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Ausland, Welt

Die „Akku-Fee“ …und andere Wahnvorstellungen im Wettlauf um den Ersatz benzinbetriebener Autos

von Thomas Lifson – https://www.theblogcat.de/

Ich bin nach wie vor erstaunt, dass ernsthafte Menschen glauben, dass benzinbetriebene Fahrzeuge in anderthalb Jahrzehnten vollständig durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden können und dass dies eine gute Sache wäre, selbst wenn es möglich wäre.

Unter Androhung staatlicher Maßnahmen sind die großen Autohersteller der Welt jedoch dabei, die Produktion von Plug-in-Modellen anzukurbeln, und der Emporkömmling Tesla Motors ist jetzt der wertvollste Autohersteller der Welt, basierend auf dem Wert seiner ausgegebenen und in den Händen der Öffentlichkeit befindlichen Kapitalanteile. Mary T. Barra, CEO von General Motors, hat versprochen, bis 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zu verkaufen. Damit würde die vom kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom gesetzte Frist eingehalten, der eine Verfügung unterzeichnet hat, die den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im größten Automarkt der Nation ab 2035 verbietet.

 Das Aufladen elektrischer Fahrzeuge in der Arbeit macht Sinn, da es mehrere Stunde dauert. Was aber, wenn man eine längere Fahrt machen will?

GM, das mit freundlicher Genehmigung der US-Steuerzahler (und der Anleihegläubiger, die von der Obama-Regierung um ihren Platz in der Reihe der Gläubiger betrogen wurden) vor der Liquidation gerettet wurde, schmiegt sich vielleicht einfach an die Macht der Regierung an. Aber Akio Toyoda, CEO von Toyota Motors, dem weltgrößten (oder zweitgrößten, je nach Jahr). und Enkel des Gründers des Automobilherstellers, hat sich zu Wort gemeldet und den Trugschluss benannt, dass dies möglich oder wünschenswert sei. (Ich muss an dieser Stelle offenlegen, dass ich mehrere Jahre lang als Berater für eine Toyota-Firma tätig war, dass aber alle meine Kommentare über das Unternehmen hier auf öffentlich zugänglichen Informationen beruhen).

Nach diesem Bericht in CarBuzz:

Als Enkel des Toyota-Gründers Kiichiro Toyoda wuchs der Spross umgeben von allen Aspekten der Autoindustrie auf und sein Geschäftssinn ist unübertroffen. Als er also letzte Woche auf der Jahresend-Pressekonferenz der Japan Automobile Manufacturers Association einige harsche Worte für Elektrofahrzeuge fand, wurden die Leute aufmerksam.

Das Wall Street Journal war vor Ort und stellte fest, dass die Verachtung des CEOs für Elektroautos darauf hinausläuft, dass er glaubt, dass sie das Geschäft ruinieren, massive Investitionen erfordern und sogar mehr Kohlendioxid ausstoßen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. „Das aktuelle Geschäftsmodell der Autoindustrie wird zusammenbrechen“, sagte er. „Je mehr EVs wir bauen, desto schlimmer wird es mit dem Kohlendioxid… Wenn Politiker da draußen sagen, ‚Lasst uns alle Benziner loswerden‘, verstehen die das?“
https://carbuzz.com/news/toyota-ceo-has-harsh-words-about-electric-vehicles

(Anm.d.Ü.: Falls aber Politiker verstehen, was es bedeutet, „alle Benziner loszuwerden“, was sind dann ihre Absichten? Zwinker-Smiley)

Studien, die die Kohlendioxidemissionen, die für die Herstellung eines Elektrofahrzeugs notwendig sind, detailliert aufzeigen, zeigen, dass auf einer Nettobasis für ein gekauftes und über seine erwartete Lebensdauer genutztes E-Fahrzeug mehr Emissionen entstehen, als durch den Kauf und die Nutzung eines konventionellen Benzinfahrzeugs erzeugt würden.

Toyota kann sicherlich elektrisch betriebene Fahrzeuge herstellen. Immerhin hat das Unternehmen den Hybrid-Prius eingeführt und hat eine starke Position in diesem Markt. Toyota beherrscht die Disziplin der Massenproduktion von Fahrzeugen so gut, dass das Unternehmen gut abschneiden könnte, egal welche Energiequelle verwendet wird. Aber die Kosten für eine komplette Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge sind unvorstellbar hoch.

