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Ausland, Nordamerika

Welche destruktiven Absichten verfolgt Biden mit seiner Russland-Politik?

von William Engdahl – New Eastern Outlook – https://www.luftpost-kl.de/

Bild: Victoria Nuland, Staatssekretärin im US-Außenministerium

Die neue Biden-Regierung hat vom ersten Tag an klargemacht, dass sie eine feindselige und aggressive Politik gegen die Russische Föderation und deren Präsidenten Wladimir Putin betreiben wird. Diese Politik hat nichts mit irgendwelchen feindlichen Absichten gegenüber dem Westen zu tun, die Russland und Putin unterstellt werden. Sie hat auch nichts mit der absurden Behauptung zu tun, Putin habe den proamerikanischen Dissidenten Alexei Navalny mit dem absolut tödlichen Nervengas Novitschok vergiften lassen. Der unter Biden betriebenen Politik liegt die These von den globalen „Powers That Be“ (den noch vorhandenen Weltmächten, s. https:// en.wikipedia.org/wiki/The_powers_that_be ) zugrunde.

Die Leute, die Joe Biden in sein Kabinett berufen hat, verraten sehr viel über seine Absichten. Sein Außenminister Toni Blinken (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Blinken ), dessen für politische Angelegenheiten zuständige Staatssekretärin Victoria Nuland (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_Nuland ), CIA-Chef Bill Burns (s. https://de.wikipe-dia.org/wiki/William_Joseph_Burns ), der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Jake_Sullivan ) und Avril Haines (s. https://de.wikipedia.org/ wiki/Avril_Haines ), die Direktorin aller US-Geheimdienste, haben schon in der Obama -Biden-Regierung eng zusammengearbeitet. Sie alle halten Russland und nicht China für das Haupthindernis auf dem Weg der USA zur Weltherrschaft.

Schon als Kandidat hat Joe Biden häufig gegen Russland gehetzt. Mit der Besetzung seines Außenministeriums hat er nun die Weichen für eine hauptsächlich gegen Putins Russland und weniger gegen China gerichtete US-Außenpolitik gestellt, unabhängig davon, wie lange er sein Amt ausüben wird. Sein CIA-Chef Bill Burns war schon einmal Botschafter in Moskau und während des CIA-Coups in der Ukraine im Jahr 2014 Stellvertretender Außenminister unter Obama. Als Burns im November 2014 diesen Posten aufgab, wurde der jetzige Außenminister Toni Blinken sein Nachfolger. Blinken war für die Reaktionen der US-Regierung auf die russische „Annexion“ der Krim zuständig.

Victoria Nuland ist die Schlüsselfigur

Die von Biden ausgewählten Kabinettsmitglieder sind sich einig darin, dass Putins Russland an allem schuld ist – von der „Einmischung in die US-Wahlen“ im Jahr 2016 bis zu dem „Hackerangriff“, der kürzlich auf Computer der US-Regierung erfolgt sein soll (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP00521_150121.pdf und https://www.cnet.com/news/solarwinds-hack-officially-blamed-on-russia-what-you-need-to-know/ ), also für alle unbewiesenen Einmischungsversuche, die Russland in den letzten Jahren vorgeworfen wurden.

Der beste Indikator für den künftigen Kurs der Regierung und der Geheimdienste der USA gegenüber Putin und Russland ist jedoch die Berufung Victoria Nulands ins US-Außenmi-nisterium. Sie war gemeinsam mit dem damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden für den politischen Teil das Staatsstreiches verantwortlich, den die CIA in den Jahren 2013/14 in der Ukraine inszeniert hat. (Dazu empfehlen wir die nochmalige Lektüre der LUFTPOST-Ausgaben, die unter http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP20113_221213.pdf , https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP04114_070314.pdf , http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP06314_040414.pdf und http://www.luftpost-kl.de/luftpost-ar-chiv/LP_16/LP05017_310317.pdf aufzurufen sind.) In einem während der Maidan-Unru-hen abgehörten Telefongespräch mit Geoffrey Pyatt, dem damaligen US-Botschafter in Kiew, hat Frau Nuland Vorschläge der EU zur neuen ukrainischen Regierung mit der Zote „Fuck the EU“ barsch zurückgewiesen (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-ar-chiv/LP_19/LP13919 _181219.pdf ). Ihr Mann Robert Kagan (s. https://de.wikipedia.org/ wiki/Robert_Kagan ) ist in Washington als notorischer Neocon bekannt.

