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Ausland, Welt

Sind die Zusagen, die Biden Putin in Genf gegeben hat, nach weniger als 10 Tagen schon wieder hinfällig?

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Die Präsidenten Russlands und der USA haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Genf am 16. Juni trotz aller Differenzen auf ein paar Punkte geeinigt, bei denen sie Lösungen finden wollten. Einen der Punkte scheint das Weiße Haus schon wieder kassiert zu haben.

Es gab nicht viele konkrete Fortschritte bei dem Gipfel der Präsidenten Biden und Putin in Genf. Die wichtigsten Punkte, in denen sie Fortschritte machen und Arbeitsgruppen bilden wollten, waren die (nukleare) Rüstungsbegrenzung und die Cybersicherheit. Sie haben sich darauf geeinigt, dass die entsprechenden Ministerien Arbeitsgruppen dazu bilden und Verhandlungen aufnehmen sollten.

Das Thema Cybersicherheit war besonders wichtig, weil Russland schon lange auf Gespräche und entsprechende Abkommen drängt, während der Westen Russland ständig alle möglichen Hackerangriffe vorwirft. Hier zu einer tragfähigen Einigung zu kommen, hätte ein politisches Streitthema aus der Welt schaffen können. Auf seiner Pressekonferenz nach dem Gipfel hat US-Präsident Biden sogar hinzugefügt, er habe Putin eine Liste mit Objekten gegeben, gegen die Hackerangriffe tabu seien, was bei Biden-kritischen US-Medien zu der ironischen Frage geführt hat, ob Biden Putin damit Hackerangriffe auf alle anderen Objekte erlaubt habe.

Aber die Zusage der USA scheint nur wenig wert zu sein, denn es sind noch keine zehn Tage seit der Einigung vergangen, da hat die Pressesprecherin von Joe Biden schon mitgeteilt, dass die USA Cyberangriffe auf Russland keineswegs ausschließen, im Gegenteil. Nur wie soll man über Cybersicherheit verhandeln, wenn eine der Seiten während der Gespräche mit weiteren Cyberangriffen droht?

Die Aussage von Bidens Pressesprecherin hat Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministeriums zu einer harschen russischen Erklärung veranlasst, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Die Worte der Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, als Antwort auf eine Frage von Journalisten bei einer Pressekonferenz am 21. Juni, dass Washington als Reaktion auf Cyberangriffe gegen die Vereinigten Staaten nicht „vor seinen Schlägen“ gegen Ziele in Russland warnen würde, lösen bei uns nur tiefe Fassungslosigkeit aus. Sie sind umso überraschender vor dem Hintergrund des Ergebnisses des Gipfels vom 16. Juni, bei dem die Präsidenten beider Länder die Absicht ankündigten, russisch-amerikanische Expertenkonsultationen zur internationalen Informationssicherheit abzuhalten, um den Dialog in diesem Bereich wiederherzustellen – und nun hören wir plötzlich solche Aussagen, wie losgelöst von der Realität. Man muss sich fragen, ob die Vereinigten Staaten die in der letzten Woche auf höchster Ebene getroffenen Vereinbarungen „zurücknehmen“.

Es scheint, dass die USA trotz des Pragmatismus, der sich in den bilateralen Kontakten abzeichnet, immer noch versuchen, das Recht zu behalten, Cyberangriffe zu starten, die auf gefälschten und unbegründeten Anschuldigungen von Cyberangriffen, die so oft gegen Russland vorgebracht werden, basieren. Streng genommen wäre dies keine Antwort von Seiten der USA, sondern ein unangekündigter, verräterischer Erstschlag. Wir wollen, dass diese Worte in Washington ernst genommen werden. Unser Land, das gerade den 80. Jahrestag des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges hinter sich hat, erinnert sich gut und weiß, was Verrat bedeutet. Selbst Andeutungen eines solchen Verhaltens sind kategorisch inakzeptabel. Vielleicht ist dies eine seltsame Initiative „vor Ort“, um die Entscheidung der Staatschefs der beiden Staaten zu umgehen.

Die Amerikaner haben im Vorfeld des Gipfels deutlich gemacht, dass das Thema Cybersicherheit für sie strategisch geworden ist und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie für böswillige Zwecke direkte Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung des globalen Friedens und der Sicherheit hat. In diesem Zusammenhang erwarten wir, dass sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines direkten, professionellen und verantwortungsvollen Gesprächs mit Russland durchsetzen wird. Wir erwarten von Washington angemessene Schritte, um auf den Vereinbarungen unserer Staatsführer aufzubauen.

Ende der Übersetzung

Sind die Zusagen, die Biden Putin in Genf gegeben hat, nach weniger als 10 Tagen schon wieder hinfällig?

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Sind die Zusagen, die Biden Putin in Genf gegeben hat, nach weniger als 10 Tagen schon wieder hinfällig?

  1. Sei es der „Deep state“, eine „supranationale Finanzoligarchie“ (Lenin), oder wer auch immer die faktische Regierung der USA sein sollte. Die amtierende Regierung ist es ganz sicher nicht. Weswegen die Frage nach Manipulation der Stimmauszählung bei den letzten Präsidentenwahlen ohnehin nur eine von vielen Ablenkungen ist von einer Strategie des Psychoterrors gegen die Einwohnerschaften der USA und Westeuropas.

    Übersetzt in die Sprache des Schachs, heißt Great Reset: Rochade des Königs (der industriellen Basis) hinter den fernöstlichen Turm. Damit dies Manöver nicht zu früh bemerkt wird, werden Verwirrung, Unruhen und Chaos erzeugt. Zugleich sollen auf diese Weise technologisch relevante mittelständische Unternehmen zur Abwanderung nach Fernost veranlaßt werden. Im Westen zurückbleiben wird zunächst noch die Rüstungsindustrie. Ansonsten hat die westliche Arbeitskraft ihre Schuldigkeit getan. Aufgrund der allgemeinen technologischen und insbesondere der waffentechnischen Entwicklungen braucht das imperialistische Kapital weder Volk noch Nationalstaat mehr — der Mohr kann gehen. Die Rede hier von einem bereits angelaufenen und sich verschärfen werdenden eugenisch geführten Genozid an aus Sicht des Kapitals „nutzlos“ gewordenen Einwohnerschaften der USA und Europas.

    Cyberangriffe können schwerste Folgen nach sich ziehen. Ach, wie gut, daß man sie gegen die eigene Einwohnerschaft führen, sie aber den bösen Russen anhängen kann. „Ach, wie guuuut, daß niemand weiß…,“ freute sich schon das Rumpelstilzchen.

    Der Rumpelstilzchen-Trick funktioniert natürlich nur, wenn er vorher medial vorbereitet wird. Man schickt einen US-Präsidenten los und läßt den erst A sagen, und 14 Tage danach auf einmal Ätschi-Bätschi. Darüber berichten Medien. Damit auch jeder weiß, wo der nächste Cyberangriff herkommt. Von den bösen, bösen Russen natürlich. Von wem denn sonst!

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    Verfasst von No_NWO | 27. Juni 2021, 21:45

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