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Debatte, Kapital und Arbeit

Das Blut des Vampirsaugers ist am Versiegen.

von Norbert Nelte 

Was meint Marx mit dem „Vampyrdurst nach lebendigem Arbeitsblut.“

Er schreibt: Das Kapital ist verstorbene Arbeit, die sich nur vampyrmäßig belebt durch Einsaugung lebendiger Arbeit und um so mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt...

Die Verlängerung des Arbeitstags über die Grenzen des natürlichen Tags in die Nacht hinein wirkt nur als Palliativ (Schmerzlindern), stillt nur annähernd den Vampyrdurst nach lebendigem Arbeitsblut. Arbeit während aller 24 Stunden des Tags anzueignen ist daher der immanente Trieb der kapitalistischen Produktion.“

(Karl Marx, Das Kapital. Band 1. Dritter Abschnitt: Die Produktion des absoluten Mehrwerts. Achtes Kapitel Der Arbeitstag 1. Die Grenzen des Arbeitstags und 4. Tag- und Nachtarbeit. Das Ablösungssystem MEW 23, S. 247  und. 269, 1867)

Das in der Vergangenheit angehäufte Kapital will verzinst werden, und zwar kräftig. Vor der Jahrtausendwende gab es noch locker 9% für die Reichen. Das meinte Marx mit „Vampyrdurst nach lebendigem Arbeitsblut.“

Das Vermögen ist die tote, kristallisierte Arbeit in den Anlagen und die 9% ist die lebendige Arbeitskraft, das Blut für den Vampir „akkulumiertes Kapital“. Nur, der Vampir ist durch das seit 500 Jahren akkulumierte Kapital so groß und fett geworden und der Arbeiter im Verhältnis zu ihm ganz winzig, dass der Blutdurst des Riesenvampirs überhaupt nicht mehr befriedigt werden kann.

Wir sehen oben im Diagramm “Welt BIP und Vermögen“, dass 2014 schon der Weltmehrwert von 1980 = 9,12% auf 5,14% gefallen ist und jetzt hochgerechnet bei 3% stehen dürfte. Hierbei handelt es sich nicht nur um die Produktion, sondern auch Finanzbereich, Spekulation, Börsenwetten, Billiglohnländer, Prostition, Opiumhandel, Weißwäsche, Teakholz usw.

In der Metallindustrie „arbeiten“ bereits 80% Roboter und in der Finanzbranche übernehmen die Computer schon 70% der Arbeit der Banker, In der Autoindustriearbeiten nur es nur 3% Arbeiter, hauptsächlich in der Qualitätskontrolle. (siehe Video VW Golf 7 Produktion Wolfsburg 2013]

Karl Marx sagt nicht nur, dass die tote Arbeit belebt wird durch Einsaugung der lebendigen Arbeit, sondern er stellte auch fest, dass nur die lebende Arbeit einen Mehrwert schaffen kann und da sie nun weitgehend durch den Roboter ersetzt ist, der ja  auch nur kristallisierte Arbeit ist, gibt es für den riesenhaften Vampir „konstantes Kapital“ (c) kaum noch Blut von der lebendigen Arbeit (v).

Die Maschine Roboter kostet für alle Kapitalisten im Durchschnitt das Gleiche. Nur der Arbeiter kostet dem Unternehmer weniger Lohn als dass er Wertschöpfung von ihm erhält. Und nun in 2019 ist der Durchschnitt der Profitrate bereits auf 1% gefallen.

Diese theoretische Analyse wird von der bürgerlichen Praxis bestätigt.

Florian   Homm:   in   seinem   neuen   Buch  „Der   Crash   ist   da“ „Heute liegt die Dividendenrendite der Titel im S&P 500 bei lediglich 1,8 Prozent.“ Und das ist mit dem Finanzbereich, diese ist nach Blackrock noch Viermal größer als die Produktion, also sind das 0,36% im Produktionsbereich in den USA.

