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Gesundheit, Inland

Kritik an ZeroCovid: Die Hilflosigkeit der Linken in Zeiten der Pandemie

von Sebastian Reinfeldt – https://www.semiosis.at/

Endlich gibt es ein Konzept zur Bekämpfung der Pandemie, das versucht, zentrale Aspekte von Gerechtigkeit und Demokratie in den politischen Maßnahmen einzufordern. Die Initiative ZeroCovid fordert: Wir müssen durch gemeinsames, solidarisches Handeln die Infektionszahlen auf Null (oder zumindest nahe Null) bringen. Dafür braucht es einen wirklichen, europaweiten Shutdown.

Kurz nach Erscheinen des Aufrufs hat der österreichische Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger auf Facebook von autoritären ZeroCovid-Fantasien gesprochen. Nun kritisiert auch Alex Demirović den Aufruf. Hier auf Semiosis verteidigt Sebastian Reinfeldt, der den Aufruf unterschrieben hat, Text und Politikvorschlag. Er freut sich über eine emanzipatorische Krisenantwort, die überdies wissenschaftlich fundiert ist.

 

Linke Politik angesichts der Pandemie? Fehlanzeige

Zeitweise sah es so aus, als ob es gar keine linke Perspektive auf die Pandemie geben würde. Irgendwie war man für die Grundrechte, aber was diese mit den epidemiologisch nötigen Lockdowns und politischen Entscheidungen zu tun haben könnten, blieb unklar. Ansonsten trug man links alles, was mit Flattening the Curve zu tun hatte irgendwie mit, wenn auch halbherzig.

Die Arbeitswelt, der ja ein besonderes Augenmerk gelten sollte, spielt in der offiziellen Pandemiebekämpfung praktisch keine Rolle. Dass Beschäftigten geschützt werden müssen, scheint nur für Gesundheitsberufe zu gelten. Andere sollen sich weiterhin infizieren dürfen, ja müssen, denn irgendwie müsse sich das Rad der Wirtschaft ja weiter drehen. So auch die Gewerkschaften.

Halbherzige Pandemiekämpfung kostet

Nun gibt es den Aufruf ZeroCovid. Dort wird gefordert, dass es das Ziel staatlicher Covid-Bekämpfung sein müsse, das Virus vollständig zu bekämpfen. Dafür braucht es einen wirklichen Lockdown, der so viele gesellschaftliche Bereiche betrifft wie möglich. Shutdown eben. Das ist unter einem Gerechtigkeitsaspekt wichtig. Wie soll man beispielsweise argumentieren, dass es eigentlich OK ist, wenn jemand an Covid stirbt, der oder die in nicht-systemrelevanten Berufen arbeitet? Es sind bereits zu viele Menschen in dieser Pandemie gestorben, aufgrund einer falschen oder einer halbherzigen Pandemiebekämpfung. Zudem kostet sie fortlaufend Milliarden Euro für Entschädigungen und Kompensationen. Ende nicht absehbar.

Politik gegen Barrington, oder doch nicht?

ZeroCovid ist ein erster Ansatz eines realitätstauglichen humanistischen Politikansatzes, der auf Gerechtigkeit und Demokratie abzielt. Damit weicht er von den neoliberalen und sozialdarwinistischen Konzepten des Barrington-Manifests ab, das etwa in Schweden und Großbritannien umgesetzt wurde. Die im „Manifest des Todes“ geforderte und geförderte Herdenimmunität durch Durchseuchung bei Schutz der Risikogruppen führt bei Covid unweigerlich dazu, die Toten in allen jüngeren Altersschichten (unter 65 Jahren) und auch die Spätfolgen (Long Covid) als notwendige Kollateralschäden zu akzeptieren.
Der Viren- und Mutationsmarkt regele das, so die Implikation von Barrington.

Haben wir den Kampf gegen Covid schon verloren?

Nun regte sich bereits kurz nach Erscheinen des dazu konträren ZeroCovid-Aufrufs Kritik. Eine solche hat nun Alex Demirović in der AK formuliert. Die Forderung nach einem Shutdown sei falsch. Er verwendet dabei ein zentrales Argument der sozialdarwinistischen Barrington-Brothers, wenn er schreibt:

Der Aufruf zielt auf »Beendigung«, gegen »kontrolliertes Weiterlaufen« der Pandemie – was faktisch auf eine Ausrottung des Virus hinausläuft. Dass dies gelingen könnte, erscheint nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens eher unwahrscheinlich. Alles spricht dafür, dass die Weltgesellschaft mit dem Virus wird leben müssen. Zumal dann, wenn ein nennenswerter Teil der Menschen sich nicht impfen lassen wird.

