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Lafontaine nach Kritik an Sarrazin-Treffen: „Schaum vorm Mund ersetzt keine Diskussion“

von https://deutsch.rt.com/

Der Linken-Politiker Oskar Lafontaine steht unter heftiger Kritik, nachdem er auf einer Podiumsdiskussion mit Sarrazin die Kosten für minderjährige Migranten kritisierte und meinte, es sei sinnvoller, nach dem Albert-Schweitzer-Modell den Menschen vor Ort zu helfen.

Der ehemalige Vorsitzende der Linken Oskar Lafontaine hat sich erneut zu der anhaltenden Kritik zu seinen Aussagen über die hohen Kosten minderjähriger unbegleiteter Migranten geäußert, die er im Rahmen einer Veranstaltung mit dem rechten Publizisten Thilo Sarrazin tätigte. In einem Beitrag auf den NachDenkSeiten monierte er, dass Kritiker heutzutage nicht in der Lage seien, eine sachliche Diskussion zu führen, und sprach sich dafür aus, den Menschen nach dem Modell Albert Schweitzers vor Ort zu helfen.

Der Politiker der Partei Die Linke hatte zuvor mit CSU-Politiker Peter Gauweiler an einer Podiumsdiskussion zu Thilo Sarrazins neuem Buch „Der Staat an seinen Grenzen: Über Wirkung von Einwanderung von Geschichte und Gegenwart“ teilgenommen. Sarrazin war erst Ende Juli wegen seiner islam- und migrationskritischen Äußerungen aus der SPD ausgeschlossen worden. Aber nicht nur die Teilnahme an der Veranstaltung sorgte für Kritik, sondern auch seine Äußerungen zu minderjährigen unbegleiteten Migranten.

Lafontaine kritisierte während der Podiumsdiskussion die hohen Kosten für minderjährige unbegleitete Migranten, die etwa 5.000 Euro pro Monat betragen. Deren Notwendigkeit könne man „einer Sozialrentnerin nicht guten Gewissens erklären“. Verschiedene Vertreter der Linkspartei warfen ihm vor, die Ärmsten gegeneinander auszuspielen und forderten seinen Rücktritt aus allen Ämtern in der Linken:

Jemand, der sich mit Rassisten wie Sarrazin ein Podium teilt und die Interessen Geflüchteter gegen deutsche Rentner ausspielt, darf kein öffentliches Amt für die Linke bekleiden.

Auch die Parteivereinigung „Antikapitalistische Linke“ forderte, dass Oskar Lafontaine „unverzüglich alle politischen Ämter niederlegt, in denen er die Politik der Linken vertreten müsste“.

Der ehemalige Vorsitzende von Die Linke verteidigte im Neuen Deutschland jedoch seine Teilnahme an der Veranstaltung und erachte es als notwendig, auch mit Vertretern anderer politischer Richtungen zu diskutieren:

Wo kommen wir denn hin, wenn wir nicht mehr mit Politikern diskutieren, die völlig konträre Auffassungen haben, solange sie keine Nazis sind?

Lafontaine zufolge solle man auch weiterhin an Talkshows teilnehmen, in denen auch AfD-Politiker teilnehmen. Weiterhin erläuterte Lafontaine, dass er – im Gegensatz zu Sarrazin – der Meinung sei, dass die Mittelschicht von der Zuwanderung profitiere, während die Ärmsten Nachteile haben. Dies betreffe die Herkunftsländer durch die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte und in den Aufnahmeländern durch den steigenden Lohndruck im Niedriglohnsektor und steigende Mieten. Auch sei er der Meinung, dass es sinnvoller sei, finanzielle Mittel einzusetzen, um die Lage vor Ort zu verbessern.

