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Ausland, Lateinamerika

Jair Bolsonaro übernahm am 1. Januar 2019 die Präsidentschaft Brasiliens. Drei lange und tragische Jahre für die Brasilianer und eine Bedrohung für die ganze Welt.

von Humberto Setembrino Corrêa Carvalho, Brazilian Communists Party – https://cooptv.wordpress.com

Jair Bolsonaro übernahm am 1. Januar 2019 die Präsidentschaft Brasiliens. Drei lange und tragische Jahre für die Brasilianer und eine Bedrohung für die ganze Welt.

In dieser Zeit hat sich die Armut in Brasilien verdreifacht. Die Zahl der armen Menschen stieg nach Angaben der Getúlio Vargas Foundation, der Stiftung einer brasilianischen Hochschule, von 9,5 Millionen im August 2020 auf mehr als 27 Millionen im Februar 2021 .

Erschwerend kommt hinzu, dass der Anstieg der Lebensmittelpreise denjenigen das Leben schwer gemacht hat, die ohnehin schon leiden. Es gibt einen Mangel an Essen. Es gibt viele hungrige Menschen.

Derzeit leben 19,3 Millionen Brasilianer in extremer Armut. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Zentrums für makroökonomische Ungleichheitsforschung an der Universität von São Paulo.

Laut der Studie zeigt die für 2021 erwartete Zunahme der Armut, dass die von der Regierung Bolsonaro vorgeschlagene Soforthilfe einen Durchschnittswert von 250,00 R $ (250 Reais, brasilianische Währung, entspricht 47,06 US-Dollar) pro Monat aufweist und nicht ausreicht, um den Einkommensverlust der ärmsten Bevölkerung inmitten der schlimmsten Phase der durch Covid-19 verursachten Krise der öffentlichen Gesundheit auszugleichen.

Hierbei sind Frauen und die schwarze Bevölkerung am stärksten von dieser starken Verschlechterung der Lebensbedingungen im Land betroffen.

Die Arbeitslosenquote für das erste Quartal (von Dezember bis Februar) 2021 betrug nach Angaben des brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik 14,4%. Dies bedeutet, dass 14 Millionen Brasilianer keinen Job haben, der ein würdiges Leben garantieren kann. Nach Angaben dieses Instituts sind derzeit 39,6% der Erwerbsbevölkerung oder 34 Millionen Arbeitnehmer informell beschäftigt, ohne Arbeitsrechte und ohne soziale Garantien.

Bolsonaro wollte nicht, dass das Institut in diesem Jahr die demografische Volkszählung in Brasilien durchführt, da dies die Zahlen der Unfähigkeit der Regierungspolitik aufdecken würde. Glücklicherweise hat unser Oberster Gerichtshof angeordnet, dass die Volkszählung im nächsten Jahr 2022 stattfinden soll.

Zwischen dem 1. August des letzten Jahres und dem 31. Juli 2020 wurden 11.088 Quadratkilometer Wald ageholzt, was einer Steigerung von 9,5% gegenüber der Vorperiode mit 10.129 Quadratkilometern abgeholzter Fläche entspricht. Die Daten stammen vom Nationalen Institut für Weltraumforschung. Dies ist die erste jährliche Bewertung der Entwaldung im legalen Amazonasgebiet, die von der derzeitigen Regierung ermittelt wurde.

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Weltraumforschung ist Pará der am stärksten von der Abholzung betroffnene Bundesstatt: 5.192 Quadratkilometer abgeholzter Wald. Dann kommt Mato Grosso mit 1.767 Quadratkilometern, Amazonas mit 1.521 und Rondônia mit 1.259. Insgesamt haben diese Staaten 9.739 Quadratkilometer waldfläche abgeholzt. Dies entspricht 87,8% der Gesamtfläche.

Jair Bolsonaro, der seit seiner Wahl versprach, den Amazonas für die Mineralexploration in indigenen Gebieten zu öffnen, hat dadurch die massive Abholzung von Wäldern forciert und die Vergiftung von Flüssen mit Quecksilber sowie die Infektion indigener Völker durch Covid-19 zu verantworten.

„Bis gestern, dem 26. Mai 2021, hatten wir 452.224 Todesfälle durch Covid und 16.195.981 durch mit Covid infizierte Personen in Brasilien.“

„Diese Zahlen zeigen für sich genommen die Langsamkeit der Impfung in Brasilien und die tragische politische oder mangelnde Gesundheitspolitik von Bolsonaro.“

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https://cooptv.wordpress.com/2021/05/27/bolsonaro-prasident-brasilien-tragisch-fur-brasilianer-und-die-ganze-welt/

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Jair Bolsonaro übernahm am 1. Januar 2019 die Präsidentschaft Brasiliens. Drei lange und tragische Jahre für die Brasilianer und eine Bedrohung für die ganze Welt.

  1. Ohne den Putsch gegen Dilma Rousseff wäre dieser Vogel nie an die Macht gekommen.

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    Verfasst von Steamboat Willie | 29. Mai 2021, 11:12

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