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Ausland, Europa

Drogenbanden und Islamisten: Droht Frankreich ein Bürgerkrieg?

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Die Überschrift dieses Artikels dürfte Konsumenten der Mainstream-Medien verwundern, denn in Deutschland wird über die Situation im Nachbarland Frankreich nicht berichtet. Was dort vor sich geht, widerspricht allen Narrativen des medialen und politischen Mainstream in Deutschland.

Über die offenen Briefe, in denen Angehörige des französischen Militärs und inzwischen auch Angehörige von Polizei und Gendarmerie, der französischen Regierung ziemlich unverhohlen mit einem Putsch drohen, hat der Anti-Spiegel schon mehrmals berichtet. Die Angehörigen der Sicherheitskräfte warnen vor einem Bürgerkrieg in Frankreich, dessen Grund die Macht von Islamisten und Drogenbanden sind, die inzwischen ganze Stadtteile in dem Land beherrschen. All das ist kein Thema in deutschen Medien, obwohl es direkt im Nachbarland geschieht.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag im Nachrichtenrückblick „Nachrichten der Woche“ aus Frankreich berichtet und ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt. Ich empfehle, sich auch den russischen Bericht anzuschauen, denn zusammen mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russischkenntnisse verständlich. Die Bilder aus Frankreich sprechen eine deutliche Sprache.

Beginn der Übersetzung:

Frankreich. Eine scheinbare Routineangelegenheit. Im Vorort Saint-Etienne beschwerten sich die Anwohner über Lärm. Eine Streife traf am Tatort ein. Ein schwerer Gegenstand flog auf einen der Polizisten. Direkt an die Schläfe. Der 50-jährige Polizist und Vater von zwei Kindern liegt im Koma. Die Täter flüchteten.

Am 5. Mai wurde der 36-jährige Polizeibeamte Eric Masson, Vater von zwei Kindern, in Avignon bei der Festnahme eines Drogenhändlers erschossen. Kürzlich kamen etwa tausend Menschen, darunter auch Polizisten, zu einer Gedenkkundgebung für die Toten in Avignon. Sie drückten aus, was in Frankreich gerade in aller Munde ist: zu viele Tote.

Französische Sicherheitskräfte haben fast einen Monat lang versucht, bei Präsident Macron und der Regierung Gehör zu finden. Es gab drei offene Briefe und jeder von ihnen war ein Schmerzensschrei für ihr geliebtes Frankreich. Der erste Brief wurde Ende April veröffentlicht. 20 Generäle im Ruhestand und mehr als tausend Offiziere, die in der Armee, der Polizei oder der Gendarmerie dienen, sagten, dass Frankreich „in tödlicher Gefahr“ sei und dass alles getan werden müsse, um das Land vor einem Zerfall und einem Rassenkrieg zu bewahren: „Es droht ein Zerfall, der mit Hilfe der Ideologie des Islamismus und von Jugendbanden in den Vorstädten dazu führt, dass viele Teile des Landes abgetrennt und in Gebiete verwandelt werden, die ihren mittelalterlichen Bräuchen gehorchen, die im Widerspruch zu unserer Verfassung stehen.“

Wie ging es danach weiter? Ein Bericht von unserer Europakorrespondentin Anastasia Popowa.

Ein Brief folgt auf den anderen. Ehemalige und aktive Militärs, Rekruten und jetzt auch die Polizei sagen alle dasselbe: Die Situation hat einen Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt und viele in der französischen Gesellschaft wissen das.

„Wir sind dabei, in einen Bürgerkrieg abzurutschen, ich kann ihn kommen hören, die Leute bringen sich gegenseitig auf den Straßen um. Wohin gehen wir? Ich bin 84 Jahre alt, ich habe zwei Kriege gesehen, ich will keinen dritten, einen Bürgerkrieg, der kommt. Wenn wir nicht aufwachen, wird er kommen“, ist sich Remi Maillard, ein Bewohner von Avignon, sicher.

„Uns fehlt eine harte Regierung, das sehen wir jeden Tag überall, in der Region Paris, in Lyon, in Marseille. Das ist überall in Frankreich“, sagen Einheimische.

Ganze Stadtteile werden von Banden beherrscht, die mit Drogengeldern unter anderem den Islamischen Dschihad finanzieren. Ihr Umsatz liegt bei etwa 3 Milliarden Euro pro Jahr. Drogenbanden sind bereits über das ganze Land verstreut. An der Côte d’Azur, in Nizza, wo es in den letzten Jahren zwei Terroranschläge gab, ist ein Gebiet in der Hand der Islamisten und drei weitere Städte sind in der Hand von Drogenhändlern. Die Leute, die sich bereit erklärt haben, uns eine Führung durch die Stadt zu machen, bitten darum, dass ihre Gesichter nicht gezeigt werden.

„Wenn wir hier aus dem Auto steigen, werden wir in fünf Minuten umringt. Im besten Fall zertrümmern sie das Auto, im schlimmsten Fall, wenn sie nervös sind und wir im Zentrum des Stadtteils sind, greifen sie zu Pistolen. Sie haben einen Polizisten getötet, sie können jetzt alles tun, es gibt keine Grenzen mehr. Sie sind keine Einheimischen, viele sind illegale Migranten oder aus anderen Städten, die meisten sind minderjährig, sehr jung, und sie haben vor nichts Angst“, erzählen sie uns.

