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Afrika, Ausland

RECONAFRICA – WELCH EINE UNGEHEUERLICHKEIT

von Einar Schlereth – https://einarschlereth.blogspot.com

Bild: Nguma See

Das ist derselbe üble Trick wie ihn Shell, Esso, 98 ROZ, Etanol anwenden – alle verkaufen sie nur noch „grünen Treibstoff“, der äußerst umweltverträglich ist, den man sich bei laufendem Motor ins Schlafzimmer stellen kann. Lachs kommt natürlich aus den sprudelnden Gebirgsbächen in Norwegen und nicht aus den Mammuthkäfigen in den Fjorden, in denen viele tote Lachse mitschwimmen, total vereitert, mit schrecklichen Wunden, elendig krepiert. Macht nix, wird alles irgendwie mitverwurstet. Es wird gefressen, was  auf den Tisch kommt. So ergeht es den Millionen Schweinen und den hundert Millionen Hühnern, man gelobt hoch und heilig Besserung bis 2026, aber bis dahin es es ja recht lang.

Und nun schauen wir uns mal RECONAFRICA an. Ihr werdet staunen, wenn ihr das aufruft. Das ist nicht irgendein kleiner Krauter – noch niemals was gehört von dem – weit gefehlt, das ist ein supergroßer US-Kanadischer Krauter. Da bekommt ihr eine ganze Seite mit links zu sehen

https://metager.de/meta/meta.ger3?eingabe=RECONAFRICA

Jawohl, da stoßen wir doch gleich auf perfekt gemachte pdf’s, die es ganz sicher auch auf Hochglanzpapier gibt. Da gibt es die Tel. Nr. kostenlos nach Kanada & USA und die Londoner Büro Adresse gleich um die Ecke der Hochfinanz.

In Namibia und Botswana hat ReconAfrica Petroleum (RAC) in dem Kavango Basin insgesamt 8,5 Mill. Acres erworben (2.2 acres in Botswana undüber 1 Mill. Acres erworben in dem größten Erdöl-Basin der Welt.

Beide Länder – Namibia und Btswana – sind jeweils größer als Frankreich, äußerst dünn besiedelt. In den Ländern haben sich außerdem die Hyänen ExxonMobil, galp und Total, sowie Shell und TullowOil niedergelassen. Das Bohrgelände liegt sehr passend in mehreren Nationalparks. Das übliche Procedere läuft bekanntermaßen so ab, dass den Regierungschefs der beiden Länder ein Hitman auf den Hals gejagt wird, der so lange breit geschlagen wird, bis er alles unterschreibt, was von den Herren gewünscht wird. Ihnen werden „blühende Landschaften“ versprochen sowie Wohlstand für alle, Fortschritt und Wachstum. Der sehr verehrte Herr Präsident erhält erst einmal eine Luxus-Karosse, eine Luxus-Villa, seine Kinder erhalten eine Luxus-Erzïehung in London oder Kanada etc pp

Auf den Seiten 6  und 7 könnt ihr die Bosse bewundern – 13 blütenweiße Lackaffen und sage und schreibe 2 weibliche Wesen. Und natürlich hat man in den 2 Ländern Afrikas nicht einen brauchbaren Schwarzen gefunden. Das ist auch besser so, man fühlt sich dann einfach wohler.

Dann geht es weiter, was und wieviel und welche Qualität man da rausholen wird. Alle strahlen über alle VIER Backen. auch das Wasserproblem wird behandelt, denn Afrika hat viel zu wenig Wasser für seine Größe und seine Menschenmengen. Ja, man hat auch an die Bevölkerung gedacht und für ein Dorf EINEN Wasserhahn an zentraler Stelle aufgestellt, damit die armen Menschen nicht mehr zehn Kilometer laufen müssen. Man hat auch die Menschen zu Wort kommen lassen, allerdings nur jene, die all denen, die dagegen sind, gehörig über das Maul fahren und ihnen alles aufzählen, was es demnächst alles geben wird. Na, die werden sich wundern.

