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Ausland, Europa

Die Anti-Putin PsyOps verstehen: Vorbereitungen für den Krieg

von Saker – http://www.theblogcat.de

Einleitung: Ursache und Vorwand

Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Putin in der Mythologie des anglozionistischen Imperiums so etwas wie Satan ist oder zumindest eine Art „Sauron“, der der Inbegriff des Bösen ist. Und wir alle haben gehört, dass Biden kürzlich in einem aufgezeichneten Interview erklärte, dass Putin „ein Mörder“ sei. Als man ihr die Chance gab, diese Aussage abzuschwächen, tat Jen Psaki nichts dergleichen. Daraus können wir schließen, dass dies eine offizielle, bewusst geplante Charakterisierung des russischen Führers war.

Diese Art von Sprache wurde von westlichen Beamten während des Kalten Krieges nie verwendet, zumindest nicht auf den höchsten Ebenen. Warum also dieser brodelnde Hass auf Putin?

Es liegt nicht daran, dass er Ex-PGU KGB der UdSSR ist. Juri Andropow war ein ehemaliger KGB-Vorsitzender, und er hat viel getan, um den KGB, sein Personal und seine Operationen zu stärken. Dennoch nannte ihn niemand einen Mörder. Es liegt auch nicht an der Krim oder dem Donbass, zumindest nicht direkt, denn als die UdSSR in die Tschechoslowakei und davor in Ungarn einmarschierte, nannten westliche Politiker Chruschtschow oder Breschnew nicht „Killer“. Es ist nicht wegen des Abschusses von MH-17 (westliche Führer wissen alle, dass dies Lügen sind, die von westlichen Spezialdiensten geschaffen wurden), denn es gab eine ganze Reihe von zivilen Verkehrsflugzeugen, die von verschiedenen Staaten abgeschossen wurden, aber das führte nicht zu der Art von totaler Dämonisierung der Führer dieser Staaten. Ich könnte noch weitermachen, aber ihr versteht den Punkt: Selbst wenn wir alle Anschuldigungen gegen Putin sorgfältig analysieren, stellen wir fest, dass die Art der totalen Dämonisierung, der er ausgesetzt war, in ihrer Intensität und ihrem Umfang ziemlich einzigartig ist.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Begriffen „Ursache“ und „Vorwand“, und alle Beispiele, die ich genannt habe, sind nichts als Vorwände. Wir müssen uns die wirklichen Ursachen eines solchen blinden Hasses auf Putin ansehen.

Hier stoßen wir auf eine weitere Liste möglicher Gründe: Erstens ist es unbestreitbar, dass, während Jelzin Russland als Land fast zerstört hat, Putin im Alleingang Russland in erstaunlich kurzer Zeit „wiederauferstehen“ ließ. Aus einem Land, das in Trümmern lag, und einer Bevölkerung, die sich nichts sehnlicher wünschte, als das nächste Deutschland oder, wenn das nicht möglich ist, zumindest das nächste Polen zu werden, machte Putin Russland zur stärksten Militärmacht des Planeten, und er formte die russische Wahrnehmung von sich selbst und von Russland völlig neu. Nicht nur das, Putin nutzte jeden einzelnen Schritt des Westens (wie z.B. Sanktionen, Boykotte oder Drohungen), um Russland weiter zu stärken (durch Mittel wie Importsubstitutionen, internationale Konferenzen und Militärmanöver). Vor allem aber koppelte Putin Russland von vielen US-kontrollierten Institutionen oder Mechanismen ab, was Russland ebenfalls immens zugute kam.

US-Politiker sprachen von einem Land mit einer „Wirtschaft in Fetzen“ und von einer „Tankstelle, die sich als Land tarnt“. Aber in der realen Welt (Zone B) ging es der russischen Wirtschaft viel besser als der westlichen, und was den „Energiekrieg“ zwischen den USA, Saudi Arabien und Russland betrifft, so endete er mit einer katastrophalen Niederlage für die USA und einem Triumph für Russland und, in geringerem Maße, dem KSA.

