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Bewegungen, Inland

Der bürgerliche Irrationalismus drängt zur Form der Religion

von Klaus Linder

Sowohl „Demonstranten“ als auch „Gegendemonstranten“ am 1.8. in Berlin bestätigen, dass der bürgerliche Irrationalismus nicht „freischwebend“ bleiben kann, sondern zur Form der Religion drängt – mit allen Merkmalen des Fanatismus, des Messianismus, der gnadenlosen Denunziation der Ungläubigen.

Georg Lukács saß dem Nietzsche auf, dessen antichristliche Verlautbarungen er für bare Münze nahm, indem er meinte die Nazi-Propaganda als einen „a-religiösen Irrationalismus“ analysieren zu können. Da irrte er gewaltig.

Am 1. 8. standen sich zwei Lager gegenüber, die man nur als Einheit eines Spaltungsprozesses innerhalb der in die Krise stürzenden kleinbürgerlichen Schichten verstehen kann. Die Frage, ob man noch eine der „Bewegungen“ gegen die andere unterstützen solle, ist hier falsch.

Beide Abteilungen bringen nur eins zum Ausdruck: die Negation einer wissenschaftlichen Weltanschauung; über diesem Vakuum saugen sie sich gegenseitig an, wie Magdeburger Halbkugeln.

Beide halten sich ihren eigenen Vorstellungen nach für Opposition gegen die herrschende Tendenz der deutschen Gesellschaft. Das muss man den „Omas gegen Rechts“ ebenso zugestehen wie den im gleichen Sinne engagierten Gewerkschaftern auf der einen Seite. „Opposition“ glaubten sich natürlich auch jene, die auf der anderen Seite dem religiösen „Weckruf“ im Glauben folgten, sie könnten das Motto eines faschistischen Propagandastreifens – „Tag der Freiheit“ – auf den Straßen Großberlins („17. Juni“) auch nur eine Minute aus der Fantasie in die Wirklichkeit holen.

Auf ihrer Seite der Spaltung bringt es nicht weiter, die Sache mit religionssoziologischen Differenzierungen analytisch meistern zu wollen. Ob die dort vertretenen zahllosen esoterischen Spinnereien, die das Kleinbürgertum im Abstieg begleiten („Meditieren für das Grundgesetz“), die „zen-buddhistischen“ und „lamaistischen“ Orakelsprüche mit denen sie ihre Reden spickten (und spuckten), ob der politisch frustrierte, zum Mißerfolg verdammte Parteigründer Kleinbürger Dr. Schiffmann mit der Gemeinde „das Vaterunser“ betete, oder ob sie sich einfach mit wachsender Inbrunst dem Personenkult für ihre jeweiligen Versammlungsleitungen hingeben – zu Recht machen sie selber da keine konfessionellen Unterschiede mehr. Es geht allein um Form des gesellschaftlichen Bewusstseins, die Religion als solche als „Antwort“ auf ihre Lage. Selbst die nur vom Hörensagen im Innern der Menschenmenge weitergereichte, der Evidenz deutlich widersprechende Behauptung, sie seien „1,3 Millionen“ gewesen, wurde schon am nächsten Tag zum ungeprüft verfochtenen Glaubenssatz, zum Gründungsmythos eines Tages 1 einer neuen Zeitrechnung. Womit wir bei der nächsten chiliastischen Variante seit den Klimaapokalyptikern wären.

Beide Abteilungen hielten sich für gesellschaftliche Opposition und opponierten doch nur gegeneinander. Beide, als gesellschaftlich ohnmächtigste Schichten des Kleinbürgertums, deren Grunderfahrung es ist, dass sie sich tatsächlich nur von Gnaden einer anderen Klasse erhalten können, bringen mit ihrem Glauben nichts zum Ausdruck als die herrschende Tendenz selber.

Man könnte ihren Geisteszustand, zur ersten Orientierung, als konterrevolutionären Messianismus bezeichnen. Das Bild erweitert sich nicht, sondern nur die Zahl ihrer inneren Spaltungslinien wird erhöht, wenn wir die Teile jener Schichten noch hinzunehmen, die bei BLN, FFF, XR mittun und was da sonst noch kommen mag. Da nicht die soziale Basis sondern nur die Zahl der inneren Spaltungen größer wird, sind Begriffe wie „Protest“ und „Aktion“ bereits Elemente des religiösen Messianismus, dem keine Bewegung in der gesellschaftlichen Wirklichkeit entspricht.

