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Ausland, Nordamerika

Warum die USA die russische Zivilisation vernichten wollen

von Dr. Wolfgang Schacht

Der amerikanische Präsident, Joe Biden, erklärte im Zusammenhang mit dem „Tag des Widerstandes gegen die Okkupation der Krim und Sewastopols“, der am 26. Februar jedes Jahr von der Ukraine begangen wird, dass die amerikanische Macht niemals die Vereinigung der Krim mit Russland anerkennen wird.

Schon in unserem Beitrag „Unbequeme Wahrheiten“ [ 1] haben wir geschrieben: Im völligen Einklang mit dem geltenden Völkerrecht haben sich die Bewohner der Krim (einschließlich von Sewastopol) am 16. März 2014 in einem Referendum für den Anschluss ihrer Region an die historische, geistige und kulturelle russische Heimat entschieden. Mit der an die Macht gelangten faschistischen ukrainischen Regierung in Kiew wollten sie nicht mehr zusammenleben. Folgen wir der Logik der USA und ihrer europäischen Vasallen, dann war der Anschluss der DDR an die BRD ein Verstoß gegen das Völkerrecht und keine Wiedervereinigung, sondern eine Annexion. Die Forderung nach einem Referendum der DDR-Bürger für bzw. gegen die „Vereinigung“ wurde schon im Keim erstickt und de facto vom Tisch gefegt.

Im Zusammenhang mit der skandalösen Erklärung des neuen amerikanischen Präsidenten ist es höchste Zeit, in diesem Beitrag auf einige historische und moralische Besonderheiten der Vereinigten Staaten von Amerika etwas ausführlicher einzugehen. Das russische Buch „Krieg mit fremden Händen“ von Nikolay Starikov [2], das inzwischen auch weitgehend in deutscher Sprache vorliegt, bietet dazu hervorragende Denkanstöße. In ihm lesen wir:

Bild 1

Mit Genugtuung können wir heute feststellen, dass die Rückkehr der Krim in den Völkerbund der Russischen Föderation im Jahre 2014 allein der Tatsache zu verdanken ist, dass der von den Angelsachsen organisierte Putsch in der Ukraine, ein „Fenster neuer

Möglichkeiten“ geöffnet hat. Wenn in Kiew der rechtmäßige Präsident, Viktor Janukowitsch, gesessen hätte, dann hätten die Bürgerinnen und Bürger der Krim kein Referendum über die Trennung von der Ukraine, Russland keine derartige friedliche Volksabstimmung und Aufnahmeprozedur für dieses Land durchführen können. Doch der Sturz der legitimen Macht in Kiew durch die Putschisten Washingtons veränderte diese Situation schlagartig. Vladimir Putin nutzte die sich bietenden Möglichkeiten 100%ig. Nach Katharina II konnte er im Interesse Russlands und aller Bürger der Krim (einschließlich Sewastopol) diese komplizierte Situation in der Weltpolitik nutzen. Der Anschluss der Krim erfolgte „mit fremden Händen“ – d.h. durch das US Department of State und seine ihm sehr nahe stehenden ukrainischen Nationalisten (Bild 1).

Wenn wir die Ereignisse in den nordamerikanischen Kolonien nach dem 17. April 1775 (Beginn des Krieges für die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten) genauer untersuchen, dann können wir feststellen, dass Frankreich der größte Nutznießer der Meuterei britischer Kolonialisten war. Dabei wird niemand Paris beschuldigen, der Organisator des Aufruhrs der britischen Kolonialisten zu sein, denn die Franzosen haben diese Situation nicht geschaffen, aber sich bemüht, die komplizierten Umstände und Führungsfehler des britischen Königs zu nutzen. Im Ergebnis, d.h. mit den Worten der modernen westlichen Medien gesagt, erhielt die „terroristische Organisation der USA“ große Hilfe und Unterstützung durch Waffen, finanzielle Mittel, Freiwillige von den Europäern, welche mit den Armen und Händen der aufständischen Nordamerikaner bemüht waren, ihre eigenen Aufgaben zu lösen. Kampfhandlungen gegen die britischen Truppen führten deshalb in vielen Fällen franko-amerikanische Einheiten, die französische Flotte half den „Terroristen und Separatisten“, die ihre eigene Flotte praktisch nicht besaß.

Ein sehr bekannter Freiwilliger, der nach Amerika aufbrach, um gegen die Engländer zu kämpfen, war der Franzose Gilbert La Fayette. Für seine Hilfe, für seine Führung und Formierung der amerikanischen Armee erhielt er sogar den Dienstgrad eines Generals. Historiker, die den Sinn und Inhalt der Weltpolitik nicht verstehen, schwärmen oft vor lauter Begeisterung … über die große Uneigennützigkeit von Frankreich. Die einzige Forderung, die Paris an die Amerikaner stellte, war das Versprechen, nie wieder eine Kolonie von Großbritannien zu werden. Einfach so halfen die Franzosen den amerikanischen Kolonialisten für die Freiheit zu kämpfen. Gut zu wissen, dass es in der Weltpolitik keine Nächstenliebe gibt. Alles was sie brauchten, haben die Franzosen während des Krieges von den Engländern selbst genommen. Deshalb blockierte der französische König die Möglichkeit eines separaten Friedens zwischen den Angelsachsen in England und den Angelsachsen in Amerika. Die Situation der britischen Schwäche sollte eingefroren werden. Das Hauptziel von Spanien (Verbündeter von Frankreich) in diesem Krieg war die Wiedereingliederung von Gibraltar in ihr Land. Aber der Verlauf des Krieges brachte Paris nur einen unbedeutenden Zuwachs seiner kolonialen Besitztümer. Die Spanier erhielten für ihre brutale Belagerung der „Felsen“ von den Engländern Florida und Menorca.

Die weitere Geschichte der USA ist für uns ein äußerst interessantes Feld, die großen Möglichkeiten des Einsatzes der Politik „mit fremden Händen“ zu untersuchen und besser zu verstehen. Wir erinnern uns, dass die Unabhängigkeitserklärung von den Vertretern der 13 britischen Kolonien von Nordamerika unterschrieben wurde. Der mit der Unglückszahl 13 gebildete „Staat“ USA besitzt heute schon 50 „Staaten“. Die gewaltige Ausdehnung seines Territoriums ist offensichtlich. Wie konnte sich das Territorium der „Vereinigten Staaten von Amerika“ derartig ausdehnen? Wie ist das angesichts der Unverletzbarkeit der Grenzen überhaupt möglich?

