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Ausland, Naher Osten

Israel schickt Waffen nach Aserbaidschan, während der Kampf mit Armenien weitergeht

von Dave DeCamp – http://www.antikrieg.com/

Aserbaidschanische Frachtflugzeuge flogen wegen Waffen häufig nach Israel

Israelische Waffen schüren die Kämpfe Aserbaidschans mit Armenien in der umstrittenen Region Berg-Karabach. Hikmet Hadschijew, Assistent des Präsidenten von Aserbaidschan, sagte gegenüber israelischen Medien, dass das aserbaidschanische Militär bei den jüngsten Gewalttätigkeiten israelische Angriffsdrohnen eingesetzt hat.

Israel und Aserbaidschan sind wichtige Handelspartner. Die beiden Länder haben gemeinsam Verteidigungsabkommen unterzeichnet, und man geht davon aus, dass Israel das aserbaidschanische Militär mit 60 Prozent seiner Waffen versorgt. Israel bezieht eine große Menge seines Öls und Erdgases aus Aserbaidschan. Aserbaidschanische Frachtflugzeuge wurden kürzlich auf einem Luftwaffenstützpunkt im Süden Israels gesichtet.

Es kommt relativ häufig vor, dass aserbaidschanische Frachtflugzeuge auf diesem Stützpunkt landen, aber der Zeitpunkt und die Häufigkeit der jüngsten Flüge deuten darauf hin, dass der Konflikt durch israelische Waffen angeheizt wird. Laut Haaretz landeten am vergangenen Donnerstag, nur wenige Tage vor Ausbruch der Kämpfe, zwei aserbaidschanische Frachtflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 auf dem Stützpunkt. Zwei weitere Frachter kamen am Dienstag und Mittwoch an, was bedeutet, dass die aserbaidschanischen Streitkräfte ihre Waffenbestände weiter aufstocken konnten.

Hadschijew sagte, dass die Aseris „die Zusammenarbeit mit Israel, insbesondere die Verteidigungszusammenarbeit sehr schätzen“. Bisher hat Israel zu den Kämpfen in Berg-Karabach geschwiegen. Auf die Frage, ob dieses Schweigen die Aserbaidschaner beunruhigt, sagte Hadschijew: „Nein, nein, Israel und Aserbaidschan verstehen unsere Situation“ und zitierte mehrere Abkommen zwischen den beiden Ländern.

Die Kämpfe in Berg-Karabach dauerten am Mittwoch den vierten Tag lang an und lassen keine Anzeichen einer Verlangsamung erkennen. Die Türkei wurde beschuldigt, im Namen der Aseris in die Kämpfe einzugreifen, wobei Armenien behauptet, Ankara setze F-16 ein, um armenische Kampfjets abzuschießen. Die Türkei bestreitet den Vorwurf. Berichten zufolge soll Ankara seinem Verbündeten noch auf andere Weise geholfen haben, indem es Söldner aus Nordsyrien in die Region schickte, um Aserbaidschan zu unterstützen.

erschienen am 30. September 2020 auf > Antiwar.com Artikel

http://www.antikrieg.com/aktuell/2020_10_01_israelschickt.htm

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Israel schickt Waffen nach Aserbaidschan, während der Kampf mit Armenien weitergeht

  1. Also mal der Reihe nach: Der gemeinsame Nenner beim Militär und Ausrüstung der beiden Länder besteht darin, überwiegend Waffen mit russischer Aufschrift zu verwenden oder von der Union geerbt haben, deren Teil sie vor dem Zusammenbruch im Jahr 1991 waren. Infolgedessen haben beide Länder Flugzeuge wie Suchoi und MiG, Panzer wie T-90 und T-72 sowie die Raketensysteme S-300, Smerch, Kasirga und Tochka. Beide Parteien haben auch einige von Israel hergestellte Waffen, oder wie Aairbadschan türkische Waffen.

    Aber auch 2018 hat Russland Waffen sowohl an Armenien als auch an Aserbaidschan verkauft, und obwohl Eriwan Mitglied der von Russland dominierten Eurasischen Union CSTO ist, erreichte der Handelsumsatz zwischen Russland und Aserbaidschan im Jahr 2019 3 Milliarden Dollar, was viel höher ist als die Handelsbilanz Moskaus mit Armenien. Außerdem ist Aserbaidschan ein energiereiches Land, und zwei Pipelines, die Öl und Gas aus der ehemaligen Sowjetrepublik durch den Kaukasus nach Westen transportieren, verlaufen beide in der Nähe der umstrittenen Region Berg-Karabach.