Wir müssen mit dem Virus leben“, war und ist das Einfallstor für Konzepte einer quasi natürlichen Durchseuchung. Mit diesem Argument hat man etwa lange Zeit die Schulen offen gehalten, weil Kinder und Jugendliche angeblich von Covid nicht oder weniger betroffen seien. Studien zeigten und zeigen, dass das nicht stimmt. Sie übertragen das Virus genau so wie die Erwachsenen; Ansteckungen in und über die Schulen sind keine Seltenheit. Das Offenhalten der Schulen hat somit Anteil an der Durchseuchung der Gesellschaften, die wir derzeit erleben.

Diese Strategie, auch wenn von links in Anschlag gebracht, begibt sich nolens volens in Risiko- und Abschätzungskalküle, ab welcher Zahl an Infektionen und Toten denn doch ein rigideres staatliches Handeln notwendig wäre. Der Text von Alex Demirović führt das gut vor Augen.

Können wir wirklich Betriebe schließen?

Verstörend ist auch seine Kritik, dass viele Betriebe gar nicht geschlossen werden könnten, da sie ja systemwichtig seien (was der Aufruf im übrigen ebenfalls hervorhebt). Wenn es um Streiks geht, sind solche Überlegungen eher nachrangig bzw. nur strategisch wichtig. Sie sprechen nicht gegen eine Arbeitsniederlegung an sich.

Hätten wir in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz Gewerkschaften, die für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten kämpfen würden, dann bräuchte es diesen Teil des Aufrufs wahrscheinlich gar nicht. Daher reden Beschäftigte derzeit nur unter der Hand und in internen Foren über ihre Ängste, über verschwiegene Covid-Infektionen und über den enormen Druck, der auf sie in Zeiten der Pandemie ausgeübt wird.

Von links (und von den Gewerkschaften) hören sie daraufhin: Stellt euch nicht so an. Geht weiter arbeiten!

Nun. Auf diese Weise werden die Infektionszahlen einfach nicht runter gehen. Das weiß die deutliche Mehrheit der Epidemiolog*innen und Virolog*innen. Sie plädieren daher seit langem gegen Barrington und für härtere Maßnahmen. So etwa im humanistischen John Snow-Memorandum vom 15. Oktober 2020, das mehr als 6000 Fachleute unterschrieben haben. ZeroCovid führt die Gedanken dort nur weiter aus.

Zero Covid ist keine Polizeistaatsfantasie

Der irritierende Ähnlichklang einer linken Kritik mit sozialdarwinistischen Konzepten zeigt sich auf im nächsten Kritikpunkt von Demirović, der besonders unter liberal-anarchistisch geprägten Linken Widerhall findet: Zero Covid sei nur mit einem starken Polizei- und Kontrollstaat möglich; es sei letztlich eine autoritäre linke Fantasie.

Abgesehen von allen misslungenen theoretischen Implikationen (vom Marx’schen Staatsbegriff bis hin zu Michel Foucault), die hier aufscheinen: Also ob die Strategien der Herdenimmunität oder von Flattening-the-curve o h n e Polizei- und Kontrollstaat auskommen würden. Was haben wir denn die vergangenen Monate erlebt? Die ungeschminkte Realität des staatlichen Gewaltmonopols, dessen Arsenal unisono zur Anwendung kam, gleich in welcher politischen Regierungskonstellation Europas (von Portugal bis Polen). Das in Zeiten einer Pandemie genau dieser Aspekt staatlichen Handelns in den Vordergrund rückt, sollte auch angesichts der medizinischen Historie der Seuchenbekämpfung nicht verwundern. All dies wird nun auf ZeroCovid projiziert, wenn Demirović schreibt:

Die Konsequenz, dass der Staat zu stärkeren polizeilich Maßnahmen greifen müsste, wird nicht ausgesprochen. Sollen die Polizei und Security-Dienste verstärkt werden? Soll es Internierungen in Quarantäne-Lagern geben? Der Aufruf wendet sich offensichtlich an den Staat. Aber dieser Staat sollte nicht in seiner autoritären Tendenz verstärkt werden.

