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Ausland, Nordamerika

Neuer Spitzenberater des Pentagon will US-Truppen ’sofort‘ aus Syrien abziehen

von Drago Bosnic  – erstveröffentlicht bei  ZeroHedge – https://fort-russ.com/2020/11/major-new-pentagon-top-adviser-wants-us-troops-out-of-syria-immediately/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+fort-russ%2FvDTx+%28Fort+Russ+News+Service%29

Übersetzung LZ

Während Esper raus ist, schlägt Trumps neu im Amt befindlicher amtierender Verteidigungsminister bereits Wellen, wenn man bedenkt, wen er gerade erst an Bord geholt hat.

Der neue amtierende Chef des Pentagon, Christopher Miller, hat gerade den Posten des leitenden Berates des Verteidigungsministers an den Oberst der Armee, Douglas Macgregor, vergeben. Von entscheidender Bedeutung ist, dass Macgregor die amerikanischen Truppen sofort aus Syrien abziehen will (man stelle sich vor, welch Horror!), und dass er außerdem einen raschen Abzug in Afghanistan sowie an Orten wie der koreanischen Halbinsel wünscht.

„Der neu eingesetzte amtierende Pentagon-Chef von Präsident Trump holt einen hochrangigen Berater hinzu, um zu signalisieren, dass die Regierung den Abzug der US-Truppen aus dem Nahen Osten vor dem Ende seiner Präsidentschaft im Januar beschleunigen will, sagten drei Personen, die mit diesem Schritt vertraut sind, zu Axios“, schreibt Jonathan Swan.

Es scheint, dass Trump endlich und mit großer Verspätung jemanden an die Spitze gestellt hat, dessen eigene Ansichten die der Trump-Kampagne 2016 widerspiegeln. Er war der erste republikanische Kandidat in der Geschichte gewesen, der Bushs Irak-Krieg als eine riesige „Katastrophe“ brandmarkte, während er Wahlkampf machte auf der Grundlage einer nicht-interventionistischen Botschaft „Bringt die Truppen nach Hause“.

Natürlich haben Kritiker damals und heute den Präsidenten als „Isolationist“ fehlinterpretiert – was in den Kreisen der etablierten Außenpolitik längst zu einer negativen Beleidigung geworden ist.

Gegenwärtig geht man davon aus, dass sich zwischen 800 und möglicherweise bis zu 2.000 US-Mitarbeiter im Nordosten Syriens aufhalten, wo sie nach Aussagen von Trump in der Vergangenheit dazu da sind, „das Öl zu sichern“ und die dauerhafte Niederlage von ISIS sicherzustellen. Zunehmend stoßen sie sowohl auf russische als auch auf syrische Armeepatrouillen in einer Mission, die weder ein definiertes Endziel noch eine Ausstiegsstrategie zu haben scheint.

Wie Axios die angeblich „beunruhigenden“ und „entzweienden“ Ansichten von Macgregor darlegte:

In einem interview mit Tucker Carlson von Fox im Jahr 2019 sagte Macgregor, dass er dem Präsidenten raten werde, Afghanistan „so bald wie möglich“ zu verlassen, einschließlich der Entfernung der US-Botschaft aus Kabul, und dass Gespräche mit den Taliban unnötig seien.

Macgregor sagte auch, die USA müssten ihre Truppen sofort aus Syrien abziehen, und Amerika habe dort keine nationalen Interessen.

Er sagte: „Wir müssen den Iranern sehr genau zuhören … herausfinden, welche Interessen sie haben, und nach Gebieten suchen, in denen wir zusammenarbeiten können“, und dass die USA „die operative Kontrolle über die [koreanische] Halbinsel militärisch an Präsident Moon und die Koreaner übergeben müssen“.

Schon jetzt signalisiert Bidens Übergangsteam mit Nachdruck, dass es bei einigen Entscheidungen Trumps, vor allem bei der Reduzierung von etwa 12.000 US-Soldaten aus Deutschland, den Kurs umkehren würde.

Unterdessen veröffentlichte The Intercept am Mittwoch einen Bericht, in dem ein nicht namentlich genannter Regierungsbeamter zitiert wurde, der sagte, die jüngste Umstrukturierung des Pentagon sei die Vorbereitung auf einen erheblichen Truppenabzug an verschiedenen Brennpunkten.