Dann kam COVID und das wirklich epische Desaster des totalen Missmanagements dieser Krise durch den Westen. Nicht nur das, sondern der Kontrast zwischen der Art und Weise, wie Russland (und China!) mit der Krise umging, und dem, was der Westen tat, hätte nicht größer sein können. Dass Russland das erste Land war, das einen Impfstoff entwickelt hat (mittlerweile sind es sogar drei; jetzt steht Russland kurz davor, einen weiteren Impfstoff herauszubringen, der diesmal Tiere vor COVID schützt) und, schlimmer noch, das Land, das den besten Impfstoff der Welt entwickelt hat – das ist ein PR-Desaster für den Westen, und es gibt nichts, was der Westen tun kann, um den Schlag abzumildern. Wenn überhaupt, werden die Dinge nur noch schlimmer, wie all die kommenden Abriegelungen in Europa zeigen – kontrastieren Sie das mit diesem Foto des glücklichen Lavrov in China, der eine Maske mit der Aufschrift „FCKNG QRNTN“ trägt!

Aber das ist auch nicht der wahre Grund, wie die Tatsache zeigt, dass der Westen Putin schon lange vor COVID gehasst hat.

Der „gestohlene“ Sieg im Kalten Krieg

In Wahrheit hat der Westen eine sehr lange Liste von Gründen, um Putin und alles Russische zu hassen, aber ich glaube, dass es einen Grund gibt, der sie alle übertrumpft: Die westlichen Führer glaubten aufrichtig, dass sie die UdSSR im Kalten Krieg besiegt hatten (es wurden sogar Medaillen hergestellt, um an dieses Ereignis zu erinnern) und nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Supermacht und der Machtübernahme durch eine ahnungslose, alkoholkranke Marionette war der Triumph des Westens total. Zumindest dem Anschein nach. Die Realität war, wie immer, viel komplizierter.

[Randbemerkung: Die Ursachen und Mechanismen des Zusammenbruchs der Sowjetunion sind heute nicht unser Thema, daher möchte ich nur darauf hinweisen, dass ich glaube, dass die UdSSR nie „zusammengebrochen“ ist, sondern dass sie absichtlich vom KPdSU-Apparat zerstört wurde, der beschloss, das Land aufzulösen, damit die Partei und die Nomenklatura an der Macht bleiben konnten, nicht an der Spitze der UdSSR, sondern an der Spitze der verschiedenen Ex-Sowjetrepubliken. Schwache Führer und Ideologien, an die niemand wirklich glaubt, inspirieren die Menschen nicht, für ihre Herrscher zu kämpfen. Deshalb ist die russische Monarchie zusammengebrochen, deshalb ist die freimaurerische Kerenskii-Demokratie zusammengebrochen und deshalb ist die Sowjetunion zusammengebrochen (dies ist auch einer der wahrscheinlichsten Gründe für den endgültigen Zusammenbruch der USA als Staat)].

Putin, der weder im Westen noch in Russland sehr bekannt war, kam an die Macht und kehrte sofort Russlands Kurs in Richtung Abgrund um. Zunächst kümmerte er sich um die beiden dringendsten Bedrohungen, die Oligarchen und den wahabitischen Aufstand im Kaukasus. Viele Russen, mich eingeschlossen, waren absolut erstaunt über die Geschwindigkeit und Entschlossenheit seines Handelns. Das Ergebnis war, dass Putin sich plötzlich als einer der beliebtesten Führer in der russischen Geschichte wiederfand. Zunächst geriet der Westen in eine Art Schockzustand, dann durchlief er einen Prozess, der an das so genannte „Kübler-Ross-Modell“ erinnerte, und schließlich verfiel der Westen in eine russophobe Raserei, wie es sie seit dem Nazi-Regime in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gegeben hat.