James Rickards zitiert den IIF (Internatinal Instititut of Finance). „Doch das IIF berichtet, dass es eine Neuverschuldung von 8 Billionen   Dollar   nötig   war,   um   gerade  einmal   1,3   Billionen Dollar weltweiten BIP´s zu schaffen.“

Also, wenn ich bei einer Rationalisierung 1 Dollar pro Jahr einsparen will, muss ich schon 6 Dollar Schulden aufnehmen. Da wird niemand mehr investieren

Die Marktwirtschaft ist mit einem Riesenknall zu Ende  gegangen. Deshalb plant die Elite, die tiefen Staaten eine monopolistische Planwirtschaft, in der Form des Transhumanismus, einer philosophischen Denkrichtung, die die Grenzen menschlicher Möglichkeiten, sei es intellektuell, physisch oder psychisch, durch den Einsatz technologischer Verfahren erweitern will.

Der Hausphilosoph des Kapitals Peter Sloterdijke hatte schon am 17. Juli 1999 in faschistischer Manier nach seinem Machwerk „Regeln für den Menschenpark“ von der Umzüchtung des Menschen gesprocheb.Der Eugeniker Julian Huxley beschreibt die durchgeknallte Philosophie des Transhumanismus triumphierend: „Mensch, der Mensch bleibt, aber sich selbst, durch Verwirklichung neuer Möglichkeiten von seiner und für seine menschliche Natur, überwindet.“

Das erinnert einem an das tausendjährige Reich hoch zehn. Das ist die Barbarei ohne Ausgang. Das, was im MK-Ultra Programm schon für einige angedacht war, sollen jetzt alle Menschen mit einbezogen werden (siehe Norbert Nelte Statt freier Gedanken nur noch Monstermaschinen für das CIA-Programm MK-Ultra-(brutal)? 18.2.2008)

Das jetzige Unterwerfungssystem erzieht die Menschen langfristig dazu, sich freiwillig dem Menschmaschine-System zu unterwerfen (Prof. Claudia von Werlhof, Der Angriff auf Körper und Seele,   ab 3:08)

Alle werden mit Chips und kabellosen Elektroden an die Menschmaschine angeschlossen und arbeiten widerspruchslos ihr Programm nicht für Geld, sondern für Essen und einem Bett im 20 Bett Zimmer für das Spielzeug der Reichen. Dafür langen zwei Milliarden Menschen und dafür braucht es nach der Vermutung von Frau Professorin. Claudia von Werlhof nur eine Vakzination.

Raymond Kurzweil gilt als einer der bekanntesten Vordenker des Transhumanismus. Er prognostiziert für das Jahr 2045 eine exponentielle Zunahme der informationstechnologischen Entwicklung: Eine Singularität, die eine künstliche Intelligenz ermöglicht, mit welcher die Menschheit Unsterblichkeit erlangen kann.

Also zum Schluss werden nur noch unsere Gehirne gescannt und in die Maschine einprogrammiert. So werden wir alle Teil von Gott und seinem ewigem Sein, ohne weitere Entwicklung Aeonen von Jahren, ohne Schlaf und singen in der Computersprache „Hallelujah“.

Das sind die barbarischen Pläne der Reichen, aber sie werden sich nie umsetzen lassen. Letztlich werde das System in einer primitiven Agrarwirtschaft enden in der die Vandalen über die Lande ziehen.

Bleibt letzten Endes nur die Räterepublik ohne Großkapitalisten, die die selbstverwalteten Betriebe in 16 Ländern durchsetzen werden, fragt sich nur Wann?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diskussionen

4 Gedanken zu “Das Blut des Vampirsaugers ist am Versiegen.

  1. ….“, fragt sich nur Wann? „…-ja , das fragt es sich wirklich
    Wann endet denn nun der Kapitalismus ?-diese Gretchenfrage konnte ja bisher noch kein linker Denker beantworten..(soweit mir bekannt ) .- obwohl das bei „wissenschaftl. Weltanschauung “ ja eigentlich möglich sein müsste , dies zu berechnen , mit 3-5 Jahren abweichung wäre schon ok

    Hat da der Herr Nelte eine Antwort?