In einem Beitrag im Online-Magazin NachDenkSeiten legte er nun noch einmal nach und erklärte, dass die Grundlage jeder linken Politik sein müsse, den Ärmsten zu helfen. Da das Geld aber nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, müsse man Entscheidungen treffen:

Wer, wie manche ‚Linke‘, einwendet, man dürfe die Ärmsten nicht gegeneinander ‚ausspielen‘, kann sich noch nicht einmal an der Haushaltsberatung einer Gemeinde beteiligen, da muss man sich nämlich beispielsweise entscheiden, ob man das Geld für Obdachlose, die Einrichtung einer Kita in einem sozialen Brennpunkt oder den sozialen Wohnungsbau ausgibt.

Man verweigere sich – wie bei Abschiebungen – einer ehrlichen Diskussion. Lafontaine zufolge könne man zwar anderer Meinung sein, aber „Schaum vor Mund ersetze keine Diskussion“. Er halte es für gerechter, den Ärmsten in den Lagern in den Krisenregionen zu helfen, da man dort die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen verbessern könne, statt durch Migration einigen Ausgewählten hierzulande zu helfen. In seinem Beitrag erwähnt er auch, dass allein in Afrika voraussichtlich 400.000 Menschen zusätzlich an Malaria und HIV sterben werden, da es durch die Corona-Krise zu Engpässen bei Medikamenten und Lebensmitteln kommt. Lafontaine zufolge sei fragwürdig, warum diesen niemand helfen wolle.

Es sei sinnvoller, nach dem Modell Albert Schweitzers gut ausgebildete Menschen aus Industrieländern in ärmere Staaten schicke, damit diese dort helfen. Die Politik der offenen Grenzen sei ursprünglich eine Politik von konservativen US-Amerikanern wie Charles und David Koch. Dazu beruft er sich auf den linken US-Politiker Bernie Sanders:

Das ist ein Vorschlag der Koch-Brüder. Was die Rechte in diesem Land liebt, ist doch eine Politik der offenen Grenzen. Bring jede Menge Leute, die für zwei oder drei Dollar die Stunde arbeiten.

Mehr zum Thema –Keine Arbeitermacht: Die Linke verliert die Abgehängten an die AfD

https://deutsch.rt.com/inland/107381-lafontaine-nach-kritik-an-sarrazin/

Diskussionen

13 Gedanken zu “Lafontaine nach Kritik an Sarrazin-Treffen: „Schaum vorm Mund ersetzt keine Diskussion“

  1. Diametral zum ideellen Albert-Schweitzer-Modell ruft Oskar Lafontaine die Menschheit real zur Ethik der Herabwürdigung von jungem migrantischem Leben aus unterdrückten afrikanischen Nationen und alternativ zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben von „Sozialrentnerinnen“ der unterdrückenden deutschen Nation auf.

    Lafontaines äußerst anrüchige Ethik postuliert ohne falsche Scham einen unüberbrückbaren Unterschied zwischen wertvollem und weniger wertvollem, höherem und niederem menschlichem Leben und baut damit gänzlich auf eine völlig aus der Zeit gefallene postkoloniale Abgrenzung der Nationen.

    Dass die unterdrückende Nation Deutschland ihre imperialistischen Strukturen beispielsweise in Politik und Ökonomie keineswegs zeitnah dialektisch dekolonisierend zugunsten einer polit-ökonomischen Souveränität der unterdrükten afrikanischen Nationen überwinden wird, kalkuliert Lafontaine ungeniert und absichtlich ein.

    Die in Afrika fortdauernden geoökonomischen und geopolitischen deutschen Interessen und die Aussperrung afrikanischer Geflüchteter aus der Festung Europa verklärt Lafontaine fadenscheinig zur Solidarität mit „Sozialrentnerinnen“, tatsächlich aber meint er, der deutschen Lohnabhängigen-Aristokratie und ihrer Vertreter, die faktisch dem Lager des Großkapitals zuzuschreiben sind, nach dem Mund reden zu müssen.

    Mit Lafontaines Negierung der universell geltenden Menschenrechte, seinem zwischen deutschem und afrikanischem unterscheidendem Menschenbild, wird der Begriff Solidarität zur Leerformel degradiert, um nicht zu sagen die Abwehr vermeintlicher afrikanischer Konkurrenz verherrlicht, da er den Kern des Begriffs, die Gesinnung einer internationalen Gemeinschaft mit starker innerer Verbundenheit, entwürdigend zum Wählerstimmenfang aus dem mitte-rechten Milieu menschenökonomisch für die Partei Die Linke zu nutzen sucht.

