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Ausland, Europa

Der Eröffnungszug: NATO-Präemptivschlag gegen Kaliningrad

von Wojciech L. – http://luftpost-kl.de

Auf der Website Overt Defense wird ein NATO-Präemptivschlag gegen die russische Exklave Kaliningrad beschrieben, der den Dritten und letzten Weltkrieg auslösen könnte.

Kaliningrad (Королевец) hat fast 500.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Oblast Kaliningrad (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Kaliningrad ), des verwestlichsten und liberalsten Gebietes der Russischen Föderation. Viele der Russen, die in dieser Exklave außerhalb des russischen Staatsgebietes leben, arbeiten in Polen, weil die Löhne dort viel höher als in Russland sind. Sie kaufen auch auf polnischen Märkten ein, denn dort gibt es viele Produkte die in ihrem Heimatland nicht verfügbar sind. Trotz dieser gutnachbarlichen Beziehungen sind in der Oblast Kaliningrad fast 50.000 russische Soldaten und ballistische Kurzstreckenraketen (SRBMs) des Typs Iskander (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Iskander ) stationiert, die auch taktische Atomsprengköpfe tragen können und in Ostdeutschland, Polen und Tschechien stationierte NATO-Einheiten bedrohen, Vor allem diese Raketen bereiten dem Westen zunehmend Sorgen [s. https://www.theguardian.com/ world/2018/jun/18/kaliningrad-nuclear-bunker-russia-satellite-photos-report ]

Russische Truppen des Militärbezirks West in der Oblast Kaliningrad

Grafik entnommen aus

https://www.cna.org/CNA_files/PDF/IOP-2020-U-028759-Final.pdf?fbclid=IwAR3L95pZeytRHoERU0XT – B857ku_A3Hzu_fUeBZrb2tKpAJS44wKUYgz6YYg

Die Baltische Flotte Russlands – Vizeadmiral Aleksander Mikhailovich Nosatov [s. dazu auch https://eng.mil.ru/en/structure/forces/navy/associations/structure/forces/type/navy/ baltic/about.htm ] und

das 11. Armeekorps – Generalmajor Yuri Yarovitsky Kaliningrad, Oblast Kaliningrad, mit folgenden Einheiten:

   7. Motorisiertes Garde-Infanterieregment Kaliningrad,      Oblast Kaliningrad

79. Motorisierte Garde-Infanteriebrigade
Gusev, Oblast Kaliningrad
11. Panzerregiment Gusev, Oblast Kaliningrad
244. Garde-Artilleriebrigade Kaliningrad, Oblast Kaliningrad
152. Garde-Raketenbrigade Chernyakhovsk, Oblast Kaliningrad
22. Flugabwehrraketen-Regiment Kaliningrad, Oblast Kaliningrad

   336. Marineinfanterie-Brigade
Baltiysk,Oblast Kaliningrad
69. Marine-Pioniergeschwader Gvardeysk, Oblast Kaliningrad

   44. Flugabwehr-Division Gvardeysk, Oblast Kaliningrad
183. Flugabwehr-Regiment Gvardeysk, Oblast Kaliningrad        1545. Flugabwehr-Regiment Znamensk, Oblast Kaliningrad

[Die Gliederung der Einheiten wurde entnommen aus C. Harris und F.W. Kagan: Russian Military Posture: Ground Forces Order of Battle, Institute for the Study Of War, March 2018 [s. unter http://www.understandingwar.org/sites/default/files/Russian%20Ground %20Forces%20OOB_ISW%20CTP_0.pdf ] und K. Muzyka: Russian Forces in the Western Military District, Rochan Consulting, CNA, December 2020 [aufzurufen unter https://www.cna.org/CNA_files/PDF/IOP-2020-U-028759-Final.pdf?fbclid=IwAR3L95pZeytRHoE-RU0XTB857ku_A3Hzu_fUeBZrb2tKpAJS44wKUYgz6YYg ].

