klarer Unterstützer der US-Demokraten, Mike Bloomberg war sogar kurzzeitig Kandidat im Vorwahlkampf, als es so aussah, als könnten die Demokraten nicht Biden, sondern Bernie Sanders als Kandidaten nominieren. Erst als Biden als Kandidat feststand, ist Bloomberg aus dem Vorwahlkampf wieder ausgestiegen.

George Soros muss man in diesem Zusammenhang nicht kommentieren, er hat Biden hinter den Kulissen mit seiner Finanzierung der BLM-Bewegung entscheidend unterstützt. Und Mark Zuckerberg war für die Demokraten ebenfalls von entscheidender Bedeutung, denn er hat bei Facebook konsequent alles löschen lassen, was über Biden und seine Korruption bekannt geworden ist.

Auch die restlichen an Breakthrough beteiligten Milliardäre und Organisationen stehen den Demokraten nahe und wenn man bedenkt, dass Bill Gates seine Klima-Initiative bei der UNO-Klimakonferenz auf einer Podiumsdiskussion verkündet hat, bei der er neben Obama gesessen hat, dann wird klar, wie eng die Verbindungen von Breakthrough zu den US-Demokraten sind. Das sieht man auch an den restlichen bei Breakthrough als Investoren genannten Personen und Organisationen.

Ganz wie bei Corona

Das Geschäftsmodell von Bill Gates ist gut erprobt. Er hat es auch schon bei Corona angewendet. Nachdem die von Bill Gates maßgeblich finanzierte WHO die Pandemie ausgerufen hat, haben die Medien (denen Gates insgesamt 250 Millionen bezahlt hat) zuerst das Corona-Narrativ verbreitet und dann Massenimpfungen als einzigen Ausweg angepriesen. Als es endlich Impfstoffe gab, haben die Medien schnell den BionTech/Pfizer-Impfstoff als einzig guten Impfstoff angepriesen. Die Konkurrenz von AstraZeneca, Johnson&Johnson oder Modern kommt kaum in den Medien vor oder wird von denen schlecht gemacht.

Und wie es der Zufall will, ist Bill Gates sowohl bei BionTech als auch bei Pfizer Großaktionär und er verdient bei jeder BionTech/Pfizer-Impfung mit. Überhaupt verdient Bill Gates an der Pandemie blendend, wie die Liste der Investments der Bill und Melinda Gates Foundation zeigt. Bill Gates verdient nicht nur an den Impfungen mit BionTech/Pfizer, er verdient auch an den Corona-Schnelltests oder an Firmen, die Technologien zur beschleunigten Produktion von Impfstoffen anbieten. Ich habe mir nicht alle Investments angeschaut, aber mich würde es nicht wundern, wenn Gates sogar an der Produktion von Schutzmasken verdient.

Die EU bestellt inzwischen ausschließlich den Impfstoff von BionTech/Pfizer, allein an den Bestellungen der EU spülen den Firmen etwa 40 Milliarden Dollar in die Kasse. Und Bill Gates wird als Aktionär einen beträchtlichen Anteil erhalten. Von den Gewinnen, die Bill Gates durch die explodierenden Aktienkurse der beiden und all der anderen, von der Pandemie profitierenden Firmen gemacht hat, an denen er beteiligt ist, gar nicht zu reden.

Aber die Medien (sagte ich schon, dass Gates den wichtigsten Medien Millionen bezahlt?) erzählen uns die Geschichte von Bill Gates, der ganz selbstlos als Philanthrop die Welt retten will.

NGOs lenken den Westen

Das hat System im Westen. NGOs (also Stiftungen) formen die öffentliche Meinung und die NGOs werden von Oligarchen wie Gates, Zuckerberg, Soros und so weiter finanziert. So können sie die Medien dazu bringen, ein Thema zu hypen und die Öffentlichkeit fordert die Politik angeblich zum Handeln auf. Dann sind die Politiker so freundlich und handeln, was in der Praxis bedeutet, dass sie Förder- und Subventionsprogramme auflegen, von denen merkwürdigerweise wieder genau die Leute profitieren, die das Thema über ihre NGOs in die Welt gesetzt haben. Wie praktisch diese Stiftungen aus der Sicht von Gates & Co. sind, können Sie hier nachlesen.

Das Thema habe ich in meinem Buch „Abhängig beschäftigt“ detailliert behandelt und an vielen Beispielen aufgezeigt, wie das funktioniert.

Und dass es nun mit dem Klimawandel und den Milliardenprogrammen der EU und der US-Regierung wieder das gleiche Spiel ist, war zu erwarten, denn bei CNN wusste man schon im April, welches Thema nach Corona die Schlagzeilen beherrschen würde: Der Klimawandel. Das hat ein leitender CNN-Mitarbeiter vor versteckter Kamera ausgeplaudert und heute – wenige Monate später – sehen wir, wie der Klimawandel als Thema in den von Gates finanzierten Medien an Fahrt aufnimmt.

Aber wahrscheinlich sind all das nur Zufälle. Wer ruhig schlafen möchte, sollte den Spiegel lesen und weiterhin glauben, Bill Gates wäre ein selbstloser Philanthrop, der nur am Wohle der Menschheit interessiert ist. Dass er – während er all sein Geld zum Wohle der Menschheit „spendet“ – immer reicher und mächtiger wird, ist sicher auch nur ein Zufall.

Alles andere wäre eine Verschwörungstheorie.

Corona war gestern: Bill Gates steigt in den Klimaschutz ein

Diskussionen

3 Gedanken zu “Corona war gestern: Bill Gates steigt in den Klimaschutz ein

  1. Gefällt mir

    Verfasst von Fred Milkereit | 15. August 2021, 10:33
  2. Es kommt mir vor als sei es gestern gewesen

    Gefällt mir

    Verfasst von Fred Milkereit | 15. August 2021, 10:28
  3. Wer liest denn noch den Schmirgel???

    Gefällt mir

    Verfasst von wolfgang fubel | 14. August 2021, 12:10

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