    Es gerät zur Linken-Farce, wenn Solidarität im Sinne von Geschwisterlichkeit als höchstem Trumpf gegen globale Ausbeutung von Lafontaine handstreichartig offen verhöhnt wird und er auf die Erfüllung einer fragwürdigen Zivilisationsmission setzt mit „gut ausgebildeten Menschen aus Industrieländern“, aber ohne jedwede staatsbürgerliche Gleichheit für die Menschen der „Entwicklungsländer“, die zwangsläufig eine weitere Verfestigung der Assymmetrie zwischen afrikanischen Nationen und der deutschen Nation generiert.

    Wie das Beispiel der „Ausspielung der jugendlichen afrikanischen Migranten gegen deutsche Sozialrentnerinnen“ zeigt, führt Lafontaine bewusst fälschlich, trotz temporärer Aufhebung der Schuldenbremse und der Billiarden zur Rettung des Großkapitals, dennoch Haushaltsetat-Limit-Argumente in sein ausgesprochen migrantenfeindliches Diskurs-Feld.

    Bedauerlicherweise wird Lafontaine, der eingefleischte Opportunist, zum Sozialchauvinisten tendierende und zunehmend mit dem völkischen Nationalismus verschmelzende Vordenker der Partei Die Linke garantiert nicht einschneidend zurückgepfiffen.

    Fiebert doch die Partei Die Linke nach einer Bestätigung ihrer Regierungsfähigkeit, die aus ihrer Sicht einen Volksparteicharakter voraussetzt, der auch Umvolkungsfantasien der Rechten befeuern darf, die Begrenzung der Zuwanderung goutiert und Elendslager an der EU-Außengrenz-Festung bestenfalls als Fußnote einfügt.

    Die wirtschaftpolitische Ausbeutung und die politische Unterdrückung aller Armen und Prekarisierten in Afrika und Deutschland kann mit Lafontaines verbrämend als Albert-Schweitzer-Modell deklariertem Lösungsansatz weder rechtlich noch moralisch legitimiert werden und die Verachtung der unterdrückten afrikanischen Nationen wird die Spaltung und Teilbestechung der Lohnabhängigen in der unterdrückenden Nation Deutschland eher weiter zum Verrat an den Klassenfeind animieren, denn zum Einsatz für die Rechte Geflüchteter motivieren.

    Unschwer vorauszusagen, dass das völkisch-nationalistisch ethnisierende Triumvirat Oskar Lafontaine (Die Linke), Peter Gauweiler (CSU) und Thilo Sarrazin (ehemals SPD) die unbarmherzigen Verteilungskonflikte um knappe Ressourcen nicht mal ansatzweise lösen, sondern vielmehr verschärfen wird.

    Nur eine international solidarisch agierende Welt kann die gerechte und friedvolle Eigenschaft entwickeln, tendenziell den Antagonismus der Nationen zu überwinden und zu einem sozialen Produkt einer ganzen historischen Epoche heranzuwachsen.

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    Verfasst von Rosa | 7. Oktober 2020, 23:01
  2. Die Diskussionkultur hat sehr gelitten. Es geht nur noch darum seinen eigenen Vorurteile zu bewahren und zu bestätigen. Bei Diskussionen mit Esoterikern und Schwurbeltheoretikern muss bei bei Denkblockaden und Beratungsresitenz wegen Aussichtlosigkeit abbrechen.