So haben die Regierungen unter den herrschenden Bedingungen und mithilfe der Flattening-the-curve-Strategie im Frühjahr und Sommer die Alten- und Pflegeheime bereits zu Quarantäne-Lagern ausgebaut. Monatelange Besuchsverbote und das Leben in isolierten kleinen Zimmerchen … – das ist ein Quarantäne-Lager, oder? In Österreich wurden „Fremde“ Saisonarbeiter*innen im Tourismus bereits im März 2020 in Tirol (Ischgl, St. Anton) wochenlang abgesondert, eingesperrt und polizeilich überwacht. Linke Kritik an dieser Art der Einsperrung war nicht nur kaum hörbar. Es gab sie schlicht nicht. Nun soll ausgerechnet ZeroCovid autoritäre Tendenzen verstärken?

Der ZeroCovid Ansatz zielt dagegen grundvernünftig darauf ab, den Einsatz polizeistaatlicher Maßnahmen zeitlich zu befristen und sie nicht unter der Hand auf Dauer zu stellen und damit zu normalisieren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Darauf weist auch dieser entscheidende Satz am Ende des Aufrufs hin, der die gesamte Kontrollstaatskritik konterkariert:

Es gibt keinen Gegensatz zwischen Gesundheitsschutz und Pandemiebekämpfung einerseits und der Verteidigung demokratischer Rechte und des Rechtsstaats andererseits. Demokratie ohne Gesundheitsschutz ist sinnlos und zynisch. Gesundheitsschutz ohne Demokratie führt in den autoritären Staat. Die Einheit von beidem ist der entscheidende Schlüssel zu einer solidarischen ZeroCovid-Strategie.

Wer sonst spricht die ungerechte weltweite Verteilung des Impfstoffs an?

Aktuell dürften im Jahr 2021 nur rund 685 Millionen Menschen von den 3,9 Milliarden, die im Globalen Süden leben, geimpft werden, sagt Ärzte ohne Grenzen. Im Zero-Covid Aufruf wird erstmals und folgerichtig laut und deutlich die ungerechte Verteilung des Impfstoffs weltweit kritisiert. Und er spricht davon, dass es dabei um Profit-Interessen und um Impf-Nationalismus geht. Wörtlich steht dort:

Impfstoffe sind globales Gemeingut: Eine globale Pandemie lässt sich nur global besiegen. Öffentliche und private Unternehmen müssen umgehend die erforderliche Produktion von Impfstoffen vorbereiten und durchführen. Impfstoffe sollten der privaten Profiterzielung entzogen werden. Sie sind ein Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit vieler Menschen, sie müssen der gesamten Menschheit gehören.

Stimmt, da steht keine ausgeklügelte linke Staatskritik dahinter, die aufzeigt, wie widersprüchlich Kapitalinteressen sind. Der Punkt ist dennoch besonders demokratiepolitisch zentral. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass dieser Aspekt in der Bewertung von ZeroCovid vollkommen übersehen wird. Die Produktionsweise des Impfstoffs beruht tatsächlich auf der solidarischen Anstrengung von Vielen – unter kapitalistischen Bedingungen.
Die Diskussion darüber zu beginnen, diese zu hinterfragen und den Impfstoff zu einem Allgemeingut der Menschheit zu erklären, ist alles andere als naiv und auch nicht kritikwürdig. Diese Diskussion ist höchst an der Zeit, gerade weil das Virus weder Reisepässe noch Geburtsurkunden beachtet.

Wissenschaft versus Bündnisse mit Nazis

ZeroCovid zieht überdies eine scharfe und klare Trennlinie. Denn es verpflichtet sich – in wirklich allerbester linker und aufklärerischer Tradition – der Wissenschaftlichkeit. Diese Trennlinie zu den Covid-Schwurblern interpretiert Demirović in seiner Kritik auf eine atemberaubende Weise um:

Da es sich um einen Aufruf aus linken Zusammenhängen handelt, stellt sich das Problem, wie mit dem Widerspruch umzugehen ist, nicht nur dahingehend, dass die Linke sich so emphatisch an den Staat wendet, sondern auch hinsichtlich des Protests eine Ordnungsrolle wahrnimmt.

Wie bitte? Wer sich – auch konzeptionell – von diesem brandgefährlichen Protest-Bündnis aus Verängstigten, Verschwörungsgläubigen, Staatsfeinden, Rechtspopulist*innen und Nazis abwendet, nehme automatisch eine Ordnungsrolle ein? Wer sonst außer dem Staat und die derzeitigen Regierungen sollen denn realistischerweise eine sinnvolle Pandemiebekämpfung durchsetzen? An wen sonst sollten Vorschläge zur Pandemiebekämpfung addressiert werden? Etwa an die Schwurbler-Demos? Oder an die verängstigten Beschäftigten, die weiterhin in der Arbeit ihr Leben aufs Spiel setzen müssen?