Einfach so! Vermont und Kentucky wurden in die Union 1791 und 1792 aufgenommen, Tennessee – im Jahr 1796, Ohio – im Jahre 1803, das von Napoleon gekaufte Louisiana – im Jahre 1812. Dann Indiana im Jahre 1816, Mississippi – im Jahre 1817, Illinois – im Jahre 1818, Alabama – im Jahre 1819. Im Jahre 1820 nahm der Kongress den Staat Maine auf, im Jahre 1821 – Missouri (Bild 2).

Auf diese Art und Weise wurden im Verlaufe von 45 Jahren in die Vereinigten Staaten von Amerika seit ihrer Gründung 11 weitere Staaten integriert. Die Anzahl der Einwohner betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 9,6 Millionen. Alle diese Staaten sind entweder durch Abtrennungen aus anderen Staaten entstanden (Maine aus Massachusetts, Missouri aus Louisiana) oder durch die Erschließung ehemals unbewohnter Gebiete, die es damals tatsächlich noch gab. Die unbewohnten Flecken auf der Landkarte verschwanden sehr schnell und alle Erweiterungen des Gebietes der USA erfolgten auf einem völlig anderen Weg.

Doch bevor wir uns mit dieser interessanten und relativ unbekannten Seite der Geschichte unserer amerikanischen „Freunde“ weiter beschäftigen, wollen wir auf einige Besonderheiten in der Staatsstruktur der Vereinigten Staaten etwas näher eingehen.

Bild 2

Jedes neue Territorium wird in den Verbund der USA durch den Kongress im Rahmen einer komplizierten und langwierigen Prozedur aufgenommen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass nach dem Eintritt eines Staates in die Vereinigten Staaten von Amerika, sich keiner dieser Bundesstaaten in der Zukunft – auch nicht im Rahmen einer einseitigen Prozedur – von ihr lösen kann. „Ohne die Zustimmung aller übrigen Staaten ist es einem Bundesstaat nicht erlaubt, sich von den Vereinigten Staaten zu lösen“, steht in ihrer Verfassung.

In den angrenzenden Territorien der damaligen USA gab es riesengroße Gebiete, die den spanischen Kolonialisten gehörten. Um diese Gebiete zu erhalten, mussten die spanischen Kolonialisten zunächst vom Königreich Spanien „getrennt“ werden. Die Revolutionäre, welche in einem aktiven Kampf für diese Trennung von der spanischen Krone standen, konnten natürlich nicht wissen, wer letztendlich „mit ihren Händen“ die „Kastanien aus dem Feuer holt“. Die Kriege für die Unabhängigkeit von Spanien begannen schon am Beginn des 19. Jahrhunderts. In ihrer Folge entstand auf dem Territorium aller spanischer Kolonien weder ein einheitlicher freier Staat (so wie es Simon Bolivar wollte), noch entstanden einige starke Staaten. Es bildeten sich viele schwache, zum Teil „befreite“ Territorien, die von den USA entweder einverleibt wurden oder als ihre Marionettenstaaten dahinvegetierten.

Nachdem die Spanier den Staat Florida von den Engländern im Ergebnis einer Meuterei der nordamerikanischen Kolonialisten erhalten hatten, übergaben sie ihn sehr schnell den Vereinigten Staaten. Diese Übergabe wurde folgendermaßen vollzogen: Im April 1818 überfiel der amerikanische General Jackson das spanische Florida. Als Vorwand für diesen Überfall diente die Flucht einiger Indianer, die Grenzorte der Yankees überfallen und angeblich Hilfe von ihren „Brüdern“ auf der spanischen Seite erhalten hatten. Nachdem der General Jackson das spanische Territorium wieder verlassen hatte, begannen die USA mit Madrid Verhandlungen über den Kauf des Territoriums von Florida zu führen. Am 22. Februar 1819 übergab Spanien das Territorium an die Vereinigten Staaten für einen Kaufpreis von 4 Millionen Dollar mit dem Versprechen, alle Schadensersatzforderungen der amerikanischen Bürger an die spanische Regierung zu erfüllen. Ist das nicht ein klassisches Beispiel für einen verbrecherischen Überfall? Treibe jemanden in die Schulden, um sich dann unter dem Vorwand diese Schulden zu tilgen, sein gesamtes Eigentum anzueignen!

Ein besonders großes Territorium „befreiten“ die USA von Mexiko. Damals wurde der Begriff „Demokratie“ bei der Eroberung von fremden Territorien noch nicht verwendet. Andererseits gibt es keinen Zweifel daran, dass die Yankees die großen Defizite an Freiheit und Gleichheit in Mexiko sehr schnell festgestellt hätten. Zum Verständnis der damaligen Situation in diesem Land einige Worte: Im September 1820 begann eine Meuterei gegen den spanischen König. Heute ist es schwierig zu bewerten, wie aktiv die „Hilfe“ und die Anstiftung von außen war. Jedoch allein die weiteren Ereignisse in Mexiko sind nicht weniger dramatisch und aufschlussreich, als die Ereignisse auf dem ukrainischen Maidan. Am Ende des Jahres 1820 schickte der spanische Vize-König seine Truppen zum Kampf gegen die Rebellen – Separatisten. Der Befehlshaber der spanischen Soldaten war Agustin de Itúrbide, der für seinen eifrigen Kampf gegen Meutereien das volle Vertrauen des militärischen Kommandostabes besaß. Jedoch, anstatt die Kräfte des Rebellen Guerrero zu zerschlagen, verbündete sich de Itúrbide mit ihnen. Im Ergebnis wurde er zum Separatisten, eroberte fast das ganze Land, schlug im Kampf gegen die spanische Krone in der Nähe der Hauptstadt Mexiko letztendlich ihre gesamten militärischen Kräfte. Am 24. August 1821 wurde der Vertrag von Cordoba unterschrieben, in dem Spanien die Unabhängigkeit von Mexiko akzeptiert. Doch die Freude darüber, war nur von kurzer Dauer, d. h. verfrüht! Die weitere Geschichte von Mexiko ist eine einzige Tragödie, nichts als Aufruhr, Chaos und schreckliches Elend. Ideale Bedingen für den großen reichen Nachbarn im Norden, sich ein gewaltiges Stück des mexikanisches Territoriums „unter den Nagel“ zu reißen.