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    Verfasst von Tony Mahoni | 6. Oktober 2020, 16:31
  3. „..Lafontaine kritisierte während der Podiumsdiskussion die hohen Kosten für minderjährige unbegleitete Migranten, die etwa 5.000 Euro pro Monat betragen. Deren Notwendigkeit könne man „einer Sozialrentnerin nicht guten Gewissens erklären“. Verschiedene Vertreter der Linkspartei warfen ihm vor, die Ärmsten gegeneinander auszuspielen und forderten seinen Rücktritt aus allen Ämtern in der Linken: ..“

    OMG, auch diese Partei ist fertig. Es ist wie in CDUSPDGrüneFDP keine Diskussion mehr möglich. Hingegen wird strengstens auf Linientreue geachtet, die dürfen alle nur innerhalb des vorgegebenen Rahmens das erlaubte nachplappern.

    Das ist wie in Sekten, in denen über die Realität nicht gesprochen werden darf. Ich sag’s nur ungern, aber das wird für uns alle noch ganz übel werden.

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    Verfasst von Daudi | 4. Oktober 2020, 22:58
  4. Oskar Lafontaine ist dazu bereit die durch den immensen Migrationsdruck ausgelösten Sorgen und Probleme der europäischen Bevölkerung wahrzunehmen und darüber zu reden.
    Das ist m.E. äußerst ehrenwert und mutig.
    Würden wir, wie es von vielen seiner Kritikern gefordert wird, alle europäischen Grenzen öffnen, wären wir eingeborenen Europäer innerhalb kürzester Zeit in der Minderheit.
    So viele Menschen träumen von einem Leben in Europa/Deutschland.
    Nicht unsere Kultur, die ja auch zum Teil ein Resultat unserer Befreiungskämpfe ist wäre auf vielen Schulhöfen und an vielen Arbeitsplätzen ausschlaggebend, sondern die der Zuwanderer.
    Zumeist ohne ein Recht auf Religionskritik, ohne Gleichberechtigung von Frau und Mann, ohne Akzeptanz von Homosexuellen, ohne ein Bekenntnis zum Laizismus und zur Aufklärung.
    Sogenannte Linke die fordern das wir zur Minderheit im eigenen Land werden gefährden damit viel, wofür sie an anderer Stelle selber auch gekämpft haben.

    Diese Erkenntnis hat auch nichts damit zu tun das man der AfD nach dem Mund redet.
    Viele AfD-Unterstützer sind der Meinung das z.B. Muslime intellektuell nicht in der Lage sind Religionskritik, Gleichberechtigung, Laizismus und Aufklärung zu verinnerlichen.
    Diese Einstellung ist natürlich abzulehnen.

    Viele potentielle Zuwanderer haben m.E. unterschiedliche Gründe unsere Art zu leben abzulehnen.
    Der Postkolonialismus und der US-Imperialismus offenbaren die Doppelmoral an der der sogenannte „Wertewesten“ erkrankt ist.
    Für uns hier wollen wir Wohlfahrt und Rechtssicherheit, in anderen Ländern ermorden wir die Menschen mit Drohnen, rauben ihnen die Lebensgrundlage durch subventionierte Importe, putschen Menschenfeinde an die Macht um an billige Ressourcen zu kommen usw..

    Vor allem aber erhalten unsere Regierungen die weltweite Ungleichheit durch das Weltwährungssystem, welches den gigantischen Migrationsdruck überhaupt erst auslöst.
    Die Menschen fliehen aus Ländern mit schwacher Währung und wollen in Länder mit starker Währung.
    Um die Chance zu haben sich mit eigener Hände Arbeit ein Leben in Wohlstand aufzubauen.

    Ohne Kaufkraft entsteht m.E. Deflation, Produktion lohnt sich nur noch extrem eingeschränkt. Waren müssen immens preiswert sein, damit ein Großteil der Bevölkerung sie sich leisten kann.
    Märkte haben dadurch nur einen Bruchteil ihrer potenziellen Größe, die Wirtschaftssysteme von sehr vielen Ländern auf diesem Planeten leiden m.E. darunter, dass ist die Ursache dafür das so viele Menschen ihre Heimat verlassen wollen, dass gilt es m.E. zu ändern.
    Große Probleme erfordern öfter mal auch große Lösungen.
    Probleme zu bestreiten und von der eigene Bevölkerung zu verlangen, dass sie ohne murren zur Minderheit wird, so wie es viele Kritiker von Oskar Lafontaine gerade tun ist das was in Wirklichkeit Rechte wie AfD, Trump und Co. stärkt.