(Anm.d.Ü.: Siehe Kübler-Ross, Die Fünf Phasen des Sterbens)

Um zu verstehen, warum Putin der leibhaftige Teufel ist, müssen wir verstehen, dass die Führer des kollektiven Westens wirklich dachten, dass der Westen dieses Mal, nach einem Jahrtausend der Misserfolge und peinlichen Niederlagen, endlich Russland „besiegt“ hat, das nun ein führerloses, kulturloses, geistloses und natürlich geschichtsloses Territorium werden würde, dessen einziger Zweck es wäre, Ressourcen für den „triumphierenden Westen“ zu liefern. Nicht nur das, sondern die anglozionistischen Führer des Imperiums führten die 9/11 Operation unter falscher Flagge durch, die ihnen den Vorwand für den GWOT (Global War On Terror) lieferte, die aber den Westen komplett von seinem vorherigen Fokus auf die sogenannte „russische Bedrohung“ ablenkte, einfach weil es 2001 keine russische Bedrohung gab. Es gab also eine gewisse Logik hinter diesen Schritten. Und dann, „plötzlich“ (zumindest für westliche Führer) war Russland „zurück“: 2013 stoppte Russland den geplanten US/NATO-Angriff auf Syrien (der Vorwand waren hier syrische Chemiewaffen). 2014 unterstützte Russland den novorussischen Aufstand gegen das ukrainische Regime in Kiew, und im selben Jahr setzte Russland auch sein Militär ein, um der lokalen Bevölkerung die Abstimmung über ein Referendum zum Anschluss an Russland zu ermöglichen. Im Jahr 2015 schließlich verblüffte Russland den Westen mit einer äußerst effektiven Militärintervention in Syrien.

In dieser Abfolge beging Russland zwei sehr unterschiedliche Arten von „Verbrechen“ (aus anglozionistischer Sicht, natürlich):

– Das kleinere Verbrechen, das zu tun was Russland tat

– Das viel größere Verbrechen, das Imperium niemals um Erlaubnis gefragt zu haben

Der Westen behandelt den Rest des Planeten gerne wie eine Art Juniorpartner, mit sehr begrenzter Autonomie und fast keiner wirklichen Handlungsfähigkeit (das beste Beispiel ist das, was die USA mit Ländern wie Polen oder Bulgarien gemacht haben). Wenn ein solches „Junior“-Land etwas in seiner Außenpolitik tun will, muss es unbedingt seinen anglozionistischen Großen Bruder um Erlaubnis bitten. Dies nicht zu tun, ist so etwas wie Aufruhr und Revolte. In der Vergangenheit wurden viele Länder dafür „bestraft“, dass sie es wagten, eine Meinung zu haben oder, noch mehr, dass sie es wagten, danach zu handeln.

Es wäre nicht ungenau, das Ganze zusammenzufassen, indem man sagt, dass Putin dem Imperium und seinen Führern den Stinkefinger gezeigt hat. Dieses „Verbrechen der Verbrechen“ war der eigentliche Auslöser für die aktuelle antirussische Hysterie. Bald jedoch sahen sich die (meist ahnungslosen) Führer des Imperiums mit einem äußerst frustrierenden Problem konfrontiert: Während die russophobe Hysterie im Westen viel Anklang fand, erzeugte sie in Russland aufgrund eines typischen Putin-„Judo“-Moves einen sehr mächtigen Rückschlag: Weit davon entfernt, die antirussische Propaganda des Westens zu unterdrücken, nutzte der Kreml seine Macht, um sie über die russischen Medien weithin verfügbar zu machen (auf Russisch!) (ich habe darüber ausführlich geschrieben: https://www.unz.com/tsaker/counter-propaganda-russian-style/ und https://www.unz.com/tsaker/re-visiting-russian-counter-propaganda-methods/ ).

