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Inland, Medien

Wieder einmal zeigt der Spiegel selbst, dass er nur ein Sprachrohr der Geheimdienste ist

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Der Spiegel hat wieder einmal sehr offen gezeigt, dass er nichts weiter ist, als das die Propaganda-Außenstelle der westlichen Geheimdienste. Dieses Mal wurde das in einem Artikel über die Vorgänge in Tschechien deutlich.

Die angeblichen „Recherchen“ von Spiegel und Bellingcat sind immer aufschlussreich, denn Bellingcat präsentiert Daten, die die Plattform nur von Geheimdiensten bekommen kann, dazu gleich mehr. Schauen wir uns das „Rechercheteam“ erst einmal kurz an.

Bellingcat

Bellingcat ist ein reines Propaganda-Instrument der westlichen Geheimdienste. Das kann jeder sehen, der sich die Finanzierung von Bellingcat anschaut, über die Bellingcat in seinen eigenen Berichten Auskunft gibt. Ich habe das im Detail aufgezeigt, Sie können das mit allen Quellen hier finden.

Im Westen wird Bellingcat jedoch als „Rechercheplattform“ dargestellt, bei der angeblich unabhängige Experten recherchieren. Darüber wurde sogar ein mit Preisen ausgezeichneter Film gemacht, der allerdings ebenfalls von den gleichen Staaten finanziert wurde, wie Bellingcat selbst finanzieren. Der Film hat – ungewollt – sogar Bellingcats Verbindungen zu den Geheimdiensten belegt, wie ich hier aufgezeigt habe.

The Insider

The Insider ist ein Partner von Bellingcat, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn es um Russland geht. Das Portal steuert angeblich Daten aus Russland bei, wie zum Beispiel Zugang zu Passdatenbanken oder Flug- und Hotelbuchungen. Solche Datenbanken zu hacken, ist auch in Russland illegal, aber obwohl der Blogger behauptet, all diese Daten zu haben, läuft er in Moskau frei herum, wird nicht verhaftet und darf Informationen weitergeben, die dem russischen Staat schaden. Wie überzeugend ist das?

Der Blogger hinter The Insider heißt Roman Dobrochotow und lebt in Moskau. Der Spiegel hat mal über ihn geschrieben und dabei ist ein verräterischer Satz gefallen:

„Er brauche etwa zehntausend Dollar im Monat, um die Arbeit zu finanzieren, sagt Dobrochotow. Er setzt auf Spenden und ausländische Stipendien. Gern würde er die Webseite vollständig über Crowdfunding finanzieren, also durch Hunderte Kleinspenden“

Er sagt also ganz offen, dass er aus dem Ausland finanziert wird und wir dürfen dreimal raten, wer ihn wohl finanziert. Jedenfalls sind 10.000 Dollar monatlich eine anständige Summe für einen einfachen Blogger.

Das „Rechercheteam“

Der dritte im Bunde ist der Spiegel. Und diese drei „Rechercheure“ finden und veröffentlichen immer all die Informationen, die selbst westliche Geheimdienste angeblich nicht haben. Sie wussten alles über den Tiergartenmord, die angeblichen Vergiftungen der Skripals und Navalnys, sie wissen einfach alles. Und immer präsentieren sie dabei Informationen, über die bestenfalls Geheimdienste verfügen können, wie zum Beispiel Flug- und Hotelbuchungen, private Chatnachrichten, Telefonverbindungsdaten, GPS-Positionsortungsdaten, Daten aus Passdatenbanken oder Informationen über erteilte Visa und Einreisen in westliche Staaten. Sie wissen einfach alles.

