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Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag, Besuch im Wuppertal

von John Graversgaard – https://einarschlereth.blogspot.com/

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Ein Gespenst geht durch Europa: Das Gespenst des Kommunismus

In diesem Jahr ist es 200 Jahre her, dass Friedrich Engels in der deutschen Stadt Wuppertal im Rhein-Kreis geboren wurde. Ich habe Wuppertal bei dieser Gelegenheit besucht, und hier sind einige politische Überlegungen.

Engels ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die die Geschichte bis in die Gegenwart beeinflusst hat. Engels‘ 200. Geburtstag wird in der Stadt Wuppertal gefeiert, siehe http://www.engels2020.de.

„Ein Gespenst geht durch Europa – das Gespenst des Kommunismus“. So beginnt das Kommunistische Manifest von 1848, geschrieben von Friedrich Engels und Karl Marx, und es endet mit dem Schlachtruf: „Die Proletarier aller Länder vereinigen sich.“

In mehreren anderen Schriften beschäftigte sich Engels mit den wirtschaftlichen Folgen und Disparitäten der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Zusammen mit Karl Marx formulierte er eine Kritik und Theorie des Kapitalismus, die bis heute lebendig ist.

Engels war ein scharfer Kritiker von Armut und Ausbeutung, und die Lektüre seiner Schriften, die gleichzeitig politische Pamphlete waren, kann eine gute Inspiration für die Humanisten und Sozialisten von heute sein.

Hören wir nur, was Engels über Wohnungsnot und den Wucher der Vermieter schrieb. Der Kapitalismus schafft Wohnungsnot und drängt die Arbeiter in den Städten, wo selbst der „berüchtigtste Schweinestall Mieter bekommt“, wie Engels in seinen Artikeln über die Wohnungsfrage schreibt:

„In einer solchen Gesellschaft ist der Wohnungsmangel kein Zufall; er ist eine notwendige Institution und kann mit all seinen Auswirkungen auf die Gesundheit usw. nur dann beseitigt werden, wenn die gesamte Gesellschaftsordnung, der er entspringt, grundlegend umgestaltet wird. Das aber traut sich der Bourgeois-Sozialismus nicht zu wissen. Er wagt es nicht, den Wohnungsnotstand aus den bestehenden Verhältnissen zu erklären. Und deshalb bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Wohnungsnot mit moralischen Phrasen als Folge der Niedrigkeit der Menschen, sozusagen als Folge der Erbsünde zu erklären“.

Engels beschreibt hier soziale Probleme, die wir noch immer vor Augen haben. Das Sozialsystem seiner Zeit hat sich nicht grundlegend verändert, außer dass es heute global geworden ist. Die grotesken Ungleichheiten und die bodenlose Armut im Europa des 19. Jahrhunderts finden wir bis heute in den Slums von Afrika, Indien und Brasilien. In den heutigen Metropolen gibt es eine systematische Wohnungs- und Grundstücksspekulation mit grotesk hohen Wohnungspreisen. Aufrufe an Politiker und die besitzenden Klassen, etwas zu unternehmen, sind allgegenwärtig, aber ein grundlegender Wandel erfordert eine organisierte Arbeiterklasse mit politischer Macht, um die Macht des Profits im Wohnungssektor zu brechen.

In seinem epochemachenden Buch von 1845 über die Situation der Arbeiterklasse in England schrieb Engels über die Lebensbedingungen, die heute noch im globalen Süden zu finden sind [Lieber John, Sie sind wohl lange nicht in NY oder Detroit oder in den slums von Paris oder Rom gewesen. D. Ü.]:

„Jede große Stadt hat einen oder mehrere Slums, in denen die Arbeiterklasse zusammengedrängt ist. Es stimmt, dass die Armut oft in versteckten Gassen in der Nähe der Paläste der Reichen wohnt; aber im Allgemeinen wurde ihr ein eigenes Territorium zugewiesen, wo sie, entfernt von den glücklicheren Klassen, sich so gut es geht durchschlagen kann.