Allein durch die Aufrechterhaltung ihrer Spaltungen (gegen die Arbeiterbewegung) sind sie Speerspitzen der Finanzbourgeoisie. Sie waren es zu Zeiten der längst vergangenen „Prosperität“, als das Warenangebot noch weitgehend in ihrer Reichweite schien, sie sind es jetzt noch, da die allgemeine Krise sie auf den Grund spült. Sie sind zunehmend ABGEBROCHENE SPEERSPITZEN, das sollte auch vor jeder Illusion warnen, man könne sie mit ihrer Ideologie derzeit „abholen wo sie stehen“. Sie stehen ja nicht, sondern sie fallen, und zwar schnell.

Wenn sie aufeinandertrafen, taten sie am 1.8. nur eines: sich ohne jede Dialogmöglichkeit gegenseitig Stirn an Stirn zuschreien, sie seien Nazis, Faschisten. Die Maskenträger mit den geschwollenen Adern einer Anti-Ideologie; die Maskenverweigerer verdeckten ihre ebenso geschwollenen Adern unter der penetranten Schleimigkeit einer „positiven“ Liebesreligion.

Sie sagten beide dasselbe. Hier kommen wir zu einer zutiefst chauvinistischen Besonderheit der deutschen Ideologie (natürlich nicht derer, die die wissenschaftliche Weltanschauung der DDR noch nicht aufgegeben haben): Die Herrschenden haben „Antifaschismus“ zu einer Religion verkehrt, genauer zu einer deutschen Missionierungsreligion, die jedem Materialismus, jeder Rationalität ins Gesicht schlägt und vollständig in die deutsche EU-Ideologie einging. Die „Omas gegen Rechts“, die, bei wahrscheinlich einstmals lautersten Absichten, für jede Pro-EU-Jubelveranstaltung zu instrumentalisieren sind, bringen diese Seite der kleinbürgerlichen Bewusstseinsspaltung gut zum Ausdruck. Die „Tag-der-Freiheit“-Religiösen stellen nichts davon in Frage, den EU-Chauvinismus nicht, von Nuancen abgesehen, und die gemeinsame Grundlage, den Antikommunismus, absolut nicht, sie forcieren ihn sogar, indem sie den Endsieg des Altreichs über die DDR in jedem Redebeitrag beschwören. Was sie in ihrem inneren Widerspruch zum Ausdruck bringen, ist tatsächlich das größte ideologische Mobilisierungsproblem der deutsch-chauvinistischen EU-Ideologie: sie ist eine reine Anti-Ideologie (angeblich: antifaschistisch, antinational, antirassistisch, antiautoritär, wirklich: antisozialistisch, antikommunistisch, antisouveränistisch). Die Krise verschärft aber noch jede kleinste Ungleichzeitigkeit bei der kapitalistischen Aufteilung der Welt. Mit einem Sammelsurium von „Anti“ wird der deutsche Imperialismus seine Hegemonie auch nach innen nicht mehr behaupten. Die „Tag der Freiheit“-Kleinbürger haben schneller reagiert als ihr Gegenpart: eine positive Religion muss wieder her, aus allen verwesenden Fetzen zusammengeflickt, die sich dazu noch auffinden lassen.

Man muss diese Schichten in der Verzweiflung ihrer tragischen Spaltungshölle be-, aber nicht VER-urteilen. Man sollte sich aber darüber sehr klar sein: Sie werden gefährlich, von Monat zu Monat gefährlicher, da von nichtspaltender Ratio kaum zu erreichen.

Umso mehr, als sie mit dem, wozu man sie treibt, keinen Bestand haben vor dem, was sie gemäß Klassenauftrag von oben seit Jahrzehnten negieren: Der wissenschaftlichen Weltanschauung und der Solidarität der Arbeiterklasse.

Nachdem der „Tag der Freiheit“ nur in den Köpfen seiner Veranstalter stattfand und sich das Vorhaben, aus Berlin eine „Massenwelle“ auszulösen, als Flop erwiesen hat, dürften sich die Teilnehmer, die ihre Hybris nun in gewissem Maße mit der Wirklichkeit konfrontiert sehen, auf eine weitere Stufe der Fanatisierung zubewegen und die Spaltung im Innern der kleinbürgerlichen Schichten noch vehementer ausgetragen werden. Man darf mit Ungeheuerlichkeiten rechnen, die bald zum Alltag gehören, wie in anderen „Bewegungen“ dieses Zerspaltungsprozesses. Eine erste als Vorgeschmack: der Berliner Polizist, der gestern die Auflösung der Versammlung vortrug, wird hier deshalb von einer Fanatikerin mit dem faschistischen Massenmörder Adolf Eichmann verglichen. Da fehlen die Worte über die Geisteszustände, die der gesellschaftliche Zustand inzwischen hervortreibt, der diesen Schichten nur den Ausweg des gegeneinander gerichteten konterrevolutionären Messianismus zu lassen scheint.

