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Kultur, Satire

Die Linke NRW: Keiner braucht eine Kopie der Grünen

von Artur Leier

Das Resultat der Kommunalwahl in NRW setzt den allgemeinen Abwärtstrend der Linkspartei fort: hinter allen großen Parteien, weniger als 4% und damit nochmal 1% weniger als das letzte schlechte Resultat.

THESE:

Durch die Anpassung an den neoliberalen Mainstream wird die Linkspartei überflüssig. Ihre Aufgabe muss sein, linke Kernthemen zu vertreten: starker Sozialstaat, gerechtes Wirtschaftssystem, friedliche Außenpolitik usw. Stattdessen werden diese Themen immer weniger fokussiert und der identitätspolitische Opferwettbewerb mit LGBTQÖß, Frauenquoten-Feminismus und „alles/jeder ist rassistisch“ rücken zunehmend in den Vordergrund. Zudem wird jedem Trend nachgelaufen, den das System vorgibt. Aktuell vor allem der grünglobalistischen „Klimaerwärmung“, die schon seit 15 Jahren (Albert Gore: „Eine unbequeme Wahrheit“) verspricht, uns alle in wenigen Jahren umzubringen.

GEDANKENEXPERIMENT:

Ich bin ein Mensch in NRW, dem erzählt wurde, dass die Linke „sehr links“ ist und Politik für mich einfachen Arbeiter macht. Deshalb gehe ich auf die Facebook-Seite der DIE LINKE. NRW und sehe folgende Bilder:
Ein Wahlplakat (Bild 1) zeigt einen Regenbogen und davor mehrere bunte und vielfältige Personen, inklusive Conchita Wurst.
Das nächste Wahlplakat (Bild 2) mit der Losung „Gemeinsam gegen Rassismus“ zeigt zwei Leute im Ganzkörper-Schlafanzug, mit rotem Bettlaken. Vor ihnen steht ein scheinbar muslimisches Mädchen, das aber keinen Schlafanzug trägt, jedoch ebenfalls ein rotes Bettlaken. Warum? Wieso? Und was hat das mit Rassismus zu tun? Keine Ahnung.
Als nächstes sehe ich einen grünen Kobold mit grünem Rave-Stick (Bild 3) der mir, natürlich auf Englisch, Rassismus unterstellt und zum „Oft you must fuck!“ animiert. Nach einem anstrengenden Arbeitstag reicht meine Konzentration nicht aus um zu verstehen was das jetzt wieder mit Rassismus zu tun hat, wo der Bezug zu meiner Lebenswirklichkeit ist und warum dieser Kobold mich zu sexuellen Handlungen auffordert.
Egal, ich gehe weiter durch die Seite und schon springt mir ein besonders buntes Foto (Bild 4) entgegen: Die Linke ist mit eigener „Linke quer“ Flagge auf einer Parade sexueller Minderheiten, mit denen sie öffentlich ihre private sexuelle Orientierung zelebriert. Was das „quer“ auf der Flagge bedeutet verstehe ich nicht, aber so langsam scheint es mir bei dieser Partei mehr um Rassismus und Schweinskram zu gehen, als um höhere Löhne und niedrigere Mieten für mich und meine Familie.
Ich klicke weiter und bin sprachlos: ich sehe eine Person mit Hundemaske (Bild 5), die offensichtlich professionelle Hilfe braucht. Scheinbar ist er nicht der einzige auf dem Foto, dem es schlecht geht. Was genau das mit linker Politik zu tun hat, kann ich nicht verstehen.

So langsam fühle ich mich verarscht. Vor allem als ich auf ein weiteres Wahlplakat (Bild 6) klicke, das eine „Stadt für alle“ fordert, aber nur bunte, fröhliche (scheinbar liberale Kleinbürger, denen es super geht) Minderheiten verschiedener Art, Selbstidentifikation und Subkultur darstellt. Für die normale, hart arbeitende, zunehmend verarmende Mehrheit scheint diese Partei sich nicht zu interessieren. Und erst recht nicht für die ganz normale Familie.