Das Netzwerk hat eine klare Struktur. An jeder Ecke stehen Aufpasser, in der Regel Teenager, die für etwa 200 Euro am Tag Wache halten. Die Straßen sind durch Mülltonnen blockiert – sie werden nicht für Fremde geöffnet. Sie schreiben die Preise für ihre Waren offen an die Wände. Ein Gramm Kokain wird zum Beispiel für 40 Euro verkauft. Die Autonummern der Polizisten in Zivil, die die Razzien durchführen, stehen an den Wänden. Aber Festgenommene werden hier relativ schnell freigelassen. In Saint-Denis wurde im April das Hochzeitsfoto eines der Polizisten aus den sozialen Medien genommen und zu Repressalien gegen ihn aufgerufen.

Die Polizei schätzt, dass etwa 600 Stadtteile bereits vollständig von der schwer bewaffneten Drogenmafia kontrolliert werden. Die Polizei ist dort der Feind, der im schlimmsten Fall getötet und im besten Fall mit Steinen, Molotowcocktails und Schüssen verjagt wird. Die Polizeiberichte klingen wie Kriegsberichte von der Front. An der Côte d’Azur, in der Stadt von Frejus, wurden drei Polizisten verwundet, an der Loire wurde ein 50-jähriger Brigadegeneral von einem Feuerwerkskörper direkt am Kopf getroffen und liegt auf der Intensivstation.

„Heute ist ein Bürgerkrieg im Gange. Jeden Tag werden meine Kollegen der Polizei und Gendarmerie von Drogenterroristen angegriffen. Diese Händler sind sehr oft mit dem radikalen Islam verbunden, sie finanzieren dschihadistische Kreise in unserem Land. Die Regierung muss ihre Pflicht erfüllen. Wir können nicht länger hinnehmen, dass alle 12 Tage Kollegen auf der Polizeiwache geköpft oder von Drogendealern in den Kopf geschossen werden“, sagte Michel Thoris, Generalsekretär der französischen Polizeigewerkschaft.

Die Rede ist von Avignon, einst, im vierzehnten Jahrhundert, das größte Zentrum des Katholizismus, bekannt als die Stadt der französischen Päpste, wo vor der Epidemie große Theaterfestivals stattfanden.

Im Herzen der historischen Stadt liegt der Drogenumschlagspunkt, von dem jeder weiß. Die Polizei nahm eine Frau fest, die dort Drogen gekauft hatte. In dem Moment näherten sich den Beamten in Zivil zwei junge Männer, und als einer von ihnen erkannte, dass es sich um Polizisten handelte, begann er aus nächster Nähe zu schießen.

Der 36-jährige Eric Masson, Vater von zwei kleinen Mädchen, wurde von dem 19-jährigen Ilyas getötet, der bereits mehrfach wegen Drogen und Gewalttätigkeit verurteilt worden war. Der ohne Vater aufgewachsene Mann erhielt in kriminellen Kreisen den Spitznamen „Überragender“. Sein Komplize, der 20-jährige Ayoub, versuchte, mit ihm nach Spanien zu fliehen.

„Die jungen Menschen werden immer gewalttätiger, weil ihr Umfeld dazu beiträgt. Es ist ernst. Ich habe schon Angst, einkaufen zu gehen, ich versuche, es früh morgens zu tun. Dann schließe ich mein Haus. Ich habe Angst vor der mangelnden Sicherheit, ich werde von Kindern beleidigt, die auf ihren Hinterrädern durch die Gegend fahren und mich beleidigen, weil ich Franzose bin“, sagt dieser Anwohner. Er steht immer noch unter Schock, weil er den Moment der Ermordung des Polizisten selbst gesehen hat – sein Fenster ist genau gegenüber.

Der Mann, der hier lebt, rät uns, sehr, sehr vorsichtig zu sein, nicht nur hier, sondern in der ganzen Stadt, deren Gesicht sich ebenfalls verändert.

Migranten sind ein weiteres Problem für Frankreich. Von den 42 Terroristen seit 2015 waren nur vier Einheimische. Der Rest sind Neuankömmlinge oder haben ausländische Wurzeln. Sie leben oft in unruhigen Vorstädten, können sich nicht in die französische Gesellschaft integrieren und geraten in kriminelle Kreise, wo sie leicht unter den Einfluss extremistischen Gedankenguts geraten.

Wir befinden uns im Arian-Viertel, der größten Konzentration radikaler Islamisten in Nizza, und es ist die Basis für die Entsendung von Dschihadisten in den Irak, nach Syrien und Afghanistan.

Da ist eine Menge Geld im Spiel und eine Menge NGOs, die Illegale in Hochhäusern unterbringen. Dafür braucht man keine Papiere, bei der Registrierung stellen sie keine Fragen, außer zum Geld: im Durchschnitt nehmen sie 300 Euro pro Person. Und niemanden interessiert es, wer dort wohnt und was er tut.

