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Ausland, Nordamerika

Die Wahlrechtsreform in Georgia und was Spiegel-Leser alles nicht erfahren

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Im US-Bundesstaat Georgia wurde eine Reform des Wahlrechts verabschiedet, die US-Präsident Joe Biden als „unamerikanisch“ bezeichnet hat. Worum es dabei geht und was macht der Spiegel macht.

Manchmal fasse ich mir bei der Lektüre von Spiegel-Artikel an den Kopf, denn ungewollt bestätigt er das, was er eigentlich bestreitet. Der Spiegel behauptet immer, es gäbe keinen Grund, an der Sicherheit und Zuverlässigkeit der pauschalen Briefwahlen in den USA zu zweifeln. Wer etwas anderes behauptet, der ist ein Verschwörungstheoretiker und Trump-Anhänger, hat also per se nicht alle Tassen im Schrank.

Die Wahrheit ist freilich etwas anders, denn bei den pauschalen Briefwahlen werden Wahlzettel auf der Basis fehlerhafter Wählerlisten verschickt, von denen niemand weiß, wer sie dann bekommt, ausfüllt und in unbewachte Briefkästen einwirft. Die Details dazu finden Sie hier.

Da diese Briefwahlstimmen Joe Biden den umstrittenen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen gebracht haben, finden die Demokraten diese Art der Wahl ganz toll und haben auch bereits ein Gesetz in Arbeit, dass diese Art der Abstimmung für das ganze Land einführen soll. Der Grund ist für das Gesetz, dass dabei nicht alle Bundesstaaten mitgemacht haben, republikanische Staaten lehnen die pauschale Briefwahl ab.

Die Wahlrechtsreform in Georgia

Georgia hat nun auch eine Wahlrechtsreform auf den Weg gebracht. Das Gesetz verschärft unter anderem die Wählerregistrierung, einschließlich der Anforderung, sich dabei mit einem Dokument mit Foto auszuweisen. Es schränkt die Stimmabgabe in Abwesenheit ein, begrenzt die Wahlen auf einen Tag und verbietet die Abgabe von Wasser und Lebensmitteln an Personen, die vor einem Wahllokal Schlange stehen.

Ich kann nicht finden, dass es verwerflich ist, dass sich Wähler bei ihrer Registrierung in einem Wählerverzeichnis ausweisen müssen oder dass man sich bei der Wahl selbst ausweisen muss. Joe Biden und die Demokraten finden das aber ganz schlimm. Dass sich Wähler ausweisen müssen, kann aber in meinen Augen nur der schlimm finden, der bei einer Wahl manipulieren will. Oder kann man etwa in Deutschland ohne Vorlegen eines Ausweises wählen gehen?

Auch die „Stimmabgabe in Abwesenheit“ einzuschränken, finde ich in Ordnung. Auch in den USA – und auch in Georgia – gibt es die klassische Briefwahl, bei der man zum Amt geht, sich ausweist und dann einen Briefwahlzettel bekommt. Aber das pauschale Verschicken von Briefwahlzetteln und deren Abgabe ohne sich auszuweisen, öffnet Manipulationen Tür und Tor. Wie würden die westlichen Medien wohl berichten, wenn Russland einführen würde, dass niemand kontrollieren kann, wer die Wahlzettel ausfüllt?

Über die Bestimmung, die Ausgabe von Wasser und Lebensmitteln an die Wartenden vor einem Wahllokal zu verbieten, kann man streiten. Der Sinn ist aber offensichtlich: Man will die Beeinflussung der Wähler in letzter Minute verhindern, indem man den Parteien verbietet, unter diesem Vorwand Wahlwerbung vor Wahllokalen zu machen. Ähnliche Bestimmungen, die Wahlwerbung vor Wahllokalen verbieten, gibt es in vielen Ländern, meines Wissens übrigens auch in Deutschland (korrigieren Sie mich, wenn ich mich irren sollte)

Der Spiegel findet das alles ganz schlimm

Der Spiegel zitiert in seinem Artikel mit der Überschrift „Neues Gesetz im US-Bundesstaat Georgia – Biden verurteilt Wahlrechtsreform als Diskriminierung von Afroamerikanern“ einseitig nur Biden und lässt die Befürworter des Gesetzes praktisch nicht zu Wort kommen. Ihr Argument wird vom Spiegel in einem Satz abgehandelt, der auch gleich so eingeordnet wird, dass der Leser weiß, was er zu denken hat:

„Die Republikaner argumentieren, dass die Wahlen durch die Reform sicherer und besser vor Fälschungen geschützt würden. Die einflussreiche US-Bürgerrechtsorganisation ACLU teilte dazu mit: »Dieses Gesetz untergräbt unsere Demokratie und die politische Macht der schwarzen Wähler.« Mehrere Organisationen reichten Beschwerde gegen die Reform ein.“

Laut gelacht habe ich aber bei diesem Teil des Artikels:

„Die von den Republikanern durchgesetzte Wahlrechtsreform beschränkt in dem Südstaat die Zahl der auf der Straße aufgestellten Briefkästen für Stimmzettel und ihre Öffnungszeiten. Außerdem werden die Identitätskontrollen bei Briefwahlen ausgeweitet.“

Es steht sogar im Spiegel schwarz auf weiß, dass die Briefwahlen unsicher sind. Es gibt nämlich derzeit keine „Identitätskontrollen“ bei den pauschalen Briefwahlen. Gut, das schreibt der Spiegel natürlich nicht offen, dann könnten seine Leser ja verstehen, was für ein gigantischer Wahlbetrug in den USA möglich ist. Aber allein die Tatsache, dass der Spiegel die „Identitätskontrollen“ überhaupt erwähnt ist schon fast revolutionär für das ehemalige Nachrichtenmagazin.