„Seine letzten Worte waren, ich mach doch nur, was man mir gesagt hat.. die gleichen Worte sagte Eichmann bei seinem Prozess in Israel“

Der Gegner hat wirklich den Bogen raus, wie „Protest“ zu „gestalten“ ist.

– Der Gegner schreit einfach „Nazis“, weil ihm seit Jahren nichts anderes mehr einfällt, um die deutsche EU-Herrschaft als „antifaschistisch“ zu verkaufen – und den vermeintlichen „Regierungskritikern“ fällt in traumwandlerisch vorauseilendem Gehorsam nichts anderes ein, als MIT DER REGIERUNG unter einem Leni-Riefenstahl-Nazi-Motto zu mobilisieren („Tag der Freiheit“, Film von Riefenstahl 1935). Die EU-Herrschaft lassen sie unangetastet.

– Der Gegner hetzt in erster Linie bei wirklich JEDER Gelegenheit gegen den deutschen Friedensstaat DDR – und den vermeintlichen „Regierungskritikern“ fällt nichts anderes ein, als MIT DER REGIERUNG sich als Fortsetzung der „großen Welle“ zur Beseitigung des Sozialismus auszurufen, die deshalb gegen Merkel sei, weil diese noch zu viel Sozialismus und DDR enthalte.

– Der Gegner verschärft in wenigen Monaten die diplomatische und die militärische Konfrontation gegen die größte friedliebende zum Sozialismus strebende Übergangs-Nation dieser Erde, China – und den vermeintlichen Regierungskritikern fällt nichts anderes ein, als MIT DER REGIERUNG gegen die Mär vom „weltweiten totalitären Staat“ zu mobilisieren, dessen Modell und treibende Kraft in der chinesischen Regierung und KP bestünde, die das mit „Coronamaßnahmen“ nun gegen die ganze Welt unter Beweis gestellt hätte.

– Der Gegner versucht mit größter Mühe, die verheerende Wirtschafts- und allgemeine Krise und ihre ersten unmittelbaren Zusammenbruchserscheinungen nicht als notwendiges Produkt des zerstörerischen kapitalistischen Systems erkennbar werden zu lassen, sondern den Mythos aufzubauen, eine ansteckende Krankheit und die von Hunderten Staaten (zuallererst China) ergriffenen, in Deutschland nur inkonsequent durchgeführten, Maßnahmen dagegen seien der Grund, warum das geschieht – und den vermeintlichen Regierungskritikern fällt nichts anderes ein, als MIT DER REGIERUNG, gegen die „Coronadiktatur“ als Grund der Krise zu mobilisieren.

– Der Gegner führt über lange Jahre die gravierendsten Rechtsbrüche gegen die eigene, nie von einem Volk eingesetzte sondern ihm gleich zweimal mit unabweisbaren Merkmalen von Fremdherrschaft übergestülpte Verfassung aus, sorgt im Übrigen über die von ihm beherrschte EU dafür, eine angeblich über dieser Verfassung stehende Rechtslage zu konstruieren und leitet zielstrebige Schritte zur weiteren Aufhebung der parlamentarischen Demokratie und des permanenten Völkerrechtsbruchs ein – und den vermeintlichen “ Regierungsgegnern“ fällt nichts anderes ein, als MIT DER REGIERUNG, gegen die läppischsten Hygienemaßnahmen, die bei etlichen Massenveranstaltungen und Freizeitvergnügungen sowieso schon nicht mehr beachtet werden, zu mobilisieren, und die Aufhebung aller coronabezogenen Vorschriften als „Wiederherstellung“ von Demokratie und Freiheit zu feiern, wie sie bis zum März existiert habe; während kein Konzern irgendein Interesse hätte, sich in der Kapitalakkumulation durch weitere Einschränkungen behindert zu sehen, und bei denjenigen, wo die Überproduktion bereits zuschlug, dies vor und nicht wegen Corona geschah. Es geschieht MIT der Regierung, wenn der ausgekämmte, in Bankrott getriebene, drangsalierte Mittelstand weiterhin an das Märchen glaubt, „die Coronadiktatur“ sei Ursache seiner Lage.