    Liebe Grüße

    PS:
    Würden wir Jeff Bezos und alle anderen die unsere Märkte beliefern dürfen angemessen besteuern, hätten wir genug Geld, sowohl für Sozialausgaben, als auch für Flüchtlingskinder aus Moria, dieses Argument ist also m.E. nicht zu 100% schlüssig.

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    Verfasst von Clara | 3. Oktober 2020, 13:10
  5. Da ist sie wieder, jene von Lenin politisch-ökonomisch beweiskräftig nachgewiesene „Arbeiteraristokratie“ als Büttel des Großkapitals! Oskar und die „antikapitalistische“ Idiotenlinke unterhalten uns mit dritt- und viertrangigen Themen, falls nur einmal das Maß angelegt wird, daß derzeit vor unser aller Augen der ungeheuerlichste Holocaust der Menschheitsgeschichte stattfindet: ein bewußt und gezielt mittels der verrückten Lüge von einer „Pandemie“ angezettelter Massenmord an Abermillionen von Erdenbewohnern.

    Die von Oskar und Co. während einer solchen Gesamtlage befeuerte Debatte ist entweder Ausdruck totaler Realitätsuntauglichkeit oder völliger moralischer Verkommenheit. Für die arbeiteraristokratischen Hilfsdiener des internationalen Großkapitals wird beides letztere zutreffen. Pfui Deibel!

    Zwar beim Gemischtwarenhökerer kenfm publiziert, aber in der Aussage hart am Wind der Wirklichkeit hier nun drei Links:

    https://kenfm.de/rechtsanwalt-dr-reiner-fuellmich-fasst-die-vorlaeufigen-ergebnisse-des-corona-untersuchungsausschusses-zusammen/

    https://kenfm.de/die-gewerkschaften-als-buettel-der-corona-zwangsdigitalisierung-von-hermann-ploppa/

    https://kenfm.de/die-masken-fallen-die-oligarchen-nehmen-das-heft-in-die-hand-von-christian-kreiss/

    Und dann auch Norbert Häring:

    https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/kapitalismus-1-macht/

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    Verfasst von No_NWO | 3. Oktober 2020, 12:04
    • @ No_NWO

      1,033,791 Tote durch COVID-19 weltweit, die Zahl der Infizierten nimmt kontinuierlich zu und Sie bestreiten die Gefahr von SARS-CoV-2 ?
      Sie meinen die USA, Russland, Kuba und alle anderen Staaten, sowie die Oligarchen, die die Welt eh beherrschen gaukeln uns gemeinsam die Pandemie nur vor und beweisen kann man diese ihre „Theorie“ mit dem Fehlverhalten der Regierungen in den letzten 200 Jahren?
      Das alles um einen Lockdown zu erzwingen und so den „Massenmord an Abermillionen von Erdenbewohnern“ zu initiieren?
      Märkte/Käufer sind das wertvollste im Kapitalismus, wieso sollten die Reichen ihre Kunden umbringen wollen?
      Und woran werden die Menschen ihres Erachtens sterben?
      In den USA z.B. gibt es Nahrungsmittelhilfen, dass Land hat aber 213,543 an COVID-19 Gestorbene.
      Und das mit Schutzmaßnahmen, wenn auch unzureichende, ohne wären es noch weitaus mehr.
      In vielen anderen Ländern gibt es ebenfalls Nahrungsmittelhilfen, was auch wirklich extrem wichtig ist.
      Dort wo das nicht so ist müsste sich das dringend ändern.

      Meines Erachtens ist es umgekehrt, diejenigen die die Gefahr von SARS-CoV-2 bestreiten und gegen die Schutzmaßnahmen sind wollen den Tod von zig Millionen Menschen riskieren/in Kauf nehmen und das ist m.E. absolut kritikwürdig.