„Der Präsident übernimmt wieder die Kontrolle über das Verteidigungsministerium. Es ist eine Wiedergeburt der Außenpolitik. Das ist Trumps Außenpolitik“, sagte der Beamte.

Lee Fang von The Intercept unterstrich, dass „die personellen Veränderungen, so der Beamte, dazu beitragen würden, den Weg für einen loyaleren Pentagon-Apparat zu ebnen, um Trumps Ziele zu verwirklichen, einschließlich des Truppenabzugs aus ausländischen Konflikten in letzter Minute“.

MAJOR: New Pentagon Top Adviser Wants US Troops Out of Syria ‘Immediately’

 

Diskussionen

4 Gedanken zu “Neuer Spitzenberater des Pentagon will US-Truppen ’sofort‘ aus Syrien abziehen

  1. Trump war ein Idiot, nicht Gabbard als Verteidigungsministerin anzuheuern.

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    Verfasst von zivilistin | 18. November 2020, 21:48
  2. Biden hat die Wahl mit klarem Vorsprung gewonnen. Er hatte 306 Stimmen von Wahlleuten, 270 sind für den Sieg nötig. In den USA wird der Präsident nicht direkt gewählt, sondern von Wahlleuten, die dem Wahlergebnis in ihren Bundesstaaten folgen. Im Endspurt des Wahlkampfs hatte Giuliani vergeblich versucht, Biden mit E-Mails von einem angeblichen Notebook von dessen Sohn Hunter Biden zweifelhafte Geschäfte in der Ukraine zu unterstellen. Zuletzt verbreitete er wiederholt ohne Belege Trumps Behauptungen weiter, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl durch Wahlfälschungen zugunsten Bidens gestohlen worden sei. Mehrere Klagen der Trump-Anwälte in verschiedenen Bundesstaaten sind vor Gericht bereits aus Mangel an Beweisen gescheitert.

    Die Veranstaltung hieß „Million MAGA March“, in Anlehnung an Trumps Wahlkampfmotto „Fake America Great Again“. Sprecherin Kayleigh McEnany erfand bei Twitter eine Million Teilnehmer. In der Praxis waren leider nur einige Tausend gekommen. Trump selbst twitterte es seien Hunderttausende gewesen.
    Nicht neues, schon die Amtseinführung wurde von Trump mit absurden Übertreibungen der Teilnehmerzahl begonnen.

    Die Polizei nahm zehn Trump-Demonstranten mit vollautomatischen Gewehren fest.

    Wie bisher trug nur eine kleine Minderheit der Teilnehmer der Demonstration eine Maske. Trump hatte in seinem Wahlkampf stets behauptet, die USA würden in der Pandemie bald über den Berg sein. Er verweist oft darauf, wie schnell er selbst seine Covid-19-Erkrankung überwunden habe. Dabei verschweigt er aber, dass er von 13 Ärzten mit experimentellen Antikörper-Medikamenten und Steroiden behandelt wurde und sogar beatmet werden musste.

    Die Corona-Situation in den USA gerät unterdessen ungebremst immer mehr ausser Kontrolle. Zuletzt gab es mit 184.514 Neuinfektionen einen neuen Rekordwert. An einem Tag starben 1.400 Menschen.

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    Verfasst von der eher magere Marsch | 15. November 2020, 16:25
    • Was hat Dein Beitrag mit dem Artikel zu tun? Nichts. Kein Linker sollte Trump zu einem Erlöser hoch stilisieren aber Biden ebenso wenig. Es ist immer noch so, wie Gore Vidal sagte: „Amerika hat ein Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln“.

      Warum also so ins Zeug werfen für einen freundlichen aber korrupten Rechten? Warum nicht über einen friedenspolitisch möglicherweise höchst positiven Schachzug berichten? Wozu dieses infantile „Ja, aber Biden“…?

      Gefällt 1 Person

      Verfasst von Fx | 15. November 2020, 17:59
  3. Seit wann darf man dem Pentagon glauben was die so rauslassen?

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    Verfasst von reinertiroch | 15. November 2020, 10:15

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