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Ausland, Nordamerika

Vorwärtsplan der US-Marine zur Bildung einer neuen Flotte zur Bekämpfung Chinas

von Dave DeCamp – http://www.antikrieg.com/

Neue Flotte könnte in Australien oder Singapur stationiert werden

Die US-Marine schreitet voran mit einem Plan, den indisch-pazifischen Raum im Rahmen ihrer Bemühungen, China in der Region zu bekämpfen, um eine zusätzliche Flotte zu erweitern. Der Plan würde die Erste Flotte wiederbeleben, die von 1945 bis 1973 in Betrieb war.

Die „administrativen Anforderungen“ zur Wiederindienststellung der Ersten Flotte „befinden sich in der Endphase der Koordinierung“, sagte Kapitän Jereal Dorsey, ein Sprecher von Marineminister Kenneth Braithwaite, gegenüber Stars and Stripes. Dorsey sagte, Braithwaite arbeite mit anderen US-Militärchefs zusammen, um sicherzustellen, dass die Marine „die maritime Vormachtstellung in einer Ära des großen Machtwettbewerbs“ beibehält.

Braithwaite erwähnte die Idee erstmals während einer Rede am 17. November. Er sagte, die Vereinigten Staaten von Amerika wollten eine neue Flotte „an der Kreuzung zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean“ platzieren, um „einen Indo-Pazifischen-Fußabdruck zu etablieren“.

Die US-Marine lässt immer wieder Kriegsschiffe in das Südchinesische Meer fahren, um Pekings Ansprüche auf diese Gewässer anzufechten. Die Schiffe, die für diese provokativen Manöver eingesetzt werden, gehören in der Regel zur Siebten Flotte, die in Japan stationiert ist. Braithwaite bemerkte: „Wir können uns nicht nur auf die Siebte Flotte in Japan verlassen.“

Braithwaite gab Singapur als möglichen Standort für die neue Flotte an. Einige Analysten halten es für unwahrscheinlich, eine neue permanente US-Basis in Singapur unterzubringen, da das südostasiatische Land nicht den Anschein erwecken möchte, sich in der wachsenden Rivalität zwischen den USA und China auf eine Seite zu stellen. Ein weiterer möglicher Standort für die neue Flotte befindet sich in Westaustralien.

Ein ehemaliger australischer Verteidigungspolitiker sagte gegenüber Stars and Stripes, dass die Unterbringung der neuen Flotte in Westaustralien die „naheliegende“ Wahl sei. „Der offensichtliche Standort für den Heimathafen der Flotte ist Cockburn Sound in Perth, neben der australischen Marinebasis HMAS Stirling“, sagte Ross Babbage, ein ehemaliger stellvertretender australischer Verteidigungsminister.

erschienen am 6. Dezember 2020 auf > Antiwar.com Artikel

http://www.antikrieg.com/aktuell/2020_12_07_vorwaertsplan.htm

Diskussionen

6 Gedanken zu “Vorwärtsplan der US-Marine zur Bildung einer neuen Flotte zur Bekämpfung Chinas

  1. Die “Siebte US-Flotte“ operiert bereits als die größte aller Frontflotten von US-Stützpunkten in Japan und Guam aus, darunter die USS Ronald Reagan, Amerikas einziger permanent außerhalb der USA stationierter Flugzeugträger, und stellt bisher das zentrale Element der amerikanischen Präsenz in Asien dar.

    China wuchs neben den USA weltweit zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht heran und wird in nicht allzu ferner Zukunft die größten Anteile am Welt-Bruttonationaleinkommen sowie am Welt-Export und -Import erwirtschaften.

    Nun hoffen die USA wohl mit einer neu platzierten Flotte “an der Kreuzung zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean“, China am Ein- und Überholen hindern zu können, unter dem nicht haltbaren Vorwand, Pekings angeblich illegitimen Ansprüche auf diese Gewässerregion anfechten zu wollen.

    Ein Viertel des seewärtigen Welthandels geht durch die Straße von Malakka: Auf täglich mehr als 2.000 Schiffen werden durch dieses Nadelöhr Handelsgüter zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer transportiert.

    Eine Beeinträchtigung dieses Seehandelsweges und damit der Ex-und Import-Lieferketten durch eine bedrohlich blockierende “Achte-, beziehungsweise wiederbelebte Erste US-Flotte“ hätte gravierende Folgen für die Versorgung der davon betroffenen Menschen.

    Durch strikte Maßnahmen hat das bevölkerungsreichste Land China, im Gegensatz zu den USA, das Coronavirus im Griff, zählt nur noch vereinzelt Infektionen und konnte seine wirtschaftlichen Aktivitäten wieder normalisieren, wodurch die chinesischen Ausfuhren in die USA kräftigst um gut 46 Prozent und Chinas Importe von US-Waren um knapp 40 Prozent zulegten.

    “Der Vorwärtsplan der US-Marine“, die offenen indo-pazifischen Seewege “fußabdrücklich“ zu boykottieren, entpuppt sich als eine mitnichten zielführende Eindämmungs- und Entkoppelungsstrategie, die bereits die Trump-Regierung gegenüber China verfolgte und der angehende Nachfolger Biden vermutlich weiterentwickeln wird.

    Statt den “Plan die Erste US-Flotte wiederzubeleben, die von 1945 bis 1973 in Betrieb war“, steht vielmehr folgerichtig an, beispielsweise Frieden, Sicherheit und Stabilität, sowie die abrüstungskontrollpolitische Einsatzbereitschaft zusammen mit den Menschen im indo-pazifischen Raum nachhaltig zu erhöhen.

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    Verfasst von Rosa | 9. Dezember 2020, 16:34
  2. Russische U-Boote können sogar für immer abtauchen.
    Und AS-12 Loscharik hat sich letztes Jahr sogar selbst entzündet.

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    Verfasst von Kursk | 8. Dezember 2020, 21:00
  3. Die grundlegnde Frage dazu ist doch inwieweit man das usppa Gelaber überhaupt noch ernst nehmen kann.
    so wie jede Wertewesten-Flotte beim Einlaufen in die Ostsee innerhalb von 15 Minuten eleminiert werden kann , so ist auch jede ander Flotte, auch im indisch-pazifischen Raum wenn sie auch nur Ansatlten macht sich Richtung Chinas zu bewegen, hoffnugnslos „abgesoffen“…..

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    Verfasst von Walter Finger | 8. Dezember 2020, 17:09
  4. Ehe Die soweit sind mit Ihrer neuen Flotte, haben Andere schon
    Waffensysteme entwickelt, die diese schwimmenden Särge mit
    einen Schlag pulverisieren !

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    Verfasst von wolfgang fubel | 8. Dezember 2020, 13:13
  5. Im Zeitalter der Hyperschall-Anti-Schiffs-Raketen eine Flotte als Offensivwaffe einzusetzen, zeugt mehr vom Leben in einer Blase als von realen strategischen Fähigkeiten – ausserdem ist die Idee, China militärisch zu konfrontieren schon absurd. Dazu wäre Russland als Verbündeter nötig. 2020 ist nicht mehr 1917 und 1941 als die USA durch Krieg – der natürlich nicht auf dem eigenen Territorium stattfand – seine Macht beträchtlich ausweiten konnte.

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    Verfasst von Paul Hollenstein | 8. Dezember 2020, 13:09
  6. Die Wiederaufnahme des WWII in der Region, einst kam man nur bis Korea.

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    Verfasst von zivilistin | 8. Dezember 2020, 10:18

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