Mit diesem „Argument“ der Ordnungsrolle werden unter der Hand und sicherlich entgegen der Intention des Kritiktextes rechte Zusammenkünfte eine relevante Größe, die linke, aufklärerische Politik irgendwie doch zu berücksichtigen habe. Das ist grundfalsch.

Endlich eine klare Trennungslinie

In bester linker Tradition wird mit ZeroCovid endlich eine klare Trennlinie dazu markiert. In einem ZeroCovid-Virenregime würde das solidarische Handeln vieler aus den Anfangstagen der Pandemie im März 2020 wieder sichtbar werden und die überproportional repräsentierten Stimmen verstummen.

Das ist die Wette. Sie gilt insbesondere, da alle bisher bekannten Studien besagen, dass Virus-Mutationen wie B.1.1.7 oder 501.V.2 sich über soziale Kontakte weiterhin massiv und sehr schnell weiter verbreiten. Wir stehen hier in einem Wettrennen mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen – weltweit. Das kann nur gewonnen werden, wenn Kennziffern wie die 7-Tages-Inzidenz auf einen Wert nahe Null sinken. Derzeit, am 19. Januar 2021, liegt diese in Österreich bei 121.

Daher bitte ich eindringlich, den Aufruf zu unterschreiben.

Kritik an ZeroCovid: Die Hilflosigkeit der Linken in Zeiten der Pandemie

Diskussionen

15 Gedanken zu “Kritik an ZeroCovid: Die Hilflosigkeit der Linken in Zeiten der Pandemie

  1. Zero Covid ist keine Polizeistaatsfantasie

    Ja doch, leider schon.

    Kann man World Economic Forum dieser Tage live miterleben, was die Herrschenden sagen.
    Diese „Krise“ wird nie mehr zuende gehen, solange dies politisch nicht gewollt ist. Das realisieren die Schreiber des Artikels anscheinend noch nicht.

    Was wir erleben ist die größte Wirtschaftskrise seit dem 2ten Weltkrieg. Das realisieren die Schreiber des Artikels anscheinend noch nicht.

    Was wir erleben ist die Umgestaltung unserer Gesellschaft im Sinne der 4. Industriellen Revolution (siehe WEF). Das realisieren die Schreiber des Artikels anscheinend noch nicht.

    Diese Vision sieht vor die Menschen bis ins Kleinste zu kontrollieren und zu steuern oder weniger nett ausgedrückt, sie zu versklaven. Glaubst du nicht?

    Wenn der E-Euro und mit ihm die entsprechende E-Wallet (oder mehrere Wallets) erst da sind, wird JEDE deiner Handlungen die über diese Wallet ausgeführt wird komplett transparent für die Herrschenden. Du gehst zu Aldi und kaufst Toastbrot? Die Herrschenden wissen es. Du überweisst Geld an Martin? Die Herrschenden wissen es.

    Nicht schlimm? Ok. Ein BEISPIEL was mit dieser Technik gemacht werden kann:

    Was wenn Martin als Regimekritiker geflaggt ist, weil er auf Facebook die Regierung kritisiert hat? Dann bist du nun ein Unterstützer eines Regimekritikers, weil du ihm Geld überwiesen hast. Das ist auf die Blockchain geschrieben.

    Und wenn du nun wieder zu Aldi gehst um Toastbrot zu kaufen erhälst du Meldung “ Ihre Wallet ist gesperrt. Begeben sie sich umgehend zu Polizeirevier.“

    Das realisieren die Schreiber des Artikels anscheinend noch nicht.

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    Verfasst von Martin kenne ich garnicht! | 29. Januar 2021, 0:59
    • Ja, so ist das wohl. Aber deren Lehrer, Pastoren und Friseure haben es ihnen noch nicht erzählt. Und darum ist es nicht „normal“, was du sagst, sondern eine Verschwörungstheorie. Und wahrscheinlich ist der Sozialpsychiatrische Dienst bereits informiert.😂

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      Verfasst von No_NWO | 29. Januar 2021, 14:13
  2. Die mit ZeroCovid nun sichtbar gewordene Allianz von COzwei- und COvid-Religiösen als „links“ oder gar „sozialistisch“ zu bezeichnen, ist ein ungeheuerlicher Angriff auf die auf Befreiung ausgehenden Grundintentionen von Marx, Engels und Lenin, und so zugleich auf den innersten linken Kern. Die genannte Allianz ist eine ultimativ genozidal-faschistische Bewegung im Schulterschluß mit dem globalistischen Großkapital. Ultimativ insofern, als die der nazifaschistischen Bewegung noch gegebenen Schranken im Hinblick auf Ethnien und Geographien nun ganz entfallen sind. Der aktuell laufende Genozid zielt potentiell auf Menschen als solche.