Alles begann sehr pompös, verwandelte sich jedoch – wie nicht anders zu erwarten war – sehr schnell in eine Farce. Am 28. September 1821 wurde in Mexiko die

„Deklaration der Unabhängigkeit des Mexikanischen Imperiums“ veröffentlicht. Das Problem bestand darin, dass der Separatist Agustin de Itúrbide sich selbst zum mexikanischen Imperator ernannte. Wer dem spanischen Offizier einen derartig ehrgeizigen Gedanken in den Kopf gepflanzt hatte, ist und bleibt ein Rätsel. Darüber schweigt die Geschichte! Tatsache ist jedoch, dass er nach der Trennung Mexikos von Spanien am 18. Mai 1822 unter dem Namen eines Imperators Agustina I auf den Tron stieg. Wie nicht anders zu erwarten, existierte das neue „Imperium“ nur wenige Monate. Der kommandierende General der Stadtgarnison und Gouverneur von Veracruz, Antonio Lopez de Santa Anna (von Agustin de Itúrbide für seine Verdienste zum General ernannt), rebellierte und rief auf der Grundlage des Planes von Casa Mata zum Aufstand auf. Im Ergebnis der Kämpfe, die im März 1823 mit der Flucht des selbsternannten Imperators aus dem Land endeten, wurde in Mexiko die Republik ausgerufen. Aber das Chaos war nach diesem Staatsstreich noch lange nicht beendet, im Gegenteil, es dehnte sich ständig weiter aus. In seinem Bestreben, die mexikanischen Unabhängigkeits-bestrebungen mit allen Mitteln zu unterbinden, kam Antonio Lopez de Santa Anna den Vorstellungen der Vereinigten Staaten von Amerika sehr entgegen. Es war die Zeit gekommen, die wahren Reichtümer von Mexiko in Besitz zu nehmen.

Besonders bezeichnend und interessant aus der Sicht der gegenwärtigen Politik war die Beschlagnahme von Texas aus mexikanischem Gebiet. Zunächst befand sich dieses Land des gegenwärtigen Staates der USA in spanischem Besitz und gehörte zur Kolonie „Neues Spanien“. Als Mexiko ein unabhängiger Staat wurde, gehörte Texas im Rahmen der Vereinigten Mexikanischen Staaten zum mexikanischen Staat Coahuila y Tejas. Im Jahre 1824 wird in Mexiko das „Grundgesetz der Kolonialisierung“ angenommen, in dem festgelegt ist, dass jedes Familienoberhaupt, unabhängig von seiner Rasse und vom Status seiner Emigration ein Recht auf den Besitz von Grund und Boden hat. Das war jedoch nur das kleinste Übel. Ein echtes Problem entstand erst dann, als auch den Siedlern aus den Vereinigten Staaten eine Ansiedlung auf der Grundlage dieses Gesetzes erlaubt wurde. Es entsteht der Eindruck, dass die Entscheidung, Emigranten aus den Dörfern der USA nach Mexiko zu rufen von den gleichen Kräften organisiert wurden, die den künftigen Imperator de Itúrbide zum Bruch seines Eides und zu seinem beispiellosen Verrat bewegt haben. Sowohl das eine, als auch das andere führte dazu, dass Texas zum Territorium eines anderen Staates wurde.

Im Jahre 1829 brachten die demokratischen Veränderungen in Mexiko, in dessen Folge das Territorium austrocknete wie das Chagrinleder im gleichlautenden Roman von Honoré de Balzac, seine ersten Früchte: die Sklaverei wurde abgeschafft. War diese Entscheidung zum damaligen Zeitpunkt richtig? Vom Standpunkt der Menschlichkeit – ohne Zweifel – ja! Jedoch für den Erhalt der Einheit des Landes Mexiko erwies sich diese Entscheidung als ebenso verhängnisvoll, wie die Erklärung von Oleksandr Turtschynow im Jahre 2014 über das Verbot der russischen Sprache in der „neuen“ Ukraine, die zunächst zu Protesten, zur Abtrennung der Krim und später zur Bildung der Miliz im Donbass führte. Das Problem bestand darin, dass die Siedler aus den südlichen Staaten der USA, die sich in Texas niedergelassen hatten, die Arbeit von Sklaven im großen Umfang in Anspruch nahmen und deshalb derartige Freiheiten nicht begrüßten [3]. Die mexikanischen Amerikaner forderten den Erhalt der Sklaverei, besondere Vollmachten und Rechte, sowie die Wiederherstellung der Emigration aus den USA, welche die Mexikaner zu drosseln begannen [4]. Die Abschaffung der Sklaverei wurde von den USA offiziell zum Anlass genommen, beide Teile des mexikanischen Territoriums zu annektieren. Angesichts einer völlig chaotischen Situation in Mexiko – Spanien hatte sich entschieden, seine alten Kolonien in Mexiko wieder zu erobern und landete unter Führung des kommandierenden Generals, Isidro Barradas, mit 2.600 Soldaten in Tampico – stellte die Besetzung dieser Territorien für Washington keinerlei Problem dar. Der General Antonio Lopez de Santa Anna schlägt in dieser Zeit die Spanier und erhält den Titel „Retter der Heimat“.

Zum besseren Verständnis der „Qualität“ des Chaos, das damals nach dem Erhalt seiner Unabhängigkeit in Mexiko herrschte, bringen wir einige Zahlen. Die Macht im Land änderte sich mit Lichtgeschwindigkeit: von insgesamt 45 „Machtantritten“ verschiedener Präsidenten kam der General Antonio Lopez de Santa Anna 11mal im Verlaufe von 22 Dienstjahren an die Macht. Santa Anna wurde der 9., 11., 13., 15., 19., 23., 25., 27., 35. und 45. Präsident von Mexiko! Wir brauchen uns deshalb nicht zu wundern, dass ein derartiger Bockspringer der Macht in der mexikanischen Regierung so viele blöde Entscheidungen traf. Besonders originell ist die Tatsache, dass dieser berühmte Sohn von Mexiko im Jahre 1835 sich selbst stürzte, um wieder an die Macht zu kommen.