Die direkte Folge davon war zweierlei: Erstens wurde die von der CIA/MI6 geführte „Opposition“ stark mit den russophoben Feinden Russlands in Verbindung gebracht und zweitens scharte sich die russische Öffentlichkeit weiter um Putin und seine unnachgiebige Haltung. Mit anderen Worten: Indem sie Putin einen Diktator und natürlich einen „neuen Hitler“ nannten, erlangten die westlichen PsyOps einen begrenzten Vorteil in der westlichen öffentlichen Meinung, schossen sich aber bei der russischen Öffentlichkeit völlig ins Bein. (Anm.d.Ü.: PsyOp steht für „Psychologische Kriegsführung“)

Ich bezeichne diese Phase als die „Phase eins der strategischen Anti-Putin-PsyOp„. Was das Ergebnis dieser PsyOp betrifft, so würde ich nicht nur sagen, dass sie fast vollständig gescheitert ist, sondern ich denke, dass sie innerhalb Russlands genau die gegenteilige beabsichtigte Wirkung hat.

Ein Kurswechsel war dringend notwendig.

Die Neuausrichtung der US-PsyOps gegen Putin und Russland

Ich muss zugeben, dass ich eine sehr niedrige Meinung von der US-Geheimdienstgemeinschaft, einschließlich ihrer Analysten, habe. Aber selbst der eher langweilige US-amerikanische „Russland-Gebietsspezialist“ hat schließlich herausgefunden, dass es zu einer typisch russischen Mischung aus Gelächter und Unterstützung für den Kreml führt, wenn man der russischen Öffentlichkeit erzählt, Putin sei ein „Diktator“ oder ein „Mörder von Dissidenten“ oder ein „chemischer Vergifter von Exilanten“. Es musste etwas getan werden.

Also kam irgendein Klugscheißer irgendwo in einem Keller auf folgende Idee: Es macht keinen Sinn, Putin Dinge vorzuwerfen, die ihn zu Hause beliebt machen, also lasst uns eine neue Liste von Anschuldigungen erstellen, die sorgfältig auf die russische Öffentlichkeit zugeschnitten ist.

Nennen wir dies eine „Phase zwei der Anti-Putin-PsyOp-Operation„.

Und so begann die Sache mit dem „Putin steckt unter einer Decke“. Konkret wurden diese Anschuldigungen von den US-PsyOps und denen, die in ihrem Sold stehen, eingesetzt:

Putin entwaffnet Syrien

Putin wird den Donbass ausverkaufen

Putin ist eine Marionette Israels und insbesondere Netanjahus

Putin ist ein korrupter Verräter an den nationalen Interessen Russlands

Putin erlaubt Israel, Syrien zu bombardieren (siehe hier: https://www.unz.com/tsaker/why-is-putin-allowing-israel-to-bomb-syria/ )

Putin verkauft die sibirischen Reichtümer an China und/oder Putin unterwirft Russland an China

Putin ist korrupt, schwach und sogar feige

Putin wurde von Erdogan im Berg-Karabach-Krieg besiegt

Dies sind die Hauptgesprächsthemen, die sofort von den strategischen PsyOps der USA gegen Russland übernommen und ausgeführt wurden.

War es effektiv?

Ja, bis zu einem gewissen Grad. Zum einen wurden diese „antirussischen PsyOps reloaded“ sofort von zumindest einem Teil dessen aufgegriffen, was man als „interne patriotische Opposition“ bezeichnen könnte (vieles davon sehr aufrichtig und ohne das Bewusstsein, geschickt manipuliert zu werden). Noch giftiger war das Aufkommen einer ziemlich lauten neokommunistischen (oder, wie Ruslan Ostashko sie oft nennt, „emo-Marxistischen“) Bewegung (die ich persönlich als sechste Kolonne bezeichne), die eine interne Anti-Kreml-Propagandakampagne begann, die sich auf folgende Themen konzentrierte:

– „Alles ist verloren“ (всепропальщики): Das ist die These, die besagt, dass nichts in Russland richtig ist, alles ist entweder falsch oder böse, das Land kollabiert, ebenso seine Wirtschaft, seine Wissenschaft, sein Militär usw. usw. usw. Das ist nur eine Wald- und Wiesen-Variante des Defätismus, mehr nicht.

