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Ausland, Nordamerika

Biden ernennt ein Vorstandsmitglied von Raytheon zum Anführer der US Kriegsmaschine

von Caitlin Johnstone – https://www.theblogcat.de/

Die Massenmedien berichten, dass das Biden-Lager den ehemaligen General Lloyd J. Austin III zum nächsten Verteidigungsminister erwählt hat, was unter Antikriegs-Aktivisten die Befürchtung zerstreut, dass diese Position an die blutrünstige Psychopathin Michele Flournoy gehen könnte, wie allgemein befürchtet.

Wie es bei der Auswahl von Bidens Kabinettsposten zum Standardritual geworden ist, feiern die Massenmedien eine große Party wegen der Tatsache, dass Austin der erste schwarze Chef der US Kriegsmaschine sein wird.

Dabei ignorieren sie praktisch die mörderischen Pläne, die er während seiner Karriere vorangetrieben hat. Als Chef des Central Command hat Austin aktiv dafür geworben, das spektakulär gescheiterte Programm der Bewaffnung der „Rebellen“ in Syrien im Kampf gegen ISIS neu zum Leben zu erwecken. Und 2014 unterstützte er die Immunität für US-Truppen vor Anklagen wegen Kriegsverbrechen durch die Regierung von Afghanistan. Er half an vorderster Front bei der Irak-Invasion, und er ist Mitglied beim selben privaten Vermögensverwalter (der in Rüstungsgeschäfte investiert) wie Flournoy und Bidens Wahl als Außenminister, Tony Blinken.

Austin ist auch Vorstandsmitglied bei dem Kriegsgewinnler-Konzern Raytheon, wo er gleich nach seiner Militärlaufbahn unterkam. Raytheon gibt jedes Jahr Millionen von Dollar aus, um aktiv Lobbyarbeit bei der US-Regierung zu betreiben, um eine Politik voranzutreiben, die für den Multi-Milliardenschweren Giganten unter den Waffenherstellern günstig sind. Was natürlich Lobbyarbeit für militärischen Expansionismus und Interventionismus bedeutet. Sein Vorgänger als Verteidigungsminister, Mark Esper, arbeitete ebenso für Raytheon und verbrachte Jahre als einer der Top-Lobbyisten in DC in der Position als „Vizepräsident für Regierungsbeziehungen“.

Und wisst ihr was? Ich sage: „Warum nicht?“

Im Ernst, warum nicht? Wieso sollte der Chef der US-Mordmaschine nicht von einem Konzern kommen, der Milliarden Dollar mit der Ermöglichung von Kriegsverbrechen im Jemen gemacht hat? Warum sollte das verkommenste und blutrünstigste Regime auf dem Planeten seine Verkommenheit und Blutrünstigkeit nicht durch einen professionellen Kriegsprofiteur vorantreiben? Beim militärischen Massenabschlachten der USA und ihrer Alliierten ging es immer nur um Macht und Profit, warum also sich nicht ehrlich machen?

Zum Teufel, warum soll man da aufhören? Warum nicht gleich Raytheon zum Verteidigungsminister ernennen? Hat der Oberste Gerichtshof nicht entschieden, dass auch Konzerne Menschen sind? Macht Raytheon zum Verteidigungsminister, ExxonMobile zum Chef der Umweltbehörde, Amazon zum CIA-Direktor und Google zum Direktor der Nationalen Geheimdienste. Dann hätte man ein völlig ehrliches Bild vom Kopf des US-Imperiums.

Es ist absoluter Irrsinn, dass unsere Welt von Kriegsprofiteuren dominiert wird, die aktiv nach mehr Gewalt und Blutvergießen trachten, weil sie mit dem Verkauf der dafür benötigten Waffen Geld machen. Es ist nicht weniger schlimm, als wenn Plutokraten durch die Welt ziehen, Menschen ermorden und deren Häute für Geld verkaufen würden; die gleiche Anzahl von Menschen würde für den gleichen Profitanreiz getötet werden. Doch Menschen, die vor Entsetzen über diese Idee zurückschrecken würden, machen sich nichts daraus, dass im Grunde dasselbe mit Konzernmächten wie Raytheon geschieht.