So weit, so schlecht. Doch der Frieden ist mir sehr wichtig und ich erinnere mich noch gut daran, wie die Grünen Kriegstreiber damals Jugoslawien zerbombten. Zumindest bei diesem Thema ist die Linke ja klar positioniert.

Dann sehe ich aber einen Beitrag zu Srebrenica (Bild 7) und bin schockiert: Kein Wort zum Überfall auf Jugoslawien, kein Wort zu den Kriegslügen. Die ARD-Doku „Es begann mit einer Lüge“ scheint diesen Leuten völlig unbekannt.

Nein, diese Partei macht sicher keine Politik für mich, meine Familie und auch nicht für den Frieden.

GEDANKENEXPERIMENT ENDE

Bis jetzt gab es in der Partei keine ernsthafte Diskussion zur NRW-Wahl, kein eingestehen von Fehlern durch die Verantwortlichen (Marx21), keinerlei Konsequenzen. Heute und morgen ist Landesparteitag in NRW und auch dort brauchen wir nicht auf ein Umdenken zu hoffen. Doch gerade vor dem Bundesparteitag am 30. Oktober ist eine offene Diskussion zur inhaltlichen Ausrichtung unserer Partei notwendig.
Anmerkung LZ:
Inzwischen sind die Bilder auf der FB-Seite Die Linke NRW nicht mehr aufrufbar. Die Motive des Künstlers wurden aber im Wahkampf verwandt:

https://www.google.com/imgres?imgurl=https://www.imago-images.de/bild/st/0102820893/w.jpg&imgrefurl=https://www.imago-images.de/st/0102820893&tbnid=jjuyjaiMnz4KBM&vet=1&docid=ukPS3LaWhPpb8M&w=1000&h=667&itg=1&hl=de&source=sh/x/im

Auch das Bekenntnis zum NATO-Srebrenica-Narrativ wurde nicht gelöscht:
https://www.google.com/imgres?imgurl=https://www.imago-images.de/bild/st/0102820893/w.jpg&imgrefurl=https://www.imago-images.de/st/0102820893&tbnid=jjuyjaiMnz4KBM&vet=1&docid=ukPS3LaWhPpb8M&w=1000&h=667&itg=1&hl=de&source=sh/x/im

Diskussionen

5 Gedanken zu “Die Linke NRW: Keiner braucht eine Kopie der Grünen

  1. Die Kampagne wäre auch etwas für die NSAfD ,mit der lesbischen Vorsitzenden.

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    Verfasst von Bruno Eckstein | 5. Oktober 2020, 13:49
  2. „mich zu sexuellen Handlungen auffordert“ Wer? Wie? Wo halluziniert er das gerade her?

    Weil dem testosterongesteuern Autor der kalte Bauer bis zu Oberlippe steht?

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    Verfasst von Eva Braun Hermann | 2. Oktober 2020, 18:38
  3. Gerade jetzt bräuchten wir eine Partei, die einen starken Sozialstaat fordert und die Interessen der kleinen Leute vertritt. Aber ihre beliebteste Politikerin, die das verkörpert, wurde ja weggemobbt – dafür dass auf eine vollkommen unrealistische Mehrheit gesetzt wird, die für ein „Weiter so“ stehen würde.

    Kipping & Co. sind so geil auf Ministerposten, dass sie dafür sogar die Bundeswehr in Russland einmarschieren lassen und Hartz V einführen würden.

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    Verfasst von Steamboat Willie | 30. September 2020, 17:55
  4. Dasselbe was bei SPD oder im Ausland das italienische PCI (jetzt SD) passiert ist, sich an die neokons anzupassen. Das ist ihr Tod leider.

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    Verfasst von Maurizio | 30. September 2020, 10:48

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