– „Nichts wurde erreicht, seit Putin an der Macht ist“: Das ist seltsam, denn es erfordert eine absolut spektakuläre Menge an mentaler Gymnastik, um nicht zu sehen, dass Putin Russland buchstäblich vor der totalen Zerstörung gerettet hat. Diese Haltung erklärt auch nicht, warum Putin vom Imperium so gehasst wird (wenn Putin alles falsch gemacht hätte, wie z.B. Jelzin, würde er im Westen verehrt werden, nicht gehasst!).

– Alle Wahlen in Russland wurden gestohlen. Hier müssen sich die 5. (von der CIA/MI6 geführte) und die 6. Kolonne einig sein: laut beiden gibt es absolut keine Möglichkeit, dass die meisten Russen Putin so viele Jahre lang unterstützt haben und es gibt keine Möglichkeit, dass sie ihn jetzt unterstützen. Und ignoriert die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Umfragen zeigen, dass Putin die beliebteste politische Figur in Russland war und immer noch ist.

Schließlich hat das große SNAFU mit der Rentenreform definitiv nicht zu Putins Beliebtheit beigetragen, so dass er handeln musste: Er hat einige der schlimmsten Bestimmungen dieser Reform „abgemildert“ und schließlich einige der schlimmsten atlantischen Integrationisten, einschließlich Medwedew selbst, erfolgreich ins Abseits gestellt.

Traurigerweise zeigten einige vermeintlich pro-russische Webseiten, Blogs und Einzelpersonen ihr wahres Gesicht, als sie auf den Zug dieser zweiten strategischen PsyOp-Kampagne aufsprangen, wahrscheinlich in der Hoffnung, entweder mehr Aufmerksamkeit zu erregen oder Geld zu bekommen, oder beides. Daher all der Unsinn über die Zusammenarbeit Russlands mit Israel, oder Putins „Ausverkauf“, den wir in letzter Zeit so oft gesehen haben. Das Schlimmste dabei ist, dass diese Webseiten, Blogs und Einzelpersonen einige der besten wirklichen Freunde Russlands im Westen ernsthaft in die Irre geführt und beunruhigt haben.

Keiner dieser Leute geht jemals auf eine sehr einfache Frage ein: Wenn Putin so ein Ausverkäufer ist und alles verloren ist, warum hasst das anglozionistische Imperium Putin so sehr? In fast 1000 Jahren der Kriegsführung (geistig, kulturell, politisch, wirtschaftlich und militärisch) gegen Russland haben die Führer des Westens immer echte russische Patrioten gehasst und sie haben immer die (leider vielen) Verräter an Russland geliebt. Und jetzt hassen sie Putin, weil er so ein schrecklicher Führer ist?

Das macht absolut keinen Sinn.

Fazit: Ist ein Krieg jetzt unvermeidlich?

Die USA/NATO führen strategische PsyOps nicht durch, nur weil sie jemanden mögen oder nicht mögen. Der Hauptzweck solcher PsyOps ist es, den Widerstandswillen der anderen Seite zu brechen. Dies war auch das Hauptziel der beiden (Phase eins und Phase zwei) Anti-Putin-PsyOps. Ich bin froh, berichten zu können, dass beide Phasen dieser Psyops gescheitert sind. Die Gefahr dabei ist, dass diese Misserfolge es nicht geschafft haben, die Führer des Imperiums von der Notwendigkeit zu überzeugen, dringend den Kurs zu ändern und die „russische Realität“ zu akzeptieren, auch wenn sie ihnen nicht gefällt.