Der einzige Unterschied zwischen der US-Kriegsmaschinerie und einer Bande bewaffneter Gauner, die Menschen für Geld ermorden, besteht darin, dass die US-Kriegsmaschinerie dies in weit größerem Maßstab tut. Solange das so ist, gibt es keinen Grund, etwas anderes zu behaupten. Hoffentlich fangen die Menschen an, hinter die lächelnde Maske des Imperiums zu schauen und endlich die Augen für das blutbespritzte Gesicht darunter zu öffnen.

*

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Biden Picks Raytheon Board Member To Lead The US War Machine

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/biden-raytheon-08-12-2020/

Diskussionen

2 Gedanken zu “Biden ernennt ein Vorstandsmitglied von Raytheon zum Anführer der US Kriegsmaschine

  1. 2003 hatte der jamaikanisch-amerikanische Ex-General und Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs, Colin Powell, als Außenminister die Notwendigkeit des Krieges der USA gegen den Irak mit der falschen Tatsachenbehauptung des irakischen Besitzes von Massenvernichtungswaffen begründet, um mit dieser imaginären Bedrohnung die Hegemoniebestrebungen der USA im Nahen Osten legitimieren zu können.

    2021 soll der afro-amerikanische Ex-General und Chef des Zentralkommandos der Vereinigten Staaten, Lloyd Austin, als Verteidigungsminister mit dem Eindämmungsprogramm gegen China das permanent wiederauflebende Urbild der US-Militärstrategie forcieren, um die US-imperialistische Forderung nach einem assymetrischen Vorteil gegenüber China verstetigen zu können.

    Insbesondere mit den Schwarzen, respektive den People of Color in seiner Regierungsmannschaft will Biden wohl suggerieren, die Interessen der US-amerikanischen Bevölkerung in ihrer Diversität zu vertreten.

    Jedoch haben weder Powell noch Austin jemals explizit gegen die rassistische Marginalisierung der People of Color aus der afrikanischen, asiatischen oder lateinamerikanischen Diaspora angekämpft.

    Die Schwarze-Community wird ebenso wie Indigene- und Einwanderer-Communities unverhältnismäßig hart durch das Coronavirus getroffen und verdeutlicht die Aussichtslosigkeit für Gleicheit und Gerechtigkeit in den USA, solange die herrschende Klasse das Androhen und Führen von Kriegen in ab- und unhängigen internationalen Gebieten absolut priorisiert.

    Bigott werden jährlich über 700 Mrd. US-Dollar für Militärausgaben und lediglich 7 Mrd. US-Dollar, also gerade mal ein Prozent des Pentagon-Budgets, für die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention bereitgestellt.

    Einerseits massive Militärausgaben gegen eine imaginäre Bedrohung durch China, protegiert von “Kriegsprofiteuren, die aktiv nach mehr Gewalt und Blutvergießen trachten, weil sie mit dem Verkauf der dafür benötigten Waffen Geld machen“ und andererseits die bezüglich der Covid-19-Krise irrlichternde USA zeigen einmal mehr die brachialen Widersprüche des ungehemmten Neoliberalismus mit seiner radikalen Schwächung der Sozialfürsorge und seiner demonstrativen Macht des Militärapparates.

    Daher erscheint die Bekräftigung im Abschluss-Kommuniqué der Bandung-Konferenz von 1955 in gewisser Weise als aktuell, denn in ihm wurde zukunftsweisend die territoriale Integrität und Souveränität aller Nationen exponiert und jeglicher Interventionismus, sowie die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten kategorisch abgelehnt.

    Die Gleichheit aller Menschen verschiedener Herkunft und aller Nationen wurde energisch betont und die Konferenzstaaten wollten sich nicht an kollektiven Verteidigungsbündnissen beteiligen, die „den Sonderinteressen einer der Großmächte dienten“.

    Schon damals wurde innovativ Stellung zum Zustand der globalen Spannungen genommen, ein Verbot der Herstellung und Erprobung von Atomwaffen sowie die Notwendigkeit internationaler Kontrolle vorgeschlagen und es wurden friedliche Konfliktlösungen eingefordert..

    Den globalen miliärischen Einsatzgruppen der USA Einsatzgruppe und deren Behauptung einer bellizistisch Bedrohung durch China zu widerstehen, ist heute von fundamentaler Bedeutung im Kampf für den Frieden und für die Beendigung des US-amerikanischen Imperialismus‘.

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    Verfasst von Rosa | 10. Dezember 2020, 21:03

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