      Gefällt 1 Person

      Verfasst von Clara | 3. Oktober 2020, 14:09
      • Clara, Sie sind eine nicht in Amt und Würden stehende Einzelperson. Seien Sie also beruhigt. Auf Sie findet das Völkerstrafrecht keine Anwendung.

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        Verfasst von No_NWO | 3. Oktober 2020, 14:57
      • Wenn man erst einmal bis zum paranoiden Wahn komplett gehirngewaschen wurde, ist man gegen Argumente und Logik immun. Das funktioniert bei Scientologen, qanon Sekten und extremistischen Organisationen ähnlich.

        https://www.heilpraxisnet.de/symptome/verschwoerungswahn-und-verschwoerungstheorie/

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        Verfasst von WWG1WGA Borderline Collective | 3. Oktober 2020, 15:12
        • Danke für Hinweis. Zur Ergänzung folgende historisch allegorische Darstellung ==>

          Adolf Eichmann war Verwaltungsfachmann, intelligent, kultiviert – er spielte klassische Violine und dies sogar passabel – und hat sicherlich keines seiner Opfer auf deren Stationen Verhaftung, Transport und Tötung je mit Händen berührt. Des letzteren wegen hoffte er, sich vor seinem Jerusalemer Richter aus der Verantwortung stehlen zu können. Er gab den dummen Trottel, um so den Eindruck zu erwecken, einem wie ihm könne die moralische Verwerflichkeit seines Tuns nicht bewußt gewesen sein. Zumal er doch „nur Anordnungen ausgeführt“ habe. Er spielte das für viele überzeugend. Für Hannah Arendt so sehr, daß sie sich veranlaßt sah, den Begriff von der „Banalität des Bösen“ zu prägen. Sie war Eichmanns Maskerade aufgesessen. Der Jerusalemer Richter nicht. Er verurteilte Adolf Eichmann zum Tode.

          Nur die Besten der besten Jura-Absolventen kommen in ein Richteramt. Offenbar verstand dieser Richter etwas vom Bösen. Daß es weder intelligent noch dumm ist. Und daß es sich in den Mittel- und Oberschichten selbstverständlich kultiviert auslebt.

          SS-Chef Heinrich Himmler hielt 1944 in Posen vor SS-Führungspersonal eine Rede, um die „Moral“ seiner Massenmörder zu stärken. Diese Rede ist, so weit ich weiß, in voller Länge als Tondokument erhalten geblieben. In etwa: „Daß wir trotz all dem nervlich Belastenden im Angesicht der Endlösung der Judenfrage ANSTÄNDIG GEBLIEBEN SIND, das werden uns kommende Generationen hoch anrechnen.“

          Heinrich Himmler war vor seiner NS-Karriere Lehrer gewesen. Was kann er gemeint haben mit „anständig geblieben sind“? Die vom deutschen Staat zur Erforschung des Holocaust bestallte Historikerkommission nennt eine Zahl von wenig mehr als 10.000 Personen, die den organisierten nazifaschistischen Massenmord unmittelbar händisch ausgeführt haben, die ihre Opfer bei Verhaftung, Transport und Tötung also berührt haben, im (seltenen) Falle von Widerstandshandlungen auch einmal in brachialer Weise. (Appendix: Die Gaskammern und Verbrennungsöfen zu betreiben, wurde „Volksdeutschen“ übrigens nicht zugemutet. Sondern willigen „Nichtariern“. Im Nazijargon waren diese ihrer ethnischen Zugehörigkeiten wegen meist „slawische Untermenschen“.)

          Mit solchem „Gesockse“ machte sich Elite, welche der arischen Rasse angehörte, und erst recht ein hoch elitärer SS-Mann nicht gemein. Auch nicht mit den gröhlenden SA-Horden, welche gemeinsam mit deutschen Zivilisten in der „Reichskristallnacht“ Synagogen in Brand steckten, jüdische Geschäfte plünderten und deren Personal mißhandelten.