– Der Gegner weiß genau, dass die einzigen ihm noch gefährlichen Teile der Friedensbewegung diejenigen sind, die mit klarsten und eindeutigsten Losungen gegen NATO-Präsenz und NATO-Mitgliedschaft, die aus dem Geist der DDR gegen das Aufmarschgebiet gegen Russland, und die in antiimperialistischem Internationalismus an der Seite Chinas stehen – und die vermeintlichen Regierungsgegner sorgen MIT DER REGIERUNG dafür, dass die NATO-Kritiker und Ramsteingegner von gestern, die sogar die diffamierenden „Querfrontkampagnen“ überstanden hatten, vor lauter aufgeblähter Fixierung auf „Corona“ die Orientierung in der eigenen Sache verlieren, die eigenen Losungen vergessen, und am Ende unter „Frieden“-Rufen gegen die belangarme Ablenkung „freiheitseinschränkend diktatorischer“ Hygieneregeln mobilisieren, als sei das eine irgendwie riskante Widerstandshandlung, gar vom Range der Geschwister Scholl, und als seien berechtigte Zweifel erhärtete wissenschaftliche Tatsachen.

– Der Gegner weiß bestens, dass jeder zu erwartende Protest möglichst in eine Form des politisch-individualistischen Massen-Autismus zu überführen ist. Das Modell dieser ultrakonformistischen Eventform heißt, sofern noch friedlich, Love-Parade. Der Gegner weiß, dass das einzige, was ihm weh tut, gut organisierte, in ihrem Auftreten straffe und entschlossene Demonstrationen sind, bei denen Redebeiträge möglich sind, die sich in klaren Losungen und konkreten Schritten gegen diesen Gegner richten, ihn handlungsorientierend angreifen, und damit die brennenden politischen und materiellen Interessen der Massen berühren, ein Ziel, eine Richtung weisen; das hat der Gegner zu verhindern, denn so selten es gelingt, so wirksam ist es gegen ihn – und die vermeintlichen „Regierungsgegner“ organisieren ein bloßes Wellness-Event, wo sie stundenlang zu solch klaren Reden die Gelegenheit hätten und bei denen sie ihre Losungen so hätten präsentieren können, dass irgendjemand sie im Kopf behält und annähernd wüsste, was und wohin sie überhaupt wollen; aber MIT DER REGIERUNG ist das einzige, was man während Stunden von ihnen vernimmt 1. Der erbärmliche Riefenstahl-Filmtitel als Losung 2. Reden, bei denen sie sich gegenseitig inhaltslos bestätigen, wie toll sie selber alle seien, dass sie die Welle, das Positive, das Licht, die Energie sind, berufen die DDR und den Sozialismus endgültig auszutreiben und alle anderen in ebensolches Licht zu verwandeln. Am Ende fällt ihnen, die monatelang schon bei leiser Kritik jeden Nichtfollower als „gehirngewaschen und manipuliert“ identifizierten, tatsächlich nichts anderes mehr ein, als den „historischen Einschnitt“ dieses neusten Berliner Sommermärchens ausgerechnet mit dem bedeutsamen Ereignis der manipulierten Gehirnwaschveranstaltung namens Love-Parade auf eine Stufe zu stellen, weil da ja auch schon ganz viele Einzelne auf derselben Straße standen, um sich als „Welle wo alle eins sind“ synchronisieren zu lassen.

FAZIT: Der Gegner hat ganze Arbeit geleistet mit diesem sich nun ohne jede Eigenkritik selber beweihräuchernden „Protest“.

Der Gegner weiß natürlich, dass es sich nicht um Faschisten handelt (das glauben nur noch die Deppen von der Kippinglinken) – denn für den Faschismus ist er ja selber zuständig. Er hat sich etwas viel Besseres geschaffen: eine knetbare Masse um traurige Clowns auf einer Bühne, aufgeschreckt in jede Sackgasse laufend, sobald man nur laut genug „Corona“ ruft; die, wenn man sie unter den Friedenskräften wirken lässt, obwohl, nein: weil die die richtigen Losungen längst haben, auch dort den Anspruch auf verstrahlte Dauerparties der Selbstüberschätzung bei Verflachung bis Auflösung der Kampfziele hineintragen.