    Im einzelnen eingehend ist festzustellen:

    Die mit ZeroCovid nun sichtbar gewordene antirationale Allianz aus COzwei- und COvid-Aktivisten stellt eine postfaschistische Bewegung dar, welche mit ihrer Suizidalität/Genozidalität geist-seelisch unmittelbar an die historische nazifaschistische Bewegung des vergangenen Jahrhunderts anschließt. Die Titulierung solcher faktisch protestantisch-kristlichen bzw. leib-, natur- und menschenfeindlichen antirationalen Wahnsinnigen als „Sozialisten“, ist nicht nur sachunrichtig, sondern ein verheerender Angriff auf den zutiefst rationalen Kern aller auf Befreiung von Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung ausgehenden linken Politiken und Programmatiken. So kritikwürdig sozialistische Bewegungen im Gestern und Heute im einzelnen auch sein mögen, haben sie dennoch NIEMALS faktisch genozidale Programmatiken vertreten.

    Weiterhin ist festzustellen: Was in der paranoiden Vorstellungswelt der Nazifaschisten eine Art fiktionaler Ver- oder Beschmutzer einer phantasierten Reinheit von Rasse und Volk war, sind dem Paranoia der postfaschistischen Klima- und Covid-Religiösen nun fiktionale chemische (COzwei) und virologische (COvid) Ver- bzw. Beschmutzer einer ebengleich phantasierten Reinheit von Athmosphäre und Biosphäre. In dieser perfekt parallelen Gefährderkonstruktion bei Nazifaschisten und bei ihrem aktuellen politischen und geist-seelischen Geschwister entäußert sich die parallele ideologische Grundstruktur der historischen Nazifaschisten und der zeitgenössischen Klima- und Covid-Religiösen.

    Mit der Allianz aus Klima- und Covid-Religiösen stellt sich mitnichten irgendein „Sozialismus“ vor, sondern eine ultimative massenmörderisch beseelte faschistische Bewegung. Deren Rassismus unverkennbar ist, werden doch für einen mit den Lockdowns behaupteten Geretteten aus den entwickelten Ländern tausende in den nichtentwickelten Ländern geopfert, die von den ökonomischen Lockdown-Folgen brutalst getroffen sind!

    Zur organisatorischen und soziologischen Gemengelage der Allianz von Klima- und Covidreligiösen festzustellen, gleichen diese Gemengelagen im übrigen ebenfalls jenen hinter der historischen nazifaschistischen Bewegung. Nämlich zum einen jenes Bündnis aus Linken und Großkapital, das von Lenin sehr schön bildhaft als „Arbeiteraristokratie“ apostrophiert worden ist. Jener Aristokratie entsprechen heute die Funktionsträger in den DGB-Gewerkschaftsbürokratien und in den sozialdemokratischen Parteiapparaten sowie jener Teil der Arbeiterklasse, der beim Großkapital als sogenannte „Kernbelegschaften“ materiell privilegiert beschäftigt ist. Zu der sogerade betrachteten historischen wie aktuellen faschistischen sozialen Gemengelage zählt im weiteren eine sich sozial vom Abstieg ins Proletariat bedroht vorfindende Mittelschicht, welche sich heute in den grünen Parteien und Organisationen versammelt.

    Abschließend gesagt, ist die hier oben gegebene Darstellung keine Verharmlosung des gegen Juden gerichteten Holocaust. Die
    nazifaschistische Vernichtungspolitik zielte ideologisch prioritär auf Juden, traf faktisch aber auch eine Vielzahl von Zigeunern bzw. Sinti und Roma sowie eine enorm große Zahl von sogenannten „slawischen Untermenschen“. Alle diese Vernichtungspolitiken stellten schwerste Zivilisationsbrüche dar. Wie auch die Vernichtungspolitiken der COzwei- und COvid-Religiösen schwerste Zivilisationsbrüche darstellen.

    Linke stehen nun vor der Wahl zwischen Postfaschismus und Humanität. Wehret der postfaschistischen Bewegung aus COzwei- und COvid-Religiösen!

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    Verfasst von No_NWO | 28. Januar 2021, 21:55
  3. Noch Ende Oktober war Ramelow als Sicherheitsrisiko aufgefallen als er öffentlich erklärte, dass deutlich mehr Menschen der Sepsis und Pneumonie als einer Pandemie zum Opfer fallen würden. Die meisten Menschen würden nur mit dem Virus und nur sehr wenige an Covid-19 sterben.