Im Jahre 1833 wandten sich die in großer Zahl aus den USA kommenden Texaner mit einem Abkommen an die Macht von Mexiko mit ersten Forderungen nach einer Unabhängigkeit. Stephen Austin, der dieses Abkommen der mexikanischen Macht vorlegte, wurde wegen Staatsverrat ins Gefängnis gesteckt, obwohl seitens der USA erste Gespräche über die Logik und Zweckmäßigkeit einer Pacht von Texas in Mexiko liefen. Der damalige „Retter der Heimat“, General Antonio Lopez de Santa Anna, entschied sich ein Exempel zu statuieren. Der erste militärische Zusammenstoß der texanischen Separatisten mit den Regierungstruppen fand am 2. Oktober 1835 in der Nähe der Ortschaft Gonzales statt. Auf beiden Seiten gab es einen Verwundeten, aber

Bild 3

die Kanone, die den Mexikanern gehörte und den texanischen Siedlern nur für den Kampf gegen die Indianer geborgt worden war, blieb in den Händen der Texaner. Dieses Gefecht besaß militärisch zwar keine Bedeutung, ist aber als erster Bruch des Vertrages zwischen den Kolonisten und der mexikanischen Regierung und als „Beginn der Texas-Revolution“ in die Geschichte eingegangen.

Am Anfang des Jahres 1836 stellte sich die Situation in Mexiko wie folgt dar: Santa Anna bewegte sich mit seiner Armee zu dem Rebellenstaat und die Texaner sammelten ihre militärischen Kräfte, die von Samuel Houston kommandiert wurden. Am 17. Januar gab er einer kleinen Gruppe der Freiwilligen, die von James Bowie geführt wurde, den Befehl sich von dem Städtchen Goliath zur Festung Alamo zu bewegen (Bild 3) [4]. Ihre Bewaffnung war schwierig, ihre Versorgung praktisch unmöglich, deshalb erhielt die relativ kleine Gruppe der Separatisten nur die Aufgabe, die Befestigungsanlagen zu zerstören, die Waffen einzusammeln und schnell zu den Hauptkräften zurückzukehren. Das, was dann geschah, wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika zu einer Legende. In der Geschichte der USA ist diese Episode, die zu einem Mythos wurde, unter der Bezeichnung die „Helden von Alamo“ eingegangen. Im Geiste ihrer Heldentat, ihres Verzichts sich zu ergeben und im Geiste ihrer Bereitschaft zu sterben, wurden viele Generationen der USA-Bürger – besonders im Staate Texas – erzogen. Über dieses Thema wurden hundert Bücher geschrieben, viele Filme gedreht. Über sie erzählt man den Schülern spannende Geschichten, obwohl … es eine „heldenhafte Verteidigung“ überhaupt nicht gab – denn alle wurden getötet.

Was haben die „Helden von Alamo“ wirklich gemacht? Nachdem sie in der Festung angekommen sind und sich überzeugt haben, dass sie die Waffen ohne Pferde und Maulesel aus ihr nicht wegschaffen können, entschied James Bowie, dass die Festung an sich schon sehr wichtig sei. Alamo wurde auf dem Grundstück einer ehemaligen katholischen Mission gebaut, die in ihrer kurzen Kampfgeschichte schon zweimal überfallen und ausgeraubt wurde. Im Jahre 1813 siegten dort die meuternden Mexikaner über die Spanier und vor zwei Monaten die Texaner über die Regierungstruppen. Jetzt wollte James Bowie mit 150 Freiwilligen die Festung Alamo gegen die anrückende Armee des Präsidenten von Mexiko, Antonio Lopez de Santa Anna, verteidigen. Als die Mexikaner begannen, die Festung zu belagern, hissten sie die rote Fahne, was bedeutete, dass es für niemanden Gnade gibt. James Bowie und seine 150 Freiwilligen antworteten darauf mit Kanonenschüssen. Wohl wissend, dass er kaum eine Chance hat, schlug er den Mexikanern den Beginn von Verhandlungen vor. Die Antwort lautete, dass die mexikanische Armee mit meuternden Ausländern keine Verhandlungen führt, der einzige Ausweg sei die totale Kapitulation.

Ungefähr 10 Tage haben die Mexikaner die Festung Alamo nicht gestürmt. Sie beschränkten sich in dieser Zeit allein auf Feuergefechte mit den Aufrührern. Während dieser relativ schwachen Gefechte wurde am 2. März 1836 in der Ortschaft Goliath die Unabhängigkeit von Texas deklariert. In der modernen Sprache und in Analogie zur Volksrepublik Donezk (VRD) und zur Volksrepublik Lugansk (VRL) war dies die „selbsternannte“ Texanische Volksrepublik [5]. Wir unterstreichen nochmals, dass die Proklamation des neuen Staates Texas sich in Nichts von der Proklamation der VRD und VRL unterscheidet: irgendein Organ erklärt die Bildung eines neuen Staates. Wobei auch in diesem Fall die Einwohner von Donezk im Vergleich mit den Amerikanern sich als echte Vorkämpfer des Rechts auf Freiheit und Gleichheit erweisen. Die Angelsachsen, die auf das Territorium eines anderen Staates kamen, weigerten sich, auf der Grundlage ihrer Gesetze zu leben, empörten sich über die Aufhebung der Sklaverei, wollten sich der Macht nicht unterordnen, schufen eigen bewaffnete Formationen, welche von den gegenwärtigen Historikern der USA aus irgendwelchen Gründen nicht als „ungesetzlich“ bezeichnet werden. Im Ergebnis erklärten sie die Abtrennung eines großen Territoriums für den neuen Staat „Texas“ aus dem legitimen Territorium des Staates Mexiko. Die Einwohner des Donbass leben seit Jahrhunderten auf ihrem Grund und Boden, erregten sich berechtigt über den Umsturz in Kiew, über die grausamen Morde, Brandstiftungen, über das Verbot ihrer Muttersprache und über die widerrechtliche Machtübernahme der Faschisten und Nazis. Allein zum Schutz ihres Lebens, ihrer Angehörigen und ihrer Freiheit bildeten sie ihre eigene Miliz und führten ein Referendum über die Trennung von der Ukraine durch. Wer besaß für seine Handlungen die größeren Rechte? Die Antwort ist eindeutig! Natürlich nicht die „Helden von Alamo“, nicht die Texaner, nicht die nach Mexiko übergesiedelten englischsprachigen Amerikaner.

