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Ausland, Nordamerika

Messen mit zweierlei Maß: Angebliche Einmischungen in US-Wahl und echte Wahleinmischungen der USA

von Thomas Röper – https://www.anti-spiegel.ru/

Während die USA ständig jedem vorwerfen, sich in ihre Wahlen einzumischen, tun sie das gleiche in anderen Ländern weltweit selbst völlig ungeniert. Das war der Sprecherin des russischen Außenministeriums eine bissige offizielle Erklärung wert, die ich übersetzt habe und die die Absurdität der US-amerikanischen Position deutlich aufzeigt.

Beginn der Übersetzung:

Am 30. September brachte das US-Repräsentantenhaus einen weiteren Gesetzentwurf ein, um ausländische „Einmischungen“ in die US-Wahl zu verhindern.

So viele Berichte, Resolutionen, Dokumente, Erklärungen und Petitionen werden in den USA täglich zu ein und dem selben Thema gedruckt: „Hört auf, Euch in die Wahl einzumischen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich andere Länder in die amerikanischen Wahlen einmischen.“ Wenn dies seit vielen Jahren das Hauptthema ist, sollten sie aufhören „Papier zu verschwenden“ und „Wind zu machen“. Wenn man solche Aussagen liest, wird deutlich, dass sie nicht von ernst zunehmenden Menschen geschrieben werden konnten.

Die Autoren dieses weiteren „Meisterwerks“ schlagen vor, unserem Land strenge wirtschaftliche Beschränkungen aufzuerlegen, darunter ein Verbot von Transaktionen mit Staatsanleihen, neue Sanktionen gegen führende Banken und Unternehmen des Energiesektors.

Da stellt sich eine Frage: Wollt Ihr Euer Wahlsystem vor Einmischung von außen schützen, oder wollt Ihr einen Grund für eine weitere Einschränkung der russischen Aktivitäten in einer Reihe von Bereichen finden, die nicht mit Ihren Wahlen zusammenhängen, aber die Ihr aktiv mit dem Thema verknüpft?

Das Thema der angeblichen „Einmischung“ Russlands in US-Wahlen ist seit vielen Jahren sichtbar und die Gesetzgeber in Washington gönnen sich keine Ruhe. Sie haben es immer noch nicht satt, anti-russische Initiativen zu produzieren, um unser Land und andere Staaten für einen angeblichen Einfluss auf die Wahlprozesse zu „bestrafen“. Wir kommentieren diese Vorwürfe und betonen ihre weit hergeholte, unbegründete Natur ständig.

Leider setzt sich der Einsatz solcher Instrumente im innenpolitischen Kampf in den Vereinigten Staaten fort. Das ist zu einem Faktor der US-Innenpolitik geworden. Es ist klar, dass da nur jemand versucht, zusätzliche Punkte im Rennen vor den Wahlen zu machen. Vor diesem Hintergrund wird es jedoch immer schwieriger, einen sinnvollen Dialog mit Washington aufrechtzuerhalten.

Dennoch verlieren wir nicht die Hoffnung, dass zumindest nach dem Ende Wahlen wieder der gesunde Menschenverstand vorherrschen wird und das im Kapitol nicht mehr die mystische Bedrohung der russischen „Einmischung“ Thema sein wird, sondern das Verständnis der Notwendigkeit, endlich damit zu beginnen, die komplexen Probleme zu lösen, vor denen Amerika selbst steht.

Mit einfachen Worten ausgedrückt: Es sind nicht wir, die sich in Eure Wahlen einmischen, sondern es seid Ihr, die die ganze Welt gezielt in Euren Wahlprozess hineinziehen.

Ein neues, aber nicht weniger ungeheuerliches Beispiel für die Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten war das jüngste Forum des US-Außenministeriums zum Thema „Nicaragua: Sind freie und faire Wahlen möglich?“

Insbesondere wurde berichtet, dass der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten von der nicaraguanischen Opposition einen Entwurf für eine Wahlrechtsreform des Landes erhalten habe, der angeblich der derzeitigen Regierung Nicaraguas vorgelegt werden sollte.

Warum sind die USA so in dieses Thema involviert? Angesichts der Haltung der Vereinigten Staaten und ihres politischen Establishments gegenüber ihren Nachbarn in der Region Lateinamerika darf man diese Frage nicht stellen.

Das bedeutet, das Dokument wurde Dritten und der Öffentlichkeit zur Diskussion und anscheinend zur Genehmigung vorgelegt, bevor der Adressat es gesehen hat. Das ist es, was vor sich geht. Und begleitet wird das von der Androhung neuer Sanktionen, sollte die Regierung in Managua die entsprechenden Forderungen nicht erfüllen.

Ich möchte meine Kollegen in Washington fragen: Warum versuchen Sie nicht, dasselbe System in Bezug auf sich selbst umzusetzen? Jeden Tag jagen Sie dem Gespenst der äußeren Einmischung in Ihren Wahlprozess hinterher und diktieren gleichzeitig souveränen Staaten Ihre Rezepte und drohen denjenigen, die Ihnen aus irgendeinem Grund nicht passen, mit allen möglichen „Strafen“.