Selbst wenn wir annehmen, dass The Insider an russische Daten herankommt – und zwar ohne für dieses illegale Tun in Moskau verhaftet zu werden -, ist es endgültig verräterisch, dass sie auch Daten aus westlichen Regierungsdatenbanken haben wollen, also zum Beispiel Daten über Visaanträge oder Einreisen in die EU. Spätestens diese Daten müssen von westlichen Geheimdiensten kommen, alles andere wäre auch im Westen illegal und müsste zu Strafverfahren führen. Versuchen Sie mal, an Daten über Visaanträge zur Einreise in die EU zu kommen und diese zu veröffentlichen. Was glauben Sie, wie lange Sie danach noch frei herumlaufen würden?

Aber es gibt keine Strafverfahren, wenn die „Rechercheure“ solche Daten veröffentlichen, was beweist, dass die Geheimdienste diese Daten an die „Rechercheure“ durchstechen. Und da eine wichtige Aufgabe von Geheimdiensten die Desinformation ist, weiß niemand, ob diese Informationen der Wahrheit entsprechen oder Propaganda sind.

Das stört aber das ehemalige Nachrichtenmagazin aus Hamburg nicht, es verbreitet diese Geheimdienst-Propaganda einfach als eigene Recherchen.

Wie dreist dabei gelogen wird, hat sich in dem oben genannten Film über Bellingcat gezeigt. Erinnern Sie sich noch, wie seinerzeit gemeldet wurde, dass die Identitäten der zwei angeblichen GRU-Agenten veröffentlicht wurden, die angeblich die Skripals vergiftet haben sollen? Dabei wurden auch Fotos der beiden veröffentlicht, die an der britischen Passkontrolle von Überwachungskameras gemacht worden sind.

In dem Film sagte Elliot Higgins, der Gründer von Bellingcat allen Ernstes, dass er diese Fotos auf Google-Streetview entdeckt habe. Versuchen Sie das auch mal: Schauen Sie auf Google-Streetview an einem Flughafen Ihrer Wahl nach und suchen Sie dabei Fotos, die die Überwachungskameras des Grenzschutzes bei Passkontrollen aufzeichnen. Viel Spaß!

Was ich hier so ironisch schreibe, ist aber kein Scherz. Es zeigt vielmehr, wie dreist wir von dem Rechercheteam bestehend aus Bellingcat, The Insider und dem Spiegel belogen werden.

Die Ereignisse in Tschechien

Am Samstag dem 17. April wurde in Tschechien gemeldet, dass Explosionen in einem Munitionslager im Jahr 2014 aufgeklärt worden seien. Und natürlich waren es wieder die Russen, genauer gesagt, die beiden angeblichen russischen GRU-Agenten, die 2018 dann auch die Skripals vergiftet haben sollen.

Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung war gleich aus zwei Gründen perfekt gewählt: Erstens sollte ein tschechischer Minister am darauffolgenden Montag nach Moskau fliegen, um über eine Lieferung des russischen Impfstoffs zu verhandeln. Die Reise wurde nach der Veröffentlichung abgesagt und stattdessen sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf einen Tiefpunkt abgestürzt.

Und zweitens wurde am gleichen Tag der vereitelte Putschversuch in Weißrussland bekannt, von dem die Medien mit dem Wirbel um die überraschenden Erkenntnisse des tschechischen Geheimdienstes abgelenkt wurden. Über den Putschversuch haben westliche Medien, obwohl sie davon wissen, praktisch nicht berichtet.

Die neueste „Spiegel-Recherche“

Wir reden hier von Explosionen in Tschechien im Jahr 2014 und die tschechischen Behörden waren sieben Jahre lang nicht in der Lage, sie aufzuklären. Und just zu diesem für Russlands Gegner ausgesprochen günstigen Zeitpunkt, meldete der tschechische Geheimdienst den Ermittlungserfolg, weigerte sich aber aus Gründen der Geheimhaltung, Belege zu präsentieren.