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    Verfasst von tom | 6. Dezember 2020, 21:19
  2. bisher sind einige Vorhersagen von herrn Nelte der letzten Jahre nich eingetreten,

    weder 1. eine Inflation oder sogar hyperinflation, sondern das gegenteil..es geht richtung Deflation

    2. auch die Arbeiterübernahmen von fabriken (angebl. Modell Argentinien, rückständiger Pleitestaat ) fanden nicht statt

    3. schön , dass die LZ aus der ganzen welt berichtet- aber die globale Corona-diktatur der konzerne +vor allem die situation in der BRd -kampf für erhaltung der Grundrechte usw findet bei der LZ garnich statt….da werden kritiklos Herrschafts-Verlautbahrungen übernommen und auch über das böse spiel der Pharma-mafia .kein wort..-.kein wort zum ermächtigungsgesetz +demo-verbot +diktaturentw., ..ein grosser Mantel des Schweigens ..-das lässt tief blicken

    na , wenigstens geht Herr Nelte im schlussteil dieses textes mal auf Schwabs Transhumanismus -Wahn+ den Faschismus ein

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    Verfasst von tom | 6. Dezember 2020, 20:49
  3. Nicht, daß einzelne Kapitalisten das im folgenden nun Festzustellende bewußt so sehen würden, aber das Kapital als Produktionsweise folgt klaren Regeln. Diese sind unabänderlich, weil sie aus einer betriebswirtschaftlich-buchhalterisch exakt definierten und anders nicht möglichen Kostenrechnung hervorkommen. Welche letztere aber mehr tut, als bloß Kosten zu errechnen. Sie erschafft eine Logik, geradezu eine Bestimmung des Sinns menschlichen Lebens! Aus dieser Logik wird der Mensch zu einem Energie-Lieferanten. „Energie“ heißt hier Profit, welcher sich zuletzt in Geldgewinn darstellt, in Kapitalrendite.

    Die Leistung, die Karl Marx als Ökonom erbracht hat, ist ein unschätzbarer Dienst an der Menschheit. Als erster überhaupt erbrachte er den unwiderlegbaren und glasklaren Beweis, daß Kapitalrendite nur und allein aus

    IN DER WARENPRODUKTION LEIBLICH-HÄNDISCH GELEISTETER ARBEIT

    hervorkommen kann. Und aus eben nichts anderem. Vor allem NICHT aus dem Einsatz von Maschinerie!

    Würde sich diese simple Erkenntnis nur einmal etwas weiter herumsprechen, wären wir alle einen großen Schritt weiter. Wir würden verstehen, warum sich das, was sich derzeit in der Welt abspielt, genau so und nicht anders abspielt, wie es dies allhin sichtbar tut: Die Menschheit schafft sich ab.

    Das Kapital folgt einer betriebswirtschaftlich buchhalterisch unvermeidlichen Logik. Es ist diese Logik zugleich aber zwingend kriegerisch, sie führt Krieg gegen die Menschheit. Einen Krieg, der im Zuge der allgemeinen technologischen Entwicklung mit immer größerer Härte und Brutalität geführt werden muß. Weil die Logik des Kapitals die Menschheit zwingt, all jene Menschen, deren leiblich-händische Arbeit von Maschinen ersetzt worden ist, zu ELIMINIEREN. Zumal der Unterhalt von solchen Menschen Kosten verursacht. Kosten, welche eine

    INFOLGE VON MASCHINENEINSATZ IMMER WEITER ABSACKEN MÜSSENDE KAPITALRENDITE

    zusätzlich schmälern. Die Georgia-Guidestones hat das Kapital beschriftet.

    Unglaublich, aber wahr. Sehr simpel alles. Beziehungsweise simpel logisch. Nun: Will die Menschheit sich der Logik des Kapitals unterwerfen!? Einer Logik, die in Selbstzerstörung, in Chaos und in Untergang führt. Wer siegen wird, ob wir Menschen, oder die Logik der Maschine namens Kapital, das entscheidet nur einer — der Mensch.

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    Verfasst von No_NWO | 2. Dezember 2020, 12:40
    • so isses…..leider schreien die Leute immer erst wieder nach sozialismus , wenn sie nix mehr zu beissen haben +kein Euro mehr in der Tasche ……bis dahin kleben sie immer noch an ihrem Kapitalismus , wie der sklave am Herrn

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      Verfasst von tom | 9. Dezember 2020, 2:27

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