Ich ging einmal mit einem solchen Bourgeois nach Manchester und sprach mit ihm über die schlechte, ungesunde Bauweise, den schrecklichen Zustand der Arbeiterviertel und behauptete, ich habe noch nie eine so schlecht gebaute Stadt gesehen. Der Mann hörte bis zum Ende ruhig zu und sagte an der Ecke, wo wir uns trennten: ‘Und doch wird hier eine Menge Geld verdient. Guten Morgen, Sir.’ Es ist dem englischen Bourgeois völlig gleichgültig, ob seine Arbeiter verhungern oder nicht, wenn er nur Geld verdient“.

Fangen Sie also an, Engels hier im 200. Jahr seiner Geburt zu lesen. Und besuchen Sie die Stadt Wuppertal, wo Sie auch eine Fahrt mit ihrer berühmten Schwebebahn unternehmen können.

 

Quellen:

Friedrich Engels

Zustand der Arbeiterklasse in England, 1845,

https://www.marxists.org/archive/marx/works/download/pdf/

condition-working-class-england.pdf

Frederick Engels: The Housing Question, 1872-73,

https://www.marxists.org/archive/marx/works/download/Marx_The_Housing_Question.pdf

 

John Graversgaard ist ein politischer Aktivist in Dänemark.

Der Artikel wurde mit Hilfe von DeepLtranslator übersetzt.

Quelle – källa – source

https://einarschlereth.blogspot.com/2020/11/friedrich-engels-200-geburtstag-besuch.html

Diskussionen

15 Gedanken zu “Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag, Besuch im Wuppertal

  1. Auf die Strasse, Genossen.

    Mit dem Plakat „Verbot aller faschistischen Organisationen!
    AfD-Aufmarsch verbieten! Nazi Liebich einsperren!
    Internationalistische Liste/MLPD“
    auf dem Rücken sammelten wir in Halle am Hallmarkt direkt vor Beginn erzreaktionärer Aufmärsche der faschistoiden und rassistischen AfD, von Corona-Leugnern, Verschwörungs-„Theoretikern“ und des Faschisten Sven Liebich, der eine SS aufbauen wollte, zu zweit unter Beachtung des Gesundheitsschutzes Unterschriften für die Wahlzulassung unserer Landesliste für die Bundestagswahl.

    Weiter sammelten wir für den Direktkandidaten für Halle, Adrian Mauson, und verkauften das Programm der MLPD.

    Die Hallenser sind genau wie der überwiegende Teil der Menschen im ganzen Land antifaschistisch eingestellt.
    Und wir werden ihnen auch weiterhin helfen, rechtes, faschistoides und faschistisches „Gedankengut“ zügig zu durchschauen. Ob es sich dabei um die links blinkenden und scharf rechts abbiegenden „Antideutschen“, um sogenannte Quer-„Denker“ oder sonst was für braune Abartigkeiten menschlichen Daseins handelt.

    https://www.rf-news.de

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    Verfasst von Rote Fahne | 1. Dezember 2020, 18:48
    • Da würde unser faktischer gesetzlicher Corona-Diktator, das von Big Pharma, WEF und Big Money auf den Thron gehobene Napoleon-Ferkelchen, aber wohl nicht so recht wissen, ob er bei seinen marxistisch-leninistischen Mitstreitern unterschreiben soll. Am ehesten wahrscheinlich, würde er euch huldvoll einen schönen Gruß an die KP Chinas ausrichten. Weil er euch für deren Agenten hält. Auch etliche später große grüne Obermacker sind Anfang der 1970er bei der KPD/ML gestartet.

      Geschichte wiederholt sich. Als Farce — aus der kollektiven Armgymnastik von vor 85 Jahren soll nun wohl ein kollektives Oberarmfreimachen werden!

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      Verfasst von No_NWO | 1. Dezember 2020, 20:41
    • Wow, die Proteste gegen die Coronapolitik der Regierung als faschistoides und faschistisches „Gedankengut“ und die Demonstrant*innen als braune Abartigkeit zu bezeichnen zeugt wirklich von antireaktionärer Politik. Das habe ich nun zügig durchschaut. Glückwunsch!