Grafik entnommen aus

https://www.thetimes.co.uk/article/the-su-walki-corridor-moscows-invasion-route-to-europe-035qhm06t

Die 50.000 Soldaten der russischen Armee in der Oblast Kaliningrad sind in drei Gruppen aufgeteilt. Das ist wichtig für die Sicherung des Suwalki Gap, die einzige Verbindung der anderen NATO-Staaten mit dem Baltikum (weitere wichtige Infos dazu s. unter https://www.luftpost-kl.de/luftpost-ar-chiv/LP_19/LP02920_050420.pdf und https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP09917_180617.pdf ). Das Suwalki Gap ist auch ein Problem für die Russen [s. dazu auch https://www.globalsecurity.org/military/world/europe/ suwalki-gap.htm ]. Im Falle eines konventionellen Konfliktes im Baltikum würden wohl das 7. Motorisierte Garde-Infanterieregiment und die 79. Motorisierte Garde-Infanteriebrigade in Litauen einmarschieren und die 336. Marineinfanterie-Brigade würde Kaliningrad verteidigen. Das komplette 11. Armeekorps könnte aber auch nur die Grenzen der Oblast Kaliningrad sichern.

Die gesamte Versorgung der russischen Truppen in Kaliningrad müsste über die Ostsee erfolgen, Dabei dürfte die logistische Brücke von St. Petersburg nach Baltiysk nicht unterbrochen werden. Wir werden später noch näher auf dieses Thema eingehen.

Ein Schlüsselproblem wären die Flugabwehrraketen S-400 (s. https://de.wikipedia.org/ wiki/S-400_Triumf ) des russischen 22. Flugabwehrregiments. Sie erreichen den größten Teil des Luftraums über Polen und würden deshalb auch die Kampfjets anderer NATO-Staaten bedrohen, die im Falle eines bewaffneten Konfliktes Unterstützung aus der Luft leisten müssten. Die polnische Luftwaffe arbeitet daran, wie sie die S-400-Systeme ausschalten könnte, wird aber noch etwas Zeit für die Lösung dieses Problems brauchen [s. dazu auch https://www.overtdefense.com/2020/10/20/this-is-will-polands-f-16s-combat-the-russian-s-400-surface-to-air-missile-system/ ].

Die polnischen Offensivkräfte

Im Falle eines bewaffneten Konfliktes stünden folgende polnische Einheiten für die Einkreisung der Oblast Kaliningrad zur Verfügung:

die 16. Motorisierte Division Pommern mit den Einheiten
9. Gepanzerte Kavallerie-Brigade Braniewo, Masuren
15. Motorisierte Brigade Gi ý Ycko/Orzysz, Masuren
20. Motorisierte Brigade Bartoszyce, Masuren
11. Artillerieregiment Wægorzewo, Masuren
15. Flugabwehrraketen-Regiment Elblàg, Masuren

die 25. Luftkavallerie-Brigade
Tomaszów Mazowiecki, Masowien (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Masowien )

die 6. Luftlandebrigade mit den Einheiten
6. Luftlandebataillon
Kraków, Kleinpolen (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinpolen )
16. Luftlandebataillon Kraków, Kleinpolen
18. Luftlandebataillon Bielsko-Biala, Schlesien

die folgenden Spezialkräfte
   Spezialeinheit GROM (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Einheit_GROM )
Warschau, Masowien (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Masowien )
Kommandoeinheit
Lubliniec, Schlesien
Einheit Foromza (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Spezialkr%C3%A4fte )
Gdynia, Pommern
Einheit AGAT (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Spezialkr%C3%A4fte )    Opole, Schlesien
Einheit NIL (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Spezialkr%C3%A4fte )    Kraków, Kleinpolen

die Kombinierte Motorisierte Division (mit den wertvollsten Einheiten)
   1. Panzerbrigade Wesola, Masowien
17. Motorisierte Brigade
Miædzyrzecz, Lubusz (s. https://www.alltrails.com/de/poland/lubusz-lubuskie )
12. Motorisierte Brigade
Szczecin, Westpommern
21. Motorisierte Brigade Podhalan
Jäger Rzeszów, Vorkarpaten
23. Artillerieregiment
Bolesùawiec, Niederschlesien
4. Flugabwehrraketen-Regiment Czerwiñsk, Lubusz

Die hier skizzierte Beteiligung polnischer Truppen an dem Szenario ist zwar optimistisch, aber trotzdem realistisch. Die Kombinierte Motorisierte Division besteht aus den am besten für eine Offensive ausgestatteten polnischen Einheiten und könnte etwa 30.000 Soldaten dafür aufbieten. Sie hat aber auch Schwächen. Ihre 16. Motorisierte Brigade ist noch mit in der Sowjetunion entwickelten Schützenpanzern des Typs BMP-1 (s. https://de.wiki-pedia.org/wiki/BMP-1 ) und anderen veralteten Waffensystemen ausgerüstet. Außerdem hat die 6. Luftlandebrigade nicht genügend Transportflugzeuge.