Woher soll der ganze Strom kommen, der für den Betrieb einer ganzen Autoflotte in den USA (oder Japan) benötigt wird? Trotz der Fantasien der Grünen wird er nicht von Windrädern oder Solarparks kommen. Sie sind zu unzuverlässig, verbrauchen zu viel Land und kosten zu viel. Im Moment sind es Kohle und Erdgas, die den meisten Strom zu den günstigsten Kosten produzieren. Und sie stoßen CO2 aus. Außerdem gibt es einen beträchtlichen Leistungsverlust aufgrund des Widerstands in den Übertragungsleitungen, so dass eine noch größere Menge an Bruttostrom benötigt wird, bevor die Nettostrommenge die Batterie im Fahrzeug erreicht, die zu Hause oder an einem anderen Ort aufgeladen wird. Die Kernenergie bietet zwar ein gewisses Potenzial, aber wie viele Menschen wollen in der Nähe von Hunderten von Kernkraftwerken leben, die für die Versorgung der Fahrzeuge der Nation erforderlich wären?

Dann ist da noch die kleine Sache mit den Batterien. Die sehr großen Batterien, die für Elektroautos benötigt werden, benötigen viel teures Lithium (und einige andere seltene Elemente), dessen Vorrat begrenzt ist und dessen Abbau viel knappes Wasser erfordert. Tatsächlich ist es angesichts der begrenzten weltweiten Lithiumvorräte einfach unmöglich, die Fahrzeuge der Welt mit Batterien zu versorgen, wie dieser kluge Beitrag von Steve Hayward von Powerline deutlich macht. Der Titel verrät schon die Pointe:

WER WIRD DEN GRÜNEN SAGEN, DASS ES KEINE AKKU-FEE GIBT?

Die längste Zeit habe ich mich gefragt: „Was glauben Umweltschützer und Demokraten, woher all diese Batterien für unsere ölfreie Transportflotte kommen werden?“ Es scheint, dass sie glauben, dass es irgendwo da draußen eine Batterie-Fee gibt, die auf magische Weise die gigantische Batteriekapazität und zusätzliche Elektrizität zum Aufladen liefern wird, um uns in unsere gesegnete Zukunft ohne fossile Brennstoffe zu bringen.

Er zitiert einen Artikel in Wired, „The Spiraling Environmental Cost of our Lithium Battery Addiction“: https://www.wired.co.uk/article/lithium-batteries-environment-impact?fbclid=IwAR2xqU3xKobB0E8SrU99RyB8JPYFaHUYttjGq-Ww0I8sYUut08BcWdRH5N8

Aber es gibt da ein Problem. Während sich die Welt darum bemüht, fossile Brennstoffe durch saubere Energie zu ersetzen, könnte die Umweltbelastung durch die Beschaffung des Lithiums, das für diese Transformation benötigt wird, zu einem ernsthaften Problem werden. „Eines der größten Umweltprobleme, das durch unseren endlosen Hunger nach den neuesten und intelligentesten Geräten verursacht wird, ist eine wachsende Krise der Mineralien, insbesondere derjenigen, die für die Herstellung unserer Batterien benötigt werden“, sagt Christina Valimaki, Analystin bei Elsevier. . .

Es ist ein relativ billiger und effektiver Prozess, aber er verbraucht eine Menge Wasser – etwa 500.000 Gallonen pro Tonne Lithium. Im chilenischen Salar de Atacama verbraucht der Bergbau 65 Prozent des Wassers in der Region. Das hat große Auswirkungen auf die lokalen Bauern – die Quinoa anbauen und Lamas hüten – in einer Gegend, in der einige Gemeinden bereits Wasser von anderswo herbekommen müssen. . .

Zwei andere wichtige Bestandteile, Kobalt und Nickel, sind eher in Gefahr, einen Engpass bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu schaffen, und das zu potenziell enormen Umweltkosten. Kobalt wird in riesigen Mengen quer durch die Demokratische Republik Kongo und Zentralafrika gefunden, und kaum irgendwo sonst. Der Preis hat sich in den letzten zwei Jahren vervierfacht.