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      Verfasst von FightFascism | 2. Dezember 2020, 2:38
      • Getroffene Hunde bellen. Oder: Wer sich den Schuh anzieht, dem passt er…

        Für Liebe und Frieden und Völkerverständigung, das Grundgesetz und die Menschenrechte maskenlos mit der CLP (Corona-Leugner Polonaise) in den Untergang tanzen, gemeinsam neurechten Wanderzirkus der Bettelpatrioten und sich dabei wie Sophie Scholl fühlen. Die Geschichte endlich wieder komplett revidierbar, ohne zu befürchtende Repressalien wie die Guillotine fällt das natürlich auch leicht.

        Währenddessen gilt in Osteuropa schon seit Oktober Maskenpflicht:

        https://de.rt.com/russland/108242-steigende-corona-zahlen-russland-verscharft/

        Jürgen Elsässer war beim kommunistischen Studentenbund, und der steckt heute bis zu den Ohren im braunen Sumpf. Früher „nie wieder Deutschland“, heute verkündet er „die Wahrheit“.

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        Verfasst von Lucy | 2. Dezember 2020, 11:13
        • Klar, das bei den Protesten auch Rechte dabei sind ist unstrittig in meinen Augen. Das diese auch versuchen für ihre politische Agenda zu mobilisieren, ebenfalls unstrittig. Aber was folgt daraus?

          Die Rechte versuchte schon immer an Themen anzudocken, aber sind deshalb sind weder die Themen noch die Proteste falsch. Genau da liegt das Problem einiger. Sie lehnen die Themen, die Proteste und den Diskurs ab, weil „Nicht-Linke“ Personen dabei sind, damit können sie nicht umgehen. Getroffene Hunde bellen.

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          Verfasst von FightFascism | 2. Dezember 2020, 13:02
        • Es besteht zwischen den Themen und den teilnehmenden rechten ein ideologischer Zusammenhang: Egoismus (Freiheit) oder Verantwortung (Sozialismus). Aber selbst wenn man von richtigen Themen ausginge, wäre es nötig, sich gegen die teilnehmenden Rechten abzugrenzen, was wegen der ideologischen Nähe nicht geschieht.

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          Verfasst von LZ | 2. Dezember 2020, 13:07
        • Die Alternative «Egoismus (Freiheit) oder Verantwortung (Sozialismus)» ist ein wenig altbacken, irgendwie kaiserzeitlich untertänig. Als ob das eine das andere ausschließen würde. Mal ganz ganz höflich gefragt, bitte: Habt ihr sie noch alle? (Die Tassen, meine ich.)

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          Verfasst von No_NWO | 2. Dezember 2020, 13:23
        • An lz — Ihr könnt einen wirklich zur Weißglut bringen. Weil es Zahlen gibt, die eine unmißverständliche Sprache sprechen und jede Gegenbehauptung als bekloppten Blödsinn entlarven. Bitte, Leute, hier unten ein Auszug aus einem Beitrag des vielfach ausgezeichneten und respektablen Arztes Gerd Reuther:

          «Die Zahlen der Sterbe- und Krankheitsfälle für dieses Jahr entlarven die „Pandemie“ als Inszenierung. Zu keinem Zeitpunkt weist das Statistische Bundesamt in Wiesbaden eine Übersterblichkeit oder eine erhöhte Zahl kranker Menschen in Deutschland aus. In den Grippewellen der Jahre 2017 und 2018 gab es dagegen tatsächlich Übersterblichkeiten in den Monaten Januar bis März, die in diesem Jahr auch für März und April ausblieben. Für das Gesamtjahr ist unter Berücksichtigung der noch zunehmenden Überalterung eine Untersterblichkeit absehbar!»