Die Schlüsselrolle von Georgia

Georgia ist einer der Staaten, die Biden ins Weiße Haus gebracht haben. Zum ersten Mal seit knapp 30 Jahren hat in Georgia der Kandidat der Demokraten gewonnen. Natürlich dank der Briefwahlstimmen. Außerdem haben die Wahlsiege der Demokraten Jon Ossoff und Raphael Warnock aus Georgia bei den Senatswahlen dafür gesorgt, dass die Republikaner im Senat die Mehrheit verloren haben. Natürlich waren auch dabei die Briefwahlstimmen ausschlaggebend.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Der Spiegel schreibt im letzten Absatz des Artikels dazu:

„Bidens Widersacher und Amtsvorgänger Donald Trump hat immer wieder ohne Vorlage von Beweisen von Wahlbetrug in Georgia und anderen Bundesstaaten gesprochen. Zur Wahlrechtsreform in Georgia schrieb Trump am Freitag in einer Erklärung: »Glückwunsch an Georgia«. Der Bundesstaat habe die Lehren aus der »Farce« der Präsidentschaftswahl 2020 gezogen. »Zu schade, dass diese Änderungen nicht früher vorgenommen wurden!«“

Wer an transparenten Wahlen interessiert ist, kann Trump kaum widersprechen.

Bidens „Stärkung des Wahlrechts“

Der Spiegel feiert in seinem Artikel die Wahlrechtsreform der Demokraten, die die pauschale Briefwahl in den ganzen USA verpflichtend machen soll:

„In Washington kündigten Bidens Demokraten ein Gesetz an, das das Wahlrecht in den gesamten Vereinigten Staaten stärke. Das bereits im Repräsentantenhaus gebilligte Gesetz werde auch im Senat zur Abstimmung kommen, sagte der dortige demokratische Mehrheitsführer Chuck Schumer zu.“

Ich habe über die Wahlrechtsreform der Demokraten ausführlich berichtet, den Artikel finden Sie hier. In den USA gibt es kein Meldewesen, die Wählerlisten sind fehlerhaft, dort sind Menschen geführt, die längst umgezogen oder verstorben sind. Wer deren Briefwahlzettel bekommt, ausfüllt und einwirft, kann niemand kontrollieren. Was die Demokraten als „Stärkung des Wahlrechts“ bezeichnen, ist nichts anderes, als die Daten aus verschiedenen, fehlerhaften Listen, miteinander zu vermischen und das Chaos damit noch perfekter zu machen.

Wenig überraschend sprechen die Republikaner von einer „Machtergreifung“ der Demokraten:

„Die Republikaner haben die Maßnahme als Machtergreifung der Demokraten gebrandmarkt und argumentiert, dass die Bestimmung, die es den Wählern erlaubt, dass eine andere Person für sie die Stimme abgibt, einer Ernte von Stimmzetteln gleichkommt und die Tür für Wahlbetrug öffnet.“

Aber mit diesen Details behelligt der Spiegel seine Leser nicht und bestätigt damit wieder einmal:

Spiegel-Leser wissen weniger!

Die Wahlrechtsreform in Georgia und was Spiegel-Leser alles nicht erfahren

Diskussionen

2 Gedanken zu “Die Wahlrechtsreform in Georgia und was Spiegel-Leser alles nicht erfahren

  1. Es ist doch viel einfacher, die Wahlen digital zu fälschen, die Computerprogramme zum ‚zählen‘ haben eine Option, die Stimmen mit einem Faktor zu wichten.

    > Dr, Shiva

    Gefällt mir

    Verfasst von zivilistin | 28. März 2021, 22:52
  2. Tut mir leid aber über diesen Artikel musste ich gut Lachen. Er macht exakt das gleiche was er dem Spiegel vorwirft.

    1.What are Absentee Ballots? (

    Absentee ballots are an option for registered voters who may be traveling, outside the country, serving in the military, or otherwise can’t make it to the polls on Election Day. Georgia law allows for absentee by mail ballots to be requested up to 180 days before an election. To request an absentee ballot, voters should complete an absentee ballot application and return it to their county registration office. Absentee ballot applications can be returned by mail, fax, email (as an attachment), or in-person to the local County Board of Registrar’s Office.

    Also soviel zu „Die Wahrheit ist freilich etwas anders, denn bei den pauschalen Briefwahlen werden Wahlzettel auf der Basis fehlerhafter Wählerlisten verschickt, von denen niemand weiß, wer sie dann bekommt, ausfüllt und in unbewachte Briefkästen einwirft. Die Details dazu finden Sie hier.“

    Wenn man sich Informiert findet man raus das nicht die Wahlzettel sondern die Anträge für die Wahlzettel pauschal an alle verschickt wurden https://apnews.com/article/a873d5985cd0e42cd2748c7512fdb64a

    Zudem wurde diese entscheidung von den Republikanern getroffen.

    Ausgelassen wird in diesem Artikel auch das in Gorgia seit 2013 ca. 215 Wahllokale 90% in Vierteln von Afroamerikaner, Latinos etc geschlossen wurden wodurch diesen eine Wahl am gleichen Tag nahezu unmöglich gemacht wurde.

    Ignoriert wird auch die Tatsache das man sich (nicht in allen aber in vielen Countys) nur mit einem Führerschein ausweisen kann. Dadurch fallen auch viele Randgruppen weg.

    Und es gibt sicher noch mehr was hier falsch ist.

    Alles in allem ist dieser Artikel genauso Polemisch und Reiserrisch wie er es den „Bösen“ Mainstream Medien vorwirft.

    Sorry Ihr „Journalisten“ tut euch alle nix X-D

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    Verfasst von Marius | 28. März 2021, 10:07

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