    Ende Oktober waren 203 Menschen in Thüringen mit oder an dem Coronavirus verstorben.
    Diese Zahl hat sich seitdem auf 1638 mehr als verachtfacht!

    https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/weimar/corona-sterbefaelle-zahlen-bestatter-100.html

    Thüringen hat zudem im Ländervergleich die höchste Anzahl an Neuinfektionen.
    Die Zahl der positiven Coronatests auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt bei 274.
    Dies ist auch eine Folge der maskenlosen Massenveranstaltungen wie in Dresden.

    In der Runde der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten geht es an diesem Dienstag um eine die Verlängerung und eine erneute Verschärfung des Lockdowns (siehe unten). Sorge macht der Politik die deutlich ansteckendere Virusvariante, die bereits in mehreren europäischen Ländern grassiert.

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    Verfasst von Ronny | 28. Januar 2021, 19:46
  4. Ein beharrlicher Maskenverweigerer und Coronaleugner verstarb mit 46 Jahren in England.
    Er postete regelmässig in Internetforen und bezeichnet es als „die Covidlüge“

    https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/covid-denier-who-refused-wear-23401989

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    Verfasst von Jim | 28. Januar 2021, 18:22
  5. @ LZ

    Unsere Regierung gibt sich schon Mühe Sars-Cov-2 zurückzudrängen.
    Sie ist m.E. weder nur ausschließlich an den Profiten der Reichen interessiert, noch nimmt sie billigend in Kauf das viele alte und kranke Menschen sterben, ihr ein gezielt bösartiges Handeln zu unterstellen ist m.E. falsch.
    Sie versucht finanziell zu unterstützen, sie hat bei der Impfstoffentwicklung mitgeholfen, wir haben einen Sozialstaat der absolute Härten auffängt, es geht auch leicht deutlich schlechter wie man in vielen anderen Ländern sehen kann.
    Verbesserungsvorschläge habe ich auch für viele Bereiche, aber dämonisieren ist m.E. weder gerechtfertigt noch zielführend.
    In einem Mehrparteiensystem gibt es halt regelmäßig Wahlen, Parteien die mitregieren wollen wiedergewählt werden und achten auch deswegen darauf das die Maßnahmen die sie ergreifen von möglichst vielen Wählern als richtig empfunden werden.
    Anfang letzten Jahres hätte es bei uns kaum eine Mehrheit für Ausgangssperren und konsequente Betriebsschließungen gegeben.
    Mittlerweile, nachdem klar wird das wir nur Wellenbewegungen im Umgang mit Sars-Cov-2 erzeugen, könnte sich das vielleicht etwas gewandelt haben.
    Und zwar auch weil die Zahl der ungeduldig werdenden sich täglich erhöht.
    Manchen kann man vielleicht mittlerweile klar machen das ein tatsächlicher Lockdown unsere Geduld nicht mehr so lange strapaziert wie die Wellenbewegungen.
    Selbst Wirtschaftsvertretern müsste doch eigentlich einleuchten das ein hinziehen der Beschränkungen über das ganze Jahr hinweg viel schädlicher ist als kurzfristige effizientere Maßnahmen, so schwierig zu begreifen ist das ja nicht.
    Die größte Hürde ist m.E. nach wie vor das wir zu wenig Ordnungskräfte haben um einen tatsächlichen Lockdown durchzusetzen.

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    Verfasst von Clara | 28. Januar 2021, 16:42
    • Das Verhalten zum Impfstoff beweist, daß unsere Regierung sich an den Profiten der Pharmaindustrie orientiert und nicht an der medizinischen Versorgung der Menschen: Man leistete Vorkasse an Biontec, welches dann den Impfstoff meistbietend in alle Welt verkaufte mit dem Ergebnis, daß jetzt hier ein Mangel herrscht. Wäre die Regierung an der Versorgung der Menschen interessiert, hätte sie ohne Probleme und sehr viel billiger in Lizenz Sputnik5 produzieren lassen können.
      Eine Regierung, die so tut, als würde sich das Virus nicht in Betrieben und dem zu ihrer Existenz offen gebliebenen Nahverkehr ausbreiten und gleichzeitig strengste Maßnahmen für den Freizeitbereich beschließt, zeigt wo sie ihre Prioritäten setzt und daß sie den Tod von sehr vielen Menschen bewußt in Kauf nimmt.