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          Verfasst von No_NWO | 2. Dezember 2020, 14:53
        • Dieser Herr, ein Radiologe, irrt, um es einmal sehr sehr freundlich auszudrücken. Nichts von dem Behaupteten stimmt.
          Dass wir weltweit keinen Normalzustand haben was Sterbefälle betrifft, kann jeder in Datensammlungen zur Übersterblichkeit sehen, z.B. auf https://euromomo.eu/graphs-and-maps/.
          Viele Infos gibt es von einem Pneumologen bei https://twitter.com/Dorni oder bei https://twitter.com/epsilon3141
          Angesichts von aktuell täglich fast 400 Toten durch Ersticken trotz invasiver Beatmung immer noch beharrlich Unsinn zu verbreiten ist vielleicht Dummheit, aber gemeingefährliche Dummheit.
          https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/kartenansichten
          Aktuell in Berlin 213 invasiv beatmete Menschen und 581 in NRW. Davon wird beinahe die Hälfte sterben.

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          Verfasst von LZ | 2. Dezember 2020, 17:52
        • An lz — Ja, es läßt sich für alles ein Gegenargument finden. Ihr glaubt euch in der Mehrheit. Wenn es hart auf hart kommt, macht eure Seite 10% der Einwohnerschaft aus. Denn wer glaubt schon dem, was vom Staat und vom Großkapital beherrschte Medien erzählen, wenn mit eigenen Augen zu sehen ist, daß Corona ein Putschversuch ist mit dem Ziel, die allereinfachsten Grundlagen jeglicher gesellschaftlichen Ordnung zu zertrümmern.

          Es entscheiden nicht die hier zwischen uns im Netz ausgetauschten Argumente, sondern die Polizei- und Streitkräfte. Und denen braucht niemand die Welt zu erklären. Das können die selbst. Die Polizei-Demo von Valencia kündete unübersehbar von einer simplen Wahrheit. Daß letztendlich diejenigen entscheiden werden, welche das Wohl und Wehe der Gesellschaft in letzter Instanz in den Händen halten: die Waffenträger. Die machen vieles mit, aber nicht alles.

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          Verfasst von No_NWO | 2. Dezember 2020, 18:58
        • In diesem Punkt besteht völlige Übereinstimmung: „Die politische Gewalt kommt aus den Gewehrläufen“. Die Linken in den imperialistischen Metropolen haben schon immer beharrlich diese einfache Wahrheit ignoriert. Ehedem waren es die Bolschewiki als kleine Minderheit innerhalb der Linken, die nicht der Illusion verfielen, durch immer größere Demos und/oder einen Generalstreik alleine den Sturz der Bourgeoisie herbeiführen zu können. Als die Soldatenräte die Armee paralysierten und übernahmen, kontrollierten die Bürger nicht mehr die „gesonderten bewaffneten Einheiten“ (Lenin) zur Aufrechterhaltung der Herrschaft ihrer kleinen priviligierten Minderheit und ohne die bürgerliche Armee war es für die Arbeiterräte leicht, die Staatsmacht zu erobern.
          Dies ganz Grundsätzliche hat aber rein gar nichts mit den aktuellen Entwicklungen zu tun. Die Bourgeoisie benötigte angesichts der extremen Schwäche der Arbeiterklasse weder Corona noch sonstwas zur Errichtung einer offenen Diktatur. Die halbherzigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben haben auch nichts mit einer Diktatur zu tun. Nach „Rassismus“ und „Nazi“ wird der nächste Begriff durch inflationäre Verwendung relativiert und verharmlost.
          Wer die Coronamaßnahmen für „Diktatur“ hält, weiß offenbar rein gar nichts über die Verhältnisse bei der Errichtung einer wirklichen Diktatur.

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          Verfasst von LZ | 2. Dezember 2020, 19:19
        • Auch die Nazi-Diktatur war 1933 noch nicht fertig. Hierzu der Ökonom Stefan Homburg:

          «Das hier IST 1933. Damals gab es keinen Krieg und keine Lager. Es wurde erst die Demonstrations- und Meinungsfreiheit abgeschafft, dann das Rechts-, Presse- und Wissenschaftssystem gleichgeschaltet. Sechs Jahre später war man dann soweit.» [Ende Zitat]

          Vor allem jedoch hatte die Nazidiktatur eine geopolitisch völlig andere Aufgabe, als die Coronadiktatur heute. Hauptangriffsziel der damals global dominierenden anglo-amerikanischen Räuberbande war die UdSSR. Der gegen die UdSSR gerichtete Krieg der von jener anglo-amerikanischen Räuberbande aufgebauten Nazidiktatur sollte zudem auch Deutschland als potentiellen geopolitischen Konkurrenten massiv schwächen. Eine Rechnung, die mit Blick auf Deutschland gut aufgegangen ist.

