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Ausland, Nordamerika

Edward Snowden: Trumps Suspendierung durch Facebook ist „Wendepunkt im Kampf um Kontrolle“

von https://de.rt.com/

Edward Snowden teilt nicht den Enthusiasmus über die Suspendierung von Trumps Facebook-Account. Ohne sich auf Trumps Seite zu schlagen, warnt er vor den Konsequenzen für die Meinungsfreiheit, wenn Unternehmen wie Facebook den US-Präsidenten zum Schweigen bringen können.

Viele haben gejubelt, als Facebook-Geschäftsführer Mark Zuckerberg am 7. Januar ankündigte, den Account von US-Präsident Donald Trump bis zum Ende seiner Amtszeit zu sperren. Es gibt aber auch Stimmen, die vor den heftigen Konsequenzen für die freie Meinungsäußerung warnen. Zu den Kritikern der Facebook-Maßnahmen gehört der Whistleblower Edward Snowden. Über Twitter warnte er davor, dass im Fall von Trump ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen werde, wie Social-Media-Plattformen die Redefreiheit einschränken:

„Facebook bringt offiziell den Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Schweigen. Ob zum Guten oder Schlechten, dies ist ein Wendepunkt im Kampf um Kontrolle über die digitale Redefreiheit.“

In einem Kommentar präzisierte Snowden seine Aussage und positionierte sich gegen eine Feierstimmung anlässlich Trumps Facebook-Suspendierung:

„Ich weiß von vielen eurer Kommentare, dass ihr dies [die Ankündigung von Zuckerberg – Anm. d. Red.] mit einem ‚JUHU!‘ aufgenommen habt – ich kann auch verstehen warum. Aber stellt euch für einen Moment eine Welt vor, die länger andauert als bloß die nächsten 13 Tage. Das hier wird ein Meilenstein werden, der ebenfalls andauert.“

Über Twitter wurde Snowden vorgehalten, Facebook sei ein privates Unternehmen, das seine Richtlinien selbst bestimmen könne – ein Argument, das häufig in dem Diskurs über Zensur in den sozialen Medien verwendet wird. Snowden stritt das nicht ab, aber er prognostizierte, dass das Unternehmen Facebook seine Machtposition zukünftig stärker einsetzen werde – auch gegen gewählte, staatliche Repräsentanten. Facebook nehme dabei „null Rücksicht“ auf die Meinungen seiner Konsumenten.

Zuckerberg hatte die Suspendierung von Trumps-Account damit begründet, dass Trump beabsichtige, „seine verbleibende Zeit im Amt zu nutzen, um den friedlichen und rechtmäßigen Übergang der Macht“ an Biden zu untergraben. Er argumentierte, der Präsident würde Facebook gezielt als Waffe einsetzen, um „einen gewaltsamen Aufstand gegen eine demokratisch gewählte Regierung anzustiften“.

Für seine Bemerkungen wurde Snowden in den sozialen Medien heftig kritisiert – mit dem Vorwurf, Trump zu verteidigen oder gar zu rechtfertigen. Snowden selbst jedoch bezog explizit nur Stellung für die Pressefreiheit. Als Reaktion auf die Aneignung und Zerstörung des Equipments eines Presseteams durch Anhänger von Trump twitterte er:

„Vergesst niemals, dass die Pressefreiheit den allerersten Abschnitt einnimmt der Bill of Rights. Wenn ihr draußen auf der Straße seid und behauptet, die Verfassung zu verteidigen, dann müsst ihr Reporter verteidigen und nicht sie angreifen – selbst wenn ihr die Medien hasst. Alles andere ist unamerikanisch.“

https://de.rt.com/international/111512-edward-snowden-trumps-suspendierung-durch-facebook/

Diskussionen

4 Gedanken zu “Edward Snowden: Trumps Suspendierung durch Facebook ist „Wendepunkt im Kampf um Kontrolle“

  1. für Trump und Q die Hexenverbrennung wieder einführen und Ruhe ist

    Gefällt mir

    Verfasst von Genkis Khan | 10. Januar 2021, 14:35
  2. John Matze (CEO Parler) schreibt:

    „.. This is a battle against all of us. Liberals, conservatives, atheists, Christians, black, white, etc. They want to keep their monopoly over speech. They want us fighting. They don’t want us working together. They don’t want us working with each other, they want us hating one another. ..“

    https://parler.com/post/9431aae3430746109851ddf45c0156d0

    Gefällt mir

    Verfasst von Clement | 10. Januar 2021, 12:29
  3. Trump wird sich mal wieder als armes wehrloses Opfer zelebrieren.
    Trotz Landesverrat und Anstiiftung zu Gewalt.

    Gefällt mir

    Verfasst von Mike | 9. Januar 2021, 11:09

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