Als Frau Nuland 2016 nach der Wahl Trumps ihren Job in der US-Regierung aufgeben musste, wurde sie führende Beraterin der Consulting-Firma Albright Stonebridge Group (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Albright_Stonebridge_Group ), die Madeleine Albright (s. htt-ps://de.wikipedia.org/wiki/Madeleine_ Albright ) gehört, die unter Bill Clinton US-Außenministerin war und heute das National Democratic Institute (s. https://de.wikipedia.org/wiki/ National_ Democratic_Institute_for_International_Affairs ) leitet, das der National Endowment for Democracy (NED, s. https://de.wikipedia.org/wiki/National_Endowment_for_Democracy ) angegliedert ist. Frau Nuland kümmerte sich für den Vorstand der NED ab 2016 auch weiterhin um Regimewechsel -Operationen [s. https://www.ned.org/experts/victoria-nuland/ ]. Sie ist Russland-Expertin, spricht fließend Russisch und weiß sehr gut, wie Regierungen gestürzt werden können.

Als Staatssekretärin für eurasische und europäische Angelegenheiten in der Obama-Regierung hat Frau Nuland 2013 gemeinsam mit dem damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden dafür gesorgt, dass Arsenij Jazenjuk (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Arsenij_Jazenjuk ) Chef der an die Macht geputschten neuen ukrainischen Regierung wurde, die Russland den Rücken kehrte und sich den USA zuwandte. Sie organisierte die monatelangen Proteste gegen die Regierung des gewählten ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Wiktor_Janukowytsch ) und zwang ihn nach seiner Entscheidung (gegen die EU und) für die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft (s. htt-ps://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Wirtschaftsunion ) zum Rücktritt. George Friedman, der Gründer des Informationsdienstes STRATFOR (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Strat-for ), bezeichnete in einem Interview, das er nach dem Staatsstreich in Kiew im Februar 2014 gab, diesen Umsturz als den „dreistesten Coup der US-Geschichte“. [s. dazu auch https://russia-insider.com/en/politics/stratfor-chiefs-most-blatant-coup-history-interview-translated-full/ri2561 ]

Neue Initiativen

In einem wichtigen Artikel [s. https://www.foreignaffairs.com/articles/russian-federation/ 2020 -06-09/pinning-down -putin ], der im August 2020 im Magazin Foreign Affairs des in New York residierenden Council on Foreign Relations (CFR, s. https://de.wikipedia.org/ wiki/Council_on_Foreign_Relations ) abgedruckt wurde, hat Victoria Nuland vermutlich die US-Strategie dargestellt, mit der Russland in den kommenden Monaten unterminiert werden soll. Sie beklagt sich darüber, dass, „in den Beziehungen zwischen den USA und Russland Resignation herrsche, weil die US-Regierung das Vertrauen in ihre Fähigkeit verloren habe, die Spielregeln zu bestimmen“. Mit anderen Worten, sie will den Druck auf Putin erhöhen. Sie wirft Russland vor, „in den letzten 12 Jahren Rüstungskontroll-Verträge verletzt, neue destabilisierende Waffensysteme entwickelt, die Souveränität Georgiens bedroht, die Krim und große Teile des Donbass annektiert und Diktatoren in Libyen, Syrien, und Venezuela unterstützt zu haben“. Russland habe außerdem Cyberangriffe auf Banken, Energieversorgungssysteme und ausländische Regierungen durchgeführt, sich in de-mokratischen Wahlen im Ausland eingemischt und Gegner auf dem Territorium anderer Staaten ermordet (s. dazu unbedingt auch auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/ LP_19/LP00121_010121.pdf ).