Seit der (illegalen) Machtergreifung der „Biden“-Administration (der „kollektive Biden“, natürlich, nicht die Topfpflanze) sahen wir eine scharfe Eskalation der antirussischen Äußerungen. Daher das jüngste „jaha, er ist ein Killer“ – das war kein Fehler eines senilen Geistes, das war eine sorgfältig vorbereitete Erklärung. Schlimmer noch, das Imperium hat sich nicht nur auf Worte beschränkt, es hat auch einige wichtige „Body Moves“ gemacht, um seine Entschlossenheit zu signalisieren, noch mehr Konfrontation mit Russland zu suchen:

– Es gab eine Menge Säbelrasseln aus dem Westen, vor allem einige ziemlich unkluge (oder sogar ausgesprochen dumme) Militärmanöver nahe/entlang der russischen Grenze. Wie ich schon eine Milliarde Mal erklärt habe, sind diese Manöver aus militärischer Sicht selbstzerstörerisch (je näher an der russischen Grenze, desto gefährlicher für die westlichen Streitkräfte). Politisch gesehen sind sie jedoch extrem provokativ und daher gefährlich.

– Die überwiegende Mehrheit der russischen Analysten glaubt nicht, dass die USA/NATO Russland offen angreifen werden, und sei es nur, weil das selbstmörderisch wäre (das derzeitige militärische Gleichgewicht in Europa ist stark zugunsten Russlands, auch ohne den Einsatz von Hyperschallwaffen). Was viele von ihnen jetzt befürchten, ist, dass „Biden“ die ukrainischen Streitkräfte gegen den Donbass entfesseln wird und damit sowohl die Ukraine als auch Russland „bestraft“ (ersteres für seine Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf). Ich neige dazu, diesen beiden Aussagen zuzustimmen.

Am Ende des Tages war das anglozionistische Imperium in seinem Kern immer rassistisch, und dieses Imperium ist immer noch rassistisch: für seine Führer ist das ukrainische Volk nur Kanonenfutter, eine irrelevante drittklassige Nation ohne Handlungsfähigkeit, die ihren Nutzen überlebt hat (US-Analysten verstehen, dass der US-Plan für die Ukraine in einem weiteren spektakulären Faceplant endete, mit dem solche wahnhaften Pläne immer enden, auch wenn sie das nicht öffentlich sagen). Warum also nicht diese Leute in einen selbstmörderischen Krieg nicht nur gegen die LDNR, sondern auch gegen Russland selbst stürzen? Sicher, Russland wird den militärischen Krieg schnell und entscheidend gewinnen, aber politisch wird es ein PR-Desaster für Russland sein, da der „demokratische Westen“ immer Russland die Schuld geben wird, auch wenn es eindeutig nicht zuerst angegriffen hat (wie zuletzt am 08.08.08).

Ich habe bereits vor drei Wochen über die absolut katastrophale Situation der Ukraine geschrieben ( https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/ukraine-am-rande-eines-krieges-10-03-2021/ ), also werde ich hier nicht alles wiederholen, sondern nur sagen, dass die Dinge seit diesem Tag noch viel schlimmer geworden sind: Es genügt zu sagen, dass die Ukraine eine Menge schwerer Panzer an die Kontaktlinie verlegt hat, während das Regime in Kiew jetzt den Import von russischem Toilettenpapier verboten hat (was euch verrät, was die herrschende Bande für wichtige und dringend benötigte Maßnahmen hält). Es stimmt zwar, dass die Ukraine seit dem Neonazi-Putsch zu einem völlig gescheiterten Staat geworden ist, aber es gibt jetzt eine deutliche Beschleunigung des Zusammenbruchs nicht nur des Regimes oder des Staates, sondern des Landes als Ganzes. Die Ukraine fällt so schnell auseinander, dass man eine ganze Website starten könnte, die nur diesen sich entwickelnden Horror verfolgt, nicht Tag für Tag, sondern, Stunde für Stunde. Es genügt zu sagen, dass „Ze“ sich als noch schlimmer als Poroschenko erwiesen hat. Das einzige, was Poroschenko getan hat, was „Ze“ (noch!) nicht getan hat, ist, einen Krieg zu beginnen. Abgesehen davon kann der Rest dessen, was er getan hat (durch Handeln oder Untätigkeit) nur als „mehr vom Gleichen, nur schlimmer“ bezeichnet werden.