Die stärksten und zuverlässigsten polnischen Einheiten sind die mit (in der Bundesrepublik Deutschland gebauten) Panzern der Typen Leopard 2A5 und Leopard 2PL ausgerüstete 1. Panzerbrigade [s. https://www.overtdefense.com/2020/10/26/polish-defense-budget-in-creases-despite-coronavirus-pandemic/ ], die mit Schützenpanzern des Typs Wolferine IFV ausgerüstete 17. Motorisierte Brigade [s. https://www.overtdefense.com/2020/11/12/is-the-modernization-of-polands-ageing-bmp-1s-a-terrible-idea/ ] und die polnischen Spezialeinheiten GROM und Formoza, die für amphibische Operationen und Einsätze hinter den feindlichen Linien ausgebildet sind. Positiv ist auch die Tatsache, dass die polnische 1. Panzerbrigaderigade mehr Panzer hat, als das  in  Kaliningrad stationierte russische 1. Panzerregiment, das nur über 30 bis 90 Panzer der Typen T-72B3 und T-72B1 (s. htt-ps://de.wikipedia.org/wiki/T-72 ) verfügt.

Vier primäre Ziele

Nach diesem Szenario müssen bei dem (NATO-)Angriff vier Ziele erreicht werden.

  1. Die Abschussvorrichtungen für ballistische Kurzstreckenraketen (SRBMs) des Typs Iskander müssen zuerst neutralisiert werden, weil die Möglichkeit besteht, dass die Russen diese Raketen für einen begrenzten Atomkrieg mit Atomspreng-köpfen ausgestattet haben.
  1. Der Hafen Baltiysk und die darin befindlichen Schiffe der Baltischen Flotte Russlands müssen sofort zerstört werden, um eine Gegenangriff zu verhindern.
  1. Die in Kaliningrad stationierten S-400-Flugabwehrraketen müssen ausgeschaltet werden.
  2. Die in Kaliningrad befindlichen russischen Truppen müssen liquidiert werden, um das Baltikum und das Suwalki Gap zu sichern.

Bei einer Offensive sind das Überraschungsmoment und die Geschwindigkeit ausschlaggebend. Die Ausgangsposition für die polnischen Truppen ist nicht einfach. An der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad müssen sie zunächst ein dicht bewaldetes und mit Seen durchsetztes Gebiet durchqueren. Bei der Formierung der russischen Streitkräfte wäre es für die polnischen Angreifer von Vorteil, wenn die 79. Motorisierte Garde -Infanteriebrigade zunächst in Gusev bliebe, denn durch die Vorverlegung der russischen Artillerie und den Aufbau eines wirksamen Sperrriegels könnten die polnischen Angreifer noch vor der Grenze aufgehalten werden.

Die Neutralisierung der Iskander-Raketen

Die Abschussvorrichtungen für SRBM-Raketen des Typs Iskander stellen eine unmittelbare Bedrohung für die NATO-Truppen und die der Exklave Kaliningrad benachbarten Staaten dar. Da in Kaliningrad vermutlich Atomsprengköpfe für die Iskander-Raketen bereitgehalten werden, ist eine überraschende Aktion zur Zerstörung der Abschussvorrichtungen für diese Raketen unbedingt notwendig. Das wäre die Aufgabe von Teams der polnischen Spezialkräfte, die aus den Erfahrungen der Teams lernen können, die während des Irakkrieges die Abschussvorrichtungen für die Scud-Raketen (s. https://de.wikipedia.org/wiki/R-17_(Rakete) unschädlich gemacht haben. Die Spezialkräfte-Teams müssen in die Iskander-Abschussvorrichtungen zerstören.

Eine zweite Methode wären präventive Raketenangriffe auf die Abschussvorrichtungen und die Depots in der Exklave Kaliningrad, in denen die Iskander-Raketen und die Atomsprengköpfe eingelagert sind.

