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Ausland, Welt

Gender, Rassismus, Quoten: Bissiger Kommentar im russischen Fernsehen über die Tendenzen im Westen trifft ins Schwarze

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Dieser Kommentar im russischen Fernsehen sollte nachdenklich machen. Er rechnet schonungslos mit den Tendenzen ab, die im Westen gerade alles auf den Kopf stellen. Prädikat: Deutlich und daher wertvoll!

Der Moderator der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ hat schon so manchen bissigen Kommentar über das abgegeben, was im Westen derzeit abläuft. Sei es die Cancel Culture, in der der Westen seine eigene Geschichte und Traditionen abschaffen will, sei es das Thema Gender oder auch die political correctness allgemein. Aber in diesem Kommentar hat er es auf den Punkt gebracht, wie wohl nie zuvor. Daher habe ich den Kommentar übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Russland, die Insel der Normalität, wenn aus dem westlichen Morast schaut

In der vergangenen Woche gab es zwei Hauptthemen auf der westlichen Agenda: die unerwartete Landung einer Ryanair-Maschine in Weißrussland und den Jahrestag der Ermordung des schwarzen Kriminellen und Drogenabhängigen George Floyd durch einen Polizisten in den USA. Beide Ereignisse wurden als extrem wichtig und sogar wichtiger als alles andere dargestellt. Das erste – das Flugzeug – gibt eine Gelegenheit, den Grad des Hasses gegenüber Weißrussland und sogar Russland zu erhöhen. Und das ist aus irgendeinem Grund notwendig. Das zweite Ereignis, Floyds Jahrestag, ist eine Gelegenheit, den neuen Rassismus, der sich vor allem gegen den weißen Mann richtet, zu verschärfen. Männer, weil weiße Frauen einen mildernden Umstand haben: Sie werden als Frauen „verfolgt“.

Der Hass auf Russland und Weißrussland – wir sitzen hier im Großen und Ganzen im selben Boot – rührt daher, dass unsere Länder den Wahnsinn des Westens – Amerikas und Europas – nicht mitmachen, die ihre traditionelle Kultur über Bord geworfen haben, angefangen mit Gay-Pride-Paraden und der Leidenschaft für Geschlechtsumwandlung bis hin zur Zerstörung von Denkmälern der Gründerväter und der Gleichgültigkeit gegenüber dem Wiederaufleben des Nazismus in der Ukraine. Wir sind anders. Und in diesem Sinne sind wir für den Westen Außenseiter. Wir sind zu normal für all diese Mätzchen. Sie wollen uns umerziehen und wir leisten nicht nur Widerstand, sondern lachen sie auch noch aus. Es ist verständlich, dass ihnen das weh tut. Also schlagen sie zurück und erfinden immer neue Vorwände.

Wenn die Rache, wie Sanktionen, sich als nicht sehr effektiv erweist, wollen sie etwas Schmerzhafteres erfinden. Im Ergebnis verletzen sie sich selbst, aber sie können in ihrer ohnmächtigen Wut nicht aufhören.

Jetzt werden sie Weißrussland umfliegen. Infolge der verlängerten Strecke werden die Flugtickets teurer werden. Und dann? Wer wird in Europa besser dran sein? Europa war schon immer stolz auf seine Rationalität, sein Vertrauen auf den gesunden Menschenverstand. Und wo sind die jetzt?

Denken Sie nur, die Europäer sind ernsthaft gespalten wegen Nord Stream-2. Günstiger und sauberer Kraftstoff von einem zuverlässigen Lieferanten, das ist scheinbar das Naheliegendste. Russland liefert bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert Gas nach Europa. Aber jetzt haben sie sich so aufgeschaukelt, dass sich alle zerstritten haben. Absurd! Wo ist sie, die europäische Rationalität?

Um genau zu sein, hat die europäische Elite 2014 endgültig ihren gesunden Menschenverstand verloren. Zuerst unterstützten sie den blutigen Staatsstreich in der Ukraine und haben den Machtwechsel mit Molotow-Cocktails, eingeschleusten Scharfschützen und erschossenen Menschen als Demokratie anerkannt, und dann haben sie das Referendum auf der Krim nicht als Demokratie anerkannt. Und der Beginn eines Bürgerkriegs gegen den Donbass war für Europa auch Demokratie? Zu Hause kämpfen sie irgendwie nicht so. Und sie laufen nicht mit Porträts von Nazi-Verbrechern durch Europa, aber für die Ukraine ist es sehr gut und kulturell demokratisch.

Oder das neue Gesetz „Über die einheimischen Völker der Ukraine,“ das Präsident Selensky kürzlich als dringendes Gesetz ins Parlament gebracht hat. Das ist stärker als Mein Kampf. Es unterteilt die Menschen in drei Sorten: Ukrainer, einheimische Völker und den Rest. Alle haben unterschiedliche Rechte. Die Russen sind laut dem Gesetz kein einheimisches Volk der Ukraine, denn die Russen haben ihr eigenes Staatsgebilde außerhalb der Ukraine. Nach diesem Prinzip sind auch Ungarn, Polen, Rumänen und Griechen keine einheimischen Völker der Ukraine, obwohl sie lange vor der Entstehung der Ukraine auf dem heutigen Territorium der Ukraine angesiedelt waren. Und das Gesetz ist so, dass es bis zur Messung der Schädel nicht mehr weit ist. Selensky selbst, zum Beispiel, ist er ein Vertreter der einheimischen Völker der Ukraine? Nein, ist er nicht. Das heißt, Ukrainer nach Ethnie sind die höchste Kaste. Dann kommen die Einheimischen, also die Krimtataren, die Karaiten und die Krimtschaken, und dann die anderen: die Russen, die Weißrussen, die Moldawier, die Juden… Das ist absurd, das ist Unsinn. (Anm. d. Übers.: Das ist keine russische Propaganda, das Gesetz wurde tatsächlich eingebracht, ich habe darüber berichtet, den Artikel inklusive Link zum am 18. Mai eigereichten Gesetzentwurf finden Sie hier)