Kann ein Krieg verhindert werden?

Ich weiß es nicht. Putin hat den Ukronazis eine sehr strenge Warnung gegeben („schwerwiegende Konsequenzen für die Staatlichkeit der Ukraine als solche“). Ich glaube nicht eine Sekunde lang, dass irgendjemand an der Macht in Kiew sich einen Dreck um die Ukraine oder die ukrainische Staatlichkeit schert, aber sie sind klug genug, um zu erkennen, dass ein russischer Gegenangriff zur Verteidigung der LDNR und erst recht der Krim Präzisions-Schläge „gegen die Führung“ mit hochentwickelten Raketen beinhalten könnte. Die Ukronazi-Führer wären gut beraten, zu erkennen, dass sie alle ein Fadenkreuz auf ihren Köpfen gemalt haben. Sie könnten auch darüber nachdenken: Was geschah mit jedem einzelnen Wahabi-Bandenführer in Tschetschenien seit dem Ende des 2. Tschetschenienkriegs? (Hinweis: sie wurden alle gefunden und hingerichtet). Wird das genug sein, um sie aufzuhalten?

Vielleicht. Hoffen wir es.

Aber wir müssen uns jetzt vor Augen halten, dass es für die Ukraine auf absehbare Zeit nur noch zwei Optionen gibt: „ein schreckliches Ende oder ein Schrecken ohne Ende“ (russischer Ausdruck).

– Das beste Szenario für die Menschen in der Ukraine wäre eine (hoffentlich relativ friedliche) Zerschlagung des Landes in überschaubare Teile.

– Die schlimmste Option wäre definitiv ein umfassender Krieg gegen Russland.

Nach der Rhetorik zu urteilen, die dieser Tage aus Kiew kommt, stehen die meisten ukrainischen Politiker fest hinter Option 2, zumal dies auch die einzige Option ist, die für ihre Herren in Übersee akzeptabel ist. Die Ukrainer haben auch eine neue Militärdoktrin verabschiedet (sie nennen sie „militärische Sicherheitsstrategie der Ukraine“), die Russland zum Aggressorstaat und militärischen Gegner der Ukraine erklärt:

Erlass des Präsidenten der Ukraine NO. 121/2021

Dies könnte der Grund sein, warum Merkel und Macron kürzlich eine Videokonferenz mit Putin hatten („Ze“ war nicht eingeladen): Putin könnte versuchen, Merkel und Macron davon zu überzeugen, dass ein solcher Krieg eine Katastrophe für Europa wäre. In der Zwischenzeit verstärkt Russland rasch seine Streitkräfte entlang der ukrainischen Grenze, auch auf der Krim.

Aber all diese Maßnahmen können nur ein Regime abschrecken, das keine Handhabe hat. Der Ausgang wird in Washington DC entschieden, nicht in Kiew. Ich fürchte, dass das traditionelle Gefühl der totalen Straflosigkeit der politischen Führer der USA ihnen wieder einmal das Gefühl geben wird, dass es nur ein sehr geringes Risiko (für sie persönlich oder für die USA) darstellt, einen Krieg in der Ukraine auszulösen. Die neueste Nachricht an der US-ukrainischen Front ist die Lieferung von 350 Tonnen militärischer Ausrüstung durch die USN nach Odessa. Nicht genug, um militärisch bedeutsam zu sein, aber mehr als genug, um das Regime in Kiew weiter zu einem Angriff auf den Donbass und/oder die Krim anzustacheln.