Zufällig bin ich auch auf einen Artikel gestoßen, der von der Environmental Investigation Agency für Global Research vor 4 Tagen herausgegeben wurde, an dem sich auch die UNESCO World Heritage beteiligt hat. Hier ist der Link:
Elephants and Wildlife Threatened by Plans to Drill for Dirty Energy in Africa’s Unique Okavango Region – Global ResearchGlobal Research – Centre for Research on Globalization

Die Kampagne-Leiterin von EIA Wildlife Rachel Wackenna sagte:

„Während sich die Welt von den fossilen Brennstoffen abwendet, um dieKlima-Änderung anzugehen, setzt ReconAfrica auf Erdöl und Gas – und möglicherweise auch Fracking – in einer der letzten verbliebenen ur-wüchsigen Gegenden ist eine verwirrende Illustration dafür, wie nicht nachhaltige extraktive Projekte das Überleben eines ganzen Ökosystems und sowie die Lebensgrundlagen & Traditionen lokaler Gemeinschaften unterminieren können.

Wir fordern die Regierungen von Namibia und Botswana auf, die Öl und Gas-Erkundung zu stoppen und die Menschen, das Tierleben und ihr Erbe über die Profitgewinnung zu stellen, insbesondere zu einer Zeit, wo die Coronavirus-Pandemie die internationale Gemeinde gezwungen hat, den integralen Wert des Umweltschutzes  und das Anpacken der Klima-Veränderung zu begreifen.“

https://www.globalresearch.ca/fracking-the-okavango-big-oil-comes-for-africas-greatest-park/5732762

Es handelt sich hier um ein Habitat für 30 Arten, die kürzlich von der Internationalen Union zur Erhaltung der Natur (IUCN) als stark bedroht eingestuft wurden, einschließlich die Schwarzen Rhinozerosse, Wildhund und Elephanten sowie die Pangoline (Schuppentiere). Im übrigen werden die Bohrungen direkt am Kavango Fluß sowie am Nguma See und dem riesigen Okavango Delta durchgeführt (weil die ja immer so unglaublich SICHER sind und mit Unfällen nicht zu rechnen ist).

Hier habe ich noch eine interessante Berechnung eines Mathematikers und Physikers gefunden. Tom Murphy hat dies für Energie, Wachstum, Optionen gemacht, aber ich nenne nur die folgende Aufzählung:

– die Pflanzenmenge auf der Erde beträgt 450 Gigatonnen

– alle Tiere zusammen machen nur 2.5 Gigatonnen aus

– Menschen machen davon nur 2.4% – PROZENT – aus

– wilde Tiere auf der ganzen Welt machen nur noch 4%

Do the Math | Using physics and estimation to assess energy, growth, options—by Tom Murphy

Und Tom hat auf eine weitere Aufstellung von David Attenborough verwiesen, die ebenfalls sehr aufschlussreich ist:

„Die 1950er Jahre sind eine Zeit von endlosem Optimismus. Der 2. Weltkrieg war zu Ende; die Mittelklasse wuchs und gedieh; Technologien, Erneuerungen, Ideen und Annehmlichkeiten fluteten in das Leben der Menschen. Was könnte der Mensch nicht erreichen?

Jahr Bevölkerung CO2ppm unberührte Natur

Year Population CO2 ppm Wild Spaces
1937 2.3 B 280 66%
1954 2.7 B 310 64%
1960 3.0 B 315 62%
1978 4.3 B 335 55%
1997 5.9 B 360 46%
2020 7.8 B 415 35%

1937 wurde ich geboren und da war David schon 11 Jahre alt. …. Und in dieser Zeit ist die Wildnis halbiert worden. ….. Wir fressen langsam aber sicher die Erde auf, bis nichts mehr übrig ist.“ Das Leben, ja das Leben fressen wir auf. Mit der Wildnis sind Millionen Lebewesen verschwunden und zwar von den kleinsten bis hin zu großen. Sind verschwunden, als hätte es sie nie gegeben, da man keine Zeit hatte, sie alle zu registrieren und zu katalogisieren. Großartige Leistung, nicht wahr?

https://dothemath.ucsd.edu/2021/03/sir-david-nails-it/https

Und als extra Zuckerle hier noch ein Artikel, den ich vor vier  Tagen aufgelegt habe – über den wahren Wert des Wassers:

https://einarschlereth.blogspot.com/2021/04/der-wahre-wert-des-wassers.html

 

https://einarschlereth.blogspot.com/2021/04/reconafrica-welch-eine-ungeheuerlichkeit.html

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