Aber Europa steht dem Ganzen wohlwollend gegenüber. Sie applaudieren. Warum? Weil es die Menschen in eine virtuelle, nicht existierende Welt versetzt, in der die Landung einer Ryanair-Maschine in Weißrussland die wichtigste Meldung der Nachrichten sein kann. Wo Sie die Schließung von drei oppositionellen Fernsehsendern in der Ukraine übersehen können. Wo man Einkommenssteuer auf Altersrenten erheben kann. Wo Floyds Jubiläum in den europäischen Fernsehnachrichten wichtiger ist als die Entgleisung von Impfplänen und der dramatische Niedergang der Wirtschaft im zweiten Jahr in Folge. Im Geheimdienst nennt man das ein Ablenkungsmanöver.

Die Tatsache, dass das französische Militär bereits drei Briefe geschrieben hat, die vor einem Bürgerkrieg warnen, zählt nicht. Da die französischen Präsidentschaftswahlen weniger als ein Jahr entfernt sind, zieht Marine Le Pen Macron fast den Stuhl unter den Füßen weg. Laut Umfragen sind 46 bis 47 Prozent der Franzosen bereit, im zweiten Wahlgang für Le Pen zu stimmen.

Aber das macht nichts, Weißrussland und Floyd sind in den Nachrichten ganz oben. Jetzt schlägt Macron bereits vor, die weißrussische Hausfrau Swetlana Tichonawskaja, die die Wahl verloren hat, mit zum G7-Treffen zu nehmen. Die Franzosen sagen ihm, wenn er die Opposition so sehr mag, soll er doch auch Vertreter der „Gelbwesten“ zum Gipfel einladen: „Tolle Initiative! Dann laden Sie die „Gelbwesten“ zum nächsten G7-Gipfel ein, um Frankreich zu vertreten. Wie, das finden Sie nicht gut?“; „Dann sollen die G7 doch Marine Le Pen und Melanchon zu ihrem Gipfel einladen, statt Macron. Wissen Sie, man muss ja auch der Opposition eine Stimme geben.“

Aber es ist, als ob niemand das hört. Die Öffentlichkeit wird in eine virtuelle Welt geführt… Wozu? Anscheinend um die Gesellschaft in den westlichen Ländern zu zerstören und den Menschen das Vertrauen in den gesunden Menschenverstand zu nehmen. Zusammen mit der Angst vor Russland und heute Weißrussland verunsichert das alles die Menschen und untergräbt gemeinsame Werte. Es macht riesige Armeen von Menschen lenkbar. Vielleicht ist das der Sinn von allem, was dort vor sich geht? Das heißt, sie spucken auf die Menschen und sogar ihre eigenen Völker, ihre Schicksale und ihre Leben. Die westlichen Eliten rechnen damit, sich auf diese Weise zu retten.

So spricht mein Kollege Tucker Carlson von Fox News am Beispiel der Luftfahrt darüber. Tucker kommentiert die Entscheidung der US-Fluggesellschaft United Airlines, übrigens die größte Fluggesellschaft der Welt, neue Piloten nach Geschlecht und Rasse auszuwählen – mindestens 50 Prozent von ihnen müssen schwarz oder weiblich sein. Carlson weist darauf hin, dass die westliche Elite diese Fluggesellschaft nicht nutzt, sondern mit privaten Flugzeugen von NetJets fliegt. NetJets gibt der Sicherheit den Vorrang vor rassischer oder geschlechtlicher Vielfalt.

„Sie selbst fliegen mit NetJets, die größte privaten Fluggesellschaft der Welt. Hat NetJets Gleichstellung oder Quoten eingeführt? Nein, natürlich nicht. Gehen Sie auf die NetJets-Website, wenn Sie einen Moment Zeit haben. Da wird deutlich erklärt, welche Art von Piloten sie suchen. Die erste Zeile lautet: „Wir brauchen Menschen, die sich unbeirrt für die Sicherheit der Fluggäste einsetzen.“ Diese Anforderung steht an erster Stelle auf ihrer Liste. Es gibt keine Erwähnung von Rasse oder Geschlecht. Nicht ein einziges Mal. Auch hier keine Überraschung: weder Rasse noch Geschlecht haben die geringste Relevanz für das Fliegen eines Flugzeugs. Nancy Pelosi, John Kerry und der Rest unserer Privatjet-Flieger wissen das sehr gut. Und sie werden in nächster Zeit keine Quoten von NetJets fordern, weil ihre Familien mit diesen Flugzeugen fliegen. Wenn also die unangemessenen Anforderungen zu Einstellungen führen, die letztendlich zu Todesfällen führen werden, warum drängen sie dann darauf? Weil es sie nicht interessiert. Für sie steht die Ideologie an erster Stelle. Sie leiden an einer unheilbaren Gehirnkrankheit, die sich „Neues Bewusstsein“ nennt. Die Realität bedeutet für sie nichts. Sie stört ihre Absichten“, sagt Tucker Carlson.

Sie haben dort also seltsame Pläne. Aber was hat das mit uns zu tun? Wir singen unser eigenes Lied. Russland ist heute eine Art Insel der Normalität, wenn man aus dem westlichen Morast schaut. Natürlich nicht ohne Schwierigkeiten, aber mit einer gesunden kulturellen Basis.

Ende der Übersetzung

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