In der Tat, ich würde es „Biden“ zutrauen, einen Angriff auf den Iran zu starten, während die Welt sieht die Ukraine und Russland in den Krieg ziehen. Schließlich ist das andere Land, dessen geostrategische Position stark verschlechtert wurde, seit Russland seine Streitkräfte nach Syrien verlegt hat, Israel. Das eine Land, dem alle US-Politiker treu und ohne Rücksicht auf irgendwelche Kosten (einschließlich menschlicher Kosten für die USA) dienen werden. Die Israelis fordern seit mindestens 2007 einen Krieg gegen den Iran, und es wäre sehr naiv zu hoffen, dass sie nicht irgendwann ihren Willen bekommen. Zu guter Letzt ist da noch die Krise, die Blinkens herablassende Chuzpe mit China ausgelöst hat, was bisher nur zu einem Wirtschaftskrieg geführt hat, das aber auch jeden Moment eskalieren kann, vor allem in Anbetracht der vielen antichinesischen Provokationen der US-Marine in letzter Zeit.

Im Moment ist das Wetter in der Ostukraine nicht förderlich für offensive militärische Operationen. Der Schnee schmilzt immer noch, was zu sehr schwierigen und schlammigen Straßenverhältnissen (auf Russisch „rasputitsa“ genannt) führt, die die Bewegung von Kräften und Truppen stark behindern. Diese Bedingungen werden sich jedoch mit der kommenden wärmeren Jahreszeit ändern, so dass die ukrainischen Streitkräfte dann ideal für einen Angriff gerüstet sein werden.

Mit anderen Worten: Wenn sich nichts Gravierendes tut, könnten wir nur noch Wochen von einem großen Krieg entfernt sein.

Understanding anti-Putin PSYOPs: Preparing for war

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-anti-putin-psyop-31-03-2021/

Diskussionen

2 Gedanken zu “Die Anti-Putin PsyOps verstehen: Vorbereitungen für den Krieg

  1. Ich möchte hier, vielleicht zum weiteren Erkenntnisgewinn bezgl. der Angriffe gegen Putin, auf Texte von Alexander Dugin aufmerksam machen.
    Der Zusammenhang ist ein anderer – Titel von 5 Teilen auf der webseite ist: „Was steckt hinter dem Great Reset? – Manifest der Globalisten aufgedeckt“, – aber die dargestellten Zusammenhänge machen die Aggressionen gegen Putin, China, den Iran etc. sehr deutlich und wenn man es so versteht wie in diesen Texten beschrieben, müssen solcherart Attacken auch sein.
    http://www.gra.news/pt-br/node/279 (portugiesisch)
    Man findet die Texte auch übersetzt, deutsch, im Netz.

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    Verfasst von Sigrid | 4. April 2021, 19:51
  2. Zu Beginn des Artikels schreibt der Autor: „dass Putin in der Mythologie des anglozionistischen Imperiums so etwas wie Satan ist“. Ungeachtet der Tatsache, dass „jüdisch“ und „zionistisch“ zwei verschiedene Paar Schuhe sind, stößt einem der Begriff „anglozionistisches Imperium“ doch sehr auf. Er ist nicht nur völlig überflüssig, sondern er klingt doch allzusehr nach „jüdische Weltverschwörung“. Überdies scheint er inhaltlich im Zusammenhang mit „Putins“ Russischer Föderation unzutreffend zu sein. Die Beziehungen zwischen der RF und dem zionistischen Staat Israel sind ungeachtet aller Reibungspunkte wie gerade dem benachbarten Syrien überraschend gut. Darauf hat übrigens auch Thomas Röper vom „Antispiegel“ kürzlich hingewiesen und das mit dem hohen Anteil aus der RF emigrierten Juden in Israel begründet.

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    Verfasst von A. Wosni | 4. April 2021, 10:32

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