Victoria Nuland stellt fest, dass es mit den wiederholt verschärften Wirtschaftssanktionen, die von den USA und ihren Partnern gegen ausgewählte russische Banken, Konzerne und Unterstützer Putins verhängt wurden, nicht gelungen sei, die Politik Russlands zu ändern. Sie hätten nur anfangs Wirkung gezeigt, sich inzwischen aber abgenutzt und könnten den Kreml nicht mehr beeindrucken.

Frau Nuland ist der Meinung, dass Putins Russland heute „verwundbarer“ sei als jemals in den vergangenen 20 Jahren. Die Unzufriedenheit der russischen Bevölkerung sei so stark gewachsen, dass Putin beunruhigt sein müsse. Putins Machtdemonstrationen im Ausland könnten über 20 Jahre Mangelwirtschaft und die Versäumnisse bei der Modernisierung Russlands nicht mehr länger hinwegtäuschen. 2019 sei das Bruttoinlandsprodukt Russlands nur um magere 1,3 Prozent gewachsen, und wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Absturz des Ölpreises drohe der russischen Wirtschaft eine schwere Rezession. Die Straßen, Eisenbahnen, Schulen und Krankenhäuser Russlands seien heruntergekommen und die russische Bevölkerung werde immer wütender, weil die versprochene Verbesserung der Infrastruktur nicht stattgefunden habe, gleichzeitig aber die Steuern und das Ren-tenalter angehoben wurden. Auch die Korruption habe zugenommen, während die Kaufkraft weiter gesunken sei.

In ihrem Artikel in Foreign Affairs empfiehlt Frau Nuland den (Geheimdiensten der) USA und ihrer Verbündeten, „Facebook, YouTube, und andere digitale Plattformen zu nutzen, um Putin in seinem eigenen Land mit den Waffen zu bekämpfen, die sein Geheimdienst im Ausland einsetze, auch wenn er das abstreite“. Auch für die Russen werde das Internet als Informationsquelle immer wichtiger, und es sei weitgehend offen. Obwohl Putin Russland abzuschirmen versuche, würden seine virtuellen Grenzen immer durchlässiger. Auch die jungen Russen bezögen ihre Informationen und Nachrichten lieber aus dem Internet als von staatlich finanzierten TV-Sendern oder gedruckten Medien. Washington müsse verstärkt versuchen, sie auch über russische soziale Netzwerke wie Odnoklassniki (s. htt-ps://de.wikipedia.org/wiki/Odnoklassniki.ru ), VKontakte (s. unter https://de.wikipedia.org/ wiki/Vk.com ) und viele andere oder über Facebook, Telegram und YouTube zu erreichen.

Navalny

Im Juli/August 2020, also etwa zur gleichen Zeit, als Frau Nulands Artikel in Foreign Affairs veröffentlicht wurde, erholte sich der erklärte Putin-Gegner Alexei Navalny in Berlin von einem angeblichen „Giftanschlag“ mit dem tödlichen Nervengift Novitschok, den der russische Geheimdienst auf ihn verübt haben soll. Der russische Oppositionelle, der 2010 Gast der Yale University in den USA war und seither versucht, möglichst viele Anhänger zu gewinnen, hat durch die Vermittlung Frau Nulands Geld von der National Endowment for Democracy erhalten. Deren Gründer hat in den 1990er Jahren einmal über diese Stiftung gesagt, „als private Einrichtung tue sie das Gleiche wie die CIA“. Nach einer 2018 über den US-Radiosender NPR verbreiteten Meldung hat Navalny über sechs Millionen Aufrufer auf YouTube und mehr als zwei Millionen Follower auf Twitter. Wie viele davon von US-Geheimdiensten bezahlte „Bots“ (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Bot ) sind, ist nicht bekannt. Nach seinem 5 Monate dauernden Exil in Berlin ist Navaly nach Moskau zurückgekehrt, obwohl er damit rechnen musste, (wegen Verstößen gegen Meldeauflagen) zu einer Haftstrafe verurteilt zu werden. Das hat er offensichtlich auf Betreiben seiner westlichen Förderer getan.