Die Lahmlegung des Hafens Baltiysk

Über die Lahmlegung dieses Hafens wird noch diskutiert. Polen verfügt über NSM-Antischiffsraketen [s. https://www.overtde-fense.com/2019/04/29/the-future-tools-of-anti-ship-warfare/ (und https://de.wikipe-dia.org/wiki/Naval_Strike_Missile )], die eine Reichweite von 400 km haben. Außer-dem kann Baltiysk mit konventioneller Artillerie – mit 155 mm-Panzerhaubitzen (s. htt-ps://de.wikipedia.org/wiki/M109_(Panzer-haubitze) ) – beschossen werden. Mit Antischiffsraketen ließe sich sogar die gesamte Baltische Flotte Russlands ausschalten [s. https://www.defence24.pl/obwod-kalinin-gradzki-w-kotle-opinia ], weil auch Estland

Kartenausschnitt entnommen aus http://www.radiodienst.pl/blanke-ostflanke/?print=print

über NSM-Raketen verfügt, die den Hafen St. Petersburg erreichen. Da der Nachschub für Kaliningrad dann nicht mehr auf dem Seeweg erfolgen könnte, müssten die Russen eine Offensive starten und versuchen, ihr 11. Armeekorps in Kaliningrad auf dem Landweg zu versorgen.

Die Ausschaltung der Flugabwehr

Das russische S-400-Flugabwehrsystem muss schlagartig ausgeschaltet werden. Dabei kann wie bei der Neutralisierung der Iskander-Raketen vorgegangen werden Zum Beschuss eignen sich die polnischen Raketenwerfer des Typs WR-40 Langusta (s. https:// de.wikipedia.org/wiki/WR-40_Langusta ), die Raketen großer Reichweite verschießen können. Die Ausschaltung der russischem Flugabwehr öffnet die Himmel für Luftangriffe auf die im Kaliningrad-Kessel eingeschlossenen russischen Truppen und ihre schweren Waffen. Zur Leitung des Artilleriebeschusses sind die in Polen stationierten (US-) Drohnen optimal geeignet (s. https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP08119_150719.pdf ).

Die Liquidierung des Kaliningrad-Kessels

Der Präemptivschlag kann nur dann siegreich zu Ende geführt werden, wenn mit der Ausschaltung der verbliebenen russischen Truppen auch das vierte strategische Ziel erreicht wird. Durch die Neutralisierung der in der Exklave Kaliningrad stationierten kampfstarken feindlichen Verbände könnte der Schutz der baltischen Staaten und die Sicherung der Ostflanke der NATO beträchtlich verstärkt werden. Die Danziger Bucht und der Hafen Gdansk sind dann sehr viel leichter zu verteidigen. Wenn die russischen Raketen in Kaliningrad außer Gefecht gesetzt sind, können die Kriegsschiffe der NATO viel sichere in der Ostsee operieren.

Andere Optionen

Dass bei einem überraschenden konventionellen Angriff Russlands das Suwalki Gap nicht verteidigt werden könnte, hat ein Kriegsspiel ergeben, das im vergangenen Jahr vom Ma-rin Corps War College in den USA durchgeführt wurde [s. https://warontherocks.com/ 2019/04/how-does-the -next-great-power-conflict-play-out-lessons-from-a-wargame/ ]. Die polnischen Kräfte, die das Suwalki Gap sichern sollten, wurden in der ersten Stunden des simulierten Konfliktes zerschlagen. Das von der RAND Corporation organisierte Kriegsspiel (s. https://www.rand.org/topics/wargaming.html ) ergab außerdem, dass die in dieser Region positionierten US-Streitkräfte im Falle eines globalen Konfliktes das Baltikum nicht verteidigen könnten. Auch General Ben Hodges war entsetzt darüber, dass die US-Truppen in dieser Region innerhalb von 48 Stunden überrannt würden [s. https://www.news-week.com/nato-war-games-defend-baltic-russia-first-time-627068 ].

Auch in diesem Fall könnte sich NATO nicht auf die Verteidigung beschränken. Sie müsste dann ebenfalls versuchen, die Russen möglichst schnell aus der Exklave Kaliningrad zu vertreiben. Auch dann müsste sie überraschend handeln, um einen russischen Angriff auf die baltischen Staaten Richtung Kaliningrad möglichst lange aufzuhalten. C. Harris und F.W. Kagan gehen in ihrer unter http://www.understandingwar.org/sites/default/files/Russian%20Ground%20Forces%20OOB_ISW%20CTP_0.pdf aufzurufenden Untersuchung „RUSSIA’S MILITARY POSTURE: GROUND FORCES ORDER OF BATTLE“ davon aus, dass die Russen wegen der entlang der lettischen und estnischen Grenze stationierten motorisierten Einheit eher mit einem begrenzten hybriden Konflikt als mit einem umfassenden Krieg rechnen.