Warum es kompliziert machen und nach abwegigen Erklärungen suchen, als ob die „Querdenker“ lauter Finsterlinge mit verborgenen bösen Absichten wären. Sind sie nicht; es sind normale Bürger, die die Nase voll haben, die allesamt weiter denken als das Event erkennen lässt, dem sie sich gestern unterwarfen. Warum nicht das Ockhamsche Rasiermesser anwenden und die Hypothese mit den wenigsten Voraussetzungen bemühen:

Was wir sehen ist die lang eingeübte Praxis und Routine derer, die dafür sorgen müssen, dass die in einer Krise samt Ausnahmezuständen zu erwartenden gravierenden und ernsthaften Proteste so verlaufen, wie die Herrschenden es am besten handhaben können. Wer differenzierte Beurteilung verlangt, sollte bitte vor diesem Aspekt nicht die Augen verschließen.

https://www.facebook.com/klaus.linder.332?comment_id=Y29tbWVudDozNjMwNTM5MTQzNjQwNDgzXzM2MzExNTIxMzY5MTI1MTc%3D

 

Diskussionen

14 Gedanken zu “Der bürgerliche Irrationalismus drängt zur Form der Religion

  1. same shit, different day

    Nichts gegen Demonstrationen, gegen kritische Meinungen und erst recht nicht gegen Frieden. Doch die Probleme in der Welt sind manchmal nicht so einfach erklärt und wenn sich gewisse Feindbilder hartnäckig etablieren, wenn von Hipster-Truther-Rappern mit rechtem Fanclub davon gesprochen wird, dass „Juden überproportional am Kriegssystem verdienen“, solidarisiert man sich mit Neonazis. An Kriegen sind die Menschen schuld, die sie führen. Verschwörungsideologien sind keine Lösung und das Schaffen gemeinsamer neuer Feindbilder ist keine Alternative zu Krieg

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    Verfasst von Eva von Praunheim | 5. August 2020, 17:38
  2. Kilze More , 2.8. Brandenburger Tor

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    Verfasst von tom | 4. August 2020, 20:27
    • Sehr aufschlussreich, dass die ganze Baggage (rein zufällig) bei Russia Today, NuovisioTV, Gruppe42 und KenFM auftritt und Mitglied im chemtrail-zwangsimpfungs-Klimaskeptik Club ist.

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      Verfasst von Eva von Praunheim | 5. August 2020, 17:56
  3. Ganz ganz viel geschimpfe in dem Artikel.

    Einige „Linke“ verstehen nicht, dass Spititualität existiert und eine Quelle der Lebenskraft ist. Vielleicht deshalb diese misstrauische und verkopfte Ansicht über die Motivation der Demoteilnehmer?

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    Verfasst von Tron | 4. August 2020, 19:34
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    Verfasst von HYBRIS | 4. August 2020, 17:25
  5. Wenn man derart in Rage ist, sollte man keine Artikel veröffentlichen, weil die Wut leicht den Verstand vernebelt. Als Selbsttherapie mag das Schreiben nützlich sein, aber für die Leser ist es schmerzhaft.

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    Verfasst von Jochen | 4. August 2020, 12:57
  6. „Beschlossen wurde, daß die ‚LZ’ ganz einseitig revolutionär-antikapitalistisch ist und der Reformismus a la Attac, Friedensbewegung oder DKP aus dem Pluralismus der LZ ausgegrenzt und bekämpft wird.“

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    Verfasst von Marx & Engels | 4. August 2020, 12:36
    • „Bekämpft“ bedeutet, die Einheitsfronttaktik anzuwenden, d.h. die Reforemisten beim Wort zu nehmen, da wo sie Richtiges sagen mit ihnen zusammen zu gehen, wohl wissend, daß sie ihre eigenen Ziele und Forderungen aufgeben werden. Beispiel: Ehedem hat die KPD das Programm des Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes voll unterstützt. Daraufhin hat die Gewerkschaft es aufgegeben. So konnten viele vom Reformismus beeinflußte Arbeiter für die KPD gewonnen werden.
      Der reformistischen Ideologie in der LZ keine Plattform zu geben bedeutet so, viele Artikel von Reformisten zu bringen, solange sie Richtiges sagen und sie in dem Moment zu entlarven, wenn sie sich von ihren eigenen Positionen entfernen.