Die National Endowment for Democracy (NED) ist eine NGO (s. https://de.wikipedia.org/ wiki/Nichtregierungsorganisation ), die von der US-Regierung bei der Inszenierung von „bunten Revolutionen“ zur Herbeiführung von Regimewechseln eingesetzt wird. Ein am 25. Januar 2020 auf der Website der NED veröffentlichter Artikel [s. https://www.demdi-org/navalnys-guerrilla-political-warfare-boxed-putin-in-catch-22/ ] nimmt Bezug auf Frau Nulands Aufruf, mit einer Kampagne in den sozialen Medien Putins Russland zu destabilisieren. In dem NED-Artikel, der nur drei Tage vor Bidens Amtseinführung über die Verhaftung Navalnys in Moskau informiert hat, wird festgestellt, „Navalny habe ein Modell des politischen Guerillakrieges für das digitale Zeitalter entwickelt und damit die mangeln-de Vorstellungskraft und Unfähigkeit des Putin-Regimes bloßgestellt“. Putin befinde sich in „einer Catch-22-Situation (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Catch-22 ): Wenn er Navalny um-bringen lasse, würde er damit noch mehr Aufmerksamkeit auf dessen Forderungen lenken und die Unruhe unter der russischen Bevölkerung nur verstärken. Wenn Putin Navalny verschone, bleibe der das Zentrum des Widerstandes – unabhängig davon, ob er inhaftiert oder auf freiem Fuß sei. Navalny habe Putin mit jedem seit dem Giftanschlag gemachten Zug ausgetrickst. Das sei sehr demütigend für Putin.

Nach seiner angeblichen Vergiftung, die im August weit im Osten der Russischen Föderation stattgefunden haben soll, wurde Navalny mit Erlaubnis der russischen Regierung zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen. Wenn Putin den russischen Geheimdienst tatsächlich beauftragt hätte, Navalny umzubringen, hätte er dessen Behandlung in Berlin wohl kaum zugelassen. Was sich während des 5-monatigen Navalny-Exils abgespielt hat, lässt darauf schließen, dass seine Rückkehr nach Moskau von westlichen Geheimdiensten angehörenden Experten für Regimewechsel sorgfältig vorbereitet wurde. Der Kreml hat behauptet, Navalny sei im Exil von CIA-Spezialisten instruiert worden.

Nach der Festnahme Navalnys am 17. Januar, hat seine gegen Korruption gerichtete NGO ein professionell hergestelltes Video (s. https://www.youtube.com/watch?v=n8J2dW-QYQY&feature=emb_logo ) auf Navalnys YouTube-Kanal veröffentlicht, in dem ein mit einer Drohne gefilmter riesiger Palast am Schwarzen Meer gezeigt wird, der Putin gehören soll (s. dazu auch https://de.rt.com/russland/112518-geheimnis-gelueftet- eigentuemer-an-geblichen-putin-palasts-meldet-sich/ ). Im diesem Video fordert Navalny die Russen auf, vor dem „Milliarden-Dollar-Palast“ Putins gegen Korruption zu protestieren“.

Navalny wird offensichtlich von hochkarätigen US-Spezialisten für psychologische Kriegs-führung und US-Stiftungen wie der NED unterstützt und hat den Auftrag, eine Bewegung aufzubauen, die bei den im September 2021 in Russland stattfindenden Duma-Wahlen (https://de.wikipedia.org/wiki/Duma ) die Wahl von Kandidaten der Partei Einiges Russland (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Einiges_Russland ) verhindern soll. Putin selbst ist weder Mitglied noch Kandidat dieser Partei, wird aber von ihr unterstützt. Navalny nennt die von ihm verfolgte, auch von der NED empfohlene Wahlstrategie „Smart Voting“ (s. https://ww-w.tagesschau.de/ausland/smartvoting-nawalny-russland-101.html ).