Aber wir haben ja die Super-Rechercheure von Spiegel, Bellingcat und The Insider. Am Samstag kam die Meldung vom tschechischen Geheimdienst und schon am Dienstag hatten die Rechercheure die Details, die alle tschechischen Behörden sieben Jahre lang nicht finden konnten. Der Spiegel berichtete an dem Tag unter der Überschrift „Anschlag in Tschechien – Explosion in Munitionsdepot war wohl Operation des russischen Geheimdienstes“ allen Ernstes folgendes:

„Die Explosion eines tschechischen Munitionslagers im Jahr 2014 war offenbar das Ergebnis einer komplexen Operation des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Nach gemeinsamen Recherchen des SPIEGEL und der Investigativplattformen Bellingcat und The Insider waren mindestens sechs GRU-Agenten an Planung und Durchführung der Attacke beteiligt.“

Wozu braucht es eigentlich noch Geheimdienste, Staatsanwälte und all die anderen teuren Behörden, wenn man Spiegel, Bellingcat und The Insider hat? Die bekommen doch in wenigen Tagen alles heraus, was diese Milliarden teuren Behörden in sieben Jahren nicht herausbekommen!

Informationen von westlichen Geheimdiensten

Der Spiegel-Artikel ist dann genauso aufgebaut, wie in den früheren Fällen. So kann man da lesen:

„Dass die mutmaßlichen GRU-Agenten mitverantwortlich für die Explosion sind, zeigt die Analyse von Flugbuchungen, Passagierlisten und Telekommunikationsdaten. Diese legen außerdem nahe, dass Awerjanow sich im unmittelbaren Umfeld, zumindest aber in der Tschechischen Republik aufhielt.
Awerjanow buchte am 7. Oktober 2014 einen Flug nach Wien, genauso wie ein weiterer GRU-Mann. Die mutmaßlichen Skripal-Attentäter Alexander Mischkin und Anatoli Tschepiga orderten am selben Tag einen One-Way-Flug nach Prag. Die Ortungsdaten ihrer Mobiltelefone belegen, dass sie sich zum Zeitpunkt der Buchung im GRU-Hauptquartier in Moskau aufhielten.
Während Mischkin und Tschepiga bereits am 11. Oktober in Prag ankamen, landete Awerjanow erst am 13. Oktober in Wien. Mischkin und Tschepiga hielten sich zunächst in Prag auf und posteten Bilder der Altstadt in sozialen Netzwerken. Am 13. Oktober bewegten sie sich in der Gegend um Ostrava, knapp zwei Autostunden von dem Munitionsdepot in Vrbětice entfernt.
Nachdem Awerjanow in Wien gelandet war, schaltete er sein Telefon aus – und aktivierte es erst wieder nachmittags am 16. Oktober, dem Tag der Explosion. Noch am selben Tag flog er von Wien nach Moskau. Auch Mischkin und Tschepiga verließen Tschechien gleich an jenem Abend.“

Und nun erklären Sie mir bitte, woher die Super-Rechercheure all das wissen? Diese Informationen müssen sie sich entweder ausgedacht, oder von westlichen Geheimdiensten bekommen haben. GPS-Daten aus Mobiltelefonen sind nicht frei verfügbar, gleiches gilt für die Daten der Flugbuchungen und der Einreisen in die EU oder die Frage, wann wer sein Telefon an- und ausgeschaltet hat. Das lässt sich auch nicht mit einem einfachen Hackerangriff erklären, denn hierzu müssten so viele verschiedene Datenbanken gehackt worden sein, dass als Quelle für all diese Informationen nur ein Geheimdienst in Frage kommt.

Ganz offensichtlich setzt der Spiegel – offenbar mit Erfolg – darauf, dass seine Leser beim Lesen ihr Gehirn ausschalten und sich solche einfachen Fragen nicht stellen.

Kann der Spiegel noch offensichtlicher zeigen, dass er nur eine Propaganda-Außenstelle der Geheimdienste ist, der all das als eigene Recherche ausgibt, was die Geheimdienste ihm zustecken?


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Wieder einmal zeigt der Spiegel selbst, dass er nur ein Sprachrohr der Geheimdienste ist

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