Oft gibt es in den Wohnungen nicht einmal Strom. Die einzigen Möbel sind eine Matratze auf dem Boden und eine Art Tisch, der aus leeren Kisten besteht. Regelmäßig wird versucht, diese illegalen Bewohner zu räumen, aber wenn es Kinder in der Wohnung gibt, dann muss es durch das Gericht geschehen und das dauert nicht nur einen Monat. Aber die Hauptsache ist, dass man sowieso nicht aus Frankreich ausgewiesen wird – das ist teuer und dafür braucht es die Zustimmung der Behörden des anderen Landes.

„Kürzlich haben wir drei Personen angetroffen, einer hatte überhaupt keine Dokumente, die anderen beiden hatten ausländische Pässe. Wir haben die Polizei gerufen und sie haben sie sofort an Ort und Stelle freigelassen. Wenn sie nichts Schwerwiegendes getan haben, zum Beispiel Menschen angegriffen haben, werden sie freigelassen“, sagen die Anwohner mit einem Seufzer.

Sie besetzen also weiterhin die Häuser, die Polizei und Feuerwehr nur in Notfällen aufsuchen. Und selbst dann endet es oft so. (Anm. d. Übers.: In dem Beitrag werden Handy-Aufnahmen davon gezeigt, wie eine Meute einen Polizeiwagen angreift, der nur mit Mühe entkommen kann)

Ganze Stadtteile gehören den Banden. Die Anwohner sind gezwungen, die Drogenhändler zu dulden oder selbst zu versuchen, sie loszuwerden, wie es beispielsweise im Stalingrad-Viertel im Norden von Paris der Fall war. Straßen und Hausflure sind nach jeder Nacht mit Löffeln, Spritzen und menschlichen Exkrementen übersät. Man hat versucht, die Drogensüchtigen mit Feuerwerkskörpern zu vertreiben. Aber den Verursachern solcher Aktionen wird ein Verfahren angedroht, und die Polizei tut nichts, weil ihr durch alle möglichen Einschränkungen Hände und Füße gebunden sind.

„Wenn in Frankreich ein Auto eine Polizeisperre rammt, ist es uns verboten, darauf zu schießen und eine Verfolgungsjagd zu starten. Wir dürfen es nicht verfolgen, um kein Unfallrisiko zu schaffen. Deshalb stehen wir heute wie mit heruntergelassenen Hosen da. Solche Gebiete müssen komplett abgeriegelt und geräumt werden, es wird wahrscheinlich Verletzte und Tote auf beiden Seiten geben, deshalb hat die Regierung Angst und will nichts anheizen. Aber entweder werden sie versuchen, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, oder dieses Land wird ins Chaos stürzen, und Frankreich, wie wir es seit dem Zweiten Weltkrieg kennen, wird nicht mehr existieren“, sagt Michel Thoris.

Die Regierung verspricht ihrerseits, die Strafen für Angriffe auf Polizisten zu verschärfen – mit bis zu 30 Jahren Gefängnis. Den Militärs, die den offenen Brief unterschrieben haben, wurde nahe gelegt, den Dienst zu quittieren, da es keine rechtliche Grundlage gibt, sie anders zu bestrafen.

Im Großen und Ganzen führt die Regierung die hitzige Diskussion in der Gesellschaft über die Zunahme von Aggressionen und sozialen Spannungen auf den Wahlkampf zurück – Regional- und Präsidentschaftswahlen stehen an. Nach den letzten Umfragen werden rund 40 Prozent der Polizisten für die Nationale Vereinigung stimmen, weshalb Analysten bereits entschieden haben, dass Emmanuel Macron und Marine Le Pen es wahrscheinlich in die Stichwahl schaffen werden. Wieder einmal zeichnet sich ein Zweikampf ab, dessen Ausgang immer unklarer wird.

Ende der Übersetzung

Drogenbanden und Islamisten: Droht Frankreich ein Bürgerkrieg?

Diskussionen

4 Gedanken zu “Drogenbanden und Islamisten: Droht Frankreich ein Bürgerkrieg?

  1. det sind kriminelle Clans aus dem Libanon aka Hisbollah und der islalamische Dschihad

    Gefällt mir

    Verfasst von Rainer Tiroch | 17. Mai 2021, 20:34
  2. Die einfachste und wirksamste Maßnahme die Drogenbanden los zu werden wäre Koks für 20 €/g in Apotheken zu verkaufen.

    Gefällt mir

    Verfasst von Jochen | 17. Mai 2021, 14:07
  3. Ein Staat, der nicht mehr Herr im Hause ist,
    ist den Untergang geweiht! Das haben einige
    Franzosen sehr Gut begriffen! Es bahnt sich
    etwas an in Unseren Nachbarland, das auch
    zu Uns überschwappen wird, wahrscheinlich
    sogar auf ganz Europa!
    Ich frage mich, wer hinter diesen Kräften steht,
    Die es haben so weit kommen zu lassen.!

    Gefällt mir

    Verfasst von wolfgang fubel | 17. Mai 2021, 11:03

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