Doch kehren wir zur Festung Alamo zurück, in der allen dort befindlichen texanischen Separatisten bevorstand, zu einer Legende des neuen Staates Texas zu werden. Vier Tage nach der Unabhängigkeitserklärung von Texas, am 6. März 1836, begannen die mexikanischen Truppen die Festung zu stürmen. Die für sie äußerst unangenehme Angelegenheit in der Geschichte Mexikos galt es schnellstens zu liquidieren. Der Sturm auf die Festung war deshalb bereits nach anderthalb Stunden beendet. Die Verteidiger wurden alle getötet, die Mexikaner ermordeten sogar die Gefangenen [6]. Anschließend beeilte sich der Präsident von Mexiko, de Santa-Anna, auch die Reste der Meuterei zu zerschlagen. Aber in diesem Fall lief alles etwas anders. Die Kunde von den schrecklichen Ereignissen in der Festung Alamo führte zu einem großen Zulauf von Freiwilligen aus allen Staaten der USA. Die örtlichen Angelsachsen, die von den in die „Zone der Antiterroristischen Operationen (ATO)“ vordringenden mexikanischen Truppen keine Gnade erwarteten, waren inzwischen bis an die Zähne bewaffnet. Die Regierung der Vereinigten Staaten erklärten ihre Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Mexiko. Es folgte eine Serie blutiger Kämpfe, in dessen Verlauf die Texanische Armee immer stärker wurde und letztendlich die mexikanische Armee zerschlug. Am 21. April 1836 bei den Kämpfen um San Jacinto wurde selbst der Präsident von Mexiko, de Santa -Anna, gefangen genommen. Dem Oberhaupt von Mexiko blieb nichts anderes übrig, als am 14. Mai 1836 gemeinsam mit dem zeitweiligen Präsidenten von Texas, David G. Burnet, in Velasco die Vereinbarung über die Unabhängigkeit von Texas zu unterschreiben.

Aber damit war die Geschichte noch lange nicht beendet. Beide Seiten haben die getroffene Vereinbarung, das heißt den „Vertrag von Velasco“ nicht realisiert. Mexiko erklärte, dass der Präsident nicht das Recht hatte, eine derartige Vereinbarung zu unterschreiben und die Texaner verpflichtet gewesen sind, de Santa-Anna sofort freizulassen. Unabhängig von diesen Unklarheiten und von der Tatsache, dass die neue Republik Texas von niemanden, außer von den USA, anerkannt wurde, setzte sie ihren staatlichen Aufbau kontinuierlich fort. Im Jahre 1836 bekam Texas seine Verfassung, in der das aller heiligste Recht für die Amerikaner, das Recht auf Sklaverei, verankert war. Erster Präsident der „Texanischen Volksrepublik“ wurde der kommandierende General der „Separatisten – Terroristen“, Sam Houston. Gut zu wissen, dass deutsche Einwanderer den Staat Texas im entscheidenden Maße aufgebaut und geprägt haben. Caroline Ernst war mit ihrer großen Familie die erste deutsche Siedlerin. Ein schwärmerischer Brief nach Deutschland war der Auslöser einer wahren Flut von deutschen Einwandern nach Texas. Am Ende des 19. Jahrhunderts lebten dort schon etwa 100.000 Deutsche [7]. Selbst der Fakt, dass Sam Houston der militärische Führer der Rebellen von Texas und dann sein Präsident war, dass er Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika und im Verlaufe von zwei Jahren der Gouverneur des amerikanischen Staates Tennessee war, hat bis heute noch niemanden irritiert.

In der damaligen Zeit geriet die Situation in eine Sackgasse. Die mexikanische Armee organisierte ständig Überfälle auf das Territorium von Texas und demonstrierte damit de jure die Abhängigkeit dieser Territorien von Mexiko, die sie jedoch nicht unter Kontrolle hatte. Im August 1837 wandte sich der Botschafter des Staates Texas an den Präsidenten der USA, Martin Van Buren, mit der Bitte, die Republik Texas in den Verbund der Vereinigten Staaten aufzunehmen. Diese Bitte wurde damals von Washington abgelehnt. Erst nach acht Jahren, am 29. Dezember 1845, wurde Texas der 28. Staat der USA [8]. Zunächst erreichte Texas seine Unabhängigkeit von der mexikanischen Regierung, um dann als souveräne Republik in den Staatenbund der USA aufgenommen zu werden [9].

Es scheint, dass wir damit in dieser Geschichte einen Punkt setzen können, weil heute die Vereinigten Staaten von Amerika die ganze Welt darüber belehren, auf welcher gesetzlichen Grundlage, mit welchen Prozeduren und mit welcher internationalen Gesetzgebung aus ihrer Sicht solche „von ihnen geliebte Vereinigungen“ mit anderen Territorien und Staaten vor sich gehen müssen. Doch unsere Erzählung über die „Texanische Volksrepublik“ ist nicht vollständig, wenn wir nicht erwähnen, was weiter geschah. Nach dem Anschluss von Texas setzten die Vereinigten Staaten ihre Aktivitäten zur Annexion weiterer mexikanischer Territorien aktiv fort. Washington hat sogar Mexiko „ehrlich“ vorgeschlagen, ein Teil dieser Territorien zu kaufen. Damit Sie, verehrte Leserinnen und Leser, sehen und verstehen, dass es sich dabei nicht um kleine Gebiete handelt (siehe Bild 4), nennen wir außerdem die Staaten, auf denen

Bild 4

diese Gebiete, die damals zu Mexiko und heute zu den Vereinigten Staaten gehören, liegen: Neu Mexiko, Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah, außerdem der Westen des Staates Texas, aber auch Teile von Kansas, Colorado, Oklahoma und Wyoming (Bild 5).

Angesichts ihrer zunehmenden Stärke und Siegesgewissheit, machten die Vereinigten Staaten ihrem südlichen Nachbar den unverschämten Vorschlag, von ihnen einen sehr großen Teil des Territoriums zu kaufen und provozierten damit einen militärischen Konflikt. Neben diesem sich anbahnenden Konflikt stand Mexiko auch

Bild 5

ständig unter einem anderen außenpolitischen Druck. So verfolgten die europäischen Mächte sehr aufmerksam die wachsenden Probleme und nutzten jede Möglichkeit, bestimmte Territorien in Mexiko unter ihre Kontrolle zu bringen. Die USA haben nicht aus „Feigheit“ oder „Angst“ den neu gegründeten Staat Texas acht Jahre nicht in die amerikanische Staatengemeinschaft aufgenommen. Washington wollte die Beziehungen mit den europäischen Mächten nicht unnötig verschärfen. Denn nach Spanien versuchte 1838 – 1839 auch Frankreich, sich im Krieg mit Mexiko zu bereichern [10].

