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Ausland, Europa

Der anti-russische Samstag: Putschversuch in Minsk, Anschuldigungen aus Tschechien und ein ukrainischer Spion

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Dieser Samstag hat ein Dauerfeuer anti-russischer Meldungen gebracht, über die ich hier berichten werde.

Zunächst wollte ich über diese drei Ereignisse drei getrennte Artikel veröffentlichen. Da es sich jedoch um kurze Meldungen handelt, habe ich beschlossen, sie in einem Artikel zusammenzufassen.

Der anti-russische Samstag Teil 1: Putschversuch in Weißrussland vereitelt

Russische und weißrussische Medien haben am Samstagabend im Stundentakt über einen Putschversuch in Weißrussland berichtet. Ich will hier die bisher bekannten Meldungen zusammenfassen.

Der weißrussische Geheimdienst hat mitgeteilt, dass der Plan war, am 9. Mai, dem Tag der Siegesfeier über Nazi-Deutschland, bei der Parade in Minsk einen Mordanschlag auf Präsident Lukaschenko aufzuführen. Parallel sollte ein bewaffneter Aufstand zur Machtübernahme beginnen. Der Plan war weit fortgeschritten.

An dem Putschversuch waren Weißrussen und Ausländer beteiligt. Der weißrussische Geheimdienst hat davon schon vor einiger Zeit erfahren und andere befreundete Geheimdienste informiert. Der russische Geheimdienst hat Organisatoren des Putsches am Samstag in Moskau festgenommen, als sie bei einem Treffen ihre Pläne besprochen haben.

Dabei haben sie sich mit einem „hochgestellten General“ der weißrussischen Streitkräfte getroffen, von dem sie annahmen, dass er auf ihrer Seite wäre. Der wichtigste Organisator des Putschversuches war demnach der Anwalt Juri Senkowitsch, ein gebürtiger Weißrusse, der seit 2007 in den USA lebt und auch die US-Staatsbürgerschaft hat. Er hoffte darauf, dass sich das US-Außenministerium im Falle eines Scheitern des Planes für ihn einsetzen werde.

Der Plan sah vor, zeitgleich Lukaschenko und seine Familie sowie auch „alle hochgestellten Führungsmitglieder“ des Landes zu ermorden, die Stromversorgung im Land auszuschalten, um eine schnelle Reaktion der Sicherheitskräfte zu verhindern, einen bewaffneten Aufstand zu organisieren und natürlich – nach dem üblichen Muster der Farbrevolutionen — Menschen auf die Straßen zu bringen.

An dem Plan waren verschiedene Oppositionelle beteiligt, die sich außerhalb Weißrusslands aufhalten. Der Plan sah weiter vor, Regierung und Parlament zu entmachten und einen „Rat der Nationalen Versöhnung“ zu gründen, der die Regierungsgeschäfte übernehmen sollte.

Finanziert wurde der Plan aus dem Ausland, wobei bereits Gelder für die Bestechung von Schlüsselfiguren geflossen sind. Lukaschenko sagte vor der Presse, dass die Festgenommenen enge Kontakte zu Offizieren von CIA oder FBI gehabt haben, weitere Details nannte er dazu nicht.

Der anti-russische Samstag Teil 2: Tschechien weist 18 russische Diplomaten aus

Tschechien hat am Samstag gleich 18 russische Diplomaten ausgewiesen. Interessant sind die Hintergründe.

Am Montag wollte der tschechische Innenminister Jan Hamacek nach Moskau reisen, um mit dem russischen Gesundheitsminister über Lieferungen von Sputnik-V an Tschechien zu verhandeln. Die Reise wurde abgesagt und Prag stattdessen hat die Ausweisung von 18 russischen Diplomaten angekündigt.

Der Grund ist, dass der tschechische Geheimdienst ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt herausgefunden haben will, dass es angeblich russische Agenten waren, die für Explosionen in einem Munitionslager Oktober und Dezember 2014 in Tschechien verantwortlich sein sollen.

Es ist ein glücklicher Zufall für die westliche Pharmakonzerne und politischen Gegner von Sputnik-V, dass der tschechische Geheimdienst die Explosionen von vor sieben Jahren ausgerechnet zwei Tage vor der geplanten Reise des tschechischen Innenministers aufklären konnte.