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      Verfasst von LZ | 4. August 2020, 12:43
  7. Gemeinsamer Nenner aller in Berlin Protestierenden war die sozialdemokratische Kernideologie, welche besagt, die Addition vieler Schwacher würde Stärke ergeben.

    These 1: Das Selbstbild von Ohnmacht und Schwäche ist das innerste aller Herrschaftsmittel, indem es die Einheit der großen Masse anzustreben nahelegt. Masse ist de facto unfähig zu praktischer kollektiver Selbstorganisation in lokalen Räumen, z.B. in den Betrieben.

    These 2: Indoktriniert wurde jenes Selbstbild der Schwäche ehedem vom Kirchenchristentum und seiner Kosmologie. Mit der Herrschaft des Bürgertums verlagerte sich die auf Wort und Bild fußende kirchliche Indoktrination auf die Staatsschule. Die allenfalls am Rande noch mittels des Wortes und des Bildes indoktriniert. Die Staatsschule erzeugt jenes Selbstbild der Schwäche vielmehr durch physiologische Konditionierung. «Einen Platz für jedes Ding, und jedes Ding an seinen Platz» hing als Wahrspruch lange Zeit über dem Lehrerpult der französischen Grundschulen. Jenes „Ding“ war der kleine Mensch, jener „Platz“ der Ort, an dem er über viele Stunden ohne körperlich-geistig aktive Beschäftigung auszuharren hatte. Was ein Gefühl völliger Ohnmacht erzeugt.

    Und so war es bis zur derzeitigen Auflösung des bürgerlichen Nationalstaats gerade gestern noch gewesen.

    Das große Rätsel der Herkunft der sozialdemokratischen Kernideologie darf als gelöst gelten: institutionell planvolle Konditionierung zu sich als ohnmächtig erlebenden und deshalb in die Masse vernarrten Menschen.

    Geben wir die Hoffnung nicht auf. Mit dem bürgerlichen Staat zerfällt zugleich dessen Institut für flächendeckende Gehirnwäsche, die Staatsschule.

    Mit einer grundlegenden Neukonzeption von Schule beginnt jene Zukunft, für die Marx, Engels und Lenin gestanden haben. Siehe hierzu die von Anne Querrien präsentierte «Mutuelle Schule» der napoleonischen Ära (als 9-teilige Reihe in Deutsch hier auf linkezeitung): Gruppen von Kindern unterrichten EINANDER, die Lehrkraft organisiert lediglich. Die Zukunft der Menschheit beginnt bei ihren Kindern. JETZT! – HIER! – SOFORT!

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    Verfasst von No_NWO | 4. August 2020, 11:07
  8. probleme der „kleinbürger“

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    Verfasst von tom | 4. August 2020, 10:38
  9. ums kurz zu machen …
    1.text oft zu verschwurbelt u. schwierig verständlich
    2.vieles richtig., man sollte aber das „Kleinbürgertum “ nich so abschätzig betrachten….das sind immerhin bis zu 10 Mio Menschen in der brd, also eine grosse Kraft.. -und die haben auch ihre Probleme in dem System- man muss versuchen , sie auf die linke seite zu ziehen, sie zu gewinnen —-
    3. klar, ..die verrrückten , die Merkels-system als Kommunismus sehn, DDR diffamieren +Jedes sozialsystem ablehnen..-kann man vergessen- die rennen zu den Rechten
    4. omas gegen rechts+NATOfa..+Co..–hmm, sind das kleinbürger?.keine ahnung.. eher nich, sondern eine von SPD bezahlte u.vom geheimdienst gesteuerte Truppe,, die der „Gegner „(mit worten des Autors ) dahin schickt, wo wer sie braucht, wenn nötig auch gegen alle Linken

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    Verfasst von tom | 4. August 2020, 10:27
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    Verfasst von PRAVDA | 4. August 2020, 10:05
  11. Sex ohne Kondom ist auch viel schöner, warum ziehen wir als Kinder des Lichts Wutburger uns bei der nächsten Parade der Ignoranz nicht alle nackt aus und haben ungeschützten Verkehr? Aids ist doch auch nur eine Erfindung vom Tiefen Staat, damit die panikgesteuerten Bürger in Angst leben.

    Eine irrationale und renitente Impfgegnerschaft gibt es schon seit langem in so manchen „linken“ Kreisen, man plappert auch bereitwillig die rassistsichen Qanon Quatsch nach und hält sich für aufgeklärt.

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    Verfasst von PRAVDA | 4. August 2020, 10:01

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