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      Verfasst von LZ | 28. Januar 2021, 16:52
  6. Heute ist die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit drei Monaten mit Einschränkungen wieder unter einen Wert von 100 gefallen, sobald er unter 50 liegt lockern wir wieder die Beschränkungen und ermöglichen es dem Virus so erneut sich wieder zu verbreiten.
    Kurze Zeit später müssen wie dann wieder die Schulen und den Einzelhandel schließen, usw.

    Logischerweise führt der laissez-faire Umgang mit Sars-Cov-2 dazu, dass sich das Virus immer wieder ausbreiten kann, wir seit bald einem Jahr vor allem im privaten Bereich unter Einschränkungen leiden müssen, unsere Ungeduld zunimmt und ein Ende nicht wirklich abzusehen ist.
    Alleine nur auf Impfen zu setzen ist angesichts unserer Abhängigkeit von Pharmakonzernen die im Ausland sitzen, welches oftmals nicht an unserem Wohlergehen interessiert ist m.E. keine empfehlenswerte Strategie.
    Wenn die übernächsten Mutationen die Impfstoffe wirkungslos werden lassen, brauchen wir wieder Monate um neue zu entwickeln.
    Eine staatlich organisierte Impfstoffproduktion bei uns in Deutschland/in möglichst allen europäischen Ländern wäre m.E. sehr hilfreich, nach der Pandemie ist vor der Pandemie.
    Die Nachteile einer ausschließlich privatisierten Pharmaindustrie sind seit Jahrzehnten weltweit sichtbar und treffen jetzt auch uns.
    Von Anfang an war klar das China nur deswegen so effizient gegen Sars-Cov-2 vorgehen konnte weil es ausreichend Ordnungskräfte hat.
    In sehr vielen anderen Ländern ist das sowohl aus legitimen als auch aus illegitimen Gründen nicht der Fall.
    Vor Sars-Cov-2 haben wir einerseits eine übergroße Anzahl von Ordnungskräften schlicht nicht gebraucht, andererseits wurde die Zahl der für uns tätigen Ordnungskräfte aus neoliberalen Gründen zu niedrig gehalten, um Staatsausgaben zu senken, damit die Wohlhabenden möglichst wenig Steuern zahlen müssen.
    Anstatt von Anfang an gebietsweise strikte Ausgangssperren zu erlassen wie es China gemacht hat, kann bei uns in Deutschland jeder Dorfvorsteher seine eigenen Regeln erlassen.
    Der Föderalismus ist m.E. dann dienlich, wenn es darum geht das unsere Regierung sich mit den Länderchefs absprechen muss, um gemeinsam wichtige Entscheidungen zu treffen.
    Wenn aber durch den Föderalismus die Dorfvorsteher die eigentlichen Entscheidungsträger sind, die wiederum oftmals noch von den Parteispenden der Unternehmen vor Ort abhängig sind, dann hat das schon etwas feudalistisches.
    Gemeinsam Entscheidungen treffen, die dann bundesweit durchgesetzt werden wäre m.E. eine sinnvolle Weiterentwicklung des Föderalismus.
    Wenn wir offene Grenzen in Europa beibehalten wollen, braucht es eine europaweite Strategie.
    2 Wochen Inkubationszeit plus die Zeit in der Symptome auftreten können ergibt m.E. die Notwendigkeit einer mindestens 3 Wochen andauernden strikten Ausgangssperre.
    Da nicht die gesamte europäische Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgt werden kann, braucht es einen Tag in der Woche an dem die Menschen einkaufen gehen können, um das zu entzerren könnte man den Anfangsbuchstaben des Nachnamens einem Wochentag zuordnen.
    Auch die Produktion müsste logischerweise ruhen, mit Ausnahme der Produktion von Lebensmitteln.
    Unterwegs sein müssten dann nur noch Menschen in medizinischen und sozialen Berufen, Menschen die Lebensmittel produzieren und Menschen die uns als Ordnungskräfte dienen.
    Alle die das Haus verlassen müssten überall eine Maske tragen,viele Menschen in asiatischen Ländern machen das freiwillig.
    Hinterher hätten wir eine wirklich sehr niedrige Anzahl von Menschen die mit Sars-Cov-2 infiziert sind, so das die Gesundheitsämter die Fälle dann tatsächlich wieder nachverfolgen könnten, was vielleicht auch rigoroser umgesetzt werden müsste.
    Anstatt noch Monate mit Beschränkungen zu leben müssten wir es so nur noch einen Monat, was auch absolut im Interesse der Wirtschaft wäre.
    Viele der anderen Forderungen in dem Zero-Covid Aufruf sind m.E. vernünftig und unterstützenswert, aber bedauerlicherweise wahrscheinlich nur mit veränderten politischen Mehrheiten umsetzbar.