Die Vereinigten Staaten zerstören systematisch die innenpolitische Situation in vielen Staaten und Lateinamerika ist keine Ausnahme, sondern nur eine weitere Bestätigung. Wir verurteilen diese Praxis.

Wir glauben, dass der Ansatz zur Lösung von Widersprüchen, ob in Nicaragua, Bolivien, Venezuela, Haiti oder anderswo, auf dem Völkerrecht basieren sollte und nicht auf „Regeln“, die sich irgendjemand ausdenkt und die sich ständig ändern, nirgendwo aufgezeichnet sind, die außerhalb von Moral und Gesetz stehen. Wir sehen keine Alternativen zur Lösung innenpolitischer Differenzen durch einen inklusiven Dialog aller Parteien, unabhängig von ihrer ideologischen Ausrichtung.

Ende der Übersetzung

Messen mit zweierlei Maß: Angebliche Einmischungen in US-Wahl und echte Wahleinmischungen der USA

Diskussionen

3 Gedanken zu “Messen mit zweierlei Maß: Angebliche Einmischungen in US-Wahl und echte Wahleinmischungen der USA

  1. So sieht Einmischung in eine Wahl aus:

    »Am Telefon verleugnete sich der eine, der andere spielte Kannitverstan, der dritte wollte mal darüber nachdenken: über die Rolle der US-Gäste des Moskauer Hotels „President“ im Wahlkampf für Rußlands Präsidenten.

    Ihre Identität und Funktion enttarnte die Washington Post zwei Tage vor der Stichwahl, zu spät für einen Gegenschlag der Kommunisten und Nationalisten Rußlands: Amerikaner hatten Boris Jelzins Wahlfeldzug organisiert.«

    Der vollständige Artikel von der Ausgabe des Spiegel vom 15.07.1996:
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8947088.html

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    Verfasst von Steamboat Willie | 11. Oktober 2020, 18:33
  2. Kennen Sie schon das Märchen von der magischen Wunderheilung von Donald Trump?
    Für schwere Verläufe gilt bei COVID-19 sonst eine Quarantäne von 20 Tagen, nicht für ihn. Krankenhäuser entlassen auch keine Patienten die intravenös mit Remedesivir behandelt und beatmet werden mussten. Dabei gehört er zu der in den USA grossen Gruppe der hochgefährdeten Personen: Alt (74) und extrem fettleibig. Gerade erst dem Tod knapp von der Schippe gesprungen, quasselt er sich schon wieder um Kopf und Kragen:

    “I’m back because I am a perfect physical specimen and I’m extremely young. And so I’m lucky in that way.“

    Es sind die Steroide, die da sprechen. Dexamethason wird wegen starker Nebenwirkungen (Manie, Realitätsverlust, Gedächtnisprobleme, Wutausbrüche, Aggressionen bis hin zu Psychosen) nur bei kritisch kranker Coronavirus-Patienten eingesetzt. Nun ist Donald Trump noch aufgeputschter und überdrehter als sonst. Wenn er die neuesten Umfragen lesen und verstehen würde, wäre er wahrscheinlich deprimiert und würde womöglich in China oder im Iran einmarschieren. Viele Patienten auf Steroiden berichten, dass sie sich unbesiegbar fühlen. (Die Betonung liegt auf „fühlen“).

    Das erklärt auch Trumps seltsames Verhalten in den letzten Tagen: Die Fahrt um das Krankenhaus um 20 Fans und bezahlten Klatschern zuzuwinken, Absetzen der Maske auf dem Balkon des weissen Hauses, Salutieren vor einem abfliegenden Hubschrauber, seine unregelmäßigen Tweets, die jede Chance auf ein Konjunkturpaket zunichte machten (das Dümmste, was ein Präsident Wochen vor einer Wahl je getan hat).

    Aber wie sollen die Menschen im Umfeld geschützt werden, die sich um diesen alten Mann kümmern müssen, der sich nicht isolieren will und keine Maske trägt? Es geht nicht nur um seinen Zustand, sondern auch um die Gesundheit vom Personal des weissen Hauses, Polizei, Armee, Personenschützer, Wachleute, Köche, Butler, Haushälter.

    Trump hat die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie mit voller Absicht wider besseren Wissens und kalkuliert in die Irre geführt und ist selbst daran erkrankt (wie Boris Johnson und Jair Bolsonaro):

    https://www.npr.org/2020/04/21/837348551/timeline-what-trump-has-said-and-done-about-the-coronavirus?t=1589313782433&t=1602425561700

    Die Veröffentlichungen von Trumps Steuererklärungen zeigt den Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit:

    Rückblick 2016, genau 4 Jahre vor seiner COVID-19 Infektion machte Trump sich über Kranke lustig:

    Trump 2016: „Hillary Clinton doesn’t have the fortitude, strength or stamina to lead in our world.“
    Tja Donald, Karma is a bitch…

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    Verfasst von Edward Snowden | 11. Oktober 2020, 16:43
  3. Das angebliche Einmischen der Russen ist die Erfindung der Amis die sich damit einen weiteren Kriegsgrund erschaffen haben, um sich dringend zu verteidigen, gell?

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    Verfasst von reinertiroch | 11. Oktober 2020, 9:19

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