          Heute verzichtet die auf Weltherrschaft ausgehende Strategie des anglo-amerikanischen Imperialismus auf die (derzeit zu riskante) militärische Attacke auf Rußland und will zunächst die Einwohnerschaften des gesamten Westens einschließlich der USA sowie Indiens drastisch reduzieren: Eliminierung kapitalistisch nicht mehr verwertbarer unnützer Esser. Dies mithilfe der mörderischen ökonomischen Folgen der Lockdowns. Hinzu unfruchtbar machendes eugenisches Impfen.

          Wie an den weltwirtschaftlichen Lockdown-Folgen allerdings ablesbar, haben diese China deutlich(!) gestärkt. Mit Inszenierung des großen Wuhan-Fakes hat China einerseits dem vom Westen geplanten Genozid zugearbeitet, andererseits ist es selbst ökonomisch deutlich(!) gestärkt aus der weltwirtschaftlichen Corona-Krise hervorgegangen.

          China hat sich zumindestens taktisch vorerst mit der westlichen Elite verbündet. Das chinesische Herrschaftsmodell hat sich als so sehr erfolgreich erwiesen, daß die westliche Elite nun bereit ist, es zu kopieren und auf dieser Basis in eine geopolitische Entente mit China einzutreten. Was nichts Gutes heißt, sondern NWO-Diktatur. Ein langer Winter ist angebrochen für einen Großteil der Menschheit. Kapitalismus führt zu Diktatur, Mord und Krieg. Sowas kommt von sowas. Die Historie ist ein strenger Lehrmeister.

          Zusammenfassend gesehen, findet sich nun eine verwickelt aussehende, aber dennoch verstehbare geopolitische Lage vor, welche das Aussehen der Corona-Diktatur bestimmt. China unterstützt die wahnsinnige genozidale NWO-Strategie des westlichen Kapitals, scheint aber nicht bereit, diese mörderische Strategie auch im eigenen Land durchzupeitschen. Alle verhalten sich entlang der von Kapital und Geopolitik vorgegebenen Logiken rational.

          In einem dürften wir uns wohl alle ziemlich einig sein. Wir gehören zu den Milliarden auf diesem Planeten, für die es nicht gut aussieht. Laßt uns um so mehr aufrecht bleiben und den Schulterschluß suchen. Verlieren können wir nicht mehr.

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          Verfasst von No_NWO | 2. Dezember 2020, 22:26
        • LZ schrieb: „Es besteht zwischen den Themen und den teilnehmenden rechten ein ideologischer Zusammenhang: Egoismus (Freiheit) oder Verantwortung (Sozialismus). Aber selbst wenn man von richtigen Themen ausginge, wäre es nötig, sich gegen die teilnehmenden Rechten abzugrenzen, was wegen der ideologischen Nähe nicht geschieht.“

          Mit einem Martin Sellner diskutieren muss ich auch nicht. Obwohl es sicher interessant wäre sich mal über Identitätspolitik von Rechts und Links auszutauschen, ob es da ideologische Nähe gibt.

          Bei den vielen anderen die ideologisch nicht in irgendwelchen fundamental- Positionen verharren, ist es aber gut. Kleine Impulse können große Veränderungen bewirken.

          Ich sehe große Hoffnung darin, dass mehr miteinander gesprochen wird. Peace und Liebe Grüße

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          Verfasst von FightFascism | 3. Dezember 2020, 2:01
        • Linke Identität bezieht sich primär auf die gemeinsame Weltanschauung (Arbeiter haben kein Vaterland), rechte auf gemeinsame Ethnie (Deutschland, Deutschland über alles). Es gibt aber Schnittmengen was Themen betrifft wie z.B. Heimatverbundenheit oder positiver Bezug auf Teile des kulturellen Erbes. Darum ist es wichtig klarzustellen was die linke Parole „Nie wieder Deutschland“ ausdrücken soll. Zudem gibt es bei den Rechten eine sehr große Bandbreite der Positionen: Es gibt Hitleristen aber auch Strasseristen, mit denen es zu diskutieren lohnt.

