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Ausland, Naher Osten

Die Houthis setzen ihren Vorstoß fort, aber kommt Erdogan dem saudischen Königreich zu Hilfe ?

von https://de.southfront.org/

Unerbittlich setzen die jemenitischen Ansar Allah ihre Offensive fort, sowohl auf Stellungen innerhalb des Landes als auch bei Angriffen auf die saudische Infrastruktur innerhalb des Königreichs.

Die Houthis, wie die Ansar Allah auch genannt werden, veröffentlichten ein Video, das ihren jüngsten Angriff auf Stellungen der von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräfte in der Region Rashah Al-Gharbia in der Provinz Najran zeigt. Angeblich war der Angriff erfolgreich, und es war nur einer von vielen in letzter Zeit.

Das Schlachtfeld ist in ständiger Bewegung, ein permanentes Hin und Her. Die Houthis drängen in die eine Richtung und werden in eine andere zurückgedrängt. Schwere Gefechte gibt es weiterhin in der Balaq-Bergregion sowie auf dem Ghubari-Berg in der Kadha-Region. Das sind zwei Orte, die sehr weit voneinander entfernt sind. Balaq liegt in der Nähe von Marib und auch dort geht der Kampf um die Stadt weiter. Ghubari liegt ganz im Süden, in der Nähe von Taiz. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Kämpfe entlang der gesamten Kontaktlinie stattfinden, und nicht nur an einem einzigen Ort.

Die Houthis haben in schöner Regelmäßigkeit einen weiteren Drohnenangriff innerhalb der Grenzen von Saudi-Arabien durchgeführt. Am 15. März griffen sie den Flughafen Abha und den King Khalid Airport in Khamis Mushait mit 3 Qasef 2k-Drohnen an. Der Houthi-Sprecher behauptete, der Angriff sei erfolgreich gewesen und habe alle Ziele getroffen.

Aber natürlich ist nicht immer alles erfolgreich und verläuft nicht immer alles ohne Zwischenfälle. Eine Rakete wurde Berichten zufolge von den Houthis aus dem zentralen Sicherheitslager in der Gegend von Shabban, nahe dem Stadtzentrum von Ibb, abgeschossen. Sie hatte eine Fehlfunktion und fiel auf die Seite des al-Naqlin Berges am Rande der Stadt Ibb. Eine große Explosion war zu hören. Eine ähnliche Rakete wurde am Vortag in die gleiche Richtung abgefeuert. Es wurde kein Einschlag gemeldet oder beobachtet.

Dennoch haben die Erfolge der Houthi einige Wellen geschlagen.

Es gibt Berichte, dass die Türkei nach der Entsendung von Kämpfern nach Aserbaidschan und Libyen nun die Entsendung von “syrischen Söldnern” in den Jemen vorbereite. Sie sollen im Auftrag der Saudi-geführten Koalition gegen Ansar Allah kämpfen.

Im Ernstfall wird der Iran die Houthis wahrscheinlich weiter mit Waffen und Material unterstützen, wie er es in der Vergangenheit schon mehrfach getan hat. Am 15. März enthüllte das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden eine brandneue fortschrittliche Raketenanlage, die im Wesentlichen eine “unterirdische Stadt” darstellt.

Iranische Staatsmedien nannten sie eine fortschrittliche “Raketenstadt”, die mit Marschflugkörpern und ballistische Raketen bestückt ist, die in der Lage sind, Ziele in unterschiedlicher Entfernung und mit einem 360-Grad-Feuerradius zu treffen. Als solche kann sie ihre Verbündeten von der Achse des Widerstands rundherum unterstützen.

Die Kämpfe im Jemen versprechen, sich in den kommenden Wochen und Monaten zu verschärfen, und die Houthis werden jede Hilfe brauchen, die sie bekommen können, vor allem dann, wenn die Türkei indirekt in die Kämpfe eingreift.

Die Houthis Setzen Ihren Vorstoss Fort, Aber Kommt Erdogan Dem Saudischen Königreich Zu Hilfe?