          Nun wird das Ethos des kultivierten Massenmörders deutlich. Er hatte sich emotional unter Kontrolle und verfiel nicht in eine ekstatisch entgrenzte Lust an brachialer Gewalt. Er tötete aus sachlich notwendigen und also „höheren“ Beweggründen, nicht aus dem niederen Beweggrund der Mordlust. Er war ja kein Mob, sondern kultiviert — auch beim Morden.

          Er war „anständig“! Und ganz so, wie es Eichmann gelungen war, Hannah Arendt zu täuschen, ist es den Kultivierten unter den Nazi-Massenmördern gelungen, die Nachwelt über das Erscheinungsbild des „typischen Nazis“ zu täuschen. Kultivierte Nationalsozialisten kommen in diesem Erscheinungsbild nicht vor.

          Nun hätten wohl die meisten kultivierten wie auch die nichtkultivierten Nationalsozialisten ihren Richtern ehrlich vortragen können, sie hätten fest an die antijüdische NS-Propaganda geglaubt und seien sich deshalb zu keiner Sekunde einer Schuld bewußt gewesen. „Ich war von der Richtigkeit der wissenschaftlich begründeten nationalsozialistischen Rasselehre fest überzeugt, Herr Richter!“

          Bitte, Herr Spahn, muß ich weiter ausführen?

          Oder haben Sie verstanden?

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          Verfasst von No_NWO | 4. Oktober 2020, 7:30
      • Immer noch nicht kapiert das bei der ganzen Sache um die Profite der Profiteure geht, hm? Und das auf einer linken, kommunistischen Seite?

        Das finde ich total merkwürdig, es werden Billionen verschoben, unter anderem in die Pharmaindustrie. Es ist doch so offensichtlich das es darum geht und nicht um Gesundheit oder Menschenleben. Seit wann scheren sich die Kapitalisten der Pharmaindustrie um Menschenleben?

        Prediction: Child Mortality Will Rise For The First Time In 30 Years Due To Lockdowns

        https://www.gretglyer.com/prediction-child-mortality-will-rise-for-the-first-time-in-30-years-due-to-lockdowns/

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        Verfasst von M.Name | 4. Oktober 2020, 23:14
        • Um es kurz zusammenzufassen, bitte: Linke schützt vor Gehorsam und Glauben nicht.

          GEHORCHT den Autoritäten und GLAUBT der Wissenschaft!

          Gehorcht Merkel und Spahn! Und glaubt Drosten und Wieler!

          Denn die da oben sind vom lieben Gott eingesetzt und wissen schon, was richtig ist.

          •••••

          Und jetzt verrate ich das große Geheimnis: Die sind tatsächlich vom lieben Gott eingesetzt. Um dem Untertanen ein für allemal den Teufel seines Obrigkeitsgehorsams und seiner Wissenschaftsgläubigkeit auszutreiben.

          Wo gelogen und betrogen wird, braucht es immer zwei: Einer der lügt, und einer der die Lüge glaubt. Einer der die höhere Weisheit/Wissenschaft offenbart, und einer der sich hat einreden lassen, er sei zu blöde, um 1 und 1 zusammenzählen zu können.

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          Verfasst von No_NWO | 5. Oktober 2020, 9:46
        • Die USA, die europäischen Staaten, Russland, China und viele andere haben sich dazu abgesprochen, absichtlich ihre gesamte Wirtschaft an die Wand zu fahren, damit die Pharmaindustrie Milliarden verdient. Das hört sich total logisch an.

          Außerdem kann man das Virus ja nicht sehen. Also gibt es das gar nicht.

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          Verfasst von Steamboat Willie | 5. Oktober 2020, 12:05
        • Richtig, Steamboat Willie, das sind hier die Fragen:

          Stehen hinter dem aktuellen Weltgeschehen die „Profitinteressen von Bill Gates und der Pharmaindustrie“?

          Oder geht es um Sein oder Nichtsein der superreichen globalen Elite?

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          Verfasst von No_NWO | 6. Oktober 2020, 8:48

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