Ich bin froh, dass einige Erwachsene darauf hinweisen, dass der Kaiser bei der Umrüstung auf Elektrofahrzeuge keine Kleider anhat. Aber das hat Regierungen, Hersteller und Investoren nicht davon abgehalten, so zu tun, als ob Elektrofahrzeuge unsere einzige Zukunft wären.

Wie Herbert Stein so berühmt sagte: „Wenn etwas nicht ewig weitergehen kann, wird es aufhören“. Wir fangen gerade erst an, das Hirngespinste einer rein elektrischen Fahrzeugzukunft zu entdecken.

Annalena Baerbock & die Kobolde:

https://www.americanthinker.com/blog/2021/02/the_battery_fairy_and_other_delusions_in_the_demand_to_replace_gasoline_powered_vehicles_with_electric_cars_and_trucks.html

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-akku-fee-01-02-2021/

Diskussionen

3 Gedanken zu “Die „Akku-Fee“ …und andere Wahnvorstellungen im Wettlauf um den Ersatz benzinbetriebener Autos

  1. Rechnen wir mal noch mehr:

    80 mio Tonnen Lithium, eine Tonne für jeden Bundesbürger, das sollte doch reichen !

    Wenn wir aber 80 mio PKWs p.a. bauen, und in jedes 100 Kg Lithium stopfen, reicht es nur 10 Jahre, und es bleibt nix für Bus & LKW und Panzer und Flugzeug und Laptop – hmmmm – letztlich sind es nur 10kg pro Erdenbürger.

    Eigentlich doch ganz nett von Pacha Mama, daß sie die Biomasse der Ozeane ständig in Erdgas und Erdöl umwandelt, aber mit Geschenken ist halt schlecht ein Geschäft zu machen, darum die blöde Panikmache des Club of Rome.

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    Verfasst von zivilistin | 12. Februar 2021, 12:05
  2. Gerade hatte ich den Steueranteil für Kraftstoff recherchiert, 60% bei Diesel, 66% bei Benzin, gestern bin ich allerdings erschrocken, wie hoch die Spritpreise schon wieder sind und dabei ist der Rohölpreis immer noch im Keller, nix Peak Oil. Und falls der Tankstellenpächter von seinem Biz leben kann, zahlt er ja auch noch ein paar Steuern und die Dienstleister, die er oder der Verpächter in Anspruch nehmen, lassen auch ein paar Euronen beim Fiskus zurück.

    Sagen wir also 70€ von 100€ Spritkosten sind Einnahmen des D Fiskus. Auf dieses schöne Geld wird er gewiß nicht verzichten, AKK möchte ja noch mehtr für Krieg ausgeben etc. pp. Wenn also alle Michel Modell T fahren, werden die Stromkosten entsprechend sein und die Sache hat sich damit erledigt.

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    Verfasst von zivilistin | 12. Februar 2021, 11:55
  3. Erst abschaffen die Verbrenner. Und dann feststellen, daß E nicht funktioniert. Aber dann werden die Einwohnerschaften durch Biowaffen weitgehend dezimiert sein und niemand wird sich mehr für Autos interessieren. Niemand wird sie mehr benötigen, weil niemand mehr seine Smart City verlassen mag. Ja, sie sind smart, diese ultimativen KZ’s. Sie brauchen keine Zäune und kein Wachpersonal. Die Stadtgrenze bewachen Kampfdrohnen. Und sie werden es „Sozialismus“ nennen.

    Weitermachen, nicht denken! CO2? Was ist das denn!? Ach so, ja, aber das ist doch längst Vergangenheit, Mann, war mal so ein Propaganda-Hype, aber das war damals, Mann, lang ist’s her. Und der Virus, Mann, seine Bekämpfung und die Führerin des deutschen Volkes — aber was ist denn mit dir los, hast wohl schlecht geträumt, wa!? Ist doch alles längst vorbei. Krieg ist Frieden. Arbeit ist Gottesdienst. Nichts Neues unter der Sonne des Kapitals, Mann. Nur anders.

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    Verfasst von No_NWO | 12. Februar 2021, 10:29

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