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Die Houthis setzen ihren Vorstoß fort, aber kommt Erdogan dem saudischen Königreich zu Hilfe ?

  1. Rückblick: Am 14. September 2019 trafen 19 Drohnen und Marschflugkörper Tanks und Raffinerien in Abqaiq und Khurais, abgefeuert aus dem Iran. Die sonst schlecht ausgerüstet Houtis haben die Waffen vom Iran um damit eine jemenitischen Hisbollah zu gründen. Die Huthis schiessen seit Jahren hunderte ballistische Raketen auf saudi-arabisches Territorium ab. Da diese inzwischen häufig abgefangen werden, greift man inzwischen zu iranischen Drohnen und Marschflugkörpern.

    Die Huthis der momentane Anführer Abd al-Malik al-Huthi sehen sich als die Vertreter aller nordjemenitischen Zaiditen. Diese stellen 40 Prozent der jemenitischen Bevölkerung und ihre Imam genannten Herrscher regierten den Jemen vom späten 9. Jahrhundert bis 1962. Die Zaiditen sind zwar Schiiten, stehen dem Sunnitentum allerdings weitaus näher als die anderen schiitischen Glaubensrichtungen.

    Inzwischen produziert man im grossen Stil ballistische Raketen unterschiedlicher Reichweite, die Regionalstaaten wie Saudi-Arabien oder Israel erreichen konnten. Im Persischen Golf und an der Straße von Hormus bereitete sich die Marine der Revolutionsgarden einen Guerillakrieg zur See vor. Jenseits der eigenen Grenzen hat Iran mit vebündeten Gottestataatlern die Achse des Widerstands aufgebaut, ein Bündnis, dem Syrien, die libanesische Hisbollah, schiitische Milizen im Irak, die palästinensische Hamas und der Islamische Dschihad in Gaza angehören. Als in Syrien 2011 ein Bürgerkrieg begann, in dessen Folge mit dem Assad-Regime der einzige staatliche Verbündete Teherans unter Druck geriet, ging die iranische Führung in die Offensive.

    Zur Unterstützung Assads entsandte Teheran ein Expeditionskorps um die Personalmangel der desertationsgeschwächten syrischen Truppen auszugleichen. Der wichtigste Bestandteil waren Einheiten der libanesischen Hisbollah, schiitische Milizionäre aus dem Irak, Afghanistan und sogar aus Pakistan, die unter dem Kommando des Jerusalem-Korps der iranischen Revolutionsgarden kämpften. Parallel dazu wurde eine militärische Infrastruktur nach dem Vorbild des Südlibanon aufgebaut um eine zweite Front gegen Israel bilden sollte.
    Aus Beirut hatte man schon vor der Explosion Tonnen von Ammoniumnitrat in diverse Krisengebiete geschafft.

    Das Jerusalem-Korps operierte im Irak mit der gleichen Taktik, als 2014 die Regierung dem Islamischen Staat (IS) unterlag. Dort entstand ein Bündnis schiitischer Milizen der „Volksmobilisierung“ von Organisationen wie Badr, Kataib Hisbollah und Asaib Ahl al-Haqq unter iranischer Führung die 2017 mit der Wiedereroberung von Mossul endete. Der irakischen Regierung gelang es nie die Kontrolle über die Milizen zu gewinnen; die Iraner kontrollieren seitdem Politik und Militär im Irak. Viele Iraker sahen im Terroristen Qasem Soleimani den eigentlichen Herrscher des Irak.

    Der Iran hatte früher nie Interesse am Jemen gezeigt, aber nun gab es die Möglichkeit sich auch dort breitzumachen. Die Voraussetzungen waren ungünstig, da Hisbollah und irakische Miliz dort ind der Islamischen Republik religiös und ideologisch sehr viel näher als die Huthis standen. Aber die Huthis hatten ausser dem Ex-Präsidenten Salih keine Unterstützer, worin die Iraner ihre Gelegenheit als gekommen sahen und den Huthis seitdem immer mehr Waffen, Raketen und Drohnen zukommen lässt.

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    Verfasst von fake news finder | 21. März 2021, 18:51

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