    Gefällt 1 Person

    Verfasst von Clara | 28. Januar 2021, 13:19
    • Man kann dir nur zustimmen. Was einige asiatische Staaten taten war nichts anderes, als was in jedem Lehrbuch der Epidemiologie steht: Strikte Abschottung von Infektionsherden durch 24-Stunden-Ausgangssperren kombiniert mit Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Nachverfolgung verbunden mit Quarantäne sobald es möglich ist. Unter Quarantäne ist natürlich nicht der Rat „Bleiben Sie bitte zu Hause“ zu verstehen, sondern kontrollierte Isolierung in Quarantänezentren.
      Obwohl dies an der Wissenschaft ausgerichtete Vorgehen unserer Regierung natürlich bekannt war, entschied man sich im vermeintlichen Interesse der Profite dafür, Betriebe und Schulen offen zu halten und nur den Freizeitbereich teilweise einzuschränken. Die Intensität dieser Maßnahmen orientierte sich allein am Kriterium, einen Zusammenbruch der Krankenhausversorgung zu vermeiden. Chronische Gesundheitsschäden und eine Übersterblichkeit vor allem bei den Gruppen der Überflüssigen nahm und nimmt man bewußt in Kauf.
      Es hat sich jedoch gezeigt, daß das an der Wissenschaft ausgerichtete asiatische Vorgehen gerade was die Wirtschaft angeht eindeutig erfolgreicher ist. So zeigt sich in der weltweiten Praxis das Versagen des Neoliberalismus und die Überlegenheit des wissenschaftlichen Sozialismus.

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      Verfasst von LZ | 28. Januar 2021, 13:36
  7. Irgendwann muß diese Frage einmal kommen: Wie blöd muß man eigentlich sein, um nicht zu erkennen, daß die CO2-Klimalinke und die Covidlinke aus ein und demselben Stall kommen, aus dem des globalistischen Großkapitals. Angela mit ihrer UN-Agenda2030 will Zero CO2, und die Covid-Linke will Zero Covid. Ach, und sogar Luisa Neubauer von Fridays for Future spielt bei Zero Covid ganz vorn mit. Kleines Hexen-Einmaleins: Aus COzwei mache COvid. Beides schürt suizidale/genozidale Sentimente und repräsentiert so die neue, faktisch rechtsextreme bzw. rechtsfaschistische Bewegung des 21. Jahrhunderts.

    Wir haben nun folgende Situation: Mit ihren CO2- und Covid-Thematiken findet sich eine „Linke“ vor, die sich ca. 99 Meilen rechts von der konservativ demokratischen Rechten befindet. Das, was einmal „Linke“ hieß und für Rationalität und klares sachbezügliches Denken stand, gibt es nicht mehr.

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    Verfasst von No_NWO | 27. Januar 2021, 20:36
  8. „..Ansonsten trug man links alles, was mit Flattening the Curve zu tun hatte irgendwie mit, wenn auch halbherzig…“

    Genau das ist der Punkt. Einfach mal genau zuhören was die Herrschenden zu sagen haben und überlegen ob man diese Politik unterstützen möchte, wie das bislang durch die Linken, wenn auch halbherzig, geschied.

    https://www.weforum.org/events/the-davos-agenda-2021/sessions/special-address-by-g20-head-of-state-government-67e386f2d5

    Mal darüber nachdenken ob die United Nations Organisationen, Regierungen, Massenmedien, Behörden, Forschungseinrichtungen, privatisiertes Gesundheitswesen und Konzerne linke Ziele verfolgen.

    Mal in Erwägung ziehen das gelogen wird.

    Einfach mal darüber nachdenken wer hier die „Bösen“ oder zum besseren Verständnis für einige, die „Nazis“ sind.

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    Verfasst von N.N. | 27. Januar 2021, 12:10
  9. Leider nur noch krank und gehirnverbrannt! Auf nimmer Wiedersehen Linke!

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    Verfasst von Holger | 27. Januar 2021, 11:55
    • eine Linke , die keine realitäten mehr sieht +dem kapital hinterherläuft + macht sich überflüssig..,

      deshalb hat sich jetzt die FL Freie Linke gegründet., -auf Telegram +eigner webseite , alle kritischen Linken, die gegen die corona-Diktatur der Konzerne sind, sind herzlich willkommen

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      Verfasst von tom | 28. Januar 2021, 13:45

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