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          Verfasst von LZ | 3. Dezember 2020, 7:46
  2. „Und doch wird hier eine Menge Geld verdient. Guten Morgen, Sir.“ Der dies sagte, tat dies vermutlich zu jener später als «Liberalismus» bekannt gewordenen Ära, als noch freier marktlicher Wettbewerb vorhanden war und die Gewinne industrieller Kapitalisten so noch nicht von den überhöhten Preisen parasitiert wurden, welche das zwischen ca. 1870 und 1900 entstehende Monopolkapital für zahlreiche von den Industrien benötigte Grundstoffe einverlangte. Immobilienkapital tut es den Monopolisten nach. Indem es die Mietpreise hochtreibt, treibt es den Preis eines industriellen Grundstoffs hoch, nämlich der Arbeitskraft.

    Was aber sind überhaupt „überhöhte“ Preise? Diese kann es nur aus Sicht eines freien marktlichen Wettbewerbs geben. Dieser allein kann angeben, was ein leistungsgerechter Preis ist. Nur und allein mit freiem Wettbewerb kann sich eine für alle Kapitalbesitzer etwa gleiche Durchschnittsprofitrate ergeben. Übersteigen aber Renditen aus Mieten merklich den für das Industriekapital realisierbaren Renditedurchschnitt, wären solche Mieten aus Sicht des Industriekapitals logischerweise „überhöht“. Zudem zu bedenken, was geschehen würde, wenn der Arbeitskraft höhere Löhne bezahlt würden, um bessere Wohnungen mieten zu können! Was würde das Immobilienkapital dann wohl tun? Dumme Frage.

    Marx schrieb, die Kapitalistenklasse sei „ein untereinander Gerechtigkeit übender Verein,“ der das der Arbeiterklasse an Mehrwert Abgezwackte „gerecht untereinander verteilen“ würde. Im Blick hatte Marx da die gesamtmarkträumlich durchschnittliche Profitrate ausschließlich des industriellen Kapitals. Allein dies letztere verteilt untereinander „gerecht“. Wird es von Monopolisten parasitiert, sinkt die Durchschnittsprofitrate des industriellen Kapitals. Marx bezeichnete die Preise von Monopolisten darum als „Prellerei in großem Stil“. Am härtesten trifft solche Prellerei die Arbeitskraft — den gesellschaftlich letzten beißen die Hunde zuerst.

    Was nun ist von der genialen „marktradikalen“ Idee zu halten, den freien marktlichen Wettbewerb „wiedereinzuführen“? Einfach das Rad der Geschichte zurückdrehen. Ja, super! Etwas so extrem Hirnloses kann nur „libertär-anarchistischen“ Dummerchen wie Oliver Janich oder Markus Krall einfallen. Eine Prellerei und ein Parasitentum, die um etwa 1870 mit dem Monopolismus begannen und die sich mit dem Imperialismus ab 1900 dann bis ins Blutorgiastische hinein gesteigert haben (Stakeholder Value), einfach wieder umkehren!? Wie bitte, sollte das denn gehen!? Sind politisch-ökonomische Veränderungen kapitalistischer Gesellschaften doch durch technologische Veränderungen angetrieben: Technologie ruiniert Renditen; ruinierte Renditen zwingen zu Prellerei, Parasitentum, Raubzügen und Kriegen. So simpel ist das. Wollt ihr zurück zur Dampfmaschine, ihr anarchistischen Dummerchen!?

    Nichttraumtänzer sehen es nüchtern wie Friedrich Engels: „In einer solchen Gesellschaft ist der Wohnungsmangel kein Zufall; er ist eine notwendige Institution und kann mit all seinen Auswirkungen auf die Gesundheit usw. nur dann beseitigt werden, wenn die gesamte Gesellschaftsordnung, der er entspringt, grundlegend umgestaltet wird.“

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    Verfasst von No_NWO | 1. Dezember 2020, 17:08

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