Stephen Sestanovich (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Sestanovich ),der Russland-Experte des Council on Foreign Relations (CFR), hat auch schon dem Vorstand des NED angehört und vermutlich den Schlachtplan des neuen Biden-Teams entwickelt. Am 25. Januar schrieb Sestanovich auf der Website des CFR: „Das Putin-Regime bleibt zwar stark, aber die landesweiten Proteste zur Unterstützung Alexei Navalnys sind die ernstzunehmendste Herausforderung seit Jahren. Oppositionsführer Alexei Navalny zeigt eine politische Kreativität und taktische Finesse, mit der Putin bisher nicht rechnen musste. Wenn die Proteste weitergingen, würde das zeigen, dass Putin nach jahrzehntelanger unangefochtener Machtausübung verwundbar geworden ist.“ [s. https://www.cfr.org/in-brief/ putin-vs-navalny-can-russias-protesters-prevail ] Das schrieb Sestanovich zwei Tage nach den Russlandweiten Protesten, bei denen Navalnys Haftentlassung gefordert wurde. „Mit seiner mutigen Entscheidung, nach Moskau zurückzukehren, und der Veröffentlichung des aufsehenerregenden Videos über das korrupte Putin-Regime hat sich Navalny als fähiger Politiker profiliert, der sogar vom Gefängnis aus zum bisher gefährlichsten Gegenspieler Putins werden könnte,“ fuhr Sestanovich fort. Navalny und sein Team hätten ihre strategische Klugheit nicht nur mit dem Video, sondern auch mit dem Telefongespräch bewiesen, das Navalny mit einem der Agenten des FSB (s. https://de.wikipedia.org/wiki/FSB_(Geheimdienst) ) geführt habe, die ihn hätten vergiften sollen (s. dazu auch https://de.rt.com/ meinung/110924-fall-nawalny-und-fsb-geisterjaeger-teil-3/ ).

Bidens Entscheidung, einen ehemaligen US-Botschafter in Moskau (Bill Burns) zum Chef der CIA und Victoria Nuland zur Nummer 3 im Außenministerium zu machen sowie anderen Russlandgegnern wichtige Posten in US-Geheimdiensten zu verschaffen, zeigt, dass die Destabilisierung Russlands ein Hauptanliegen Washingtons sein wird. Die NED hat das so formuliert: „Zur Verhaftung Navalnys drei Tage vor der Amtseinführung Bidens hat Michael McFaul, ein ehemaliger US-Botschafter in Russland, gesagt, daraus könne sich die erste Krise in der Außenpolitik Bidens entwickeln. Was auch immer Biden vorgehabt habe, die Beeinflussung der Entwicklung in Russland habe jetzt absoluten Vorrang (s. auch dazu https://www.cfr.org/in-brief/putin-vs-navalny-can-russias-protesters-prevail ].

Der Grund dafür ist jedoch nicht die Korruption, die im inneren Kreis um Putin herrschen soll, die könnte Biden völlig kalt lassen. Der eigentliche Grund ist, dass Russland unter Putin eine unabhängige souveräne Nation bleiben will, die versucht, ihre nationale Identität sowohl bei der militärischen Verteidigung als auch zum Schutze der traditionell konservativen russischen Kultur zu bewahren. Seit der von der Bush-Regierung gewollten und von der NED vorangetriebenen Destabilisierung der Sowjetunion in den 1990er Jahren ist es die Absicht der NATO und der hinter ihr stehenden einflussreichen Finanzkreise, Russland in Teilstaaten zu spalten, damit man seine riesigen Rohstoffvorkommen leichter plündern kann. Weil dem globalen Great Reset unabhängige Staaten wie Russland nur im Wege stehen, betreibt das Biden-Team die Aufsplitterung der Russischen Föderation.

 

William Engdahl berät über strategische Risiken und hält Vorträge darüber. Er hat an der Princeton University Politikwissenschaft studiert, erfolgreiche Bücher über Öl- und Geopolitik verfasst und schreibt exklusiv für die Website New Eastern Outlook.

(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in runden Klammern und zusätzlichen Hervorhebungen versehen. Die Links in eckigen Klammern hat der Autor selbst eingefügt. Weitere Infos über ihn sind nachzulesen unter https://de.wikipe-dia.org/wiki/F._William_Engdahl .)

 

https://journal-neo.org/2021/01/29/the-destructive-plan-behind-the-biden-russia-agenda/

 

ttps://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP01421_190221.pdf

 

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