Die Abtrennung und Annexion eines großen mexikanischen Territoriums vollzogen die USA sehr vorsichtig: Am 25. April 1846 begannen militärische Zusammenstöße [11]. Der Krieg war beiden Seiten nötig: Die Amerikaner wollten durch die Zerschlagung der mexikanischen Armee ihr Territorium vergrößern, der mexikanische General, Antonio Lopez de Santa Anna, hatte die Hoffnung, mit einem Sieg in diesem Krieg, seine stark angekratzte Karriere zu retten. Nach der Kriegserklärung durch die USA stand er wieder an der Spitze des Landes und der Armee. Deshalb trat er mit den Amerikanern in Kontakt – er befand sich zu dieser Zeit in Kuba – und versprach ihnen, wenn sie ihn in seine Heimat lassen, dann wird er ohne einen Krieg alle ihre Forderungen erfüllen. In Mexiko angekommen, vergaß er sofort seine Versprechen. Der Regierung Mexikos versprach er Loyalität, aber er ergriff die Macht, mit den Amerikanern begann er anstelle der versprochenen Kapitulation einen echten Krieg zu führen. Im Kampf gegen die amerikanische Armee wurde die mexikanische Armee unter Führung des Generals de Santa Anna vernichtend geschlagen. Entsprechend dem Guadalupe-Hidalgo-Vertrag vom 2. Februar 1848, stimmten die Mexikaner nicht nur dem Verlust von Texas zu, sondern zusätzlich noch von 2/5-tel ihres gesamten Territoriums. Dafür mussten die Vereinigten Staaten 15 Millionen Dollar und die Schulden Mexikos an die amerikanischen Bürger in Höhe von 3,5 Millionen Dollar zahlen.

Die Idee des ehemals sehr großen Herrn vom Weißen Haus, Donald Trump, über den Bau einer Mauer an der Grenze von Mexiko klingt in unseren Ohren sehr seltsam (Bild 6). Nicht nur deshalb, weil dieser Bau gewaltige Summen kostet, sondern auch, weil diese Wand zwischen den zwei Ländern irgendwann und irgendwie zu einem wichtigen Attribut der amerikanischen Demokratie geworden ist. Aber auch deshalb, weil die USA

Bild 6

nach der Annexion eines riesigen Territoriums von Mexiko, diesen Besitz jetzt einzäunen will [12]. Alles erinnert an die Okkupation eines soliden Grundstücks, das der Eroberer zum Schutz vor dem früheren Besitzer mit einem großen Zaun umgibt.

Warum die USA die russische Zivilisation vernichten wollen, ist Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, jetzt sicher klar geworden. 194 Völker Russlands leben über tausend Jahre ohne Sklaverei, ohne Genozid, ohne territoriale Annexion friedlich zusammen. Deshalb ist Russland ihre Heimat. Für sie ist Russisch keine Nationalität. Es ist ihre geistige, historische, moralische, ethnische, kulturelle Grundhaltung und Beziehung zur Welt und zum wirklichen Leben, es ist ihr Verhältnis zur Pflicht, zur Ehre und zu den einfachen Menschen.

 

Quellen und Hinweise:

[1] http://www.dr-schacht.com/Unbequeme_Wahrheiten.pdf

[2] Nikolay Starikov „Krieg mit fremden Händen“, Verlag „Äksmo“, https://www.ozon.ru/product/2017-voyna-chuzhimi-rukami-140703556/

[3] A. Nevins, „A POCKET HISTORY OF THE UNITED STATES”, Verlag “Pocket Book”,1961

[4] http://warspot.ru/5395-alamo-osada-stavshaya-legendoy

[5] Der 2. März wird heute in Texas als Tag der Unabhängigkeit gefeiert. Was meinen Sie, verehrte Leserinnen und Leser, ob ausgehend von der Prozedur und von der Geschichte der Bildung des unabhängigen Staates Texas, die ukrainischen Medien auch die „Texanische Volksrepublik“ als eine „terroristische Organisation“ bezeichnen?

[6] Der General und Präsident, de Santa-Anna, erklärte, dass seine Truppen mehr als 600 Separatisten getötet hat, die Historiker der USA berichten über 150.

[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Texas#Republik_Texas

[8] Der erste Anschluss von Texas an die USA hielt nicht sehr lange: Die Trennung von den USA erfolgte auf dem Volksreferendum am 23. Februar 1861 und war verbunden mit dem Bürgerkrieg. Auf der Grundlage einer anderen Konföderation erklärten die Sklavenhalterstaaten ihren Austritt aus den USA. In dieser neuen Konföderation befand sich auch Texas. Nach dem Ende des Krieges erfolgte eine „Wiedergeburt“ von Texas – im Jahre 1870 beschloss der Kongress erneut den Anschluss dieses Staates an die USA.

[9] Interessant, dass die Wiedervereinigung von Russland mit der Krim bei allen Unterschieden der juristischen Hintergründe nach folgendem Grundschema erfolgte: Die Krim wurde nach dem Referendum ein unabhängiger Staat und erst danach hat sie sich der Russischen Föderation angeschlossen. Der Unterschied besteht darin, dass die Krim nur einige Tage unabhängig war, der Staat Texas – einige Jahre. https://rg.ru/2014/07/01/texas.html

[10] Im Laufe dieser Kriege, nach dem Sieg in der Festung Alamo und nach der Niederlage in Texas kämpfte der General Antonio Lopez de Santa Anna auch gegen ausländische Aggressoren. Bei einem dieser Kämpfe verlor er ein großen Teil seines linken Beines. Dieser Teil seiner Gliedmaßen wurde im Zentrum von Mexiko während einer speziell organisierten Militärparade feierlich beerdigt.

[11] Der offizielle Anlass und Auslöser des Krieges war der Beschuss der amerikanischen Kavallerie durch die Mexikaner. In Übereinstimmung mit dem Namen des betroffenen amerikanischen Offiziers erhielt die dazu angelegte Akte die Bezeichnung „Akt Torntona“.

[12] Während die Amerikaner große Territorien von Mexiko auf militärischen Wege annektierten, scheuten sie sich mit Großbritannien zu kämpfen. Mit London suchten sie einen Kompromiss, unterschrieben mit den Briten im Juni 1846 ein Vertrag über den Grenzverlauf in Oregon und überließen ihnen die gesamte Insel Vancouver.

ttp://www.dr-schacht.com/Warum_die_USA_die_russische_Zivilisation_vernichten_wollen.pdf

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Diskussionen

6 Gedanken zu “Warum die USA die russische Zivilisation vernichten wollen

  1. Interessanter Beitrag. Dem Autor und lz sei gedankt. Böse gefragt: War das glorreiche „Land of the free“, nüchtern betrachtet, bloß ein Projekt British Empire 2.0?