Die Beschuldigten sind übrigens alte Bekannte. Die Tschechei hat in diesem Zusammenhang Haftbefehle gegen die beiden angeblichen russischen Agenten erlassen, die in Großbritannien die Skripals vergiftet haben sollen.

Die Moskau-Reise des Innenministers zum Kauf von Sputnik-V war in Tschechien wegen der Lobbyarbeit der westlichen Pharmakonzerne und Medien umstritten. Mit welcher Macht die westlichen Medien gegen den russischen Impfstoff vorgehen, ist allgemein bekannt.

Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministerium hat darauf nur erklärt, Prag wisse, wie Russland „auf solche Tricks“ reagiert.

Der anti-russische Samstag Teil 3: Ukrainischer Spion in Russland verhaftet

In St. Petersburg wurde ein Konsul des ukrainischen Generalkonsulates auf frischer Tat erwischt, als er von einem russischen Informanten eine Datenbank mit persönlichen Daten von Mitarbeitern russischer Sicherheitskräfte erhalten wollte. Der russische Geheimdienst hat Bilder der Festnahme veröffentlicht, auf denen zu sehen ist, wie genau in dem Moment, in dem die Festplatte mit den Daten in einem Restaurant übergeben werden sollte, Geheimdienstmitarbeiter an den Tisch kommen und den sitzenden Männern mitteilen, sie wären verhaftet. Die Festplatte liegt dabei deutlich sichtbar noch auf dem Tisch.

Der Verkäufer war ein Straßenhändler aus Petersburg, woher er diese Daten hat, wird derzeit noch ermittelt. Der ukrainische Diplomat wurde nach der vorübergehenden Festnahme an seinen vorgesetzten Generalkonsul übergeben und wird Russland verlassen müssen. Die Ukraine hat ebenfalls die Ausweisung eines russischen Diplomaten angekündigt.

Wichtiger Hinweis

Ich hatte zuerst vor, über diese drei Ereignisse drei getrennte Artikel zu veröffentlichen und den Artikel über Weißrussland auch schon veröffentlicht. Als ich gesehen habe, dass alle Artikel sehr kurz werden, habe ich entschieden, den veröffentlichten Artikel wieder vom Netz zu nehmen und über alle drei Vorfälle in einem Artikel zu berichten. Ich bitte alle, die den für kurze Zeit veröffentlichten Artikel gesehen haben, aber dann nicht öffnen konnten, um Verzeihung.

Vor allem zu den Ereignissen in Weißrussland wird es sicherlich in den nächsten Tagen noch weitere Informationen geben, ich werde weiter berichten.

Zu dem Vorfall mit der Ukraine werde ich spätestens im nächsten Ukraine-Update berichten, wenn es weitere Informationen gegen sollte.

Putschversuch in Minsk, Anschuldigungen aus Tschechien und ein ukrainischer Spion

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Der anti-russische Samstag: Putschversuch in Minsk, Anschuldigungen aus Tschechien und ein ukrainischer Spion

  1. Die Situation spitzt sich immer mehr zu, so könnte man meinen..
    Gigantische Mengen an Kriegsmaterial ist von Übersee an die
    Russische Grenze gekarrt worden, nebst unzähligen Kriegspersonal.
    Die Einkreisung Russlands ist im vollen Gange. Das Ganze wird
    als große „Übung“ getarnt (Defender) und mit der Lüge kaschiert,
    die angebliche Bedrohung Russlands und die Verteidigung der
    Westlichen „Werte“ zu Diensten zu sein.
    Diese Provokationen, werden mit voller Absicht und in der Hoffnung,
    geführt, das die Russen die Nerven verlieren. Dann hätten die
    Amerikaner, das „Argument“sich zur Wehr zu setzen. Kriegerisch
    natürlich, das ist das Ziel!
    Eine mit Corona,in Angst und Panik gehaltene Europäische Bevölkerung
    regestriert nicht was da eigendlich los ist!!

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    Verfasst von wolfgang fubel | 18. April 2021, 16:05

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