    Die Collective Security Treaty Organization ist eine regionale internationaler Verbund unter Schirmherrschaft Russlands. Laut der Charta der CSTO sind die Ziele „die Stärkung des Friedens, der internationalen und regionalen Sicherheit und Stabilität, die kollektive Verteidigung der Unabhängigkeit, territoriale Integrität und Souveränität der Mitgliedsstaaten“. Sie wurde 1992 unmittelbar nach dem Zusammenbruch der UdSSR gegründet. Georgien, Aserbaidschan und Usbekistan traten jedoch wieder aus. Mitglieder sind heute Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland und Tadschikistan. Die Eurasian Economic Union ist fast identisch: Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan, Russland.

    Direkter Vergleich:

    Armenien:

    Verteidigungshaushalt: etwa 1,4 Milliarden Dollar
    Armee insgesamt: 245.000
    Soldaten: 45,000
    Reservisten: 200.000
    Globalfirepower: 111/138

    Luftwaffe
    4 Sukhi-30-Kampfflugzeuge (8 weitere sind bestellt und warten auf Auslieferung)
    13 militärische Unterstützungsflugzeuge
    27 Hubschrauber (15 MiG-24 und 12 MiG-8)
    3 Transportflugzeuge
    13 Trainingsflugzeuge

    Die armenischen Separatisten in der Region Berg-Karabach
    110 Panzer
    748 gepanzerte Fahrzeuge
    38 selbstfahrende Geschütze
    150 Feldgeschütze
    68 Raketenwerfer
    2 militärische Unterstützungsflugzeuge
    9 Hubschrauber

    keine Marine (Kein Zugang zum Meer)

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_equipment_of_the_Armenian_Armed_Forces

    Aserbaidschan

    Verteidigungshaushalt: etwa 2,8 Milliarden Dollar
    Armee insgesamt: 426.000
    Soldaten: 126,000
    Reservisten: 300,000
    Globalfirepower ranking: 64/138

    570 Panzer
    162 Raketenwerfer
    1451 gepanzerte Fahrzeuge
    187 selbstfahrende Geschütze
    227 Feldgeschütze

    Luftwaffe:
    17 Jagdflugzeuge (5 MiG-21, 12 MiG-29)
    88 Hubschrauber
    12 Sukhoi-25 Luftunterstützungsflugzeuge
    Ein Transportflugzeug
    29 militärische Trainingsflugzeuge

    https://en.wikipedia.org/wiki/Modern_equipment_of_the_Azerbaijani_Land_Forces
    Russlands Interessen in der Region basieren ebenfalls hauptsächlich auf Energie. Der Kreml will den Bau der transkaspischen Pipeline sowie des südlichen Gaskorridors verhindern, da solche Projekte die Russische Föderation umgehen und den Einfluss des Landes im Kaukasus untergraben würden.

    Man muss im Auge behalten, wie die Türkei Libyen dazu drängen wollte, die energiereiche Sirte-Provinz einzunehmen. Nachdem Ägypten, Frankreich, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate Ankara davor warnten die rote Linie nicht zu überschreiten, gelang es keiner der Seiten, die Pattsituation im Konflikt um das nordafrikanische Land zu durchbrechen. Angesichts der Tatsache, dass der Krieg um Berg-Karabach in den letzten 26 Jahren als eingefrorener Konflikt behandelt wurde, war es sehr unwahrscheinlich, dass sich die Situation vor Ort ohne weitreichende Vereinbarungen zwischen Russland und der Türkei radikal ändern würde. Währenddessen befeuert der türkische Präsident den Konflikt: „Aserbaidschan hat bereits ein großes Gebiet befreit. Ich hoffe, dass Aserbaidschan seinen Kampf fortsetzen wird, bis es sein gesamtes Land in Karabach befreit hat“.

    Die Türkei hat auch bereits Syrische Truppen nach Armenien gebracht.

    Die Frage wann und wie viele Drohnen aus israelischer Produktion gekauft wurden beschäftigt inzwischen auch die israelische Polizei.

    https://t.co/dwh5zBaozB?amp=1

    ?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1311568578177531904%7Ctwgr%5Eshare_3&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.jpost.com%2Fmiddle-east%2Fisraeli-drones-in-azerbaijan-raise-questions-on-use-in-the-battlefied-644161

    https://en.wikipedia.org/wiki/Loitering_munition

    Liken

    Verfasst von Ben Gurion | 3. Oktober 2020, 15:57

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