    Das British Empire 1.0 kam an Rußland nicht heran. Geographisch nicht. Jedenfalls nicht mit den damaligen technischen Mitteln. Auch Napoleons Versuch scheiterte kläglich.

    Nun Rückblick in eine Zeit nicht allzu lange vor der US-Unabhängigkeitserklärung, in das Jahr 1750; Ort: Birmingham/England; Akteur: «Lunar Society“; Ereignis: Lift off des modernen, technologieorientierten industriellen Kapitalismus. Anmerkung: Jene Lunar Society zugleich eine erste ideologische Wiege von späteren US-Gründungsvätern (siehe Frank Stoner).

    Dann, um 1840 herum, war das vergleichsweise winzige England bereits militärisch fähig, die damals geschätzt 350 Millionen Chinesen in die Knie zu zwingen und deren Eliten auf Generationen hin schwach zu halten: Opiumkriege. Doch an Rußland war mit den damaligen technischen Mitteln (seegestützte Kriegführung) immer noch nicht heranzukommen.

    Ca. 100 Jahre nach den Opiumkriegen dann der erste große Versuch der mittlerweile politisch und militärisch verbündeten kapitalistischen Eliten des (faktisch) brit.-amerikanischen Empires das ressourcenreiche Rußland militärisch direkt zu attackieren. Wozu man, wie heute als allbekannt vorauszusetzen sein dürfte, den verwirrten Schwachkopf Hitler zum deutschen Reichskanzler machte und munter aufrüsten ließ. Doch das „Unternehmen Barbarossa“ endete 1945 unschön. Für Deutschland, nicht unbedingt auch für die US-britische Machtelite.

    Denn im Augenblick werden wir Zeugen eines zweiten großen Anlaufes des vereinigten US-britischen Imperiums, sich die Erde untertan zu machen. Die ganze Erde. Einschließlich Rußlands.

    Ohne Hitler wäre es schwierig gewesen, so schnell so weit zu kommen. Mithilfe der «Operation Paperclip» hat man sich die Nazi-Wissenschaftselite ins Land of the free geholt — „unsere Bastarde“ nennen NATO-Strategen ihre auswärtigen Helfershelfer bekanntlich. Diese in doppeltem Sinne „unsrigen“ und in Eugenik und Genozid erfahrenen Bastarde machten sich in den USA bald schon daran, für ihre neuen (und alten) Oberherrenmenschen jene Technologien weiter fortzuentwickeln, die Rußland endlich in die Knie zwingen sollen und an denen sie in Nazi-Deutschland bereits intensiv geforscht hatten: Biowaffen (aerosolisierbare, die sich von der Luft aus großflächig versprühen lassen); Raketen- und Atomtechnik; Geo-Engineering bzw. großflächige Wettermanipulation.

    Letzteres die wichtigste dieser neuen Waffengattungen. Weil am unauffälligsten. Und tatsächlich: Bisher nehmen nur „Aluhüte“ diese Technologie wahr, die seit mehr als zwei Jahrzehnten in weiten Teilen der Welt kommerziell und militärisch zum Einsatz kommt. (Einfach mal in die Luft gucken, ihr deutschen Michel mit dem antrainierten gesenkten Blick!)

    Was, da habt ihr in der Schule nichts von gehört!? Und auch nix davon in der Zeitung gelesen!? Und auch nix davon beim History Channel und bei kenFM gesehen!?

    Na sowas, wenn das der Führer wüßte! Totlachen würde er sich über euch.

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    Verfasst von No_NWO | 11. März 2021, 12:03
    • Ach was. Die Russen gewannen eigentlich nur weil diese Waffen & Co. von den Amis bekamen. Wahrscheinlich haetten die Russen der Wehrmacht nicht standgehalten ohne die Waffenlieferungen der Alliierten. Das Hitler das Rennpferd der Amis war ist kaum logisch denn dann haetten diese ja mit England, Frankreich und Deutschland die Russen angegriffen. Eine Grosse Koalition der Alliierten zusammen mit den Japsen und Achsenmaechte gegen Russland – das kommunistische Russland.
      So haetten die Amis 1945 siegreich bestanden.

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      Verfasst von Moyses Comte de Saint-Gilles | 14. März 2021, 3:07
      • Ja, alles richtig, wenn nicht eingerechnet wird, den riesigen UdSSR-Raum nach einer militärischen Überwältigung mit eigenen (US-britischen) Kräften kontrollieren zu müssen. Eben deswegen Hitler als anglophiler rassistischer Vasall des US-britischen Vamperiums. Seine Aufgabe war, erst die „slawischen Untermenschen“ genozidal zu reduzieren und ihre industriellen Kapazitäten zu zerstören, dann ein Netz von „arischen“ Wehrdörfern über den eroberten Raum zu legen, um die dortigen Einwohnerschaften als agrarische Sklaven auszubeuten — System Sparta und Heloten. (Die Nazi-Ideologie war „back to nature“ bzw. antimodern romantisch; Adolf war ein knallgrüner vegetarischer Frosch, der gern Herrenprinz werden wollte.) Stalin erhielt ab etwa 1944 westliche Militärhilfe. Völlig logisch, denn industrielle Entwicklung bedeutet Gewinn militärischer Stärke. Im einzelnen nun stellt(e) sich dies wie folgt dar ==>

        Es galt/gilt einen von See her nicht zu beherrschenden und zumal rohstoffreichen, sich industriell entwickelnden und mithin potentiell imperialen Wettbewerber auf der „eurasischen Platte“ auszuschalten. Und zwei Fliegen mit einer Klappe, sollte der Krieg auch das imperial ambitionierte Deutschland zerschlagen. Ein Bündnis Deutschland-UdSSR war der Albtraum des Vamperiums. Lenin hat in «Der Imperialismus als höchste Phase des Kapitalismus» eine exzellente Recherche vorgelegt, welche nachweist, daß entwickelte kapitalistische Räume politisch-ökonomisch gezwungen sind, imperial bzw. vamperial zu werden. (Weswegen Lenin ein Bündnis mit Deutschland anstreben mußte(!) — siehe den Rapallo-Vertrag; die Rote Armee und Weimarer Militär hielten in den 1920ern gemeinsame Manöver ab.)