Schlussfolgerungen

Ob das Risiko eines NATO-Präemptivschlages gegen die russische Exklave Kaliningrad eingegangen werden sollte, hängt auch von anderen Faktoren ab. Jede Aktion, die zur Schwächung der russischen Streitkräfte innerhalb der ersten Tage eines bewaffneten Konfliktes führt, kann für den weiteren Verlauf eines Krieges in Mitteleuropa entscheidend sein. Wenn es dazu kommen sollte, empfiehlt sich langsamer und von vornherein geplanter Rückzug (der Streitkräfte der NATO-Staaten) auf die vom Fluss Vistula (Weichsel) gebildete Linie, weil sich die Truppen , dann auf einem besser zu verteidigenden Terrain befänden und die Nachschubwege kürzer wären. Die ausgedehnten Ebenen Polens eignen sich bestens für Panzerangriffe. Die Hauptkampflinien würden sicher entlang von Flüssen verlaufen – vom Bug bis zur Elbe.

Ein umfassender Krieg ist heute aber eher unwahrscheinlich. Nach der Gerasimov-Doktrin der Russischen Föderation (die aufzurufen ist über https://www.researchgate.net/publicati-on/333682997_Die_Gerasimov-Doktrin_und_die_russischen_Militarwissenschaften_-_Military_Power_Revue_12019/link/5cff98474585157d15a22ce9/download ) will der Kreml seinen Einfluss durch mit russischer Unterstützung geführte begrenzte Stellvertreterkriege ausweiten. Weil die finanzielle Situation Russlands einen umfassenden Krieg unmöglich macht, dürfte ein Atomkrieg für die absehbare Zukunft auszuschließen sein.

(Ein Präemptivschlag soll einem angeblich „geplanten Angriff“ zuvorkommen, den die NATO Russland unterstellt. Mit dieser Bezeichnung wird aber nur ein Überfall kaschiert, mit dem die NATO Russland überraschen will.

Wir haben den Artikel, der belegt, das unsere ständigen Hinweise auf die laufenden Kriegsvorbereitungen der USA und der NATO berechtigt sind, komplett übersetzt und mit wichtigen Ergänzungen und Links in runden Klammern und Hervorhebungen versehen. Die Links in eckigen Klammern wurden aus dem Originaltext übernommen. Als Zusatzlektüre empfehlen wir den unter https://de.rt.com/ europa/112634-analysten-russland-nato-krieg-konnte/ aufzurufenden RT-Artikel.)

https://www.overtdefense.com/2021/01/22/kaliningrad-gambit-nato-preemptive-strike-scenario/

ttp://luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP02121_260321.pdf

Diskussionen

2 Gedanken zu “Der Eröffnungszug: NATO-Präemptivschlag gegen Kaliningrad

  1. der Präventivschlag in Weissrussland wurde viel eleganter unter den Teppich gekehrt.
    Einfach das Internet und den Mobilfunk abgeschaltet, das komplette Staatsfernsehen wurde durch rossija Apperatschicks ersetzt. Die komplette Opposition und unliebsame Reporter liess man spurlos verschwinden und Demonstranten wurden mit Polizei, Militär und Geheimdienst immer weiter nach Strich und Faden verdroschen. Läuft bei dir Lukaschenko… Vladi sei Dank.

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    Verfasst von Pavel | 27. März 2021, 22:33
  2. Das Wunschdenken der NATO Strategen ist eine irrationale Vorstellung ersten Grades….innerhalb einer Woche wären sämtliche Stützpunkte, strategische Einrichtungen und Truppenkonzentrationen durch massive Raketenschläge mit Hyperschallwaffen ausgeschaltet und zerstört….dafür gibt es keine Abwehr….ELOKA Einheiten schalten sämtliche elektronische Führungsmittel und deren Waffen aus…. wenn der erste Angriff auf ein russisches Territorium auch nur angedeutet und beabsichtigt ist wird der nordamerikanische Kontinent d.h. die Vereinigten Staaten von Nordamerika aufhören zu existieren….es wird keine großartigen Schlachten wie im WKII geben….es wird rigeros eine Zerstörung der Hauptmacht der NATO und der west/osteuropäischen Hauptschwerpunkte geschehen bevor auch nur eine Entfaltung möglich ist…alles andere ist nur Flickwerk….die NATO würde schlagartig aufhören zu existieren weil es die Staaten in ihrer jetzigen Form nicht mehr geben wird….Kein Volk eines europäischen Staates ist für einen Krieg bereit und auch nicht in der Lage diesen zu führen…

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    Verfasst von Walter Finger | 26. März 2021, 19:48

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