        Imperiale Geopolitik ist nicht, sich in einem sportlich fairen Wettbewerb mit anderen Anwärtern auf imperiale Macht zu messen. Einer stärker als alle anderen Starken funktioniert nicht. Ziel eines Imperiums muß immer sein, das Entstehen anderer Starker überhaupt zu verhindern. Eben darum ist Vamperium die sachlich präziseste Bezeichnung für Imperien: Alle anderen klein und schwach halten. Geopolitik ist Schulhof in Groß.

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        Verfasst von No_NWO | 14. März 2021, 12:01
    • UPDATE: Es fällt auf, daß jene alternativen Journalisten, welche prominent zu Biowaffen recherchieren, die Wettermodifikation faktisch ganz ausblenden (siehe die verschiedenen US-Portale um ScreamingOspreys.com herum, und dort prominent John O’Loughlin und George Webb). Was sich lesen ließe als der Versuch, mit den Recherchen zu Biowaffen (aus der Luft versprühbare Viren, welche von Laboren mithilfe von Funktionsgewinnforschung herangezüchtet werden) von der militärisch und kommerziell überragend wichtigen Wettermodifikation abzulenken.

      Denn die seit mehr als zwei Jahrzehnten im gesamten Westen betriebene Wettermodifikation allein kann bereits jene Beeinträchtigungen der Atemwege hervorrufen, die als Corona-Symptome ausgewiesen werden. Die Wettermodifikation beruht wesentlich auf dem Einbringen von Feinstpartikeln in den Luftraum. Was alles sein kann, daß sich in Feinstaubform bringen läßt — bis hin zu Asbeststäuben.

      Damit wir nicht aneinander vorbeireden — Thema hier sind nicht die Gebrüder Grimm, sondern die NATO und eine WAFFE, die sich militärisch und zivil bzw. kommerziell nutzen läßt.

      Weiterhin fällt auf, daß jener Teil des alternativen Journalismus, der die Wettermodifikation überhaupt thematisiert, dies so tut, daß alles nach phantastischer Spinnerei aussieht. Der enorme Aufwand für Wettermodifikation findet nämlich erst dann eine nachvollziehbare Begründung, wenn die kommerzielle Aufgabe von Wettermodifikation bekannt ist. Genau diese kommerzielle Funktion aber wird von den meist rechtslastigen „Chemtrail“-Jüngern ausgeblendet. Nämlich die für das Fracken von Öl und Gas erforderlichen enormen Massen an Süßwasser in Gebiete zu bringen, die ohne Wettermodifikation trocken wären. Hier insbesondere zu nennen die vormalig trockenen und nun aber feuchten Gebiete im Süden der USA und in Arabien. In diesen Gebieten kann mittlerweile Wüstenlandwirtschaft betrieben werden. Agrarimporteure wurden zu Agrarexporteuren. Und die USA sind von einem Importeur von Öl und Gas zu einem Exporteur geworden. Was ohne Wettermodifikation nicht möglich wäre. Und wer dies alles glatt ausblendet, tut das nicht aus Dummheit. Sondern weil er der NATO und dem vamperialen Großkapital propagandistische Deckung geben will. 1+1 gibt 2. Selbst heute noch.

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      Verfasst von No_NWO | 14. März 2021, 13:33
  2. geht am Thema Russland -US komplett vorbei….auch das mit der mauer is falsch: die baun die amis nich zur besitzeinzäunung , sondern um duzende Millionen Billiglohnsklaven asu mittel-u. südamerika abzuhalten, illegal ins Land zu strömen, wie bisher

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    Verfasst von tom | 11. März 2021, 10:23
    • Angeblich will der nun auf dem Capitol Hill thronende neue US-Präsident, zu dessen besonderen Ehren der Parlamentshügel wie ein Hochsicherheitsknast umzäunt und von bewaffneten Streitkräften umstellt worden ist, das Mauerprojekt nun beenden. Wäre als Maßnahme hin zu einem Eine-Welt-Totalitarismus vollauf logisch: Zuallererst müssen die Nationalstaaten destabilisiert bzw. ins soziale Chaos gestürzt werden. (Und da muß der arme US-Präsident natürlich eingesperrt werden bzw. geschützt werden vor dem bösen und unvernünftigen Volk.)

      Faktisch arbeiten die illegalen Einwanderer unter sklavengleichen Bedingungen, und es ist absehbar, daß man sie in die imperialen US-Streitkräfte locken wird mit dem Angebot, die Staatsbürgerschaft zu erhalten — the rich make war, the poor fight. Die Bereitschaft des alteingesessenen US-Proletariats, für eine diskreditierte US-Elite Massenmorde an Zivilisten in anderen Erdteilen zu begehen, war seit längerem bereits fühlbar rückläufig geworden. Und dies trotz Armut, Hunger und Obdachlosigkeit von vielen Millionen US-Amerikanern. Bidens Basis beim US-Volk besteht so auch hauptsächlich aus FBI-Agenten, die sich für die Medienkameras abwechselnd als AntiFa, Proud Boys bzw. White Supremacists verkleiden.

      Wieso der US-Bürgerkrieg in den 1860ern um die Frage der Sklaverei ging? War ganz blöd und dumm, wie immer beim Kapital. Es konnte im Süden nicht Fuß fassen, weil schwarze Sklaven auch Handwerker waren: Schmiede, Tischler, Schreiner, Schuhmacher, Schneider, Bauleute, Gärtner, Winzer usw. Daher keine Chance für nach Investition und Profit Ausschau haltendes Geld, im Süden einen freien Markt aufzuziehen, dessen Voraussetzung immer die „freie“ Lohnsklaverei ist. Die marktliche Nachfrage nach Waren fehlte im Süden, da von Sklavenarbeit bestens gedeckt. Allein die Plantagenbesitzer wurden fett und fetter, und das warenproduzierende Kapital guckte in die Röhre. Die Geschichtsbücher erzählen das selbstverständlich anders, heroischer. Da geht es um „Freiheit“ und „Menschenrechte“.

      Das mit der „Demokratie“ kam erst viel später — Wahlrecht für (weiße) Frauen erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Und das für Schwarze erst Anfang der 1970er Jahre.

      Im Englischen gibt es das zum glorreichen menschenrechtlichen Exzeptionalismus der USA passende Wortspiel VAMPERIALISM. Zu deutsch etwa Vamperialismus. Lenin wäre begeistert.

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      Verfasst von No_NWO | 11. März 2021, 17:21

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